Luises Weihnachtsgeschichte

Zum Vorlesen und als Gesprächsanlass

Da vorne stand Marcus in seinem schwarzen Kurrendemantel mit dem weißen Kragen. Seine Haare hatte er ausnahmsweise mal gekämmt. Luise musste leise kichern, als sie ihren Bruder dort vorn singen sah. Sonst trug er nur Jeans und Sweatshirt (Hemden mochte er nicht, weil ihm das Knöpfen zu viel Arbeit machte).

Allerdings – ein bisschen neidisch war sie auch auf ihn. Luise war noch ein Jahr zu jung für die Kurrende. Nächstes Weihnachten würde sie auch mit da vorne stehen und singen. Aber in diesem Jahr saß sie noch am Heiligabend mit Mama und Papa zwischen den vielen anderen Leuten in der Kirche. Richtig feierlich war es: Die Kerzen tauchten mit ihrem Flackern die Kirche in ein ganz besonderes Licht – viel schöner, als Lampen das konnten. Neben dem Altar stand ein riesiger Christbaum, der mit Strohsternen und Pfefferkuchen geschmückt war. Weit oben baumelte der gelb-leuchtende Adventsstern und hinter ihr…

Das Krippenspiel begann. Maria und Josef kamen herein.

Natürlich kannte Luise die Weihnachtsgeschichte schon – und sie kannte auch Ina, die die Maria spielte und sie wusste, dass der Josef eigentlich Alexander heißt. Maria würde bald ein Kind bekommen und eigentlich müsste sich Josef sehr um sie kümmern – aber der passte bloß auf, dass die Kerze in seiner Laterne nicht verlosch. ,Also so was‘, dachte Luise, ,wenn ich die Maria wäre, dann würde ich dem Josef was erzählen!!‘

Naja, wenigstens ein Zimmer suchen ging er. Er klopfte an die Tür eines Wirtshauses. Die Wirtin Peggy öffnete, aber sie wollte Maria und Josef nicht hereinlassen, weil alle Zimmer bereits vermietet waren. „Mama?“, flüsterte Luise, „warum bringt die Wirtin die beiden nicht in den Stall?“ Kaum hatte Luise das gefragt, kam die Wirtin selber auf die Idee. Sie nahm Maria und Josef mit zum Stall – und schon durfte Marcus mit der Kurrende wieder ran.

Nun kam die Geschichte mit den Hirten: Das waren Jens, Frank und Roland. Die mussten irgendwelche Schafe bewachen, die Luise noch nie gesehen hatte. Alle drei Hirten waren furchtbar müde, obwohl es erst nachmittags um vier war. Einer musste wachbleiben und auf die Schafe aufpassen. In diesem Jahr traf es Roland. Als Jens und Frank schon tief schliefen und Roland auf seinen Stock gestützt vor sich hindöste, trappelte die Kurrende wieder nach vorn. Die machten dabei einen ziemlichen Krach, aber keiner der Hirten merkte was. Als endlich alle Kurrende-Sänger ruhig standen, erschien oben auf der Kanzel der Engel Michaela und sang: „Vom Himmel hoch, da komm ich her…“ Dabei kam Michaela nie und nimmer vom Himmel, sondern aus der Hauptstraße 11. Das wusste Luise ganz genau, denn Michaelas kleine Schwester Claudia war Luises beste Freundin.

Erst sang Michaela allein, dann mit der gesamten Kurrende. Das erschreckte die Hirten ziemlich, aber glücklicherweise hatte Roland sich gemerkt, was Michaela gesungen hatte –und kaum waren Engel und Kurrende weg, sausten die drei Hirten nach Bethlehem zum Stall.

Marcus durfte schon wieder trällern! Währenddessen hatte Maria ihr Kind bekommen. Luise wusste nicht so ganz genau, wie man ein Kind bekommt. Das interessierte sie sehr, und deshalb nahm sie sich vor, Ina mal zu fragen.

Da trafen auch schon die Hirten im Stall ein. Sie bestaunten das Baby Jesus und schenkten ihm tolle Dinge: eine karierte Decke, eine Rassel und eine geschnitzte Flöte. So eine Flöte – das wär was! Aber daran hatte Luise beim Malen ihres Wunschzettels nicht gedacht…

Endlich! Da kamen die drei Sterngucker aus dem Morgenland. Und sie hießen Sebastian, Nico und Cindy. Jaja, eine Sternguckerin war auch mit dabei! Wunderschön sahen die drei aus in ihren bunten Gewändern. Und jeder der drei hatte ein geheimnisvolles Gefäß bei sich. Sie knieten an der Krippe mit dem kleinen Jesus drin nieder. Sebastian schenkte Gold, Nico Weihrauch und Cindy Myrrhe. Luise hatte keine Ahnung, was Weihrauch und Myrrhe. Luise hatte keine Ahnung, was Weihrauch und Myrrhe sind. Aber ob in Sebastians Kästchen wirklich Gold war, wollte sie zu gerne wissen. Sie überlegte noch, wie sie das wohl rauskriegen könnte, da sang die Kurrende wieder. Aber diesmal durften alle in der Kirche mitsingen, ein Glück!

Schade – schon vorbei, das Krippenspiel. Die Spieler am Altar vorne strahlten, wahrscheinlich weil sie sich alle an der Krippe getroffen hatten. Auch die Wirtin Peggy kam mit hin.

,Ach‘, dachte Luise, ,,muss das toll sein, dort vorn zu stehen und alle Leute gucken dich an.‘

„Wenn ich mal groß bin, spiele ich die Maria“, flüsterte Luise Mama zu. „Und wer soll der Josef sein?“, flüsterte Mama zurück. „Paul“, überlegte Luise, „oder Christoph, oder Thommy, oder Martin. Mal sehen.“ Das würde Luise entscheiden, wenn‘s soweit ist. Nur eines war ihr jetzt schon klar: Ihr Josef würde einer werden, dem seine Maria wichtiger war als seine Laterne!

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern
Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten, Backrezepten und Spielen.
Reuter, Thomas
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548906
96 Seiten, 9,90 €
Mehr dazu auf www.oberstebrink.de




Bunte Insektenvielfalt im Garten – DAS Kinderthema für den Frühling

bienen

Plus spannende Mitmach-Aktion – Deutschland summt! Pflanzwettbewerb 2024

Huch, was krabbelt denn da? Oh, und da ist ein Schmetterling. Nee, zwei sogar! Und da vorne, da sitzt aber ein dicker Brummer! So oder so ähnlich könnte es im nächsten Frühling wieder in Kita-, Schul- und Privatgärten erklingen. Vorausgesetzt, es blühen dort auch die entsprechenden Pflanzen. Magerwiesen-Margeriten, Klatschmohn, Thymian, Salbei und Zitronenmelisse stehen bei Hummeln & Co. zum Beispiel hoch im Kurs. Sie bieten den Insekten Nektar und Pollen. Doch es braucht noch etwas mehr, um eine bunte Insektenvielfalt langfristig in den Garten zu locken.

Wie wäre es, wenn Sie Kindern einige Tricks und Kniffe für einen insektenfreundlichen Garten verraten und passend dazu eine tolle Mitmach-Aktion vorstellen? Im kommenden Jahr findet der beliebte Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb wieder statt, dann in seinem neunten Jahr! Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind dabei eingeladen, kleine und große Blühflächen für Insekten zu gestalten. Allein in diesem Jahr gingen 489 Beiträge ein, mit circa 84 Hektar naturnahem Grün. Ein tolles Ergebnis und großer Ansporn, im nächsten Jahr mindestens genauso erfolgreich zu sein.

Mehr über insektenfreundliche Gärten erfahren!

Quelle: Pressemitteilung Stiftung für Mensch und Umwelt




Tipps für nachhaltige und budgetfreundliche Weihnachten

weihnachtsbaumgeschenke

Festtagszauber statt Konsumrausch empfiehlt die SOS-Kinderdorf-Stiftung

Wie können wir die Weihnachtszeit nachhaltig und finanziell umsichtig gestalten? Diese Frage beschäftigt nicht nur Familien, die mit einem begrenzten Budget jonglieren müssen. Angesichts von Klimawandel und Ressourcenknappheit besinnen sich viele Menschen auf traditionelle Werte und entscheiden sich für mehr Besinnlichkeit und weniger Konsum. Die SOS-Kinderdorf-Stiftung hat sieben Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen könnten, die Magie der Festtage zu erleben, ohne in einen Konsumrausch zu verfallen.

Weihnachtsbudget: Genau planen und einhalten

Hilfreich ist, ein realistisches Budget festzulegen – wie viel möchten oder können Sie insgesamt ausgeben? Sie können Ihr Gesamtbudget auf Geschenke, Dekorationen und mögliche Aktivitäten aufteilen und zwischen wichtigen sowie verzichtbaren Ausgaben unterscheiden. So vermeiden Sie impulsive und unnötige Käufe. Wenn Sie alle Einkaufszettel aufheben, gerade auch über kleinere Beträge, behalten Sie besser den Überblick. Wichtig ist auch, sich an das einmal geplante Budget zu halten.

Magie statt Überfluss: Was wirklich zählt

Eltern fürchten oft, dass ihre Kinder enttäuscht sind, wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden. Aber mal ehrlich: An wie viele Geschenke aus Ihrer Kindheit erinnern Sie sich? Was bleibt, ist die Weihnachtsstimmung und gemeinsame Erlebnisse oder Sinnesfreuden wie das Plätzchenbacken, der Duft von Tannennadeln oder der Besuch bei der Lieblingsoma. Studien1 zeigen, dass Materialismus an Weihnachten das Wohlbefinden negativ beeinflussen kann, während familiäre und spirituelle Aktivitäten dafür sorgen, dass wir uns zufriedener fühlen.

Familienrituale: Kleines Geld, Gold wert

Schaffen Sie kleine Weihnachtsrituale für Ihre Familie: Das kann das gemeinsame Schmücken des Baumes sein, ein Film, den man alle Jahre wieder zusammen schaut oder der Weihnachtsspaziergang bei knackigen Temperaturen. Hinterlassen Sie für kleinere Kinder „Rentierspuren“ in der Wohnung, etwa Nüsse, Tannenzapfen oder Moos oder schreiben Sie gemeinsam einen Brief an das Christkind. Wichtig ist, dass Sie sich den Wert dieser Rituale bewusst machen und auch weitervermitteln, damit sich jedes Jahr Vorfreude auf diese zauberhaften Erlebnisse einstellen kann.

Wunschzettel: Erwartungen lenken, Bewusstsein schaffen

Gerade auch bei kleinen Kindern, die noch nicht viele Geschenke erwarten, können Familien darauf achten, dass die Erwartungen im Rahmen bleiben – im Sinne der ökologischen und finanziellen Nachhaltigkeit. Sprechen Sie auch mit den Verwandten, damit sie die Kinder nicht mit Geschenken überhäufen, sondern vielleicht sogar ein gemeinsames Präsent aussuchen. Wichtig ist auch: Ein Wunschzettel ist kein Einkaufszettel und darf nicht endlos lang sein. Sie können sich zum Beispiel mit Ihren Kindern darauf einigen, dass diese ein Geldgeschenk und ein Zeitgeschenk aufschreiben dürfen. So lernen sie, ihre Bedürfnisse abzuwägen und echte Wünsche von kurzfristigen Begehrlichkeiten zu unterscheiden.

Geschenke: Mehr Herz, weniger Konsum

Verschenken Sie keine Staubfänger. Versetzen Sie sich in die beschenkte Person. Was macht ihr nachhaltig Freude? Wird das Plastikspielzeug nach kurzer Zeit unbeachtet in der Ecke liegen? Teure Geschenke sollten auch einen emotionalen Wert oder einen Erlebniswert haben. Es muss nicht immer alles fabrikneu sein. Vieles gibt es auch gebraucht aber in gutem Zustand zu kaufen, was der Kreislaufwirtschaft und somit unserer Umwelt hilft. Auf gebrauchten Schlittschuhen mit neu geschliffenen Kufen lässt es sich wunderbar gleiten. Auch selbstgemachte Geschenke oder das Wichteln, bei dem man zufällig den Namen einer anderen Person zieht, für die man dann ein Geschenk besorgt, sind hoch im Kurs. Und vor allem: Verschenken Sie Zeit. Das ist das nachhaltigste Geschenk – für die Umwelt und für Ihre Beziehung zu der oder dem Beschenkten.

Unternehmungen: Gut geplant, fröhlich begangen

Ob Sie einen Weihnachtsmarkt besuchen, Schlittschuh laufen oder die Großeltern besuchen: Planung spart Geld und schont die Umwelt. Gehen Sie nicht hungrig auf den Weihnachtsmarkt, wenn Sie nur eine Fahrt mit dem Karussell im Sinn haben. Kaufen Sie Bahntickets rechtzeitig, um nicht aus Kostengründen auf das Auto umzusteigen zu müssen. Denken Sie daran, eine warme Mütze und ein weiteres Paar Socken einzupacken, wenn Sie bei Ausflügen nicht einkehren wollen. Und beachten Sie, dass frische Luft hungrig macht. Packen Sie eine Thermoskanne mit warmem Punsch und eine Dose Lebkuchen ein – das ist nachhaltig, macht satt und glücklich.

Kulinarisches: Schlemmen statt verschwenden

Gerade zu Weihnachten landen viele Lebensmittel im Müll. Dagegen hilft genaue Planung und vorausschauendes Einkaufen. Was möchten Sie kochen, wie viele Gäste erwarten sie, und was können diese wirklich essen? Vermeiden Sie Spontankäufe und vermeintlichen Luxus. Oftmals verbergen sich hinter den Festtagseditionen herkömmliche Produkte in aufwändiger Verpackung. Wer aufs Geld achten muss oder möchte: Es gibt viele Bücher und Online-Blogs mit köstlichen Rezepten für den schmalen Geldbeutel. Oft reicht es aus, etwas Ungewöhnliches zu kochen, mit exotischen Aromen und Gewürzen zu experimentieren und den Tisch mit Tannenzweigen oder farbenfrohen Kugeln zu dekorieren, um festliche Stimmung zu schaffen.

Quelle: Pressemitteilung SOS-Kinderdorf-Stiftung

Die SOS-Kinderdorf-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts. 2003 vom SOS-Kinderdorf e.V. gegründet, ist ihr Ziel, die SOS-Kinderdorf-Arbeit im In- und Ausland nachhaltig zu unterstützen. Die Mittel des Stiftungskapitals kommen jährlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderung zugute.

Mehr unter: www.sos-kinderdorf-stiftung.de




Kinderjurys für Deutsches Kinder Medien Festival Goldener Spatz gesucht!

goldenerspatz

Film- und Medienfans zwischen 9 und 13 Jahren können sich bis zum 11. Februar bewerben

Ab sofort und bis 11. Februar 2024 können sich Film- und Medienfans im Alter von 9 bis 13 Jahren für dieses besondere Erlebnis bewerben. Und damit Teil des größten Festivals für deutschsprachige Kindermedien in Deutschland werden. Die Jurykinder sichten, testen und diskutieren während der Festivalwoche die eingereichten Kino- und TV-Beiträge sowie digitale Medienangebote. Und sie überreichen bei der feierlichen Preisverleihung am Freitag, 7. Juni 2024 in Erfurt die GOLDENEN SPATZEN. Während der Festivalwoche werden die Kinder rundum betreut. Für Anreise, Unterkunft und Verpflegung ist gesorgt – die Teilnahme ist für die Kinder kostenfrei.

Wie kann man mitmachen?

Für die Kinderjury Kino-TV können sich Jungen und Mädchen aus Deutschland, Österreich, Südtirol, der Schweiz, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, dem Fürstentum Liechtenstein, aus Luxemburg, der deutschen Minderheit in Dänemark sowie auch deutschsprachige Kinder aus Rumänien bewerben, die…

  • zwischen 9 und 13 Jahre alt sind,
  • bereit sind, eine Woche lang die unterschiedlichsten Filme und Sendungen anzuschauen und zu bewerten,
  • es sich zutrauen, mit anderen Kindern über die Filme zu reden, sich gemeinsam für die besten Beiträge zu entscheiden und bei der großen Preisverleihung die GOLDENER SPATZ Trophäen zu übergeben.

Für die Kinderjury DIGITAL können sich Jungen und Mädchen aus dem genannten deutschsprachigen Raum bewerben, die…

  • zwischen 11 und 13 Jahre alt sind,
  • bereit sind, die unterschiedlichsten digitalen Medienangebote unter die Lupe zu nehmen,
  • es sich zutrauen, mit anderen Kindern über digitale Medien zu reden, sich gemeinsam für das beste Angebot zu entscheiden und bei der großen Preisverleihung die GOLDENER SPATZ Trophäe zu übergeben.

Die Kinder müssen einen Bewerbungsbogen ausfüllen sowie eine persönliche Empfehlung für einen Film (Kinderjury Kino-TV) oder für ein digitales Medienangebot (Kinderjury DIGITAL) verfassen. Der Bogen kann im Bewerbungszeitraum unter www.goldenerspatz.de heruntergeladen werden.

Der diesjährige Bewerbungszeitraum für die Kinderjurys des GOLDENEN SPATZ endet am 11. Februar 2024.

Als Förderer der Kinderjury engagieren sich: die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die Thüringer Staatskanzlei, das Fürstentum Liechtenstein – Amt für Kultur, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, der Film Fund Luxembourg, die Autonome Provinz Bozen Südtirol – Deutsche Kultur, der Österreichische Rundfunk (ORF), das Schweizer Radio und Fernsehen, das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland Temeswar in Rumänien sowie der Bund Deutscher Nordschleswiger & Deutscher Schul- und Sprachverein für Nordschleswig. Als Partner der Kinderjury fungieren der KiKA, Der Kinderkanal von ARD und ZDF und Paramount+.

Festival Goldener Spatz

Das jährlich in Gera und Erfurt stattfindende Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz ist das größte seiner Art in Deutschland. Es richtet sich an Publikum und Fachleute. Die Meinung der Kinder über das für sie gemachte Angebot ist gefragt. Ziel ist es, einen Überblick über deutschsprachige Filme, Fernsehprogramme sowie digitale Medien für Kinder zu gewähren. Es soll auf qualitativ hochwertige und innovative Produktionen aufmerksam machen und sie auszeichnen. Veranstalter und Träger ist die Deutsche Kindermedienstiftung Goldener Spatz. In dieser arbeiten der MDR, ZDF, RTL, die Thüringer Landesmedienanstalt, die Mitteldeutsche Medienförderung, die Stadt Gera und die Landeshauptstadt Erfurt als Stifter zusammen.

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Kindermedienstiftung Goldener Spatz




Projektstart Natur (er)leben! – Kinder- und Jugendhilfe packt an

bergwald

Naturschutz in der Kinder- und Jugendhilfe

Ziel des bundesweiten Projektes „Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an“ ist es, sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie alle Akteure der Kinder- und Jugendhilfe für den Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas zu sensibilisieren und praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Kernstück des gemeinsamen Projektes „Natur (er)leben!“ von Bergwaldprojekt e. V. und dem Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V. im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sind die sogenannten Waldwochen: Jugendliche und pädagogische Fachkräfte bilden ein Team und leisten gemeinschaftliche Arbeiten zum Schutz und zur Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume. Unter fachkundiger Anleitung des Bergwaldprojekts e. V. werden z. B. Pflanzungen und Pflegemaßnahmen, Erosionsverbauungen, Steigbau und Biotoppflege und auch Moor- und Bachrenaturierungen durchgeführt. Die Einsätze bieten nicht nur einen Ausgangspunkt, sich über praktisches Handeln mit den Themen Arten-, Natur- und Klimaschutz und der sozialökologischen Transformation der Gesellschaft zu beschäftigen, sondern auch einen Raum für unmittelbare Naturerfahrungen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden auch in ihrem Gruppen-Alltag für einen ressourcenschonenden Lebensstil sensibilisiert werden.

Über Workshops erhalten die beteiligten Fachkräfte die Möglichkeit, tiefer in die Thematik einzusteigen, sich zu beteiligen und zu qualifizieren. Um langfristig voneinander zu lernen, bietet das Projekt Möglichkeiten zur Vernetzung und zur Teilnahme an gemeinsamen Kampagnen. So sollen die Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit und die pädagogischen Ansätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Querschnittsaufgaben in den BVkE und andere Kinder- und Jugendhilfeorganisationen getragen werden.

Flankierend wird eine Evaluation des Projektes „Natur (er)leben!“ durchgeführt. Die Projektergebnisse sollen auch dazu dienen, eine empirisch belastbare Daten- und Informationsgrundlage für eine nachhaltig orientierte Diskussion über die Verstetigung von Biodiversität, Umwelt- und Naturschutzzielen in den Konzeptionen der Erziehungshilfeeinrichtungen zu liefern.

Waldwochen 2024

Aktuell werden die Waldwochen für das Jahr 2024 geplant. Interessierte Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen können sich bis spätestens Ende Januar 2024 für eine Waldwoche anmelden.
Interessierte Personen können sich für die Online-Auftaktveranstaltung Natur (er)leben! am 27.02.2024 (10.00 – 12.00 Uhr) ab Anfang Januar über die Website www.bvke.de anmelden. Weitere Informationen zum Projekt und den Waldwochen sind dort ebenfalls abzurufen.

Über das Projekt

Das Projekt Natur (er)leben! startete am 01.08.2023 und wird gemeinsam von den Projektpartnern Bergwaldprojekt e. V. und dem Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V. durchgeführt. Gefördert wird das sechsjährige Projekt (01.08.2023 – 31.07.2029) im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Zum Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V.

Der Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e. V. (BVkE) ist das Netzwerk katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe auf Bundesebene und anerkannter zentraler Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. Ziel des Verbandes ist es, bedarfsgerechte und fachlich fundierte, professionelle Angebote bzw. Hilfen zur Erziehung mit und für junge Menschen und deren Familien zu gestalten. Die Vision des Verbandes ist es, allen jungen Menschen die notwendigen Rahmenbedingungen zu ermöglichen, ein selbstständiges und selbst bestimmtes Leben zu führen. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf jungen Menschen aus dem Kontext der Hilfen zur Erziehung, die aus unterschiedlichen Gründen unter erschwerten Bedingungen aufwachsen.

Bergwaldprojekt e.V.

Der Bergwaldprojekt e.V. organisiert seit über 30 Jahren Freiwilligeneinsätze im Wald, Moor und in Offenlandschaften. Dieses Jahr hat der Verein mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland ca. 5.000 Freiwillige in die Natur gebracht. 2024 werden 186 Projektwochen an 95 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland stattfinden. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu stabilisieren, den beteiligten Freiwilligen die Bedeutung und die akute Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen. Und daran mitzuarbeiten, die notwendige sozial-ökologische Transformation in der Gesellschaft umzusetzen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.bvke.de/projekte/natur-erleben/natur-erleben

Quelle: Pressemitteilung Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V.




Den Geist des Spielens erspüren

Spielwarenmesse in Nürnberg vom 30. Januar bis 3. Februar 2024

„Feel the Spirit of Play!”: Unter diesem Motto kommt die internationale Spielwarenbranche vom 30. Januar bis 3. Februar 2024 auf der Spielwarenmesse in Nürnberg zusammen. Einkäuferinnen und Händler können sich über www.spielwarenmesse.de/tickets ihr Ticket sichern. Darin ist die Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr im Stadtgebiet Nürnberg, Fürth und Stein bereits inkludiert. So kommen Händlerinnen und Einkäufer während der gesamten Laufzeit schnell und einfach zum Messegelände. Die Tages- und Dauerkarten für die Spielwarenmesse sind ausschließlich online erhältlich. Es wird keinen Ticketverkauf vor Ort geben.

Ein Tag für Eisenbahn- und Modellbau-Fans am 3. Febbruar 2023

Modell-Fans erwartet auf der Spielwarenmesse 2024 wieder ein Highlight. Am Messesamstag haben interessierte EndverbraucherInnen die Möglichkeit, beim OPEN DAY die Faszination Modelleisenbahnen und Modellbau in Halle 7A des Nürnberger Messegeländes live zu erleben. Sonderzutritt erhalten Erwachsene sowie Kinder ab sechs Jahren für die Halle 7A, welche am Messesamstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Erstmals ist an diesem Tag den entsprechenden Ausstellern der Verkauf gestattet

Normalerweise ist der Besuch der Spielwarenmesse in der Frankenmetropole ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten. Für Fans des Bereichs Modelleisenbahnen und Modellbau wurde bereits 2023 eine Ausnahme gemacht. Aufgrund der positiven Resonanz folgt 2024 die Fortsetzung des OPEN DAY. Endkunden können die Neuheiten aus dem Bereich Modellbahn und Modellbau entdecken und mit den Firmen direkt in Kontakt treten. Bisher sind bereits fast 100 Unternehmen angemeldet und damit rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Neben den Herstellern Noch, Gebr. Faller, Lemke, Märklin, Schuco DICKIE Spielzeug, Tamiya Carson und Viessmann werden z. B. auch Herpa, Busch, Paul M. Preiser und Glow2B vor Ort sein. Von den teilnehmenden Firmen wird es eine Aktionsfläche geben, auf der verschiedene Neuheiten ausgestellt werden.

Unter www.spielwarenmesse.de/openday sind alle Informationen zum OPEN DAY wie Ticketkauf und Hallenplan zu finden.




Altersgerecht schenken: Digitale Medien unterm Weihnachtsbaum

schauhin

SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht

Smartphone, Tablet, Spielkonsole und Co. – bei vielen Kindern und Jugendlichen stehen digitale Medien ganz oben auf dem Wunschzettel. Der Medienratgeber „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ gibt Erwachsenen Tipps, welche Mediengeschenke für welches Alter geeignet sind und was sie beim Kauf beachten sollten.

Ist das Kind schon bereit für ein eigenes Smartphone, Tablet oder einen eigenen Laptop? „Kinder bis etwa acht Jahre nutzen am besten bereits vorhandene Geräte mit altersgerechten Inhalten – begleitet von ihren Bezugspersonen“, rät Kristin Langer, Mediencoach bei SCHAU HIN!. „Ältere Kinder sind für eigene Geräte bereit, sobald sie genug Erfahrung und Routine besitzen, mit den Gerätefunktionen verantwortungsvoll umzugehen und außerdem wissen, wie sie sich vor Risiken schützen.“ Die Geräte werden von den Erwachsenen vorab sicher eingestellt. Empfehlens­wert sind auch Vereinbarungen zu Bildschirm­zeiten, Datenschutz sowie Nutzungsregeln. „Beim Kauf von Spielen und Apps helfen Alterskenn­zeichen und pädagogische Empfehlungen dabei, altersgerechte Inhalte für das Kind zu finden“, so Langer. „Für EinsteigerInnen ist es besonders wichtig, dass Erwachsene die Angebote gemeinsam mit den Kindern ausprobieren.“

Hörangebote für Drei- bis Sechsjährige

„Hörbücher und -spiele sind für Kinder im Kleinkindalter eine Bereicherung, wenn Erwachsene Empfehlungen von ExpertInnen folgen und die Vorlieben des Kindes berücksichtigen“, sagt Langer. Als Abspielgeräte eignen sich Musikboxen ohne Internetzugang oder audio-digitale Bilderbücher, in denen Kinder mit einem Spezialstift das Anschauen um Geräusche und Töne erweitern. Vorsicht ist aber geboten bei Geräten, die mit Streaming-Diensten wie Spotify verbunden werden und bei Sprachassistenten. Die Beschränkung auf altersgereichte Inhalte ist hier oft nicht oder nur durch zusätzliche Kosten möglich.

Altersgerechte Filme und Apps für Sechs- bis Neunjährige

Für Sechs- bis Neunjährige sind Apps zum spielerischen Lernen und Entdecken sinnvolle Weihnachtsgeschenke. Inhaltlich bieten sich Themen aus dem Alltag der Kinder an wie Schule, Familie, Tiere oder das „Großwerden“. Auch altersgerechte Kinderfilme sowie Video- oder Konsolenspiele, die sich gemeinsam anschauen oder spielen lassen, sind geeignete Geschenkideen.

Sichere Spiele und Geräte ab neun Jahren

Ab circa neun Jahren passen Computer und Spielekonsolen mit altersgerechten Spielen, deaktiviertem Internetzugang und aktivierten Sicherheitseinstellungen. Langer: „Wenn Kinder digitale Medien zunehmend allein nutzen, sind sicher eingerichtete Geräte im Gemeinschaftszimmer eine gute Alternative.“ Online-Nutzung sollten Erwachsene begleiten, so behalten sie den Überblick.

Smartphone und Co. für Kinder mit Surferfahrung ab elf Jahren

Ein eigenes Smartphone empfiehlt sich, wenn Kinder bereits Surferfahrung haben und wesentliche Sicherheitsregeln kennen. „Kinder sind in diesem Alter oftmals bereit für ein eigenes Smartphone – abhängig von ihren Medien­erfah­rungen“, so Langer. Trotzdem brauchen sie noch die Begleitung durch Erwachsene, besonders wenn das Smartphone neu ist und sie seine vielfältigen Möglichkeiten erst erkunden.

Alterskennzeichnung beachten

Wichtig ist, dass Erwachsene die Altersfreigaben beachten, wenn sie Kino- oder Spielegutscheine verschenken oder Filme und Videospiele kaufen. Alterskennzeichnungen vergeben die Freiwillige Selbstkontrolle Filmwirtschaft (FSK) für Filme sowie die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für Videospiele. Gesetzliche Alterskenn­zeichnungen sind jedoch keine pädagogischen Empfehlungen. Inhaltliche Einschätzungen finden Eltern bei flimmo, Kinderfilmwelt, dem Spieleratgeber NRW.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der AOK – Die Gesundheitskasse. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht




Tarifabschluss: „Ganz schnell deutlich mehr Geld in der Haushaltskasse“

GEW sieht in der Einigung mit Arbeitgebern einen guten Kompromiss in einer schwierigen Zeit

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder als „guten Kompromiss in schwieriger Zeit“ bezeichnet. „Die Beschäftigten haben durch die Inflationsprämie ganz schnell deutlich mehr Geld in der Haushaltskasse. Die Reallöhne werden sich während der Vertragslaufzeit stabilisieren. Dabei hat der Abschluss für die Beschäftigten beim Bund und in den Kommunen vom Frühjahr Pate gestanden“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Samstag nach Abschluss der Verhandlungen in Potsdam. „Zudem ist ein Einstieg in eine tarifvertragliche Regelung für die studentischen Beschäftigten gelungen. Dafür mussten die Gewerkschaften dicke Bretter bohren, weil die Arbeitgeber Bezahlung und Arbeitsbedingungen bisher einseitig festgelegt und keinen Veränderungsbedarf gesehen haben. Dieser Schritt ist ein wichtiger Erfolg, der ohne das hohe Engagement der Studierenden nicht möglich gewesen wären.“

Finnern erinnerte daran, dass die Gewerkschaften den Abschluss mit Bund und Kommunen als Messlatte für den Länderabschluss gelegt hatten. „Das Ziel ist erreicht. Die großartigen Streikaktivitäten der Beschäftigten haben dafür den notwendigen Rückenwind gegeben“, betonte Finnern. Sie wies darauf hin, dass viele Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder künftig durch die Anpassung der Stufenlaufzeiten der Gehaltstabelle schneller in höhere Bezahlstufen aufsteigen würden. Allerdings erhielten nur die Angestellten in den Stadtstaaten Zulagen in Höhe von 130 Euro beziehungsweise 180 Euro.

Die Eckpunkte des Abschlusses:

  • Schnellstmöglich: einmalig 1.800 Euro Inflationsprämie, steuer- und abgabenfrei
  • Januar bis Oktober 2024: monatliche Inflationsprämie in Höhe von 120 Euro, steuer- und abgabenfrei
  • Ab 1. November 2024: 200 Euro Sockelbetrag für alle Beschäftigten
  • Ab 1. Februar 2025: 5,5 Prozent Gehaltserhöhung – werden mit diesen beiden Erhöhungsschritten keine 340 Euro erreicht, wird die Gehaltssteigerung zum 1. Februar 2025 auf 340 Euro gesetzt.
  • Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 25 Monate.

Quelle: Pressemitteilung GEW