Merkmale einer guten Kita-Pädagogik – Qualität mit Haltung und Herz

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Armin Krenz zeigt, was gute frühkindliche Bildung heute wirklich ausmacht – und wie Werte, Beziehung und Reflexion den Kita-Alltag nachhaltig verändern

Was zeichnet eine wirklich gute Kita-Pädagogik aus – jenseits von Konzeptpapieren, Qualitätszertifikaten und methodischen Programmen?
Diese Frage steht im Mittelpunkt des neuen Praxisbuchs „Merkmale einer guten Kita-Pädagogik – Das Praxisbuch für Qualität in der frühen Bildung“ von Dr. Armin Krenz, einem der profiliertesten Experten für Elementarpädagogik im deutschsprachigen Raum.

Krenz beschreibt mit großer Erfahrung und eindringlicher Klarheit, worauf es in der frühen Bildung wirklich ankommt: auf Werteorientierung, Beziehungskompetenz, Achtsamkeit, Haltung und authentische Kommunikation. Er zeigt, dass Qualität in der Kita nicht aus Formularen, Evaluationsbögen und Zertifikaten entsteht, sondern aus dem inneren Selbstverständnis, dem Menschenbild und den gelebten Werten der Fachkräfte.

Das Buch richtet sich an alle, die in der Kita Verantwortung tragen – und unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen tagtäglich das Beste für die Kinder leisten. Krenz benennt die Realität ungeschminkt: Fachkräftemangel, Überlastung, Personalausfälle, Bürokratie und steigende Erwartungen von Eltern und Trägern führen vielerorts zu einer gefährlichen Erschöpfungsspirale. Gleichzeitig erinnert er daran, dass in dieser Situation genau die Qualitäten verloren zu gehen drohen, die eine gute Kita-Pädagogik eigentlich ausmachen: Zuwendung, Geduld, Verlässlichkeit, Wertebewusstsein und Menschlichkeit.

Der Autor verbindet wissenschaftlich fundierte Analysen mit praxisnahen Anregungen und Reflexionsfragen für Teams. Er zeigt auf, wie Werte und Haltung das Klima einer Einrichtung prägen und wie sie sich in alltäglichen Interaktionen mit Kindern, Eltern und Kolleg*innen widerspiegeln. Dabei unterscheidet er klar zwischen Normen, die Anpassung erzwingen, und Werten, die Entwicklung ermöglichen.

Zahlreiche Leitfragen regen zur Selbstreflexion an:

  • Welche Werte bestimmen unser pädagogisches Handeln?
  • Leben wir, was wir in unserer Konzeption formulieren?
  • Wie können wir Haltung, Achtsamkeit und Wertschätzung im Alltag sichtbar machen?
  • Was brauchen Kinder heute wirklich – und was brauchen Fachkräfte, um das leisten zu können?

Krenz plädiert für eine Rückbesinnung auf das, was Kinder stark, sicher und neugierig macht: eine Beziehungspädagogik, die das Kind als ganze Person wahrnimmt und begleitet. In diesem Sinne ist das Buch ein Plädoyer für eine Pädagogik der Haltung – und zugleich ein Mutmacher für alle, die sich Tag für Tag für Kinder engagieren, auch wenn die Bedingungen schwierig sind.

Mit großer Empathie und fachlicher Tiefe zeigt Armin Krenz, dass Qualität in der frühen Bildung nicht von außen gesteuert werden kann, sondern von innen wächst – aus einer klaren Wertebasis, einer reflektierten Persönlichkeit und einem echten Interesse am Kind.

Ein Standardwerk und Wegweiser für die Zukunft der Elementarpädagogik – inspirierend, fundiert und praxisnah zugleich.

Zielgruppen

  • Pädagogische Fachkräfte und Leitungskräfte in Krippe, Kita und Hort
  • Träger, Fachberatungen und Aus- bzw. Weiterbildungsinstitute
  • Dozent*innen, Studierende und Lehrende in der Frühpädagogik
  • Elterninitiativen, Fachjournalistinnen, Bildungspolitikerinnen

Verkaufsargumente

  • Hochaktuelles Thema: Qualität, Fachkräftemangel und Wertekrise in der Kita
  • Wissenschaftlich fundiert und praxisnah zugleich
  • Mit vielen Reflexionsfragen, Praxisbeispielen und Impulsen
  • Autor mit jahrzehntelanger Erfahrung in Lehre, Fortbildung und Qualitätsentwicklung
  • Ideal für Teamprozesse, Leitungsfortbildungen und Fachberatung

Armin Krenz, (Jg. 1952), Prof. h.c. Dr. h.c. hat zuletzt viele Jahre als Honorarprofessor für Elementarpädagogik und Entwicklungspsychologie an europäischen und außereuropäischen Universitäten  /  Instituten gearbeitet, zugleich Leitungskräfte  /  Trägerverbände  /  Kita-Teams in Fragen zur Qualität beraten  /  supervidiert sowie Fachtagungen  /  Seminare mit Schwerpunktthemen zur pädagogischen Prozess- und professionellen Personqualität durchgeführt. Er ist Autor vieler Buchpublikationen und Fachartikel sowie regelmäßiger Fachbücherrezensent.

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Armin Krenz:
Merkmale einer guten Kita-Pädagogik –
Das Praxisbuch für Qualität in der frühen Bildung
Was in Kitas oftmals vergessen, zurückgestellt oder außer Acht gelassen wird

256 Seiten
4-fbg Fotos und Abb.
14,8 x 21,0 cm
Warengruppe 2570
ISBN: 978-3-96304-620-9
25 € [D], 25,70 € [A]




Hey Mama, schau mir in die Augen und sprich mit mir

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Warum analoge Nähe Kinder stark macht: Blickkontakt, Resonanz, Prävention

„Ein Blick schafft Beziehung – und Beziehung schafft Entwicklung.“ Auf dieser Einsicht baut Dr. Walter Hultzsch sein praxisnahes Sachbuch auf. Gestützt auf Neurobiologie und Entwicklungspsychologie erklärt er, wie analoge Nähe in den ersten 1.000 Tagen das kindliche Gehirn formt: Resonanzmomente synchronisieren Herzschlag und Hirnaktivität, fördern Bindungssicherheit und legen die Grundlage für Aufmerksamkeit, Emotionsregulation und Lernfreude.

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Zugleich warnt Hultzsch vor der frühen Bildschirmexposition und zeigt niedrigschwellige Alternativen: dialogisches „Ping-Pong“ aus Blicken, Lauten und Gesten, Körperkontakt, geteilte Aufmerksamkeit im Alltag. Zahlreiche Impulse, Übungen und Szenarien übertragen Forschung elegant in Familien-, Kita- und Krippenpraxis.

Kerninhalte (Auswahl)

  • Neurobiologische Grundlagen der ersten 1.000 Tage: Plastizität, Co-Regulation, sensible Phasen
  • Bindungschemie: Oxytocin, Dopamin, Cortisol – Motivation, Vertrauen, Stressbalance
  • Interaktion: das dialogische „Ping-Pong“ als stärkste Entwicklungsförderung
  • Digitale Risiken: Reizüberflutung, Aufmerksamkeitsverschiebung – was hilft statt Screen
  • Prävention: wie sichere Bindung das Risiko für ADHS-Symptome und Auffälligkeiten senken kann
  • Praxis: alltagstaugliche Mikro-Rituale für Eltern, Großeltern, Fachkräfte

Für wen?

Eltern und Großeltern, pädagogische Fachkräfte in Kita/Krippe/Frühförderung, Hebammen, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendärzt:innen.

USP & Verkaufsargumente

  • Ein Autor mit Doppelkompetenz: Kinderarzt und Physiker, seit 1994 in ADHS-Therapie tätig
  • Wissenschaft + Alltag: Forschung klar erklärt, sofort umsetzbare Übungen
  • Hohes Problembewusstsein: Orientierung in der digitalen Frühkindheit
  • Beratungs- & Geschenkgeeignet: ideal für Elternabende, Praxis- und Einrichtungstische
  • Presseansatz: Frühe Beziehung als „Schutzfaktor“ – aktuell, diskussionsstark

„Ein liebevoll verbundener Anfang prägt ein ganzes Leben. Wer einem Kind in die Augen schaut, legt das Fundament für Vertrauen, Selbstwert und Lernfreude.“ — Dr. Walter Hultzsch

Dr. Walter Hultzsch ist Kinder- und Jugendarzt mit einer besonderen Leidenschaft für die frühkindliche Entwicklung. Der promovierte Physiker verbindet wissenschaftliche Tiefe mit über 30 Jahren Praxiserfahrung. Besonders fasziniert ihn, wie eng Verhalten, Gehirnentwicklung und Kommunikation schon im frühen Kindesalter zusammenwirken.

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Dr. Walter Hultzsch
Hey Mama, schau mir in die Augen – und sprich mit mir. Bindung, Blickkontakt & frühe Kommunikation – wie sie das Gehirn deines Babys formen

120 Seiten
4-fbg. Fotos und Abb.,
14,8 x 21,0 cm
Warengruppe 2484
ISBN: 978-3-96304-072-6
20 € [D], 20,60 € [A]




Ganzheitliche Pädagogik verstehen – Wie Kinder nachhaltig wachsen

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Armin Krenz zeigt, wie Beziehung, Sinneserfahrung und Selbstbildung zu echter Entwicklung führen – ein Praxisleitfaden für Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern.

„Ganzheitlich“ – kaum ein Begriff wird in der Pädagogik so häufig verwendet und so wenig hinterfragt. Doch was bedeutet Ganzheitlichkeit tatsächlich? Und wie lässt sie sich in der Praxis leben?In seinem neuen Buch „Ganzheitliche Pädagogik verstehen und leben“ klärt Dr. Armin Krenz einen zentralen pädagogischen Begriff, der oft zur bloßen Formel verflacht ist, und führt ihn zurück zu seinem ursprünglichen Sinn: der untrennbaren Einheit von Körper, Geist, Emotion und Beziehung.Krenz zeigt – gestützt auf aktuelle neurowissenschaftliche, entwicklungspsychologische und bildungswissenschaftliche Erkenntnisse – warum Kinder nur dann nachhaltig lernen und sich gesund entwickeln, wenn ihre Sinnes-, Bewegungs- und Beziehungserfahrungen miteinander vernetzt sind. Ganzheitliche Pädagogik bedeutet, das Kind als fühlendes, denkendes und handelndes Subjekt ernst zu nehmen – und nicht als „Förderobjekt“ im Takt fremder Programme.

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Mit einer eindrucksvollen Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und Praxisnähe legt Krenz dar:

  • Lernen geschieht über Beziehung, Sinneserfahrung und Eigenaktivität.
  • Emotionen sind die Basis kognitiver und sozialer Entwicklung.
  • Pädagogische Qualität entsteht aus Haltung, Empathie und Resonanz.
  • Ganzheitliche Förderung heißt: Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Dieses Buch ist ein Kompass für Fachkräfte, Lehrende und Eltern, die Pädagogik wieder als das verstehen möchten, was sie ist: eine Kunst der Beziehung und der Menschlichkeit.

Zielgruppen

  • Pädagogische Fachkräfte und Leitungsteams in Kita und Schule
  • Lehrkräfte und Studierende der Pädagogik und Frühpädagogik
  • Eltern und Familienberater*innen
  • Träger, Fachberatungen, Fortbildner*innen

Verkaufsargumente

  • Begründet, was „ganzheitliche Pädagogik“ wirklich bedeutet
  • Verbindung von Pädagogik, Psychologie, Neurowissenschaft und Praxis
  • Autor mit jahrzehntelanger Fortbildungserfahrung
  • Mit praxisnahen Reflexionsfragen, Beobachtungshinweisen und Beispielen
  • Ideal für Ausbildung, Teamarbeit und Fortbildung

Armin Krenz, (Jg. 1952), Prof. h.c. Dr. h.c. hat zuletzt viele Jahre als Honorarprofessor für Elementarpädagogik und Entwicklungspsychologie an europäischen und außereuropäischen Universitäten  /  Instituten gearbeitet, zugleich Leitungskräfte  /  Trägerverbände  /  Kita-Teams in Fragen zur Qualität beraten  /  supervidiert sowie Fachtagungen  /  Seminare mit Schwerpunktthemen zur pädagogischen Prozess- und professionellen Personqualität durchgeführt. Er ist Autor vieler Buchpublikationen und Fachartikel sowie regelmäßiger Fachbücherrezensent.

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Armin Krenz:
Ganzheitliche Pädagogik verstehen und leben

64 Seiten
4-fbg Fotos und Abb.
14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-96304-621-0
12 € [D], 12,40 € [A]




Das große Winter-Advents-Weihnachts-Buch: Tradition zum Mitmachen

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Klassische Illustrationen von Christian Kämpf: Geschichten, Lieder mit Noten, Rezepte und Bastelideen für Familien, Kita und Schule

Wenn es weihnachtet, werden selbst Progressive traditionell: Dieses große Familienbuch versammelt die schönsten Winter- und Weihnachtsmotive von Christian Kämpf – bekannt aus etlichen Büchern, von Spielen, Adventskalendern und Weihnachtsschmuck. Dazu kommen liebevoll erzählte Geschichten, Lieder mit Noten, Gedichte, Rezepte sowie Spiel- und Bastelideen für eine Adventszeit zum Erleben.

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Mit seinem warmen, klassischen Illustrationsstil prägt Kämpf seit Jahrzenten die Weihnachtsästhetik. „Das große Winter-Advents-Weihnachts-Buch“ bündelt diese Bildwelt erstmals in einem reich ausgestatteten Familienband:

  • Erzählungen & Vorlesegeschichten von Christian Kämpf, Angelica Rissmann und weiteren Autor:innen – vom Winterwald über die Stadt bis ins Dorf.
  • Lieder & Gedichte: Kanonische Klassiker wie „Alle Jahre wieder“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ sowie fast vergessene Texte – mit Noten zum einfachen Mitsingen.
  • Plätzchenrezepte, Bastel- und Spielideen: leicht umsetzbar, familien- und gruppentauglich, ideal für Kita, Grundschule und Zuhause.
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Dieses große, bunt gestaltete Hausbuch schafft Rituale, verkürzt das Warten und bringt Generationen zusammen. Für Buchhandlungen ein aufmerksamkeitsstarker Saisontitel mit hoher Geschenk-Eignung; für Redaktionen eine Einladung, über die kulturelle Wiederentdeckung traditioneller Weihnachtsbilder zu berichten.

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USP – das überzeugt

  • Ikonische Illustrationen im klassischen Weihnachtsstil von Christian Kämpf
  • Alles in einem Band: Geschichten, Gedichte, Lieder mit Noten, Rezepte, Basteln & Spiele
  • Hoher Mitmach-Anteil: sofort einsetzbar für Familie, Kita, Schule, Gemeinde
  • Großformatiger Blickfang: ideal für Weihnachtstische, Fenster- und Thekendisplays
  • Zeitlos & werthaltig: als jährliches Familien-Hausbuch nutzbar

Zielgruppen & Anlässe

Familien mit Kindern (ca. 3 bis 10 Jahre), Großeltern, Kitas, Grundschulen, Bibliotheken, Gemeinden; Nikolaus-, Advents- und Weihnachtsgeschenk; Begleiter für den Adventskalender.

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  • Saisonfenster: Platzierung Oktober bis Dezember, Schwerpunkt Advent
  • Zweitplatzierung: neben Back-/Basteltiteln, Musik-Büchern, Kalendern
  • Programm-Fit: funktioniert im Kinder-, Geschenke- und Regionalsegment
  • Events: Mitmach-Vorlesen, gemeinsames Singen, Bastel-Nachmittage
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Christian Kämpf
Das große Winter-Advents-Weihnachts-Buch

Vollgepackt mit Geschichten, Gedichten,
Liedern, Rezepten, Spiel- und Bastelideen
Hardcover, 21 x 29,7 cm
96 Seiten, Ab 3 Jahren
ISBN 978-3-96304-046-7
€ 20,00 [D], € 20,60 [A]




Appell für einen Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche

Bündnis fordert krisenfeste und zukunftsfähige Entwicklungsperspektive für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Ein Bündnis von rund 200 Organisationen, Verbänden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteurinnen und Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit fordert eine krisenfeste und zukunftsfähige Entwicklungsperspektive für Kinder und Jugendliche in Deutschland. In seinem Appell fordert das Bündnis vor allem eine Stärkung der Kinderrechte, eine Absicherung der offenen Kinder- und Jugendarbeit, eine bessere vorschulische und schulische Bildung sowie eine Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für das Aufwachsen der jungen Generation. Auch der Erhalt funktionierender Kinder- und Jugendhilfestrukturen insbesondere im Bereich des Kinderschutzes und die verstärkte Demokratieförderung von Kindern und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt der Forderungen. Den Appell haben neben dem Deutschen Kinderhilfswerk u.a. die Arbeiterwohlfahrt, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze sowie der Spielmobile e.V. – Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte unterzeichnet.

„Mittel werden immer weiter gekürzt“

Wörtlich heißt es: „Wir sehen mit großer Sorge, dass die Mittel für die präventive Jugendhilfe immer weiter gekürzt werden und Kürzungen im sozialen Bereich oben auf der politischen Agenda stehen. Bereits vor der Corona-Pandemie war die Kinder- und Jugendhilfe in vielen Kommunen ,auf Kante genäht‘. Neue Bedarfe sind durch die Pandemie hinzugekommen und jetzt steht sie aufgrund der kommunalen Finanznot vielfach vor dem Zusammenbruch. Es ist zu befürchten, dass Angebote und notwendige Unterstützung nicht mehr bei den jungen Menschen und ihren Familien ankommen, viele kleine Träger der freien Jugendhilfe diese Sparmaßnahmen nicht überleben und Fachkräfte abwandern. Wenn Strukturen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weiter wegbrechen, wird es sehr schwer sein, sie später wieder aufzubauen. Außerdem werden sie dringend gebraucht, um unsere Demokratie zu schützen und die einzigartigen Qualitäten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im offenen Ganztag an Schulen einzubringen. Deshalb brauchen wir einen Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche, der ihre Bedarfe in den Mittelpunkt stellt und auf verschiedenen Ebenen grundlegende Änderungen der Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland schafft.“

„Kinder- und Jugendarbeit muss um jeden Cent kämpfen“

„Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, Investitionen in soziale Dienste, schulische Förderung und die Finanzierung von Kinder- und Jugendeinrichtungen sind nur einige Beispiele, die viel zu oft hintenangestellt werden. Die Kinder- und Jugendarbeit muss in Deutschland um jeden Cent kämpfen, darunter leiden insbesondere arme Kinder. Sie haben aufgrund ihrer eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten vielfach kaum eine Chance, kostenpflichtige Angebote in diesem Bereich zu nutzen und werden dadurch ausgegrenzt. Von Chancengleichheit, einem gesunden Aufwachsen und fairen Bildungschancen können diese Kinder oftmals nicht einmal mehr träumen. Deshalb brauchen wir einen grundlegenden Wandel in der Kinder- und Jugendpolitik in Deutschland, hin zu einem viel stärkeren Augenmerk auf die Bedürfnisse und Interessen der jungen Generation“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Den vollständigen Appell für einen Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche mit allen unterzeichnenden Organisationen finden Sie unter https://www.bdja.org/aktuelles.

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Kinderhilfswerk e.V.




Wirksame Strategien zum Umgang mit Hatespeech an Schulen

Jetzt anmelden zum kostenlosen Online-Fachtag der Brandenburgischen Technische Universität Cottbus-Senftenberg zum Thema Schule ohne Hass

Um dem Problem Hatespeech zu begegnen, werden Schulen und Lehrkräften zahlreiche Programme und Maßnahmen angeboten. Die Vielfalt der Angebote und die unterschiedlichen Schwerpunkte, Methoden und Formate machen es für Praktiker*innen schwer, eine passende Auswahl zu treffen. Nun liegt im Ergebnis des am Fachgebiet Pädagogische Psychologie in Gesundheitsberufen der BTU realisierten Projektes „Wirksame Strategien zum Umgang mit Hatespeech an Schulen“ erstmalig eine systematische Qualitätsbewertung nationaler und internationaler Anti-Hatespeech-Programme vor. Unter Berücksichtigung von Kriterien der Praxis und der Wissenschaft unterstützt diese Pädagog*innen bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Programme.

Ein Thema, das auch vor Schulen nicht Halt macht

Prof. Dr. Ludwig Bilz, Leiter des Fachgebietes Pädagogische Psychologie in Gesundheitsberufen der BTU, hat die wissenschaftliche Leitung des Fachtages inne. Er betont: „Hetze gegen bestimmte soziale Gruppen ist ein Phänomen, das wir im Internet erleben und das auch vor Schulen nicht Halt macht. Das zeigen Daten aus unserem DFG-Projekt. Ich freue mich deshalb, dass wir bei unserer Recherche im Rahmen eines Folgeprojektes so viele Anti-Hatespeech-Programme gefunden haben, die für den Einsatz an Schulen geeignet sind. Beim Fachtag wollen wir Schulpraktiker*innen darüber informieren, wie sie sich einen Überblick zur Qualität dieser Programme verschaffen können und was wir bisher über deren Wirksamkeit wissen. Ich danke dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Förderung dieser Studie.“

Das Beste aus 27 Anti-Hatespeech-Programmen

Im Rahmen des Online-Fachtages werden die wichtigsten Ergebnisse der systematischen Qualitätsbewertung von 27 Anti-Hatespeech-Programmen für die Teilnehmenden kurz und praxisnah zusammengefasst. Gemeinsam reflektieren die Teilnehmenden, wie Sie Qualitätskriterien in der Auswahlentscheidung an ihrer jeweiligen Schule berücksichtigen können. Ebenso haben diese Gelegenheit, sich mit zwei Best-Practice-Programmen vertraut zu machen: dem Programm „Hateless“ der Universität Potsdam und dem Programm „BITTE WAS?! Kommunikation im Netz“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, Stuttgart & Karlsruhe.

Hintergrund:

Im Internet und auch im Schulalltag begegnen Kinder und Jugendliche zunehmend häufiger herabsetzenden Äußerungen über Menschen vor dem Hintergrund ihrer Religion, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Aussehens, also über Menschen als Angehörige bestimmter sozialer Gruppen. Das ist Hatespeech. Studien zeigen, dass Hatespeech für Kinder und Jugendliche, für das Zusammenleben in der Schule und für die Gesellschaft insgesamt mit negativen Folgen einhergehen kann.

Hinweise zur Teilnahme:

Anmeldungen zum Online-Fachtag erfolgen bitte bis zum 10. Januar 2025 unter der Internetadresse: https://www.b-tu.de/fg-paedagogische-psychologie/forschung/wirksame-strategien-zum-umgang-mit-hate-speech/anmeldung. Die Teilnahme erfolgt kostenlos, und die Zugangsdaten werden rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail übermittelt.

Hier finden Sie das Programm:

Quelle: Pressemitteilung BTU




Mineralöl in veganem Käse: Fünf Produkte sind „ungenügend“

Auch wenn alle Produkte sehr gut schmecken, erhält keines der bei Öko-Test die Bestnote

Öko-Test hat zwölf vegane Käse in Scheiben getestet. Im Geschmackstest bewerten die Verbraucherschützer die Mehrzahl der Produkte mit „sehr gut“– im Gesamtergebnis erhält allerdings keines der Testprodukte die Bestnote.

Meist zu viel Salz

Mit Ausnahme eines Produkts steckt in allen getesteten veganen Käsescheiben aus Öko-Test-Sicht zu viel Salz. Zudem hat das beauftragte Labor in sieben veganen Käsen gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOSH-Analoge) in einem Gehalt nachgewiesen, den Öko-Test abwertet. Die Stoffe können sich im menschlichen Körper anreichern. Was sie dort anrichten, ist noch unklar.

Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe in vier Produkten

Was noch schwerer wiegt: Auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) hat das Labor in vier Produkten gefunden. MOAH gelten als besonders problematisch, da sich unter ihnen auch krebserregende Verbindungen befinden können. Bei drei Produkten lag der gemessene Wert sogar über dem von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Höchstgehalt für Lebensmittel mit höherem Fettanteil.

Hersteller müssen Verunreinigungen in den Griff bekommen

„MOAH haben aus unserer Sicht in Lebensmitteln nichts zu suchen. Die Hersteller müssen diese Verunreinigungen in den Griff bekommen – insbesondere, wenn die Gehalte so hoch sind, wie wir sie teilweise vorgefunden haben“, sagt Öko-Test-Lebensmittelchemikerin Jil Eichhorn.

5 x ungenügend

Die Verbraucherschützer bewerten fünf Testprodukte mit „ungenügend“ – darunter auch das teuerste Produkt im Test: die Veggi Filata Naturmild Scheiben von Axel Brinkhaus für 3,29 Euro pro 150 Gramm.

Edeka, Rewe und Vemondo schneiden gut ab

Drei von fünf Produkten, die „gut“ abschneiden, gibt es schon für 1,19 Euro pro 150 Gramm: die My Veggie Milder Geschmack-Scheiben von Edeka, die Rewe Beste Wahl Milde Genießerscheiben und die Vemondo-Vegane Genießer-Scheiben Mild von Lidl.

Der Test ist online erhältlich und erscheint in der Januarausgabe des Öko-Test-Magazins: oekotest.de/15109

Quelle: Pressemitteilung Öko-Test




Wenn aus Mitschüler*innen echte Feinde werden

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über Mobbing in der Schule

Mobbing, ein Begriff, der sich vom englischen Wort „to mob“ ableitet, bedeutet anpöbeln, attackieren oder fertigmachen. Es beschreibt aggressives Verhalten, das von Einzelpersonen oder Gruppen gezielt gegen eine bestimmte Person gerichtet ist, um dieser zu schaden. Die Formen von Mobbing sind vielfältig.

Beim physischen Mobbing wird Gewalt oder Machtanwendung eingesetzt, wie zum Beispiel beim sogenannten „Happy Slapping“, bei dem Körperverletzungen gefilmt und in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, um das Opfer zu demütigen. Verbales Mobbing hingegen äußert sich durch extreme Beleidigungen, Beschimpfungen, Spott, Imitationen oder andere Arten von Schikanen. Soziales Mobbing erfolgt eher indirekt, etwa durch das Verbreiten von Lügen, einen Vertrauensmissbrauch, gezielte Ausgrenzung aus Gruppenaktivitäten oder das Streuen von Gerüchten und Verleumdungen. Eine besonders perfide Form ist das Cybermobbing, das digitale Medien nutzt, um anderen zu schaden und sie öffentlich bloßzustellen.

Das Ziel: eine Demütigung des Opfers

Kennzeichnend für diese Handlungen ist, dass sie auf eine Demütigung des Opfers abzielen. Dabei gibt es große Unterschiede:
• Jungen werden hauptsächlich von Jungen, Mädchen eher von anderen Mädchen, häufig aber auch von Jungen gemobbt.
• Mädchen sind signifikant häufiger Opfer von Mobbing als Jungen.
• Auch junge Menschen mit Behinderungen erleben häufiger Mobbing als Jugendliche ohne Behinderungen.
• Kinder aus finanziell benachteiligten Familien sind häufiger von Mobbing betroffen als Kinder ohne finanzielle Sorgen.

Auch die Familie leidet mit

Mobbing in der Schule ist ein ernsthaftes Problem, das nicht nur die Kinder, sondern oft auch ihre Familien vor große Herausforderungen stellt: Denn auch die Eltern leiden mit, wenn sie erfahren, dass ihr Kind von seinen Mitschülerinnen und Mitschülern gemobbt wird.

Mobbing in der Schule kann schwerwiegende Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit und Lebensqualität der Opfer haben, betont Dr. Frank W. Paulus, Leitender Psychologe der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Homburg/Saar.

Dr. Paulus, Mitautor des aktuellen „Jugendgesundheitsberichts 2024“ der Stiftung Kindergesundheit, berichtet: „Viele Kinder entwickeln Depressionen, Ängste oder Schlafstörungen, ziehen sich sozial zurück oder verweigern den Schulbesuch. In extremen Fällen kann die emotionale Belastung zu Selbstverletzungen oder sogar Suizidgedanken führen“.

Das Internet – ein Platz für Beleidigungen

Die zunehmende Verbreitung der digitalen Kommunikation hat die Möglichkeiten und Folgen des Mobbings deutlich erweitert und intensiviert, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. So entwickelt sich insbesondere das Cyber-Mobbing zu einer immer öfter auftretenden Form des Psychoterrors unter Schulkindern. Dabei werden die Opfer mithilfe des Internets (z.B. über soziale Plattformen wie Facebook, TikTok, Instagram und WhatsApp) beleidigt, belästigt oder beschämt.

Aktuelle Zahlen liefert dazu die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) 2024. Mit dieser Studie werden bereits seit 1998 die aktuellen Trends und Entwicklungen im Medienverhalten von Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren untersucht. Im Rahmen der Studie gab zuletzt beinahe jede dritte teilnehmende Person an, dass über sie schon einmal beleidigende oder falsche Aussagen im Netz verbreitet worden sind.

Die Täter bleiben häufig anonym

Von beleidigenden Kommentaren im Netz berichten 57 Prozent der Befragten, von „Hate Speech“, also öffentlichen Äußerungen, die Hass gegenüber bestimmten Gruppen zum Ausdruck bringen oder zu Gewalt gegen bestimmte Gruppierungen aufrufen, berichten 40 Prozent der Jugendlichen. Jeder neunte Jugendliche beklagt sich, online auch persönlich beleidigt worden zu sein. Die Hemmschwelle ist dabei sehr gering, da die Täterinnen und Täter auf diese Weise oft anonym bleiben können.

Werden Kinder oder Jugendliche im Internet gemobbt, kann dies besonders belastend sein, weil sie sich den Angriffen kaum entziehen können, betont die Stiftung Kindergesundheit:

• Im Internet veröffentlichte Gerüchte, Bilder oder Beschimpfungen verbreiten sich schnell und sind kaum kontrollierbar.
• Weil Beleidigungen und Fotos online nahezu unbegrenzt lange abrufbar sind, wird es dem Opfer erschwert, über die Angriffe hinwegzukommen.
• Die Nutzung von gefälschten Konten (fake accounts) bietet den Täterinnen und Tätern die Möglichkeit, anonym zu agieren. Das kann die Verfolgung erschweren und Betroffene zusätzlich belasten.

Was Eltern gegen Mobbing tun können

Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt: Reden Sie mit Ihrem Kind über Mobbing. Ermutigen Sie es, Vorfälle in der Klasse anzusprechen, das Opfer zu unterstützen und die Lehrkräfte zu informieren. Betonen Sie, dass dies kein Petzen ist! Geben Sie Ihrem Kind außerdem Strategien an die Hand, wie es mit Konfliktsituationen umgehen kann oder Unterstützung bei Vertrauenspersonen zu suchen.

Bleiben Sie im Austausch mit Lehrkräften und der Schule. Besuchen Sie Elternabende, Sprechtage und Sprechstunden – nicht nur, um nach Noten zu fragen, sondern auch, um das Sozialverhalten und die Integration Ihres Kindes in der Klasse zu thematisieren. Ein entscheidender Schritt im Kampf gegen Mobbing ist, Kinder so zu stärken, dass sie weder Opfer noch Täter werden. Eltern tragen eine wichtige Verantwortung: Sie können helfen, Mobbing zu verhindern, indem sie ihr Kind zu einem respektvollen und mitfühlenden Umgang mit anderen erziehen. So können sie zum Beispiel

• Werte wie Empathie, Rücksicht und Toleranz vermitteln, indem Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und Kinder für die Gefühle anderer sensibilisieren. Fragen wie „Wie würdest du dich fühlen?“ können helfen.
• soziale Kompetenzen fördern, zum Beispiel durch Teamsport oder Gruppenaktivitäten, um Teamgeist, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft zu stärken.
• Konfliktlösungsstrategien lehren, etwa durch Zuhören, Verhandeln oder das Bitten um Hilfe, damit Kinder lernen, friedlich mit Konflikten umzugehen.
• eine gesunde Selbstwahrnehmung fördern, damit Unsicherheiten nicht durch Machtausübung über andere kompensiert werden.
• die eigene Vorbildfunktion wahrnehmen, indem Eltern in Stresssituationen ruhig und respektvoll reagieren, da Kinder dieses Verhalten übernehmen.
• den Umgang mit Gruppenzwang üben und Kinder ermutigen, sich solchen Dynamiken zu widersetzen und eigene Entscheidungen zu treffen.
• Medienkompetenz stärken, damit Kinder verantwortungsvoll mit sozialen Medien umgehen und die Auswirkungen ihres Handelns, wie das Teilen bloßstellender Fotos, verstehen.
• Konsequenzen von Mobbing verdeutlichen und klarmachen, dass Mobbing moralisch falsch ist und ernste Folgen haben kann.

Hier gibt es Rat und Hilfe

Die Organisation „Nummer gegen Kummer e.V.“ berät Kinder, Jugendliche und Eltern anonym telefonisch und auch online. Die Anrufe an den Beratungstelefonen sind kostenlos.
Elterntelefon unter 0800 – 111 0 550

Mo. – Fr. von 9 – 17 Uhr
Di. und Do. von 17 bis 19 Uhr

Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111
Mo. – Sa. von 14 bis 20 Uhr
Online-Beratung für Kinder und Jugendliche per Mail und Chat unter

www.nummergegenkummer.de
https://krisenchat.de/de

Weitere Informationen:

Paulus, F.W., Möhler, E., Ohmann, S. & Popow, C. (2020). Digitale Missachtung der Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen: Cybermobbing. Kinder- und Jugendmedizin, 20, 238-246.

Giulia Roggenkamp, Stiftung Kindergesundheit