Digitale Kita: Medienkompetenz, KI und Datenschutz
Digitale Medien gehören längst zum Alltag von Kindern; auch in der Kita. Smartphones, Tablets und Internet prägen die Lebenswelt vieler Familien. Umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig dabei zu begleiten, Medien bewusst, sicher und verantwortungsvoll zu nutzen.
Unsere Weiterbildungen rund um Digitale Kita & Verwaltung unterstützen pädagogische Fachkräfte dabei, digitale Kompetenzen aufzubauen und den digitalen Wandel im Kita-Alltag aktiv mitzugestalten.
Digitale Medien in der Kita – Kinder spielerisch begleiten
Kinder wachsen selbstverständlich mit digitalen Medien auf und brauchen Orientierung. In diesem Seminar lernst Du, wie Du digitale Medien altersgerecht, kreativ und reflektiert im pädagogischen Alltag einsetzen kannst. Du erhältst praktische Ideen, wie Medienkompetenz spielerisch vermittelt und digitale Angebote sinnvoll in Projekte und Alltag integriert werden können.
KI im Bildungswesen: Praxisnaher Einstieg für den pädagogischen Alltag
Künstliche Intelligenz eröffnet auch im pädagogischen Alltag neue Möglichkeiten. In diesem Einsteigerseminar erfährst Du, wie Du ChatGPT praktisch nutzen kannst – zum Beispiel zur Ideenfindung, Planung oder Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben. Der Workshop bietet einen einfachen Einstieg und viele konkrete Beispiele für den Kita-Alltag.
Kinder entdecken digitale Medien neugierig und selbstverständlich. In diesem Seminar lernst Du, wie Du Kinder im bewussten und sicheren Umgang mit Medien stärkst und Chancen sowie Risiken verständlich vermittelst.
Digitale Kommunikation und Dokumentation gehören heute zum Arbeitsalltag vieler Einrichtungen. In diesem Fernkurs erhältst Du einen Überblick über rechtliche Grundlagen, Datenschutz und Datensicherheit und lernst, sensible Daten von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden zuverlässig zu schützen.
Wer mehrere Themen gleichzeitig vertiefen möchte, sollte unser Digitalpaket nicht verpassen. Es bündelt Inhalte zu Digitalen Medien in der Kita, Internetrecht und Social Media und bietet damit einen umfassenden Einstieg in digitale Bildung.
Weitere interessante Kurse, weitere Informationen und Termine findest Du hier.
Zwei Webinare: Spiel stärken und Kinder vor Medien schützen
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Impulse für Kita und Schule: Warum Spiel und Medienkompetenz entscheidend für die Entwicklung von Kindern sind.
Kinder wachsen heute in einer Welt auf, die widersprüchlicher kaum sein könnte: Auf der einen Seite brauchen sie Spiel, Bewegung und echte Erfahrungen, um sich gesund zu entwickeln. Auf der anderen Seite prägen digitale Medien, soziale Netzwerke und künstliche Intelligenz zunehmend ihren Alltag – mit Chancen, aber auch erheblichen Risiken.
Zwei aktuelle Webinare greifen genau diese Spannungsfelder auf – und geben pädagogischen Fachkräften konkrete Orientierung für ihre Arbeit.
Spiel ist keine Nebensache – sondern Grundlage von Bildung
Im ersten Webinar rückt Prof. Dr. Armin Krenz das kindliche Spiel in den Mittelpunkt. Seine zentrale Botschaft: Spielen ist kein Zeitvertreib, sondern die Basis für Lernen, Entwicklung und Persönlichkeitsbildung.
Kinder erschließen sich über das Spiel ihre Welt. Sie entwickeln Neugier, Konzentration, soziale Fähigkeiten und die Grundlagen für schulisches Lernen.
Das Webinar zeigt, warum das Spiel mit seinen vielfältigen Formen wieder stärker in den Fokus der Elementarpädagogik rücken muss – und wie Fachkräfte es gezielt fördern können.
Digitale Welt: Zwischen Faszination und Gefahr
Das zweite Webinar nimmt eine der drängendsten Fragen unserer Zeit in den Blick: Wie wirken soziale Medien, KI und digitale Technologien auf Kinder und Jugendliche?
Referentin Silke Müller zeigt eindrücklich, dass pädagogische Fachkräfte heute mehr denn je gefordert sind, Kinder nicht nur zu begleiten, sondern auch zu schützen.
Der Vortrag beleuchtet Risiken, macht aber zugleich Mut: Es geht darum, Kinder zu stärken, ihnen Orientierung zu geben und die positiven Möglichkeiten digitaler Medien bewusst zu nutzen.
Konkrete Impulse für die pädagogische Praxis
Beide Veranstaltungen richten sich an Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte sowie weitere pädagogische Fachkräfte. Sie verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Impulsen für den Alltag.
Dabei wird deutlich:
Webinar 2: Wir verlieren unsere Kinder – Kindheit und Medienkompetenz 📅 14.04.2026 | 🕘 09:00 – ca. 12:00 Uhr
Kinder brauchen Räume für freies Spiel und echte Erfahrungen
sie brauchen Orientierung im Umgang mit digitalen Medien
und sie brauchen Erwachsene, die beides bewusst gestalten
Webinar 1: Das Spiel der Kinder: Spielen und Lernen sind untrennbar vernetzt 📅 13.04.2026 | 🕘 09:00 – ca. 12:00 Uhr
💶 Teilnahme: 67 € pro Person 🎓 Teilnahmebescheinigung über 4 UE 💻 Durchführung: Online via Zoom
Häufiges Vorlesen stärkt früh den Wortschatz von Kindern
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Neue Auswertungen zeigen: Kinder profitieren langfristig, wenn ihnen im Kleinkindalter regelmäßig vorgelesen wird
Kinder, denen im Alter von drei Jahren täglich vorgelesen wird, verfügen Jahre später über einen deutlich größeren Wortschatz. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Der Effekt ist langfristig messbar: Auch im Alter von sieben Jahren profitieren diese Kinder noch sprachlich von frühen Vorleseerfahrungen.
Damit bestätigt sich, was die Bildungsforschung seit Jahren vermutet: Sprachentwicklung beginnt nicht erst in der Schule – sie entsteht im Alltag, im Gespräch, beim gemeinsamen Anschauen von Bildern und vor allem beim Vorlesen.
Frühe Sprachbildung entsteht im Miteinander
Die Daten machen deutlich, wie entscheidend die Interaktion zwischen Eltern und Kindern ist. Vorlesen ist dabei weit mehr als eine ruhige Beschäftigung: Es schafft Aufmerksamkeit, fördert Verständnis und erweitert den Wortschatz.
Besonders wirksam ist regelmäßiges Vorlesen. Kinder, denen mehrmals täglich vorgelesen wurde, zeigen deutlich bessere sprachliche Kompetenzen als Kinder, die diese Erfahrung seltener machen.
Ein einfacher Impuls mit großer Wirkung
Die Ergebnisse sind eindeutig – und zugleich bemerkenswert alltagsnah: Es braucht keine aufwendigen Förderprogramme, um Kinder sprachlich zu stärken. Gemeinsame Zeit, Bücher und Gespräche reichen oft aus.
Vorlesen wirkt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
Kinder lernen neue Wörter
sie verstehen Zusammenhänge besser
sie entwickeln ein Gefühl für Sprache und Geschichten
sie erleben Nähe und Aufmerksamkeit
Gerade diese Verbindung aus Sprache und Beziehung macht den Unterschied.
Was das für Familien, Kitas und Schulen bedeutet
Für Eltern und pädagogische Fachkräfte ergibt sich daraus eine klare Schlussfolgerung: Vorlesen sollte ein selbstverständlicher Teil des Alltags sein – möglichst früh und möglichst regelmäßig.
Auch Kitas und Grundschulen können hier gezielt ansetzen:
durch feste Vorlesezeiten
durch Zugang zu Büchern
durch gemeinsame Sprach- und Erzählsituationen
Denn Sprachkompetenz ist eine zentrale Grundlage für Bildung – und sie beginnt lange vor dem ersten Schultag.
Hintergrund: Das Nationale Bildungspanel (NEPS)
Die Ergebnisse basieren auf Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), der größten Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland. Sie untersucht Bildungsprozesse von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter und liefert damit eine wichtige Grundlage für Forschung und Bildungspolitik.
Was Kindern Halt gibt: Glaube kann vor Ängsten schützen
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Warum Gemeinschaft, Sinn und Zugehörigkeit die psychische Entwicklung unterstützen können
Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Ängsten – oft leise, oft unbemerkt, aber spürbar im Alltag: Unsicherheit, Rückzug, Überforderung. Die Ursachen werden meist in Leistungsdruck, sozialen Medien oder schulischen Anforderungen gesucht. Doch ein zentraler Zusammenhang wird bislang wenig beachtet: der Verlust von Orientierung, Gemeinschaft und Sinn.
Genau hier setzt eine aktuelle internationale Analyse an – mit einem überraschend klaren Ergebnis: Wo religiöse Bindung in Familien und Gesellschaft abnimmt, steigen Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen deutlich stärker an.
30 Jahre, 70 Länder, ein deutliches Muster
Die Untersuchung wertete Daten aus 70 Ländern über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten aus. Neben Gesundheitsdaten zur Entwicklung von Angststörungen wurden auch gesellschaftliche Werte und Erziehungsziele einbezogen.
Das Muster ist eindeutig: Über alle Kontinente hinweg zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen sinkender Religiosität und zunehmender Angstbelastung bei jungen Menschen.
Wenn Individualität allein nicht trägt
Gleichzeitig haben sich die Vorstellungen von „guter Erziehung“ grundlegend verändert. Während früher Gehorsamkeit und Einordnung eine größere Rolle spielten, stehen heute Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Individualität im Mittelpunkt.
Das ist grundsätzlich sinnvoll – aber nicht ohne Nebenwirkungen.
Denn Kinder wachsen heute häufiger mit der Erwartung auf, ihren eigenen Weg zu finden, sich selbst zu verwirklichen und Entscheidungen früh eigenständig zu treffen. Was dabei oft fehlt, sind stabile Orientierungssysteme, die Halt geben.
Warum Glaube mehr ist als Religion
Religiosität wirkt in diesem Zusammenhang weniger über konkrete Inhalte als über ihre Funktionen: Sie schafft Gemeinschaft. Sie gibt dem Leben Richtung. Sie stiftet Verlässlichkeit im Alltag.
Wo diese Strukturen wegfallen, entstehen Lücken:
Familien erleben weniger verbindliche Rituale
soziale Netzwerke werden fragiler
Zugehörigkeit wird weniger selbstverständlich
Gerade diese Faktoren sind jedoch entscheidend für die psychische Stabilität von Kindern.
Was jetzt wichtiger wird
Die zentrale Botschaft ist dabei nicht, zur Religion zurückzukehren. Vielmehr stellt sich eine andere Frage: Wie können wir das stärken, was Kinder stabil macht?
Die Forschenden sehen hier klare Ansatzpunkte:
gemeinschaftliche Aktivitäten in Gruppen und Vereinen
gelebte soziale Beziehungen im Alltag
verlässliche Strukturen in Familie, Kita und Schule
Gerade pädagogische Einrichtungen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie können Räume schaffen, in denen Kinder sich zugehörig fühlen, sich orientieren können und erleben, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind.
Ein blinder Fleck in der Bildungsdebatte
Die Ergebnisse werfen ein kritisches Licht auf aktuelle Entwicklungen: Eine einseitige Betonung von Individualität und Selbstverantwortung greift zu kurz, wenn sie nicht durch Gemeinschaft, Orientierung und soziale Einbindung ergänzt wird.
Kinder brauchen beides: Freiheit – und Halt.
Und vielleicht liegt genau hier der entscheidende Punkt: Nicht alles, was modern ist, ist automatisch entwicklungsförderlich. Manche Ressourcen, die leise verschwinden, erweisen sich erst im Rückblick als unverzichtbar.
Originalpublikation:
Leonard Konstantin Kulisch, Ana Lorena Domínguez Rojas, Silvia Schneider, Babett Voigt: Global Cultural Change and Anxiety in Children and Adolescents: Analyzing Socialization Goals Over Three Decades in 70 Countries, in: Developmental Science, 2026, DOI: 10.1111/desc.70157, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12968521/
Die Ostergeschichte für Kinder: Von Palmsonntag bis Ostern
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Eine spannende Reise durch die Ostertage – verständlich für Kinder erzählt
Von Palmsonntag bis Ostersonntag
An Ostern denken die Christen an die letzten Tage von Jesus, an seinen Tod und daran, dass er wieder lebendig wurde. Die Geschichte beginnt an Palmsonntag.
Jesus reitet durch Jerusalem
An einem Sonntag ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem. Er kam zum Pascha-Fest. Das ist ein großes Fest, bei dem die Juden feiern, dass Gott sie aus Ägypten befreit hat. Jesus war selbst Jude und wollte mitfeiern.
Viele Menschen in Jerusalem freuten sich, dass Jesus kam. Sie riefen: „Gesegnet sei er, der da kommt im Namen des Herrn!“ Einige legten ihre Kleidung auf den Boden, andere rissen Palmzweige von den Bäumen und legten sie auf den Weg. So wollten sie Jesus ehren. Deshalb heißt dieser Tag Palmsonntag.
Die wichtigen Männer in der Stadt hörten, wie die Menschen jubelten. Sie hatten Angst vor Jesus, weil ihn viele wie einen König feierten. Darum beschlossen sie, ihn zu töten.
Das letzte Abendmahl
Jesus wusste, dass seine Feinde ihn suchten. Deshalb war es ihm wichtig, am Donnerstagabend mit seinen engsten Freunden, den zwölf Aposteln, zusammen zu essen.
Er wusch ihnen die Füße. Damit wollte er zeigen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und einander zu helfen.
Dann nahm er Brot, segnete es, brach es in Stücke und gab es seinen Freunden. Er sagte: „Nehmt und esst alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“
Danach nahm er den Becher mit Wein, segnete ihn und reichte ihn weiter. Er sagte: „Nehmt und trinkt alle daraus. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“
Jesus erzählte seinen Freunden auch, dass ihn einer von ihnen verraten würde. Sie waren sehr traurig und konnten es kaum glauben.
Jesus am Ölberg
Nach dem Essen ging Jesus mit seinen Freunden auf den Ölberg, in einen Garten, der Getsemani heißt. Dort bat er sie zu warten und ging ein Stück weiter, um zu beten.
Als er zurückkam, waren seine Freunde eingeschlafen.
Plötzlich kamen Soldaten. Einer von Jesu Jüngern war bei ihnen: Judas. Er hatte den Soldaten gezeigt, wo sie Jesus finden konnten. Dafür bekam er 30 Silberstücke.
Die Soldaten nahmen Jesus fest.
Jesus bei den Priestern und bei Pilatus
Die Soldaten brachten Jesus zu den mächtigen Priestern. Diese wollten, dass er verurteilt wird. Sie holten Menschen, die Dinge über Jesus erzählten, die nicht stimmten.
Dann brachten sie Jesus zu Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter. Pilatus sprach mit Jesus und sagte: „Ich finde keine Schuld an ihm.“
Aber die Menschen riefen laut, dass Jesus bestraft werden sollte. Sie schrien und wurden immer wütender.
Pilatus wollte Jesus freilassen, doch die Menschen ließen nicht locker. Schließlich ließ er Jesus schlagen, setzte ihm eine Dornenkrone auf und ließ ihn verspotten.
Pilatus hatte Angst vor der Menge. Deshalb ließ er eine Schüssel mit Wasser bringen, wusch seine Hände und sagte: „Ich bin unschuldig an dem, was hier geschieht.“
Er wusste, dass Jesus nichts falsch gemacht hatte. Aber er ließ die Menschen entscheiden.
Jesus am Kreuz
Am Freitagmorgen wurde Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt. Er musste das schwere Kreuz selbst tragen. Weil er so geschwächt war, fiel er immer wieder hin.
Ein Mann, der gerade vom Feld kam, musste ihm helfen, das Kreuz zu tragen.
Auf einem Hügel schlugen die Soldaten Jesus ans Kreuz und stellten es auf.
Doch Jesus sagte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Jesus starb am Kreuz.
Ein Freund von Jesus, der Josef hieß, nahm seinen Körper. Er wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Grab in einer Felsenhöhle. Vor den Eingang wurde ein großer Stein gerollt.
Ostersonntag
Damals war es üblich, Verstorbene mit duftenden Ölen zu salben. Deshalb gingen einige Frauen am Sonntagmorgen zum Grab von Jesus.
Doch als sie ankamen, erschraken sie: Der große Stein war weggerollt, und das Grab war leer.
Zwei Engel standen dort und sagten zu ihnen: „Warum sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden.“
Das Kirchenjahr mit Kindern feiern
Viele lustige und spannende Geschichten in diesem Vorlesebuch erzählen, was Markus, Luise, ihre Eltern und ihr Kater beim Feiern alles erleben. Das Buch erklärt die wichtigsten Feste des Kirchenjahres auf einfache und unterhaltsame Weise – für Kinder gut verständlich.
Mit vielen Bildern, Rezepten und Bastelideen lädt es Kinder zum Mitmachen ein und macht Lust auf gemeinsames Entdecken. Vom Advent bis Ostern begleitet es Familien, Kindergruppen und Gemeinden durch das ganze Jahr.
Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten, Backrezepten und Spielen Broschur, 96 Seiten ISBN: 978-3-944548-90-6 14,95 €
Böse Bücher? Wenn Kinderliteratur zur politischen Streitfrage wird
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Podiumsdiskussion über Zensur, Grenzziehungen und die Macht von Bildern im Kinder- und Jugendbuch
Im Schuljahr 2024/25 wurden in den USA mehr als 6.800 Bücher aus Schulbibliotheken entfernt – häufig mit unklaren Begründungen und unter Berufung auf ein vage formuliertes „Kindeswohl“. Auch in Deutschland zeigen sich ähnliche Entwicklungen: 2025 wurden in Bibliotheken gezielt Bücher mit LGBTQ-Bezug zerstört.
Die Podiumsdiskussion „Böse Bücher? Politiken des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch“ greift diese Entwicklungen auf und stellt zentrale Fragen: Wer entscheidet, was Kinder lesen dürfen? Welche gesellschaftlichen Werte spiegeln sich in solchen Entscheidungen? Und welche Konsequenzen haben Verbote für Autorinnen und Autoren, Verlage und junge Leserinnen und Leser?
Zwischen Schutz und Zensur: Was darf gezeigt werden?
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die politischen und ästhetischen Dimensionen von Buchverboten. Diskutiert wird unter anderem:
Fördern solche Eingriffe Selbstzensur im Literaturbetrieb?
Wie reagiert der Buchmarkt auf zunehmende Einschränkungen?
Welche Rolle spielen visuelle Medien wie Fotografie, die seit den 1970er-Jahren gezielt auch politisch im Kinder- und Jugendbuch eingesetzt werden?
Die Diskussion beleuchtet damit grundlegende „rote Linien“ – also gesellschaftliche Grenzen dessen, was als zeigbar, erzählbar und lesbar gilt.
Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis
Es diskutieren:
Johanna Hähner (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
Die Veranstaltung ist Teil des Jahresthemas „Rote Linien“ (2026/27) des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und steht im Zusammenhang mit der Ausstellung „L is for Look – Fotobücher für Kinder und Jugendliche“ im Museum Folkwang.
Teilnahme und Termin
Datum: 20. Mai 2026 Uhrzeit: ab 18:30 Uhr
Ort:
Online via Zoom: https://uni-due.zoom.us/j/64709481652?pwd=CbB9fK9zb9wPH1ufaiZgRd0XnAljdB.1#success
oder vor Ort im Gartensaal des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
Psychische Belastung steigt bei Schüler*innen wieder deutlich an
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Deutsches Schulbarometer 2026 zeigt wachsenden Druck und soziale Unterschiede
Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt erstmals seit dem Ende der Corona-Pandemie wieder zu. Das zeigt das aktuelle Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung, das auf einer repräsentativen Befragung von Schüler*innen und Eltern basiert.
Ein Viertel der befragten Schüler*innen gibt an, sich stark psychisch belastet zu fühlen. Damit steigt der Anteil nach einem zwischenzeitlichen Rückgang erneut an (2024: 21 Prozent, 2025: 25 Prozent).
Soziale Herkunft beeinflusst psychische Gesundheit deutlich
Die Daten verdeutlichen erhebliche Unterschiede je nach sozialem Hintergrund. Kinder aus einkommensschwachen Familien berichten deutlich häufiger von Belastungen:
31 Prozent fühlen sich stark psychisch belastet
29 Prozent erleben geringes schulisches Wohlbefinden
36 Prozent bewerten ihre Lebensqualität als niedrig
Neben diesen Faktoren spielt auch der schulische Leistungsdruck eine zentrale Rolle. Fast die Hälfte aller Befragten empfindet diesen als hoch und gibt an, regelmäßig auch am Wochenende für die Schule lernen zu müssen.
Schulische Faktoren stehen im engen Zusammenhang mit Belastung
Die Studie zeigt klare Zusammenhänge zwischen schulischen Rahmenbedingungen und dem Wohlbefinden der Schüler*innen. Unterstützende Lehrkräfte, ein positives Klassenklima und Möglichkeiten zur Mitbestimmung wirken sich messbar auf die psychische Gesundheit aus.
Gleichzeitig bleibt die Belastung im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie erhöht und steigt weiter an. Parallel dazu sind viele Schulen weiterhin durch die Folgen der Pandemie sowie durch strukturelle Probleme wie den Lehrkräftemangel stark beansprucht.
Ein weiterer Aspekt ist die gestiegene Sensibilität für psychische Gesundheit: Belastungen werden heute häufiger wahrgenommen und benannt als in früheren Jahren.
Unterricht beeinflusst Wohlbefinden und Lernerfolg
Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Bedeutung des Unterrichts für das schulische Wohlbefinden. Entscheidend sind dabei vor allem:
wertschätzende Rückmeldungen
angemessene, individuell angepasste Anforderungen
effektive Nutzung der Lernzeit
ein respektvolles und unterstützendes Lernklima
Sowohl Überforderung als auch Langeweile wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Unterricht, der diese Faktoren berücksichtigt, steht in Zusammenhang mit besseren Lernleistungen und höherer Zufriedenheit.
Große Diskrepanz bei Mitbestimmung in der Schule
Ein deutliches Spannungsfeld zeigt sich beim Thema Partizipation. Drei Viertel der Schüler*innen wünschen sich mehr Einfluss auf Unterrichtsinhalte oder Prüfungsformate. Gleichzeitig geben rund 80 Prozent an, kaum Mitbestimmungsmöglichkeiten zu haben.
Auch bestehende Beteiligungsstrukturen werden kritisch gesehen: 43 Prozent der Befragten halten die Schülervertretung für wirkungslos.
Frühere Befragungen zeigen eine abweichende Einschätzung auf Seiten der Lehrkräfte: Mehr als die Hälfte bewertet die vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten als ausreichend.
Die Daten belegen einen klaren Zusammenhang: Schüler*innen, die an schulischen Entscheidungen beteiligt sind, berichten über ein höheres Wohlbefinden.
Mobbing bleibt weit verbreitet
Mobbing gehört weiterhin zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen erlebt mindestens einmal im Monat Schikanen durch Mitschüler*innen. Zwischen 4 und 10 Prozent sind sogar wöchentlich oder täglich betroffen.
Besonders häufig trifft es 14-Jährige, von denen 38 Prozent entsprechende Erfahrungen berichten. Dabei tritt Mobbing häufiger im direkten persönlichen Kontakt auf, wird jedoch zunehmend durch digitale Formen ergänzt.
Gleichzeitig zeigt sich ein Fortschritt in der Aufklärung: Vier von fünf Schüler*innen wissen, an wen sie sich im Fall von Mobbing wenden können.
Studiendesign und Hintergrund
Das Deutsche Schulbarometer wird seit 2019 regelmäßig von der Robert Bosch Stiftung durchgeführt. Für die aktuelle Ausgabe wurden zwischen Mai und Juni 2025 insgesamt 1.507 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren sowie jeweils ein Elternteil online befragt. Die Studie entstand in Kooperation mit der Universität Leipzig unter Beteiligung eines interdisziplinären Forschungsteams aus Psychologie, Bildungs- und Kommunikationswissenschaften.
Webinar: Spielen und Lernen sind untrennbar miteinander vernetzt
geschrieben von Redakteur | März 25, 2026
Webinar mit Prof. Dr. Armin Krenz zum Thema: Das Spiel der Kinder
Das kindliche Spiel ist – ebenso wie die Bewegung und das rhythmische Erleben – von ganz entscheidender Bedeutung für den Aufbau einer intrinsisch motivierten Selbstbildungstendenz im Kind. Spiel ist daher keine Spielerei sondern bildet die Grundlage für die Selbst- und Weltendeckung, für die Entstehung von Neugierde (als Voraussetzung für ein Lernen), für den Aufbau einer Konzentrationsfertigkeit, eine Soziabilität und die Stabilisierung einer Schulfähigkeit. In dieser Veranstaltung geht es darum, das Spiel mit seinen 16 Spielformen in den Mittelpunkt der Elementarpädagogik zu rücken, um die hohe Wertigkeit des Spiels im Rahmen einer nachhaltigen Bildungsarbeit herauszustellen.
Termin:
Interaktives Zoom-Webinar am 13.04.2026 von 09:00 – ca. 12:00 Uhr. Weitere Informationen zum Zugang, Ablauf und Organisation erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.
Zielgruppe:
Erzieher*innen, Lehrkräfte, Tagespflegepersonen sowie Fachkräfte aus der Jugendarbeit und weiteren pädagogischen Bereichen Auch als Team-Fortbildung buchbar, Teilnahme dann am besten vor einem Beamer
Referent:
Prof. Dr. Armin Krenz: 1985 – 2015 als Wissenschaftsdozent Zulassung zur heilkundlich, psychologisch- therapeutischen Tätigkeit am Kieler Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik. Europaweit mit Seminaren, Vorträgen und Gastvorlesungen tätig. Ab 2011 zusätzlich eine Honorarprofessur in Bukarest (bis 2015). Ab 2013 auch als Gastdozent am Moskauer „Institut für ethnokulturelle Bildung“ sowie an der psychologischen und pädagogischen Fakultät der Staatlichen Landesuniversität Moskau. Sein Schriftenverzeichnis umfasst neben 30 Fachbüchern rund 800 Buchrezensionen und 600 Beiträge in Fachzeitschriften.
Preis / Teilnehmer
67,00 € Diese Maßnahme ist gemäß § 4 Nr. 21 a) bb) UStG von der Umsatzsteuer befreit. Nach dieser Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnehmerbescheinigung über 4 Stunden (UE)
Anmeldung:
Buchen Sie Ihre Fortbildung direkt und einfach online. www.BB-Ankum.de
Spiel ist kein Luxus – sondern Grundlage
Das Spiel verliert in Kitas zunehmend an Bedeutung – verdrängt durch Förderprogramme, Zeitdruck und steigende Anforderungen. Doch ohne Spiel fehlt Kindern die Basis für Selbstbildung und gesunde Entwicklung. Dieses Buch zeigt fundiert und praxisnah, warum Spiel unverzichtbar ist – und wie eine lebendige Spielpädagogik Kinder ins Zentrum rückt.