Die Ostergeschichte für Kinder: Von Palmsonntag bis Ostern

Eine spannende Reise durch die Ostertage – verständlich für Kinder erzählt

Von Palmsonntag bis Ostersonntag

An Ostern denken die Christen an die letzten Tage von Jesus, an seinen Tod und daran, dass er wieder lebendig wurde. Die Geschichte beginnt an Palmsonntag.

Jesus reitet durch Jerusalem

An einem Sonntag ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem. Er kam zum Pascha-Fest. Das ist ein großes Fest, bei dem die Juden feiern, dass Gott sie aus Ägypten befreit hat. Jesus war selbst Jude und wollte mitfeiern.

Viele Menschen in Jerusalem freuten sich, dass Jesus kam. Sie riefen: „Gesegnet sei er, der da kommt im Namen des Herrn!“ Einige legten ihre Kleidung auf den Boden, andere rissen Palmzweige von den Bäumen und legten sie auf den Weg. So wollten sie Jesus ehren. Deshalb heißt dieser Tag Palmsonntag.

Die wichtigen Männer in der Stadt hörten, wie die Menschen jubelten. Sie hatten Angst vor Jesus, weil ihn viele wie einen König feierten. Darum beschlossen sie, ihn zu töten.

Das letzte Abendmahl

Jesus wusste, dass seine Feinde ihn suchten. Deshalb war es ihm wichtig, am Donnerstagabend mit seinen engsten Freunden, den zwölf Aposteln, zusammen zu essen.

Er wusch ihnen die Füße. Damit wollte er zeigen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und einander zu helfen.

Dann nahm er Brot, segnete es, brach es in Stücke und gab es seinen Freunden. Er sagte:
„Nehmt und esst alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

Danach nahm er den Becher mit Wein, segnete ihn und reichte ihn weiter. Er sagte:
„Nehmt und trinkt alle daraus. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Jesus erzählte seinen Freunden auch, dass ihn einer von ihnen verraten würde. Sie waren sehr traurig und konnten es kaum glauben.

Jesus am Ölberg

Nach dem Essen ging Jesus mit seinen Freunden auf den Ölberg, in einen Garten, der Getsemani heißt. Dort bat er sie zu warten und ging ein Stück weiter, um zu beten.

Als er zurückkam, waren seine Freunde eingeschlafen.

Plötzlich kamen Soldaten. Einer von Jesu Jüngern war bei ihnen: Judas. Er hatte den Soldaten gezeigt, wo sie Jesus finden konnten. Dafür bekam er 30 Silberstücke.

Die Soldaten nahmen Jesus fest.

Jesus bei den Priestern und bei Pilatus

Die Soldaten brachten Jesus zu den mächtigen Priestern. Diese wollten, dass er verurteilt wird. Sie holten Menschen, die Dinge über Jesus erzählten, die nicht stimmten.

Dann brachten sie Jesus zu Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter. Pilatus sprach mit Jesus und sagte: „Ich finde keine Schuld an ihm.“

Aber die Menschen riefen laut, dass Jesus bestraft werden sollte. Sie schrien und wurden immer wütender.

Pilatus wollte Jesus freilassen, doch die Menschen ließen nicht locker. Schließlich ließ er Jesus schlagen, setzte ihm eine Dornenkrone auf und ließ ihn verspotten.

Pilatus hatte Angst vor der Menge. Deshalb ließ er eine Schüssel mit Wasser bringen, wusch seine Hände und sagte:
„Ich bin unschuldig an dem, was hier geschieht.“

Er wusste, dass Jesus nichts falsch gemacht hatte. Aber er ließ die Menschen entscheiden.

Jesus am Kreuz

Am Freitagmorgen wurde Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt. Er musste das schwere Kreuz selbst tragen. Weil er so geschwächt war, fiel er immer wieder hin.

Ein Mann, der gerade vom Feld kam, musste ihm helfen, das Kreuz zu tragen.

Auf einem Hügel schlugen die Soldaten Jesus ans Kreuz und stellten es auf.

Doch Jesus sagte:
„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Jesus starb am Kreuz.

Ein Freund von Jesus, der Josef hieß, nahm seinen Körper. Er wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Grab in einer Felsenhöhle. Vor den Eingang wurde ein großer Stein gerollt.

Ostersonntag

Damals war es üblich, Verstorbene mit duftenden Ölen zu salben. Deshalb gingen einige Frauen am Sonntagmorgen zum Grab von Jesus.

Doch als sie ankamen, erschraken sie: Der große Stein war weggerollt, und das Grab war leer.

Zwei Engel standen dort und sagten zu ihnen:
„Warum sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden.“


Reuter Kichenjahr

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern

Viele lustige und spannende Geschichten in diesem Vorlesebuch erzählen, was Markus, Luise, ihre Eltern und ihr Kater beim Feiern alles erleben. Das Buch erklärt die wichtigsten Feste des Kirchenjahres auf einfache und unterhaltsame Weise – für Kinder gut verständlich.

Mit vielen Bildern, Rezepten und Bastelideen lädt es Kinder zum Mitmachen ein und macht Lust auf gemeinsames Entdecken. Vom Advent bis Ostern begleitet es Familien, Kindergruppen und Gemeinden durch das ganze Jahr.

Thoma Reuter
Das Kirchenjahr mit Kindern feiern

Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten, Backrezepten und Spielen
Broschur, 96 Seiten
ISBN: 978-3-944548-90-6
14,95 €




Böse Bücher? Wenn Kinderliteratur zur politischen Streitfrage wird

Podiumsdiskussion über Zensur, Grenzziehungen und die Macht von Bildern im Kinder- und Jugendbuch

Im Schuljahr 2024/25 wurden in den USA mehr als 6.800 Bücher aus Schulbibliotheken entfernt – häufig mit unklaren Begründungen und unter Berufung auf ein vage formuliertes „Kindeswohl“. Auch in Deutschland zeigen sich ähnliche Entwicklungen: 2025 wurden in Bibliotheken gezielt Bücher mit LGBTQ-Bezug zerstört.

Die Podiumsdiskussion „Böse Bücher? Politiken des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch“ greift diese Entwicklungen auf und stellt zentrale Fragen:
Wer entscheidet, was Kinder lesen dürfen? Welche gesellschaftlichen Werte spiegeln sich in solchen Entscheidungen? Und welche Konsequenzen haben Verbote für Autorinnen und Autoren, Verlage und junge Leserinnen und Leser?

Zwischen Schutz und Zensur: Was darf gezeigt werden?

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die politischen und ästhetischen Dimensionen von Buchverboten. Diskutiert wird unter anderem:

  • Fördern solche Eingriffe Selbstzensur im Literaturbetrieb?
  • Wie reagiert der Buchmarkt auf zunehmende Einschränkungen?
  • Welche Rolle spielen visuelle Medien wie Fotografie, die seit den 1970er-Jahren gezielt auch politisch im Kinder- und Jugendbuch eingesetzt werden?

Die Diskussion beleuchtet damit grundlegende „rote Linien“ – also gesellschaftliche Grenzen dessen, was als zeigbar, erzählbar und lesbar gilt.

Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis

Es diskutieren:

  • Johanna Hähner (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
  • Corinna Norrick-Rühl (Universität Münster)
  • Mareike Stoll (Kids love Photography, Berlin)

Moderation:

  • Anja Schürmann (Kulturwissenschaftliches Institut Essen, KWI)

Die Veranstaltung ist Teil des Jahresthemas „Rote Linien“ (2026/27) des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und steht im Zusammenhang mit der Ausstellung „L is for Look – Fotobücher für Kinder und Jugendliche“ im Museum Folkwang.

Teilnahme und Termin

Datum: 20. Mai 2026
Uhrzeit: ab 18:30 Uhr

Ort:

  • Online via Zoom: https://uni-due.zoom.us/j/64709481652?pwd=CbB9fK9zb9wPH1ufaiZgRd0XnAljdB.1#success
  • oder vor Ort im Gartensaal des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

Teilnahme:

  • kostenlos
  • keine Anmeldung erforderlich

Weitere Informationen:

https://www.kulturwissenschaften.de/veranstaltung/boese-buecher




Psychische Belastung steigt bei Schüler*innen wieder deutlich an

Deutsches Schulbarometer 2026 zeigt wachsenden Druck und soziale Unterschiede

Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt erstmals seit dem Ende der Corona-Pandemie wieder zu. Das zeigt das aktuelle Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung, das auf einer repräsentativen Befragung von Schüler*innen und Eltern basiert.

Ein Viertel der befragten Schüler*innen gibt an, sich stark psychisch belastet zu fühlen. Damit steigt der Anteil nach einem zwischenzeitlichen Rückgang erneut an (2024: 21 Prozent, 2025: 25 Prozent).

Soziale Herkunft beeinflusst psychische Gesundheit deutlich

Die Daten verdeutlichen erhebliche Unterschiede je nach sozialem Hintergrund. Kinder aus einkommensschwachen Familien berichten deutlich häufiger von Belastungen:

  • 31 Prozent fühlen sich stark psychisch belastet
  • 29 Prozent erleben geringes schulisches Wohlbefinden
  • 36 Prozent bewerten ihre Lebensqualität als niedrig

Neben diesen Faktoren spielt auch der schulische Leistungsdruck eine zentrale Rolle. Fast die Hälfte aller Befragten empfindet diesen als hoch und gibt an, regelmäßig auch am Wochenende für die Schule lernen zu müssen.

Schulische Faktoren stehen im engen Zusammenhang mit Belastung

Die Studie zeigt klare Zusammenhänge zwischen schulischen Rahmenbedingungen und dem Wohlbefinden der Schüler*innen. Unterstützende Lehrkräfte, ein positives Klassenklima und Möglichkeiten zur Mitbestimmung wirken sich messbar auf die psychische Gesundheit aus.

Gleichzeitig bleibt die Belastung im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie erhöht und steigt weiter an. Parallel dazu sind viele Schulen weiterhin durch die Folgen der Pandemie sowie durch strukturelle Probleme wie den Lehrkräftemangel stark beansprucht.

Ein weiterer Aspekt ist die gestiegene Sensibilität für psychische Gesundheit: Belastungen werden heute häufiger wahrgenommen und benannt als in früheren Jahren.

Unterricht beeinflusst Wohlbefinden und Lernerfolg

Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Bedeutung des Unterrichts für das schulische Wohlbefinden. Entscheidend sind dabei vor allem:

  • wertschätzende Rückmeldungen
  • angemessene, individuell angepasste Anforderungen
  • effektive Nutzung der Lernzeit
  • ein respektvolles und unterstützendes Lernklima

Sowohl Überforderung als auch Langeweile wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Unterricht, der diese Faktoren berücksichtigt, steht in Zusammenhang mit besseren Lernleistungen und höherer Zufriedenheit.

Große Diskrepanz bei Mitbestimmung in der Schule

Ein deutliches Spannungsfeld zeigt sich beim Thema Partizipation. Drei Viertel der Schüler*innen wünschen sich mehr Einfluss auf Unterrichtsinhalte oder Prüfungsformate. Gleichzeitig geben rund 80 Prozent an, kaum Mitbestimmungsmöglichkeiten zu haben.

Auch bestehende Beteiligungsstrukturen werden kritisch gesehen: 43 Prozent der Befragten halten die Schülervertretung für wirkungslos.

Frühere Befragungen zeigen eine abweichende Einschätzung auf Seiten der Lehrkräfte: Mehr als die Hälfte bewertet die vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten als ausreichend.

Die Daten belegen einen klaren Zusammenhang: Schüler*innen, die an schulischen Entscheidungen beteiligt sind, berichten über ein höheres Wohlbefinden.

Mobbing bleibt weit verbreitet

Mobbing gehört weiterhin zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen erlebt mindestens einmal im Monat Schikanen durch Mitschüler*innen. Zwischen 4 und 10 Prozent sind sogar wöchentlich oder täglich betroffen.

Besonders häufig trifft es 14-Jährige, von denen 38 Prozent entsprechende Erfahrungen berichten. Dabei tritt Mobbing häufiger im direkten persönlichen Kontakt auf, wird jedoch zunehmend durch digitale Formen ergänzt.

Gleichzeitig zeigt sich ein Fortschritt in der Aufklärung: Vier von fünf Schüler*innen wissen, an wen sie sich im Fall von Mobbing wenden können.

Studiendesign und Hintergrund

Das Deutsche Schulbarometer wird seit 2019 regelmäßig von der Robert Bosch Stiftung durchgeführt. Für die aktuelle Ausgabe wurden zwischen Mai und Juni 2025 insgesamt 1.507 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren sowie jeweils ein Elternteil online befragt. Die Studie entstand in Kooperation mit der Universität Leipzig unter Beteiligung eines interdisziplinären Forschungsteams aus Psychologie, Bildungs- und Kommunikationswissenschaften.

Die nächste Erhebung ist für den Sommer 2026 angekündigt. Originalpublikation: https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/das-deutsche-schulbarometer

Quelle: Robert Bosch Stiftung / Universität Leipzig
Autorin der Pressemeldung: Susann Sika




Webinar: Spielen und Lernen sind untrennbar miteinander vernetzt

Webinar mit Prof. Dr. Armin Krenz zum Thema: Das Spiel der Kinder

Das kindliche Spiel ist – ebenso wie die Bewegung und das rhythmische Erleben – von ganz entscheidender Bedeutung für den Aufbau einer intrinsisch motivierten Selbstbildungstendenz im Kind.
Spiel ist daher keine Spielerei sondern bildet die Grundlage für die Selbst- und Weltendeckung, für die Entstehung von Neugierde (als Voraussetzung für ein Lernen), für den Aufbau einer Konzentrationsfertigkeit, eine Soziabilität und die Stabilisierung einer Schulfähigkeit. In dieser Veranstaltung geht es darum, das Spiel mit seinen 16 Spielformen in den Mittelpunkt der Elementarpädagogik zu rücken, um die hohe Wertigkeit des Spiels im Rahmen einer nachhaltigen Bildungsarbeit herauszustellen.

Termin:

Interaktives Zoom-Webinar am 13.04.2026 von 09:00 – ca. 12:00 Uhr.
Weitere Informationen zum Zugang, Ablauf und Organisation erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Zielgruppe:

Erzieher*innen, Lehrkräfte, Tagespflegepersonen sowie Fachkräfte aus der Jugendarbeit und weiteren pädagogischen Bereichen
Auch als Team-Fortbildung buchbar, Teilnahme dann am besten vor einem Beamer

Referent:

Prof. Dr. Armin Krenz: 1985 – 2015 als Wissenschaftsdozent Zulassung zur heilkundlich, psychologisch- therapeutischen Tätigkeit am Kieler Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik. Europaweit mit Seminaren, Vorträgen und Gastvorlesungen tätig. Ab 2011 zusätzlich eine Honorarprofessur in Bukarest (bis 2015). Ab 2013 auch als Gastdozent am Moskauer „Institut für ethnokulturelle Bildung“ sowie an der psychologischen und pädagogischen Fakultät der Staatlichen Landesuniversität Moskau. Sein Schriftenverzeichnis umfasst neben 30 Fachbüchern rund 800 Buchrezensionen und 600 Beiträge in Fachzeitschriften.

Preis / Teilnehmer

67,00 €
Diese Maßnahme ist gemäß § 4 Nr. 21 a) bb) UStG von der Umsatzsteuer befreit.
Nach dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnehmerbescheinigung über 4 Stunden (UE)

Anmeldung:

Buchen Sie Ihre Fortbildung direkt und einfach online. www.BB-Ankum.de


cover-krenz-spiel

Spiel ist kein Luxus – sondern Grundlage

Das Spiel verliert in Kitas zunehmend an Bedeutung – verdrängt durch Förderprogramme, Zeitdruck und steigende Anforderungen. Doch ohne Spiel fehlt Kindern die Basis für Selbstbildung und gesunde Entwicklung. Dieses Buch zeigt fundiert und praxisnah, warum Spiel unverzichtbar ist – und wie eine lebendige Spielpädagogik Kinder ins Zentrum rückt.

Armin Krenz
Spiel und Selbstbildung
Kitas brauchen eine pädagogische Revolution
Softcover: 176 Seiten
ISBN: 9783963046162
22 €




Kennt ihr Blauland? Wenn eine Farbe plötzlich nicht mehr reicht

blauland

Ein zeitloses Bilderbuch über Veränderung, Vielfalt und den Mut, Neues zuzulassen.

In Blauland ist alles blau. Die Häuser, die Bäume, das Meer – selbst die Menschen kennen nur diese eine Farbe. Vielfalt existiert nicht, und niemand stellt die vertraute Ordnung infrage.

Doch eines Tages geschieht etwas Unerwartetes: Eine neue Farbe taucht auf – und verändert nach und nach den Blick auf die Welt. Was zunächst fremd erscheint, wird Schritt für Schritt Teil einer neuen Wirklichkeit. Blauland beginnt sich zu wandeln.

blauland-2026-innen11-

Kennt ihr Blauland? erzählt in klaren Bildern und mit großer erzählerischer Ruhe davon, wie Veränderung entsteht und wie bereichernd es sein kann, sich auf Neues einzulassen. Das Bilderbuch macht erfahrbar, dass Unterschiede nicht trennen müssen, sondern neue Perspektiven eröffnen.

Gerade heute, in einer Zeit, in der Fragen von Vielfalt, Offenheit und Zusammenleben eine große Rolle spielen, entfaltet die Geschichte eine besondere Aktualität. Ohne zu belehren, regt sie Kinder dazu an, über eigene Sichtweisen nachzudenken und neugierig auf das Unbekannte zu bleiben.

Der lange Zeit vergriffene Klassiker ist nun endlich wieder erhältlich. Ein zeitloses Bilderbuch für Kita, Grundschule und Familie, das Gespräche anstößt und zum Weiterdenken einlädt.

cover-blauland

Tina Rau
Kennt ihr Blauland?

Kreatives Bilderbuch über Vielfalt und Toleranz für Kinder ab 3
Hardcover, 22 x 22cm
36 Seiten, durchgehend farbig
Ab 3 Jahre
ISBN 978-3-96304-057-3
25 € [D], 25,70 [A]
Warengruppe: 1211
Erzählerische Bilderbücher




Ausgezeichnet von spiel gut: Butterflies

butterflies

Butterflies: Ausgezeichnetes Schiebepuzzle mit spiel gut Siegel

Wer kennt sie nicht, die Schiebepuzzles, auch Zauberpuzzles genannt, bei denen die Zahlen 1 bis 15 in die richtige Reihenfolge verschoben werden müssen.

Eine interessante und abwechslungsreiche Variante gibt es nun mit dem Spiel Butterflies. Das Puzzle besteht aus acht Puzzleteilen mit je zwei Seiten: eine Seite mit einer Abbildung einer Schmetterlingshälfte und eine leere Seite. Das Aufgabenheft gibt die Startposition vor, wie die Teile bzw. Kacheln auf dem Spielbrett mit neun Feldern gelegt werden. Durch Verschieben versuchen die Spielenden, die passenden Schmetterlingshälften zusammenzubringen. Bei der ersten Aufgabe geht das noch relativ einfach, denn es sind nur zwei Schmetterlinge zu vervollständigen. Doch die Aufgaben der insgesamt 48 Herausforderungen, werden immer anspruchsvoller. Die Kacheln lassen sich umdrehen, so dass mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad immer mehr halbierte Schmetterlinge zu sehen sind. Beim Verschieben muss geknobelt und vorrausschauend gedacht werden. Falls es nicht gelingt, findet sich die Lösung im Aufgabenheft. Zum Spielbrett gibt es einen Deckel, so sind alle Steine und das Aufgabenheft kompakt auch für unterwegs verpackt. 

Material: 8 Puzzleteile, Spielbrett mit Deckel (ABS), Aufgabenheft. 24,5*17,5*5 cm.

Ein Knobelspiel das Kinder und Erwachsene gleichermaßen fordert und das von der thematischen Umsetzung bis zur Idee der Aufbewahrbox gelungen ist. spiel gut ausgezeichnet!

butterflies

Butterflies
Preis: ca. 20 €
Alter: 6 – 99 Jahre
Marke: SmartGames
Hersteller: SMART Toys and Games GmbH




Warum Bildungschancen oft schon in der frühen Kindheit entschieden werden

Eine neue Langzeitstudie zeigt, wie stark soziale Herkunft Kompetenzen, Noten und Bildungsentscheidungen über den gesamten Bildungsweg hinweg beeinflusst

Dass Kinder mit unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen auch unterschiedliche Bildungschancen haben, ist seit vielen Jahren bekannt. Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) zeigt nun jedoch erstmals besonders umfassend, wie sich diese Unterschiede über den gesamten Bildungsweg hinweg entwickeln – von der frühen Kindheit bis zum Übergang in Studium oder Beruf.

Die Untersuchung stützt sich auf Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) und analysiert den Einfluss sozialer Herkunft auf Kompetenzen, Bildungsentscheidungen und schulische Bewertungen. Die Forschenden Marcel Helbig, Claudia Karwath und Corinna Kleinert betrachten dabei nicht nur einzelne Bildungsphasen, sondern verfolgen Bildungsbiografien über viele Jahre hinweg.

Das zentrale Ergebnis der Studie: Bildungsungleichheiten entstehen bereits im frühen Kindesalter und bleiben über lange Zeit erstaunlich stabil. Früh auftretende Unterschiede werden im Verlauf der Schulzeit selten vollständig ausgeglichen.

Frühe Unterschiede bei Betreuung und Kompetenzen

Bereits in den ersten Lebensjahren zeigen sich Unterschiede in der Nutzung frühkindlicher Bildungsangebote. Im zweiten Lebensjahr nehmen vor allem Kinder von Eltern mit hohem beruflichem Status häufiger außerfamiliäre Betreuung in Anspruch. In den darauffolgenden Jahren gewinnt zunehmend das Bildungsniveau der Eltern an Bedeutung.

Kinder aus Familien mit niedrigerem Bildungsniveau besuchen vor dem vierten Lebensjahr deutlich seltener eine Kindertageseinrichtung. Dadurch entstehen bereits früh Unterschiede in der Förderung von Sprache, Denken und sozialem Lernen.

Diese frühen Unterschiede spiegeln sich auch in den Kompetenzen wider. Schon im Kleinkindalter zeigen sich systematische Unterschiede im Wortschatz sowie in ersten mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten. Bis zum Schuleintritt vergrößern sich diese Unterschiede weiter.

Auch im weiteren Bildungsweg bleiben sie sichtbar. Unterschiede zeigen sich unter anderem bei Lesekompetenzen, mathematischen Leistungen sowie digitalen Fähigkeiten.

Am Ende der Grundschule gehört beispielsweise nur etwa jedes achte Kind aus unteren sozialen Schichten zu den leistungsstärksten Schülerinnen und Schülern in Mathematik, während es bei Kindern aus privilegierten Familien rund 40 Prozent sind.

Übergänge im Bildungssystem verstärken Ungleichheiten

Besonders deutlich treten soziale Unterschiede an entscheidenden Übergängen im Bildungssystem hervor. Der Wechsel von der Grundschule in eine weiterführende Schule gilt dabei als eine zentrale Weichenstellung.

Hier zeigt sich, dass Kinder aus sozial privilegierten Familien häufiger bessere Noten erhalten, selbst wenn ihre Kompetenzen vergleichbar sind mit denen anderer Kinder.

Auch bei Gymnasialempfehlungen lassen sich Unterschiede feststellen. Schülerinnen und Schüler aus Familien mit niedrigem beruflichem Status oder niedrigerem Bildungsniveau werden bei gleichen Leistungen seltener für das Gymnasium empfohlen.

Neben schulischen Bewertungen spielen auch die Entscheidungen der Eltern eine wichtige Rolle. Familien mit höherem sozialen Status melden ihre Kinder häufiger am Gymnasium an – selbst dann, wenn keine entsprechende Empfehlung vorliegt.

Diese Kombination aus institutionellen Entscheidungen, schulischen Bewertungen und familiären Strategien trägt dazu bei, dass sich Bildungsunterschiede im Laufe der Schulzeit weiter verfestigen.

Studienchancen stark von sozialer Herkunft abhängig

Auch im weiteren Verlauf der Schulzeit bleiben die Unterschiede deutlich sichtbar. Zwar verringern sich einige Unterschiede beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe, dennoch bleibt der Abstand zwischen sozialen Gruppen groß.

Am Ende der Schulzeit erreichen Jugendliche aus privilegierten Familien deutlich häufiger die (Fach-)Hochschulreife. Während mehr als drei Viertel der Jugendlichen aus hohen sozialen Schichten eine Studienberechtigung erlangen, gelingt dies nur etwa einem Drittel der Jugendlichen aus niedrigeren sozialen Schichten.

Besonders bemerkenswert ist ein weiterer Befund der Studie: Selbst bei vergleichbaren schulischen Kompetenzen haben Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien ein höheres Risiko, maximal einen Hauptschulabschluss zu erreichen.

Der Bildungssoziologe Marcel Helbig weist darauf hin, dass dieser Befund dem grundlegenden Leistungsprinzip moderner Bildungssysteme widerspricht. Eigentlich sollten schulische Abschlüsse in erster Linie die tatsächlich erworbenen Kompetenzen widerspiegeln.

Migration spielt eine geringere Rolle als soziale Lage

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Studie betrifft den Migrationshintergrund. Häufig wird vermutet, dass Kinder mit Migrationsgeschichte besonders stark benachteiligt sind.

Die Untersuchung zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Bei vergleichbaren sozialen Voraussetzungen werden Kinder mit Migrationshintergrund weder schlechter bewertet noch systematisch benachteiligt.

Niedrigere Schulabschlüsse lassen sich vor allem durch die sozioökonomische Lage der Familien erklären – etwa geringere finanzielle Ressourcen oder ein niedrigeres Bildungsniveau der Eltern.

Langzeitstudie eröffnet neue Perspektiven

Die Studie „Von der Kita bis zur Uni: Wie soziale Ungleichheiten unseren Bildungsweg beeinflussen“ zeichnet damit ein deutlich umfassenderes Bild von Bildungsungleichheiten als punktuelle Leistungsstudien wie PISA oder der IQB-Bildungstrend.

Durch die Langzeitperspektive des Nationalen Bildungspanels lassen sich erstmals entscheidende Phasen identifizieren, in denen sich Bildungsunterschiede besonders stark ausprägen. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung auch, an welchen Stellen im Bildungssystem Ansatzpunkte für mehr Chancengerechtigkeit liegen könnten.

Die Ergebnisse machen deutlich: Zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch auf gleiche Bildungschancen und der Realität vieler Bildungsbiografien besteht weiterhin eine erhebliche Lücke.

Quelle:

Helbig, M.; Karwath, C.; Kleinert, C.: Von der Kita bis zur Uni: Wie soziale Ungleichheiten unseren Bildungsweg beeinflussen.
Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), https://www.waxmann.com/buecher/?tx_p2waxmann_buchliste%5bbuchnr%5d=200016&tx_p2waxmann_buchliste%5baction%5d=show

Link zur Kurzfasasung: https://www.lifbi.de/Portals/2/Publikationen/Transferberichte/LIfBi%20Forschung%20kompakt/LIfBi-Forschung-kompakt%20_07_Soziale%20Ungleichheiten.pdf




Ein Bildwörterbuch für die Sprachbildung

Kinderbuchautorin Daniela Kulot erzählt, wie sie an ihr Bildwörterbuch herangegangen ist und was es kleinen Kindern, die sich die Welt und die Sprache erschließen, mitgeben kann:

»Als der Verlag die Idee an mich herantrug, ein Bildwörterbuch zu kreieren, dachte ich, das ist doch ein Ding der Unmöglichkeit. Wie kann man denn in einem Bilderbuch mit nur 14 Seiten die Welt erklären? Ich ließ mir die Idee trotzdem immer wieder durch den Kopf gehen, und dann kam der Punkt, an dem ich sagte, was für eine Chance, was für eine Möglichkeit!

Ich muss die Welt nicht erklären, aber dieses Projekt ist eine Chance für mich, meinen vielen Bildideen freien Lauf zu lassen, meine Bildideen in Themenbereiche wie z. B. Mensch/Tier, Stadt/Land, Jahreszeiten, Elemente, Zahlen, Gegensätze etc. zu sortieren und diese lustig, ernst, sachlich und vielfältig bunt zu gestalten.

Gleichzeitig ist es die Möglichkeit, auf unterhaltsame Weise den Spracherwerb zu unterstützen, Kindern zusammen mit ihren Erwachsenen ein „Werkzeug“ in die Hand zu geben, um spielerisch mit Sprache umzugehen.

So kann man etwa auf ein Bild deuten, und das Wort dazu aussprechen lassen, oder umgekehrt, das Wort sprechen und das Bild dazu finden, und erklären lassen.

Dazu sind überall kleine Szenen zu entdecken, die zum Erzählen anregen. Da ist zum Beispiel im Themenbereich Mensch eine bunte Menschenansammlung an einer Bushaltestelle. Es geht um die Begriffe stehen und warten. Wir sehen Menschen unterschiedlicher Ethnien und mit ganz unterschiedlichen Verhaltensweisen. Die eine starrt ins Smartphone, der andere wiegt ein Kind auf dem Arm, wieder andere sitzen auf der Bank und knutschen. So kann auch, ohne es direkt zu benennen, Vielfalt in unserer Gesellschaft vermittelt werden. Gleichzeitig bieten solche Szenen Anlass zu weiterführenden Gesprächen.«

Das Bildwörterbuch ist Bestandteil einer Lesekiste, die Sie kostenlos für den Einsatz im Kita-Alltag einsetzen können: https://www.gerstenberg-verlag.de/blog/kita/lesekiste-kita-treff/sprachstark-lesekiste-fuer-kindergaerten/

Gewinnen Sie eines von 10 Bildwörterbüchern

Wie viele Begriffe enthält Daniela Kulots neues Bildwörterbuch? Geben Sie die gesuchte Zahl unter dem Stichwort ein. Das Gewinnspiel ist beendendet