Studie zeigt: Kinder lernen besser, wenn Schule Resonanzräume schafft

Wie Beziehungen, Beteiligung und Lernumgebungen den Ganztag wirksam machen

Was brauchen Kinder, um wirklich gut zu lernen? Nicht mehr Tests, nicht mehr Stoff und nicht mehr Tempo — sondern Beziehungen, Beteiligung und Bedeutung. Zu diesem zentralen Ergebnis kommt die qualitative Studie „Lernen aus der Perspektive von Kindern – Resonanzerfahrungen des Lernens in ganztägigen Grundschulen“ von Iris Nentwig-Gesemann, Bastian Walther und Lorena Lake (2025, Verlag Bertelsmann Stiftung).

Die Forscher:innen haben Kinder nicht nur befragt, sondern ihnen zugehört: in Gesprächen, Beobachtungen, Zeichnungen und Gruppendiskussionen. Entstanden ist ein differenziertes Bild davon, wie Kinder ihren Lernalltag erleben — und was sie brauchen, um sich in der Schule wohlzufühlen und engagiert zu lernen.

„Lernen ist für Kinder kein isolierter Prozess, sondern eingebettet in Beziehungen, Räume, Materialien, Rhythmen und soziale Gefüge“, fassen die Autor:innen sinngemäß zusammen.

Lernen braucht Resonanz – sonst wird Schule zur Entfremdungszone

Im Zentrum der Studie steht das Konzept der Resonanz. Lernen gelingt dort, wo Kinder in eine lebendige Beziehung treten können — zu Menschen, zu Themen und zur Welt. Wo Lehrkräfte selbst für eine Sache brennen, wo Fragen willkommen sind und wo Kinder sich trauen, Unsicherheiten zu zeigen, entsteht ein Lernklima, das trägt.

Fehlt diese Resonanz, erleben Kinder Schule dagegen als kalt, fremd oder rein leistungsorientiert. In Anlehnung an den Soziologen Hartmut Rosa sprechen die Autor:innen davon, dass Lernen dann vom „Resonanzraum“ zur „Entfremdungszone“ wird.

„Resonanz meint eine Antwortbeziehung — ein In-Beziehung-Sein, in dem Menschen sich gegenseitig wahrnehmen und aufeinander reagieren.“

Vier Dimensionen entscheiden über die Qualität von Lernen

Die Studie beschreibt Lernen als Zusammenspiel von vier eng miteinander verbundenen Dimensionen:

  • Beziehungen zu Pädagog:innen: geprägt von Vertrauen, Anerkennung und Dialog
  • Beziehungen zu anderen Kindern: Kooperation statt Konkurrenz
  • Bezug zur Sache: Neugier, Sinnhaftigkeit und Interesse am Thema
  • Raum, Material und Zeit: anregende Umgebungen und genügend Zeit zur Vertiefung

Erst wenn alle vier Dimensionen zusammenwirken, entsteht das, was Kinder als „gutes Lernen“ erleben.

Sinngemäß beschreiben Kinder Lernmomente als besonders gut, „wenn man gar nicht merkt, dass man lernt — und plötzlich die Zeit vorbei ist“.

Beteiligung stärkt Motivation und Verantwortung

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Kinder wollen beteiligt werden — nicht, um alles selbst zu entscheiden, sondern um gehört zu werden und mitgestalten zu können. Sie wollen verstehen, warum Dinge so sind, wie sie sind, und Einfluss auf ihren Alltag nehmen dürfen.

„Kinder sind in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zum Ausdruck zu bringen“, betonen die Autor:innen.

Partizipation wirkt sich dabei nicht nur auf das Wohlbefinden aus, sondern auch auf Lernmotivation, Verantwortungsgefühl und demokratische Kompetenzen.

Räume, Zeit und Materialien sind keine Nebensache

Auch die Lernumgebung spielt eine entscheidende Rolle. Enge Räume, starre Sitzordnungen und permanente Zeitknappheit erschweren resonantes Lernen. Wo Kinder sich bewegen dürfen, Materialien zugänglich sind und Zeit zum Vertiefen bleibt, entstehen dagegen ganz andere Lernprozesse.

„Räume strukturieren Praxis — sie können Lernen ermöglichen oder behindern“, heißt es in der Studie.

Vier Schultypen – aber viele Wege zu guter Bildung

Die Autor:innen identifizieren vier typische Organisationsformen von Ganztagsgrundschulen — von experimentierfreudigen Lerncommunities bis hin zu stark formalisierten Lernorten. Keine dieser Formen ist per se richtig oder falsch. Entscheidend ist, ob sie für Kinder verlässliche, sinnvolle und mitgestaltbare Lernbeziehungen ermöglichen.

Was das für den Ganztagsausbau bedeutet

Mit dem ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gewinnt die Studie zusätzliche Bedeutung. Sie zeigt: Der quantitative Ausbau reicht nicht aus. Qualität entsteht nicht durch mehr Angebote, sondern durch gemeinsame Entwicklungsprozesse.

„Qualität entsteht nicht durch isolierte Maßnahmen, sondern durch bewusste und kontinuierliche Entwicklungsprozesse“, so das Forschungsteam.

Multiprofessionelle Teams, Schulleitungen, Träger, Eltern — und vor allem die Kinder selbst — müssen gemeinsam an der Gestaltung guter Lern- und Lebensräume arbeiten.

Bildung gelingt nur mit Kindern

Die Studie macht deutlich: Kinder sind keine passiven Empfänger von Bildung, sondern aktive Mitgestalter:innen. Gutes Lernen entsteht dort, wo Beziehungen tragen, Beteiligung möglich ist und Lernen Sinn macht.

Oder, wie es die Autor:innen programmatisch formulieren:

Bildung sollte nicht für Kinder gemacht werden — sondern mit ihnen.

Gernot Körner

Quelle

Nentwig-Gesemann, Iris; Walther, Bastian; Lake, Lorena (2025): Lernen aus der Perspektive von Kindern. Resonanzerfahrungen des Lernens in ganztägigen Grundschulen. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh. 264 Seiten, ISBN 978-3-86793-006-4, 28 €




Live-Webinar „Konflikte in der Kita lösen“

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Kinder beteiligen, fördern, schützen!

In den Online-Live-Webinare der Serie „Kinder beteiligen, fördern, schützen!“ werden wichtige Aspekte im Alltag der institutionellen Betreuung von Kindern und Aspekte eines entwicklungsförderlichen, kinderrechtsbasierten Ansatzes in den Blick genommen. Neben kinderärztlicher Expertise, einem entwicklungspsychologischen oder erziehungswissenschaftlichen Blick, bringen diese auch soziologische Sichtweisen ein sowie aktuelles fachliches Wissen in speziellen Bereichen, unter anderem der Arbeit mit traumatisierten Kindern, und Ergebnisse neuer Forschungsvorhaben. Die Webinar-Referent*innen gehören dem interdisziplinären Vorstand der Deutschen Liga für das Kind an. Im Januar 2026 stellt Prof. Dr. Jeanette Roos ihre Expertise zur Verfügung.

Kinder beteiligen, fördern, schützen! Live-Webinarreihe der Deutschen Liga für das Kind

Konflikte in der Kita lösen, mit Prof. Dr. Jeanette Roos,
Professorin für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg a. D.
20. Januar 2026, 16.30 – 18.30 Uhr  

Wo zusammen gespielt, gelernt und gearbeitet wird, gibt es auch Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten.  Konflikte sind Bestandteil des Zusammenlebens und treten auf, wenn Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Erwartungen und Erfahrungen aufeinandertreffen. Sie können zu produktiven Aushandlungsprozesse, aber auch zu Auseinandersetzungen mit unangenehmen Folgewirkungen führen. Damit das Zusammensein und Zusammenarbeit in Kindertageseinrichtungen gelingt, ist eine professionelle Konflikt- und Gesprächskultur notwendig. Diese prägt die Atmosphäre unter den pädagogischen Fachkräften und spiegelt sich in der Kommunikation mit Kindern, unter den Kindern sowie mit den Eltern wider. Im Webinar wird grundlegendes Wissen vermittelt:

  • Voraussetzungen einer konstruktiven Konflikt- und Gesprächskultur und wertschätzender, akzeptierender Kommunikation
  • Gesprächsformen und ihre Besonderheiten
  • Mediationsmöglichkeiten

Fragen und Fallbeispiele der Teilnehmenden werden aufgegriffen.

Informationen und Buchung: Konflikte in der Kita lösen mit Prof. Dr. Jeanette Roos, am 20.1.2026

Die Online-Live-Webinare der Reihe „Kinder beteiligen, fördern, schützen!“ wenden sich an Pädagog*innen aus Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Dazu zählen Kita, Krippe und Kindertagespflege. Angesprochen sind außerdem Kita-Fachberatungen, Fachpersonal in Jugendämtern sowie Dozierende in Aus-, Fort- und Weiterbildungskontexten.

Ebenso richten sich die Webinare an Personen, die sich – auch unabhängig vom eigenen beruflichen Hintergrund – für die Belange und das Wohlbefinden junger Kinder einsetzen. Sie unterstützen eine Verbesserung ihrer Chancen und Rechte. Für Mitglieder und Förderer der Deutschen Liga für das Kind bieten die Webinare zudem eine gute Möglichkeit, Einblicke in die Arbeit der Liga zu gewinnen. Die Webinare sind auch für Mitglieder und Förderer der Deutschen Liga für das Kind eine gute Möglichkeit, Eindrücke von der Arbeit der Liga zu gewinnen.

Die Webinar-Folien werden nach dem Termin zur Verfügung gestellt. Beispiele und Fragen der Teilnehmenden sind willkommen und werden aufgegriffen. Auch Kontingentbuchungen für Kitateams und Träger sind möglich.




Ein Einstieg – Philosophieren mit Kindern

filisofie

Kostenfreier Online-Kurs zum Thema Philosophieren mit Kindern

Inhalte und Lernziele

Kinder beschäftigen sich oft mit grundlegenden Fragen über das Leben, die Welt und das Zusammenleben. Doch was macht eine Frage eigentlich philosophisch, und worin unterscheidet sie sich von anderen Fragestellungen? Dieses Webinar vermittelt eine fundierte Einführung in das Philosophieren mit Kindern. Sie lernen, wie Sie Kinder in diesen Denkprozessen begleiten können und welche persönlichen sowie sozialen Entwicklungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Thematische Schwerpunkte:

  • Situationen und Impulse, die philosophische Gespräche anregen
  • Typische Kinderfragen mit philosophischem Gehalt
  • Gesprächsführung, Rolle und Haltung der begleitenden Person
  • Potenziale und Entwicklungschancen des gemeinsamen Nachdenkens

Das 75-minütige Webinar ist als interaktiver Vortrag gestaltet. Neben fachlichen Impulsen bietet es Raum für Austausch, Diskussion und Fragen unter den Teilnehmenden. Nach Abschluss der Veranstaltung erhalten Sie die Unterlagen sowie eine Teilnahmebestätigung.

Lernziele

  • Sie gewinnen einen ersten Zugang zum Philosophieren mit Kindern und erkennen geeignete Anknüpfungspunkte
  • Sie können einschätzen, wann Kinderfragen philosophische Tiefe besitzen
  • Sie lernen Methoden kennen, um Kinder beim eigenständigen Denken und Schlussfolgern zu unterstützen
  • Sie profitieren vom Erfahrungsaustausch und erhalten Einblicke in praxisnahe Beispiele

Webinar am 24.03.2026 | 16:00 – 17:15 Uhr
Webinar am 09.09.2026 | 12:00 – 13:15 Uhr

Trainerin: Samantha Hodenius
Trainerin: Sigrid Stobbe

Weitere Informationen und Anmeldung

Quelle: Stiftung Kinder forschen




Schulbereitschaft kritisch gelesen – zur Einordnung eines aktuellen Fachbuchs

schulbereitschaft

Eine kritische Einordnung des Konzepts vor dem Hintergrund ganzheitlicher Bildung, Spielpädagogik und frühkindlicher Entwicklung

Diese Veröffentlichung ist im Rahmen der Lehrbuchreihe Entwicklung und Bildung in der Frühen Kindheit herausgekommen. Sie greift ein immer wieder aktuelles Thema auf und wendet sich dem Fragenkomplex zu, welche Fähigkeiten Kinder für einen möglichst erfolgreichen Einstieg in die Grundschule benötigen, was in der Elementarpädagogik und Schuleingangsphase nötig ist, um Kindern zu helfen, eine gute Schulbereitschaft aufbauen zu können, und wie es am besten gelingt, einen reibungslosen Übergang in die Grundschule sowie einen erfolgreichen Schulbesuch zu erreichen.

Damit stehen sowohl die Kindergärten als auch die Schulen im Fokus und haben — ebenso wie Eltern — eine sogenannte „Bringschuld“. Eine Sichtweise, die in der Praxis oftmals so nicht gesehen wird, sondern bei der dem Kind eine „Bringschuld“ zugewiesen wird. Es stellt sich daher nicht nur die Frage, ob das Kind eine Schulbereitschaft hat, sondern auch, ob der Kindergarten sowie die Schule eine Kindfähigkeit besitzen.

Aufbau und Inhalte des Buches

Nach einer Einführung ins Thema wird zunächst Näheres zur Genese des Konzepts der Schulbereitschaft erläutert, um dann zu verdeutlichen, dass es eine gemeinsame Aufgabe von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen ist, die Schulbereitschaft aller Kinder sicherzustellen. (Anmerkung: Warum hier die Eltern unberücksichtigt bleiben, entzieht sich der Kenntnis des Rezensenten.)

Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob die Rahmenbedingungen des Schulanfangs in Deutschland eine föderale Vielfalt oder eine Gefahr regionaler Bildungsungleichheit darstellen. Entsprechend geht es um Stichtagsregelungen, Rückstellungen oder vorzeitige Einschulungen, die Anmeldung in der Grundschule sowie schulärztliche Untersuchungen.

Im darauffolgenden Kapitel werden die individuellen Merkmale der Schulbereitschaft erfasst (sprachliche Kompetenzen, bereichsspezifische kognitive Vorläuferfertigkeiten, sozial-emotionale und motivationale Voraussetzungen sowie die Selbstregulation als übergeordnete Schlüsselkompetenz), die ein Kind für einen erfolgreichen Schulstart benötigt.

Das sechste Kapitel wendet sich der Schuleingangsdiagnostik zu und damit der Frage, wie sich die Schulbereitschaft eines Kindes feststellen lässt. Hier finden sich methodische Ansätze wie Verhaltensbeobachtungen sowie standardisierte und normierte diagnostische Verfahren, traditionelle Schulfähigkeitstests und aktuelle Entwicklungs- und Schulfähigkeitstests.

Bevor das Buch ein Fazit zieht und Literaturangaben die Veröffentlichung abschließen, werden auf 16 Seiten Beispiele zur Förderung der Schulbereitschaft genannt: kompensatorische Angebote für Kinder mit Förderbedarf sowie Fördermaßnahmen im Rahmen der Schulvorbereitung in Kindertageseinrichtungen (Maßnahmen zur Sprachförderung vor der Einschulung, Förderung der frühen Literalität, der phonologischen Bewusstheit, mathematischer sowie sozial-emotionaler Kompetenzen). Drei Seiten gehen dabei auf internationale Programme zur Erhöhung der Schulbereitschaft durch Förderung der kindlichen Selbstregulation ein.

Anliegen der Autor*innen

Dr. Dubowy und Prof. Dr. Hasselhorn hoffen, durch die Offenlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse und vielfältige erläuternde Ausführungen dazu beizutragen, dass diese Informationen sowohl auf beteiligte Entscheidungsträger als auch auf Erzieher*innen und Lehrkräfte Einfluss nehmen.

Zusammenfassende Würdigung

Dieses Buch liefert einerseits einen funktionsgerichteten und unter dieser Prämisse weit gefächerten Einblick und andererseits schwerpunktspezifische, stets sehr verständliche Themenausführungen in die seit Jahrzehnten vieldiskutierte Thematik Schulbereitschaft. Alle aufgenommenen Belege sind durch Quellenangaben untermauert.

Gleichzeitig wäre es mehr als wünschenswert gewesen, wenn diese bedeutsame Thematik

  • (a) unter dem Blickwinkel einer „ganzheitlichen Pädagogik von Anfang an“ (Stichworte: Bildung durch Bindung, nachhaltige Alltagspädagogik auf Grundlage einer partizipatorisch gestalteten, an den Interessen der Kinder ausgerichteten, lebenswelt- und situationsorientierten Pädagogik) bearbeitet worden wäre,
  • (b) der Begriff des „Vorschulkindes“ endlich in das Ablagefach einer längst vergangenen Bildungsepoche verbannt worden wäre, denn die Elementarpädagogik hat laut SGB VIII, Bd. 2, Hlb., §§ 22–24 einen eigenen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag bis zum letzten Kita-Tag, und
  • (c) der Bereich der Spielpädagogik und seine Bedeutung für kindliche Entwicklungsprozesse stärker berücksichtigt worden wäre, wie er in allen Bildungsplänen der Bundesländer ausgeführt wird.

Mögen diese Anmerkungen in einer zweiten Auflage Berücksichtigung finden.

Armin Krenz

Bibliografie

schulbereitschaft

Dubowy, Minja; Hasselhorn, Marcus (2024):
Schulbereitschaft. Was Kinder für einen erfolgreichen Schulstart brauchen.
Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart. 129 Seiten, 29,00 €.
ISBN 978-3-17-044820-9




Ausgezeichnet von spiel gut: Kombi Puppenwagen Mika

mika

Kombi-Puppenwagen Mika: Vielseitig, modern und kinderfreundlich

Der Kombi-Puppenwagen Mika sieht in Form und Design aus wie aktuelle Kinderwagenmodelle, das ist Kindern wichtig. Den Namensteil Kombi trägt Mika zurecht, denn er hat verschiedene Umbaumöglichkeiten. So können zwei Varianten  mit einem Aufsatzteil entstehen. Durch einfache Handgriffe kann der Puppenwagen in einen Sportwagen mit Sicherheitsbügel umgestaltet werden. Dieser ist mit einem 3-Punkt-Sicherheitsgurt ausgestattet.

Die Abdeckung der Babywanne dient gleichzeitig als Winddecke für den Sportsitz. Die Babywanne bzw. der Sportsitz können beidseitig auf das stabile Untergestell aufgesteckt werden. Der Schieber läasst sich zudem noch umklappen. So kann die Puppe in Fahrtrichtung als auch mit Blick zu den Puppeneltern geschoben werden. Der Schiebegriff ist höhenverstellbar von ca. 47 bis 80 cm und passt sich so der Körpergröße des Kindes an. Durch die schwenkbaren Vorderräder ist der Puppenwagen zudem sehr wendig. Der Kombi Mika kann besonders einfach und klein zusammengeklappt werden.  Gedacht wurde auch an ein Sonnenverdeck und Gepäcknetz für diverse Utensilien.   

Material: Stahlrohr, Bezugsstoff + Füllmaterial PE. Räder + Griffe EVA, PP. Verschiedene Designs, abwaschbar. Schiebegriff höhenverstellbar von ca. 47 bis 80 cm. Für Puppen bis ca. 52 cm. Gewicht 4 kg. 73x41x82 cm.

Der stabile Puppenwagen wurde mit spiel gut ausgezeichnet, weil er über viele praktische Funktionen verfügt, realistisch aussieht und in schönen Designs zu haben ist.

mika

Kombi Puppenwagen Mika
Preis: 70.- €
Alter: ab 4 Jahre
Marke: Bayer CHIC 2000
Hersteller: Sieglinde Bayer Chic 2000 GmbH




Humor in der Pädagogik: Zertifikatslehrgang für Lachen und Lernen 2026

Wie Humor, Lachforschung und Hirnforschung das Lernen nachhaltig stärken

Humor fördert Gedächtnis, Kreativität und soziale Kompetenz – und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil gelingender Bildungsprozesse. Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen klar: Lernen gelingt besonders gut auf der Basis vertrauensvoller Beziehungen. Ein Lächeln ist oft der kürzeste Weg dorthin.

Der Lehrgang vermittelt aktuelles Wissen aus Gelotologie (Lachforschung), Psychologie, Soziologie und Hirnforschung und zeigt, wie Humor Lernprozesse erleichtert und Beziehungen stärkt. Teilnehmende erfahren, wie sie humorvolles Unterrichten und Erziehen professionell gestalten und mehr Leichtigkeit in ihren pädagogischen Alltag bringen können.

Inhalte

  • Kulturgeschichte, Medizin, Soziologie, Psychologie und Pädagogik des Lachens
  • Neue Erkenntnisse aus Gelotologie (Lachforschung) und Hirnforschung
  • Pädagogische Schlussfolgerungen für nachhaltiges Lernen und Behalten
  • Praktische Methoden: Spiele, Lachyoga, Impulse für humorvolles Unterrichten und Erziehen

Über die Referentin

Dr. Charmaine Liebertz ist Erziehungswissenschaftlerin, Institutsleiterin der Gesellschaft für ganzheitliches Lernen e. V. und Autorin zahlreicher Fachbücher – darunter Das Schatzbuch der Herzensbildung. Seit vielen Jahren vermittelt sie humorvolle und beziehungsorientierte Lernansätze in Aus- und Weiterbildung.

Veranstaltungsdaten & Anmeldung

Termin:
Donnerstag, 16. April 2026, 14 Uhr bis
Samstag, 18. April 2026, 12 Uhr

Zielgruppe:
Lehrerinnen, Erzieherinnen, Eltern, Therapeut*innen und alle, die Humor als Ressource für gelingende Bildungsprozesse nutzen möchten.

Kursbeitrag:
€ 350,- inkl. Lehrgangsmappe und Zertifikat
(Förderung über das Bildungskonto des Landes OÖ möglich; Elternbildungsgutscheine werden angenommen.)

Organisatorin:
Gabriele Hofer-Stelzhammer

Hinweis:
Es sind Abendeinheiten vorgesehen; eine Übernachtung im Bildungshaus wird empfohlen.
Für mehr Informationen bitte das Detailprogramm anfordern.

👉 Anmeldung

Lachen stärkt: Humorvolle Impulse für die Kita

Humor und Lachen in der Kita fördern Lernen und Entwicklung. Charmaine Liebertz zeigt in ihrem „Schatzbuch des Lachens“, warum Kinder mit Frohsinn leichter lernen und Herausforderungen besser bewältigen. Dazu präsentiert sie viele Spielideen und Wortakrobatik, die Lachen und Lernen verbinden und Kinder stärken.

Dr. Charmaine Liebertz
Das Schatzbuch des Lachens
Grundlagen, Methoden und Spiele für eine Erziehung mit Herz und Humor
208 Seiten
ISBN: 978-3-944548-27-2
20 €

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Eltern prägen die Bewegung ihrer Kinder stärker als gedacht

Neue Swiss-TPH-Studie zeigt langfristige Zusammenhänge im Familienalltag

Wie viel sich Kinder bewegen, hängt eng mit dem Bewegungsverhalten ihrer Eltern zusammen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der sogenannten SOPHYA-Kohortenstudie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH). Die Forschenden untersuchten mehrere hundert Familien in der Schweiz, bei denen Eltern und Kinder über mehrere Tage hinweg Bewegungssensoren trugen. So konnten Aktivität und Sitzzeiten objektiv erfasst und über mehrere Jahre hinweg miteinander verglichen werden.

Die Ergebnisse zeigen: Eltern mit höherer Alltagsaktivität haben im Durchschnitt auch aktivere Kinder. Dieser Zusammenhang lässt sich nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt beobachten, sondern bleibt über längere Zeiträume hinweg bestehen. Umgekehrt gehen längere Sitzzeiten der Eltern häufiger mit geringerer Aktivität bei den Kindern einher.

Aktivität, Bewegungsintensität und Sitzzeiten systematisch gemessen

Die Analyse basiert auf der SOPHYA-Studie, in der körperliche Aktivität, Bewegungsintensität und Sitzzeiten systematisch gemessen wurden. Dabei ging es nicht um einzelne Sportarten oder Trainingsprogramme, sondern um das gesamte Bewegungsprofil im Alltag — also darum, wie viel Zeit Menschen sitzend verbringen, wie viel sie sich leicht, moderat oder intensiv bewegen und wie sich diese Muster über die Zeit entwickeln.

Die Forschenden verglichen die Bewegungsdaten von Eltern und Kindern und verfolgten diese über mehrere Jahre hinweg. So konnte untersucht werden, ob sich Zusammenhänge nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig zeigen.

Bewegungsverhalten in Familien kein zufälliges oder kurzfristiges Phänomen

Die Daten der SOPHYA-Studie zeigen vor allem, dass Bewegungsverhalten in Familien kein zufälliges oder kurzfristiges Phänomen ist. Das Swiss TPH konnte nachweisen, dass sich das Aktivitätsniveau von Eltern und Kindern nicht nur zum gleichen Zeitpunkt ähnelt, sondern dass sich diese Zusammenhänge auch über mehrere Jahre hinweg wiederfinden lassen. Kinder von Eltern mit höherer Alltagsaktivität wiesen im Durchschnitt ebenfalls höhere Bewegungswerte auf, während längere Sitzzeiten der Eltern mit mehr Inaktivität bei den Kindern verbunden waren.

Dabei geht es laut den Forschenden weniger um einzelne sportliche Aktivitäten als um übergreifende Muster: Wie bewegungsreich ist der Alltag insgesamt? Wie viel Zeit wird sitzend verbracht? Welche Rolle spielen Wege, Routinen und Freizeitgestaltung? Die Studie macht deutlich, dass sich diese alltäglichen Rahmenbedingungen zwischen Eltern und Kindern ähneln und über die Zeit stabil bleiben.

Auffällig ist außerdem, dass sich diese Zusammenhänge auch dann zeigen, wenn man Alter, Geschlecht oder sozioökonomische Faktoren berücksichtigt. Das spricht dafür, dass Bewegung im familiären Kontext nicht nur individuell geprägt ist, sondern in gemeinsamen Strukturen entsteht — etwa in der Art, wie der Tag organisiert wird, wie Freizeit verbracht wird oder wie selbstverständlich Bewegung Teil des Alltags ist.

Bewegung als Teil geteilter Lebensweisen

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bewegung weniger als bewusste Einzelentscheidung zu verstehen ist, sondern vielmehr als Bestandteil gemeinsamer Lebensweisen. Kinder wachsen in bestimmte Rhythmen, Routinen und Alltagsformen hinein, die mitbestimmen, wie viel Bewegung in ihrem Leben vorkommt.

In diesem Sinne beschreibt die Studie Bewegung nicht als etwas, das isoliert „vermittelt“ wird, sondern als etwas, das sich in geteilten Alltagserfahrungen herausbildet — im gemeinsamen Unterwegssein, im Umgang mit Freizeit, in der Organisation des Familienlebens.

Zur Studie

Die Ergebnisse stammen aus der SOPHYA-Kohortenstudie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts und wurden in der Fachzeitschrift Journal of Activity, Sedentary and Sleep Behaviors veröffentlicht.

Die offizielle Mitteilung des Swiss TPH zur Studie findet sich hier:
👉 https://www.swisstph.ch/en/news/news-detail/news/parents-activity-patterns-shape-children-for-years-cohort-data-show




Ringvorlesung zur Sprachbildung: Kinderrechte, Vielfalt und Inklusion

vorlesung

Kostenfreie Vortragsreihe für Interessierte aus Wissenschaft, Bildungspolitik und Fachpraxis, initiiert von der IU Internationalen Hochschule

Wie können Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung wirksam begleitet werden – und welche Rolle spielen Kinderrechte, Inklusion und gesellschaftliche Vielfalt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die digitale Ringvorlesung „Mitteilen – Miteinander teilen: Kindliche Sprachbildung und -förderung im Zeichen der Kinder- und Menschenrechtsbildung“, die am 20. Oktober 2025 startet. Alle Online-Vorträge sind kostenfrei und richten sich an Fachkräfte, Lehrkräfte, Eltern und alle Interessierten.

Die Reihe läuft bis März 2026, jeweils montags von 18 bis 20 Uhr im dreiwöchigen Rhythmus. Sie vermittelt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, bildungspolitische Entwicklungen und praxisnahe Ansätze für den pädagogischen Alltag.

Sprachbildung als Schlüssel für Teilhabe

Sprache ist ein Fundament für Bildung, Teilhabe und Demokratie. Doch Sprachbildung ist mehr als ein technisches Werkzeug: Sie bedeutet, Kinderrechte, Vielfalt und Teilhabe konsequent mitzudenken. Genau hier setzt die Ringvorlesung an – mit Impulsen aus Wissenschaft, Politik und Praxis.

„Sprachbildung erfordert eine professionelle Haltung, die Kinderrechte und Vielfalt in den Mittelpunkt stellt“, betonen die Leiterinnen Prof. Dr. Yvonne Decker-Ernst (IU Campus Freiburg) und Prof. Dr. Katharina Gerarts (IU Campus Mainz).

Themenvielfalt von Resilienz bis Mehrsprachigkeit

Die acht Vorträge greifen zentrale Fragen auf:

  • Sprache und mentale Resilienz von Kindern
  • Kulturbewusste Sprachbildung und Kinderschutz
  • Kinderrechte und Demokratie im Kita-Alltag
  • Umgang mit Mehrsprachigkeit
  • Übergänge zwischen Kita und Schule
  • Partizipation als Bedingung für Bildungserfolg

Begleitend erscheint ein Sammelband im Herder Verlag, außerdem ist im Sommer 2026 ein praxisorientierter Fachtag mit Podiumsdiskussion geplant.

Termine im Überblick

  • 12.01.2026: Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Kita
  • 02.02.2026: Diversitätssensible Sprachbildung in Kitas
  • 23.02.2026: Sprachförderung am Übergang Kita–Grundschule
  • 16.03.2026: Beteiligung als Bedingung für Bildungserfolg

👉 Mehr Informationen und Anmeldung: https://www.iu.de/duales-studium/b2b-newsletter/events-2025/ringvorlesung-wise-25-26/