Berufe in der Kindererziehung am stärksten von Covid-19 betroffen

Fachkräfte mehr als doppelt so häufig erkrankt als der Durchschnitt:

Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern waren von März bis Oktober 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das zeigt eine Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). In diesem Zeitraum haben 2.672 je 100.000 Beschäftigte in Kindererziehung und -bildung krankheitsbedingt im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt.

Trauriger Spitzenplatz

Damit sind die Arbeitskräfte im Bereich Betreuung und Erziehung mehr als doppelt so häufig erkrankt als der Durchschnitt. Der Durchschnittswert liegt bei 1.183 Betroffenen je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte. Auch Gesundheitsberufe waren überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid-19 arbeitsunfähig, stehen aber nicht mehr an der Spitze des Rankings.

In einer früheren WIdO-Auswertung für die erste Phase der Pandemie von März bis Mai 2020 belegten Berufe in der Alten- und Krankenpflege die Spitzenplätze, jetzt finden sie sich im Ranking auf Platz 7 und 8. Medizinische Fachangestellte sind nach der aktuellen Auswertung bezogen auf den Zeitraum von März bis Oktober 2020 noch stärker betroffen und stehen mit 2.469 Erkrankten je 100.000 Beschäftigten auf Platz 2 der Liste.

„Beschäftigtengruppen, die in der Pandemie weiter am Arbeitsplatz präsent sein mussten und nicht ins Homeoffice gehen konnten, sind im bisherigen Verlauf der Pandemie stärker von Covid-19 betroffen. Dies sind insbesondere Berufe mit direktem Kontakt zu anderen Menschen“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Frauen häufiger betroffen als Männer

Insgesamt erhielten von den 13,2 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen von März bis Oktober 2020 circa 155.610 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das entspricht 1.183 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte. Dabei waren Frauen häufiger betroffen (1.378 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte) als Männer (1.031 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte). Krankmeldungen mit Bezug zu Covid-19 waren unter den jüngeren Beschäftigten bis zu 19 Jahren am häufigsten (1.773 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte) und bei den über 60-jährigen Erwerbstätigen am seltensten (900 je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte) zu beobachten. Bei mehr als der Hälfte der betroffenen Beschäftigten wurde der gesicherte Nachweis der Infektion auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert (53,9 Prozent). Bei den übrigen Fällen wurde auf den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ein klinischer Covid-19-Verdacht ohne Virusnachweis dokumentiert.

Tätigkeiten im Freien seltener von Covid-19 betroffen

Neben Berufen in der Kinderbetreuung und -erziehung waren insbesondere Medizinische Fachangestellte und Ergotherapeuten von März bis Oktober 2020 stark von Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen (Abbildung 1). „Im Vergleich zu unserer ersten Auswertung für die Frühphase der Pandemie sind die erzieherischen Berufe nun in der Gesamtschau für März bis Oktober deutlich stärker betroffen. Offenbar wirkt sich hier die Entscheidung der Politik aus, Schulen und Kitas – anders als in der ersten Lockdown-Phase – offen zu halten“, sagt Schröder.

Die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 zeigten sich bei den Berufen in der Landwirtschaft (274 Betroffene je 100.000 Beschäftigte) und in der Nutztierhaltung (340 Betroffene je 100.000 Beschäftigte). Demnach sind Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 bei Berufen wahrscheinlicher, in denen die Beschäftigten trotz Lockdown mit einer Vielzahl von Menschen in Kontakt kommen. Tätigkeiten, die eher in der freien Natur ausgeübt werden, waren dagegen mit einem niedrigeren Infektionsrisiko verbunden.

„Berufe mit häufigen zwischenmenschlichen Kontakten, die aufgrund der präventiven Maßnahmen zu einer Reduzierung der Kontakte gezwungen waren oder ihren Beruf nicht ausüben konnten, hatten ein deutlich reduziertes Risiko zu erkranken“, so Schröder. Hierzu zählen beispielsweise Berufe in der Gastronomie (571 Betroffene je 100.000 Beschäftigte) oder im Kosmetikgewerbe (605 Betroffene je 100.000 Beschäftigte).

Die meisten Krankmeldungen bisher im Oktober

Die wellenartige Krankheitshäufigkeit von Covid-19-Infektionen in der Bevölkerung spiegelt sich in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider (Abbildung 2). Im April 2020 kam es mit 330 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte zu einem ersten Höhepunkt an Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19. Von Mai bis August 2020 zeigte sich dann ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September in die sogenannte „zweite Welle“ überging. Im Oktober 2020 wurde mit 417 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte die bislang höchste Anzahl an Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 erreicht.

Regionale Hotspots spiegeln sich auch in den AU-Daten wider

Im Oktober 2020 lässt die regionale Verteilung der Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 eine wesentlich geringere Belastung des Nordostens erkennen – mit Ausnahme von Berlin und vielen Regionen Sachsens (siehe Abbildung 3). Besonders von der Ausbreitung des Virus betroffene Regionen waren im Oktober die bayerischen Landkreise Weiden in der Oberpfalz und Rosenheim (siehe Abbildung 3).

„Die regionalen Hotspots, die in den amtlichen tagesaktuellen Meldungen zum Infektionsgeschehen genannt werden, sind auch im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen zu erkennen. Das betrifft beispielsweise schon im Oktober 2020 zahlreiche Regionen Sach- sens. Kurzfristig bleibt abzuwarten, ob die familiären Kontakte in der Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel das Infektionsgeschehen in den Betrieben im neuen Jahr beeinflussen werden. Es ist zu hoffen, dass die beschlossenen Kontaktbeschränkungen zum gewünschten Erfolg führen und die Betriebe in Deutschland weiterhin auf ihre gesunden Beschäftigten setzen können“, so Schröder.

Quelle: Dr. Kai Behrens – Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)




Fristverlängerung für Aktion „Schulhofträume“

Deutsches Kinderhilfswerk hilft bei der Umgestaltung von Schulhöfen:

Die Frist für die Einreichung von Projekten für die Aktion „Schulhofträume“ wird verlängert: Noch bis zum 28. Februar 2021 haben Schulen, Schülergruppen, Elterninitiativen, Vereine oder Kommunen die Möglichkeit zur Bewerbung. Im Fokus des Gemeinschaftsprojektes des Deutschen Kinderhilfswerkes, Rossmann und Procter & Gamble steht, modernisierungsbedürftige Außenbereiche von Schulen nachhaltig und naturnah umzugestalten und „grüne Klassenzimmer“ im Außenbereich von Schulen zu errichten.

100.000 € Fördersumme

Insgesamt fördern die Partner die Sanierung maroder Schulhöfe deutschlandweit mit 100.000 Euro. Bei der Ideenfindung und Umsetzung soll möglichst die gesamte Schule mitwirken, allen voran die Schülerinnen und Schüler selbst.  „Aufgrund der Corona-Pandemie und der bis ins nächste Jahr verschärften Maßnahmen ist es für viele Schulen, Initiativen und Vereine kaum möglich, bis zum eigentlich geplanten Bewerbungsende Mitte Januar gute Projektideen einzureichen, an denen die Schulgemeinschaft aktiv beteiligt werden konnte. Deshalb haben wir bereits jetzt die Frist verlängert. Die Corona-Krise führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, naturnah gestaltete Außenräume zur Verfügung zu stellen, die einen Aufenthalt und sogar Unterricht an der frischen Luft, in grüner und anregender Umgebung gewährleisten. Hierzu zählen neben der Einrichtung von grünen Klassenzimmern auch die naturnahe Umgestaltung von Schulhöfen oder die Einrichtung von Schulgärten mit vielfältigen Möglichkeiten zum Naturerleben und mit hoher Aufenthaltsqualität“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Wer sich bewerben kann

Bewerben können sich Schulen, Schülergruppen, Elterninitiativen, Vereine oder Kommunen. Die Gesamtfördersumme der Aktion beträgt 100.000 Euro, verteilt auf 15 Projekte. Die Hauptförderung ist mit 15.000 Euro dotiert.  Weitere Informationen sowie Bewerbungen unter www.dkhw.de/schulhoftraeume.




GEW: Verständnis aber auch Besorgnis um Kinder und Fachkräfte

Vorsitzende Marlies Tepe weist auf Risiken hin:

Verständnis aber auch Besorgnis bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Grundsätzlich stimmt die Vorsitzende der GEW Marlies Tepe der Impfreihenfolge von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu. Aber was passiert, wenn alle Kitas und Schulen schon am 10. Januar wieder öffnen sollen? Dann ist geimpftes Personal gefragt. Hierzu die Erklärung der GEW.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kann die Impfrangfolge grundsätzlich nachvollziehen und dieser folgen. „Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher gehören zwar nicht zu den ersten Berufsgruppen, die geimpft werden sollen, aber sie bekommen diese Möglichkeit vergleichsweise früh. Sollten Politik und Kultusministerien aber daran festhalten, Schulen und Kitas nach dem 10. Januar wieder grundsätzlich zu öffnen, müssen Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher in der Impfrangfolge nach oben rücken“, mahnt GEW-Vorsitzende Marlis Tepe mit Blick auf die Aussagen von Gesundheitsminister Jens Spahn.

„Das ist dringend notwendig, wie die steigenden Infektionszahlen und Quarantäne-Maßnahmen an Schulen und Kitas gezeigt haben. Die Infektionsinzidenz bei Lehrkräften liegt bereits jetzt deutlich über dem Durchschnitt in der Bevölkerung.“ Die Impfung müsse auf freiwilliger Basis erfolgen. Die Bundesregierung müsse konsequent alle Hebel in Bewegung setzen, damit so schnell wie möglich ausreichend Impfstoff bereitgestellt wird.

Ulf Roedde für die GEW




Bildungsmesse für März 2021 abgesagt

Neuer Termin für Didacta im Mai 2021 wird geprüft:

Die Bildungsmesse kann nicht wie geplant vom 23. bis 27. März 2021 in Stuttgart stattfinden. Die aktuelle Pandemielage und die damit verbundenen Einschränkungen machen eine verlässliche Planung einer Vorort- oder Hybridveranstaltung im ersten Quartal 2021 derzeit unmöglich, heißt es in einer Mitteilung der Messe Stuttart. Einer neuer Termin im Mai wird nun geprüft.

„didacta schafft Perspektiven“ – so lautet das Motto der didacta 2021. Das ist Leitbild und Anspruch zugleich. Doch aufgrund der Pandemielage ist die Planung der Messe nahezu unmöglich geworden. Daher hat die Messe Stuttgart zusammen mit Ihrem Partner Didacta entschieden, die didacta 2021 für den Termin vom 23. – 27. März 2021 abzusagen.

Rückmeldungen der Partner und Aussteller der didacta bestätigen gleichzeitig ein großes Interesse der Kunden an einem persönlichen Austausch. Es wird daher eine Durchführung der didacta zu einem Ausweichtermin zwischen dem 17. und 21. Mai 2021 mit einem hybriden Format geprüft. 

Die didacta führt als weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse jährlich Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.  
Nähere Informationen finden Sie unter  www.didacta-messe.de und www.facebook.com/didacta-messe

Quelle: Pressemitteilung Messe Stuttgart




Verlosung: 3 x Pappbilderbuchpaket plus U3-Spielekartei

Sprache- und Wahrnehmung unterstützen:

Acht Pappbilderbücher aus der Feder von Helmut Spanner und die U3-Spielekartei von Dr. Charmaine Liebertz gibt es zu gewinnen. Bücher und Spielekartei sollen Sie in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern im Kleinkindalter unterstützen. Damit können Sie vor allem Sprachfertigkeit und Wahrnehmung fördern.

Passend für Kleinkinder

Die acht Pappbilderbücher von Helmut Spanner sind für die Kleinsten bestens geeignet. Die kleinen Geschichten von Minimaus und Minibär knüpfen an die Alltagserfahrungen der Kinder an. Geminsam entdecken wir das Haus, die Küche und das Badezimmer. Es geht ums Anziehen, Schwimmen und viele andere Tätigkeiten, die es zu benennen gilt. Alle Bilder sind vielfach erprobt. So gelingt den Kindern die Übertragung ihrer Alltagswelt in die zweidimensionale Welt der Abbildungen. Das fördert Wahrnehmung, Konzentration und Sprache.

Die U3-Spielekartei hat Dr. Charmaine Liebertz speziell für Kinder unter drei Jahren entwickelt. Es geht um Gefühle. Rituale und Wahrnehmung. Alle Ideen lassen sich leicht in die Praxis umsetzen. Alle Kärtchen enthalten Angaben zur Altersempfehlung, Spielerzahl und zu den Kompetenzbereichen, in denen die Kinder gefördert werden.

Mehr Infos zu den Büchern von Helmut Spanner finden Sie auf oberstebrink.de

Die Verlosung ist am am 7. Januar 2021 abgelaufen.

Bestellen Sie das Pappbilderbuchpaket

Selbstverständlich können Sie das Pappbilderbuchpaket zum Sonderpreis von 63,60 € statt 78,55 € bestellen. Hier können Sie bestellen.




Der „Karneval der Tiere“ im Bilderbuch-Kino für alle

Marko Simsas Onlineauftritte und Vorstellungen:

Klassische Musik für Kinder interessant zu machen, ist der Schwerpunkt der Arbeit von Marko Simsa. Seit 35 Jahren produziert der Wiener Schauspieler und Musiker Stücke für Kinder. Eben ist sein neues Buch samt CD zu Weihnachten erschienen. Nachdem Simsa aufgrund von Corona nicht live auftreten kann, präsentieren wir Ihnen seine Buchvorstellungen hier im Video sowie seinen „Karneval der Tiere“.

Berühmte Werke für kleine Kinder

Simsa gelingt es in allen seinen Werken, Kinder für bekannte Musikstücke und Komponisten zu begeistern. Klassik ist sein Schwerpunkt. Aber auch andere Genres stehen in seinem Programm. Am bekanntesten ist wohl sein Werk „Mozart für Kinder – Nachtmusik + Zauberflöte“. Als Wiener Musiker gelingt es ihm wie kaum einem anderen, Wolfang Amadeus Mozart, sein werk und seine Zeit kind- und entwicklungsgerecht zu vermitteln. Es ist einfach wahnsinnig schade, dass Simsa derzeit nicht live zu erleben ist. Deshalb möchten wir einige seiner Bücher hier vorstellen. Da es dabei eben um Musik geht haben wir die passenden Videos in diesem Beitrag. Und wer könnte die Bücher von Marko Simsa besser vorstellen als der Meister selbst?

Das große Weihnachtskonzert

Im ersten Video präsentiert Marko Simsa Kostproben aus dem Buch „Das große Weihnachtskonzert für die ganze Familie“ sozusagen von Couch zu Couch. Mit dabei sind unter anderem a-Cappella-Gesang, klassische Weihnachtslieder, Musik von Mozart, Vivaldi und Schumann, das Lied von Rudolf, das Lied vom Kleinen Trommler, Weihnachtsmusik aus Irland, Polen, Hawaii.

Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Passend zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven hat Marko Simsa sein Buch „Herr Beethoven macht Musik“ herausgebracht. Dieses handelt von dem berühmten Löwen Ludwig van Beethoven, der in eine Stadt zieht, und die Bewohner mit seiner Musik begeistert. Mit dieser tierisch schönen Geschichte lernen Kinder den berühmten Komponisten und viele seiner weltbekannten Werke kennen.

Das bunte Kamel

„Das bunte Kamel – Eine musikalische Reise durch den Orient“ heißt ein Buch samt CD mit dem Kinder gemeinsam mit Marko Simsa Leben und Musik im Orient erkunden können: Am großen Basar gibt es viel zu sehen, zu riechen und zu hören, etwa viele verschiedene Sprachen wie Arabisch, Kurdisch und Farsi. Ein Bergführer begleitet das Kamel auf einen hohen Berg. Am Fluss erfreuen sich Familien an einem kühlen Bad. Und beim großen Picknick ist das Kamel im Nu mitten drin im Geschehen. Es wird gegessen, getrunken, gesungen und getanzt. All die vielen gastfreundlichen Menschen schenken dem Kamel kleine Erinnerungsstücke, sodass es am Ende nicht nur bunt verkleidet, sondern vor allem auch reich an wundervollen Eindrücken zurückkehrt.

Karneval der Tiere

„Der Karneval der Tiere“ ist eine der bekanntesten Suiten überhaupt. Sie stammt vom französischen Komponisten Camille Saint- Saëns. Simsa hat daraus eine wunderschöne Geschichte für Kinder gemacht und ein spannendes Bilderbuch-Kino in zwei Teilen produziert. Dieses könnt ihr Euch hier anschauen.

Mehr zu Marko Simsa

Mehr zu Marko Simsa, seinem Werk, seien Auftritten und seinen Büchern finden Sie unter https://markosimsa.at/. Viel Spaß beim stöbern – es lohnt sich.




Spielen und Lernen im Freien steigert Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle

Studie zu Kindergartenkindern stellt besonders bei Mädchen deutliche Verbesseungen fest:

Die emotionale und akademische Entwicklung von Kindergartenkindern profitiert stark, wenn sich die Kinder im Freien aufhalten. Vor allem auf Mädchen haben Grünflächen wie Parks oder Höfe mit Bäumen eine langfristig positive Wirkung. Ihre Aufmerksamkeit verbessert sich dadurch und sie lernen deutlich schneller die Fähigkeit zur Selbstregulierung, wie eine Studie der University of Illinois at Urbana-Champaign http://illinois.edu zeigt.

„Besser auf Aufgaben konzentrieren“

„Selbstregulierung ist ein sehr wichtiges Element für das Lernen in der Schule. Sie hilft dabei, Emotionen, physische Bewegungen und Aufmerksamkeit zu kontrollieren. Dadurch können sich Kinder später besser auf ihre Aufgaben konzentrieren, ihre Impulse steuern und lernen, ohne dabei ihre Schulkollegen zu stören“, erklärt Andrea Faber Taylor, Koautorin der Studie.

Etwa 380 kanadische Kindergartenkinder haben über den Zeitraum von einem Semester an der Studie teilgenommen. Eine Hälfte der Kinder hatte jede Woche eine Unterrichtsstunde auf Grünflächen, die andere täglich, auch bei eher schlechtem Wetter. Sie mussten dabei sowohl Wissensfragen beantworten als auch unabhängig spielen.

Starke Verbesserung bei Mädchen

Die Forscher haben die Kinder am Anfang und am Ende des Semesters nach ihrer Fähigkeit zur Selbstregulierung bewertet. Dabei zeigte sich eine stärkere Verbesserung bei der Gruppe, die jeden Tag im Grünen gelernt hatte. Außerdem waren die Auswirkungen bei Mädchen ausgeprägter als bei Jungen.

Laut Taylor haben Grünflächen eine erholsame Wirkung auf Kinder. Innerhalb von Gebäuden ist der Lernprozess anstrengender, weil es mehr räumliche Regeln gibt und der Unterricht intensiver ist. Die Aufmerksamkeit der Kinder ist durch regelmäßige Stunden im Freien deutlich weniger strapaziert, was ihnen im späteren Leben bei der Selbstkontrolle hilft.

Autor: Georg Haas / pressetext.com




Wie Familien heute leben

Familienreport 2020 veröffentlicht:

Wie leben Familien heute? Und wie ging es Familien im Corona-Lockdown? Wie haben sich Einkommen, Erwerbstätigkeit und Partnerschaftlichkeit in Familien entwickelt? Und wie steht es um die Familienfreundlichkeit der Unternehmen? Sind Familien in der Krise? Antworten auf diese und andere Fragen bietet die 7. Ausgabe des Familienreports „Familie heute. Daten.Fakten.Trends“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Familie ist der wichtigste Lebensbereich

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey zu den zentralen Befunden: „Die Familie ist für die meisten Menschen der wichtigste Lebensbereich. Sie kann Liebe geben, Halt und Sicherheit. In der Pandemie sehen wir gerade, Familien haben ganz besondere Herausforderungen zu meistern – das Berufs- und Familienleben muss unter den veränderten Bedingungen anders organisiert werden. Der Familienreport 2020 zeigt, dass viele Familien in Deutschland die Verantwortung, aber auch die wirtschaftlichen Risiken schon längst auf mehrere Schultern verteilen. Das stärkt die Familien und damit unsere Gesellschaft. Bei fast zwei Dritteln der Paarfamilien waren im Jahr 2018 beide Eltern erwerbstätig, immer mehr Mütter konnten mit ihrer Erwerbstätigkeit ihre eigene Existenzgrundlage sichern und immer mehr Väter beteiligten sich an der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder. Diese Entwicklung unterstützen wir mit einer Familienpolitik, die auf Partnerschaftlichkeit und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt.“

Nachschlagewerk und Zahlenfundus

„Familie heute. Daten.Fakten.Trends – Familienreport 2020“ informiert in Analysen und übersichtlichen Grafiken über die aktuellen Entwicklungen von Familien in unserem Land. Der Familienreport ist ein Nachschlagewerk und Zahlen-Fundus. Er stellt auch Vorhaben, Maßnahmen und Programme der Familienpolitik der Bundesregierung dar. Daneben können ihm neueste Zahlen und Daten zu den Familienformen, Kinderwünschen, Geburten, Eheschließungen und Ehescheidungen sowie zur wirtschaftlichen Situation von Familien entnommen werden, die ein Licht auf die vielfältigen Aspekte von Familienleben in unserem Land werfen. Der Familienreport enthält eine umfassende Darstellung von Leistungen, Wirkungen und Trends rund um Familie und Familienpolitik.

Umfangreicher Vergleich mit anderen Ländern

Neu im Vergleich zu früheren Ausgaben sind die umfangreichen Vergleiche mit anderen Ländern. Kinder in Deutschland wachsen beispielsweise häufiger bei verheirateten Eltern auf als im europäischen Durchschnitt, 74 Prozent gegenüber 68 Prozent. Bei Hochzeiten liegt Deutschland im europäischen Vergleich über dem EU-Durchschnitt. Dabei sind Deutsche bei der Eheschließung etwas älter als in anderen europäischen Ländern. Die Zahl der Scheidungen nimmt dagegen weiter ab. Hier liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld.

Repräsentative Eltern-Corona-Befragung

Aufschluss darüber, wie es Familien im Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 erging, gibt die repräsentative Eltern-Corona-Befragung, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesfamilienministeriums im April und Mai 2020 unter Eltern durchgeführt hat. Sie zeigt: Die Corona-Pandemie mit ihren Risiken, Ängsten und Beschränkungen hat insbesondere auch Familien vor große Herausforderungen gestellt und das Familienleben beeinflusst und verändert. Die Phase der Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat Familien unterschiedlich betroffen. Während ein Teil diese Zeit eher positiv erlebt hat, standen insbesondere Familien mit jüngeren Kindern vor zahlreichen Herausforderungen. Für mehr als jede zweite Familie war vor allem die Neuorganisation der Kinderbetreuung schwierig.

Väter haben sich beteiligt

Die Krise hat aber laut der Erhebung nicht zu der befürchteten Re-Traditionalisierung der Elternrollen geführt. Wir sehen: Insbesondere Väter haben sich verstärkt an den zusätzlichen Aufgaben bei der Kinderbetreuung beteiligt. Damit haben Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Aspekte der adäquaten Förderung von Kindern in vielen Familien einen neuen Stellenwert erhalten. In der Krise haben sich Unternehmen ganz überwiegend als unterstützende Verantwortungspartner der Eltern bewiesen. Dabei wurden familienbewusste Personalmaßnahmen neu eingeführt oder das Angebot ausgeweitet. Verbreitet waren Sorgen um die Förderung der Kinder sowie möglicher langfristiger Nachteile. Es zeigte sich die Notwendigkeit, den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur weiter voranzutreiben und verlässlich zu gestalten. Finanzielle Unterstützungsleistungen wurden in der Krise von der Politik schnell speziell auch für Familien umgesetzt.

Die Eltern-Corona-Befragung können Sie hier herunterladen: www.bmfsfj.de/familien-in-der-corona-zeit

Die aktuelle Ausgabe von „Familie heute. Daten.Fakten.Trends – Familienreport 2020“ finden Sie unter: www.bmfsfj.de/familienreport2020

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums