Krebsverdächtige Fettschadstoffe in Fischstäbchen entdeckt

fischstabchen

Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat Fischstäbchen getestet

Elf von 19 Produkten sind laut einer Mitteilung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST mit 3-MCPD-Fettsäureestern belastet, die hauptsächlich beim Erhitzen von pflanzlichen Frittierfetten entstehen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft den Fettschadstoff 3-MCPD, der sich während der Verdauung von der entsprechenden Esterverbindung abspaltet, als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein. Bei den „mangelhaften“ Golden Seafood Fischstäbchen von Aldi Süd und den „ungenügenden“ von Eismann kritisiert ÖKO-TEST zusätzlich den Fettschadstoff Glycidol. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich dieser im Tierversuch bereits als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. „Seit unserem letzten Test hat sich in Sachen Schadstoffbelastung nicht viel getan. Die Anbieter müssen aus unserer Sicht schneller und konsequenter ihre Vorgänge optimieren. Lösungen, die Entstehung von Fettschadstoffen zu vermeiden, gibt es schließlich“, sagt Kerstin Scheidecker, ÖKO-TEST-Chefredakteurin. Immerhin: Einige Anbieter melden den Verbraucherschützern, Filtersysteme für das Frittieröl und Optimierungen eingeführt zu haben. 

Im Test bewertet ÖKO-TEST auch die Herkunft des Fisches und die eingesetzten Fangmethoden

Ausgerechnet die zwei Produkte aus dem Bio-Laden von Alnatura und Followfood überzeugen die Verbraucherschützer in puncto nachhaltiger Fischfang am wenigsten. Followfood verschleiert aus Sicht des Meeresbiologen Dr. Rainer Froese vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der ÖKO TEST zum nachhaltigen Fischfang wissenschaftlich beraten hat, sogar den kritischen Einsatz von Grundscherbrettnetzen, indem das Unternehmen keine klaren Angaben auf der Verpackung macht. ÖKO-TEST sieht diese Fangmethode als besonders kritisch, da sie maßgeblich zu einer langanhaltenden Zerstörung der Meeresböden beiträgt.

Testsieger sind sechs Produkte mit dem Gesamturteil „gut“ – darunter auch die beiden günstigen Produkte Ocean Sea Fischstäbchen von Lidl und die Sea Gold Fischstäbchen von Netto.

Vegane Fischstäbchen im Test: Pflanzenbasiert ist nicht automatisch gesund

Immerhin stecken in den veganen Fischstäbchen seltener Fettschadstoffe als im tierischen Original. In der Summe kann ÖKO-TEST trotzdem nur zwei Produkte mit „gut“ empfehlen. Die Fischstäbchen von Iglo und von der Kaufland-Eigenmarke.

Im Test: zwölf vegane Stäbchen auf Basis von Weizen, Soja, Reis oder Gemüse. ÖKO-TEST kritisiertvor allem zugesetzte (natürliche) Aromen, enthaltene Fettschadstoffe und Keime sowie Mineralölbestandteile. Zwei „gute“ Produkte sind zu empfehlen. Grundsätzlich gilt aber: Egal ob Fisch oder Pflanzen – panierte frittierte Stäbchen sind bestimmt nicht die gesündeste Variante. Weitere Informationen und den aktuellen Test finden Sie in der September Ausgabe des ÖKO-TEST Magazins und unter: www.oekotest.de

Quelle: Pressemitteilung OKÖ-TEST




Begegnungen mit der Natur – im Äußeren das Innere entdecken

Prof. Ferdinand Klein erläutert am Beispiel der „Bienenzucht“ die Begleitung von Naturphänomenen

Die intensive Begleitung von Naturphänomenen im Jahreslauf ist eine sinnvolle und spannende Aufgabe für Kinder aller Altersstufen. Die Beteiligung der Kinder an dem Lauf der Jahreszeiten vermittelt, ohne zum Event zu werden, Kontinuität und bietet Notwendigkeiten, die aus sich selbst entstehen. Ein besonderes Beispiel ist hier die Betreuung von Bienen. Der Umgang (Können) mit ihnen erfordert ein hohes Maß an Verantwortung (Einstellung), Aufmerksamkeit, Wissen und am Ende auch Mut.

Pastellzeichnung von Loes Botman aus dem Buch von den Waldtieren

Zum Beispiel Bienen

Bienen erfahren in der öffentlichen medialen Diskussion aktuell in hohem Maß Aufmerksamkeit. Sie sind aber auch ein beliebtes Motiv in vielen Büchern und Geschichten für die Kleinsten. Ihr Honig ist sehr beliebt und von Frühjahr bis Herbst sind sie in den Gärten zu beobachten. Bienen sind also ein passendes Thema für Groß und Klein, mit der Chance auf echte Erlebnisse.
Im Folgenden wird der Ablauf eines solchen Projekts geschildert. Eine Abhandlung zur Imkerei bieten die Ausführungen nicht. Vielmehr wird auf pädagogische Handlungsmöglichkeiten und ihre Inszenierung, im Zusammenhang mit der Haltung von Bienen eingegangen. Die Abhandlung gliedert sich in einen knappen Teil mit Hinweisen zur Vorbereitung, ausführliche Ideen zur pädagogischen Arbeit und einen perspektivischen Ausblick mit möglichen Anknüpfungspunkten.

Vorbereitung zur Bienenzucht

Bevor Bienen beherbergt werden können, sind einige Grundsatzfragen wie ihre Haltung (konventionell, ökologisch, wesensgerecht) mit weitreichenden Folgen für das weitere Vorgehen zu klären. Das sind Aufgaben, die im Wesentlichen der Institution und ihren Mitarbeitern obliegen. Es empfiehlt sich, die Expertise erfahrener Imker einzuholen, um diese Entscheidungen zu treffen. Auch der Besuch eines Kurses zur Imkerei ist ratsam. Und es darf nicht vergessen werden, zuvor mit möglicherweise ängstlichen Anwohnern der unmittelbaren Umgebung zu sprechen. Sie werden viel positives Feedback erhalten, wenn alle eingebunden sind. Zu bedenken ist auch das Verteilen der Aufgaben auf mehrere Schultern. Die Akteure werden sich naturgemäß von Zeit zu Zeit ändern. Insofern ist es gut, wenn mehrere interessierte Menschen im Thema sind.


cover-waldtiere

@font-face { panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic- mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536870145 1107305727 0 0 415 0;}@font-face { panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic- mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-536859905 -1073732485 9 0 511 0;}p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-unhide:no; mso-style-qformat:yes; mso-style-parent:""; margin:0cm; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; mso-ascii- mso-ascii-theme- mso-fareast- mso-fareast-theme- mso-hansi- mso-hansi-theme- mso-bidi- mso-bidi-theme- mso-font-kerning:1.0pt; mso-ligatures:standardcontextual; mso-fareast-language:EN-US;}.MsoChpDefault {mso-style-type:export-only; mso-default-props:yes; mso-ascii- mso-ascii-theme- mso-fareast- mso-fareast-theme- mso-hansi- mso-hansi-theme- mso-bidi- mso-bidi-theme- mso-fareast-language:EN-US;}div.WordSection1 {page:WordSection1

Von den Waldtieren

Auf den vielen Seiten dieses großen Buches findet ihr faszinierende, ausdrucksstarke und besonders liebevolle Pastellzeichnungen, die den Charakter der Waldtiere einzufangen scheinen. Die Farbkompositionen zeigen uns die Natur viel eindrücklicher als es Fotos jemals könnten. Beim Betrachten und Nachdenken über diese wilden Tiere, können wir viel mehr über sie erfahren als beim Lesen einer einfachen Beschreibung. Die Texte in diesem Buch sind kleine Geschichten, die uns einen Einblick in Unbekanntes und Ungewohntes bieten wollen.

Hardcover, 64 Seiten, zahlreiche ausdrucksstarke Pastellzeichnungen
ISBN: 978-3-96304-042-9
25 €


Ideen zur pädagogischen Arbeit

In der Vorbereitung wird das Bienenhaus (Bienenbeute) besprochen. Es kann mit den Kindern gebaut werden und ist der erste mögliche gemeinsame Schritt. Mit ihrer Beteiligung an der Planung, dem konkreten Bau, dem Aufstellen und dem abschließenden Einzug der Bienen ergibt sich ein ereignisreicher Prozess mit einem klaren Ziel. Diesen Prozess von Anfang bis Ende wahrzunehmen, sich selbst und seine Fähigkeiten in ihm zu erproben und das fertige Produkt mit offenem Ergebnis (es ist schließlich nicht sicher, ob die Bienen auch wirklich einziehen) zu bestaunen, ist für die Kinder ein wahrhaftiges Erlebnis. Ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung wird nachhaltig gefördert. Das selbstgebaute Bienenhaus ist sicher ein beliebter Anlaufpunkt auf dem Gelände für eine lange Zeit.

Die wohl spannendste Aufgabe für die Kinder ist die Annäherung an die Biene selbst. Die Beobachtung im An- und Abflug, die Inspektion der Waben, das Entnehmen des Honigs, das Umsiedeln von Völkern und vieles mehr schafft die unmittelbare Begegnung zwischen Biene und Mensch. Neben verschiedenen Kenntnissen über die jeweilige Arbeit ist vor allem ein ruhiger und zielgerichteter Umgang mit den Bienen erforderlich. Für viele ist es eine wirkliche Mutprobe, sich den kleinen Tieren unmittelbar zu nähern.

Beobachtungen und Experimente

Auf kognitiver Ebene bieten sich allerlei Lerngebiete, die durch Beobachtungen und Experimente erschlossen werden können und die sich eng mit praktischem Tun verbinden. Die Arbeitsteilung der Bienenvölker ist bemerkenswert und hat Anschluss an das Erleben der Kinder. Der „Tanz“ der Arbeiterinnen, die die Richtung und Entfernung zu nektarreichen Pflanzen anzeigt, ist ebenfalls ein Lerngebiet. Die verschiedenen Tätigkeiten wie etwa die Fütterung und Honigentnahme sind ebenso nicht ausschließlich praktischer Natur.

Handwerkliches Geschick ist beim Bau der Beute (Bienenstock) gefragt. Nicht nur die tatkräftigeren Kinder finden hier sinnvolle Aufgaben, die ihr Tagewerk sichtbar machen. Es sind auch praktische Anschlüsse wie beispielsweise der Umgang mit Maßen und Mengen im Zusammenhang mit den Bautätigkeiten möglich.

Die Begegnung von Kindern mit Schafen

Tiergestützte Pädagogik ist, wie auch das geschilderte Bienenprojekt zeigt, in vielen Zusammenhängen anzutreffen. Sie entspringt therapeutischen Beobachtungen. Tiere werden vermehrt in der Arbeit mit Kindern als Co-Therapeuten eingesetzt. Besonders Schulen haben nicht selten sogenannte Therapiehunde oder pflegen das Therapeutische Reiten (Voltigieren). Weniger beachtet ist die Begegnung von Kindern mit Schafen. Ein Produkt der Schafe ist allen, insbesondere den Kindern, meist wohlbekannt: ihre Wolle.

In der Begegnung mit Tieren entsteht grundsätzlich die Möglichkeit, Sozialverhalten und Verantwortung lernen zu können und gleichzeitig erste Schritte in Richtung einer ökologischen Bildung zu machen. Die wachsende Zahl der Naturkindergärten belegt die hohe Nachfrage nach dieser Art von Angeboten.
Warum Schafe?

Schafe sind eher zurückhaltende und genügsame Tiere. Abgesehen von dominanten Böcken sind sie als Herdentiere gut zu führen. Wenn sie mit der Flasche aufgezogen sind, zeigen sie sich häufig sehr zutraulich und interessiert. Ihre Haltung ist wenig aufwändig. Und es können Rohstoffe, ähnlich der Bienenhaltung, gewonnen werden, die im Tagesablauf des Kindergartens vielfältige Verwendung finden können. Schafe sind den meisten Kindern aus Büchern bekannt und recht häufig auf Bauernhöfen oder in der Landschaftspflege anzutreffen.

klein

Diesen Text haben wir folgendem Buch entnommen:

Prof. Dr. Ferdinand Klein
Waldorfpädagogik in Krippe und Kita
Einblick in eine ganzheitliche Praxis, die jedem Kind seinen individuellen Lebensweg ermöglicht
208 Seiten, zahlreiche vierfarbige Abbildungen
ISBN: 978-3-96304-610-0
25 €




hörbert – die Musikbox aus Holz für Kinder

hoerbert_kind_im_zelt

hörbert ist ein robustes Wiedergabe- und Aufnahmegerät für Musik und Sprache – ideal für Inklusion und Sprachentwicklung und zur Unterstützung von Nachhaltigkeitszielen.

hörbert ist nicht nur eine gewöhnliche Musikbox – er ist ein pädagogisches Spielzeug, das speziell für Kinder entwickelt wurde. Intuitiv zu bedienen, kindersicher und nachhaltig aus Holz bietet hörbert eine breite Auswahl an Liedern, Hörproben und Geschichten auf der mitgelieferten Gratis-Speicherkarte. hörbert kommt spielfertig an: zur sofortigen Inbetriebnahme ohne WLAN.

hörbert im Einsatz in Kita und Krippe

Die Gratwanderung, trotz Zeit- und Personalmangel qualitative pädagogische Arbeit zu leisten, ist leider der Alltag für viele Fachkräfte. Wenn zudem Inklusion, Nachhaltigkeit und sensorisches Erleben einen Stellenwert besitzen, reichen Tablets und Apps nicht aus.

hörbert bedient alle Bereiche, die mit Sprache oder Musik zu tun haben. Er kann Fachkräfte in ihrer Arbeit entlasten und neue Freiräume schaffen, weil er bereits von ganz kleinen Kindern ab ca. einem Jahr selbstständig bedient werden kann und ein großes Repertoire ohne das Wechseln von Medien bereitstellt. Seinen Strom bezieht hörbert aus 4 Akkus (oder Batterien), die in Sekunden gewechselt werden können, wenn sie leer sind. Falls Internet-Funktionalität gewünscht ist, können sogar Webradio-Sender oder Podcasts, z.B. mit MINT-Themen hinterlegt werden, die sich automatisch aktualisieren, und den Fachkräften das Hantieren mit Medien ersparen.

hoerbert

hörbert besteht aus Holz und Edelstahl und wiegt 1kg. Seine Tasten sind gut fühlbar und bedienbar. Für besondere Anforderungen im Sinne der Inklusion sind Modelle mit weniger und größeren Tasten, sowie Geräte mit Verbindungsmöglichkeit für externe Bedienhilfen in Planung.

Funktionsweise:

hörbert speichert viele Stunden Musik und Hörspiele auf einer Speicherkarte, sicher versteckt in seinem Inneren. Hinter 9 bunten Knöpfen liegen thematisch geordnet jeweils mehrere Musikstücke und Geschichten in 9 Playlists. Die Kinder können selbstständig durch mehrmaliges Drücken der Knöpfe in der jeweiligen Playlist weiterblättern.
Die Speicherkarte kann selbst immer wieder mit neuen Inhalten bespielt werden. Mit dem eingebauten Mikrofon können eigene Sprachaufnahmen gemacht werden. Dank hörberts Aufnahmefunktionen können auch Bluetooth-Streams vom Handy oder Inhalte vom Internet-Radio gleichzeitig aufgezeichnet werden, so dass sie anschließend von hörberts Speicherkarte auch offline gehört werden können.

Wir verlosen einen hörbert Musikspieler. Weitere informationen finden Sie auf www.hoerbert.com

Die Verlosung ist beendet




BGW startet Fotowettbewerb „Mensch – Arbeit – Zukunft 2024“

BGW_fotowettbewerb

Pädagogische Arbeit im Fokus

Die Bewerbungsphase für den Fotowettbewerb „Mensch – Arbeit – Zukunft 2024“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) läuft seit 1. August. Gesucht werden Fotoarbeiten zum Thema „Pädagogische Arbeit“. Es gibt Preisgelder von insgesamt 26.600 Euro zu gewinnen.

Thema: Arbeitsbedingungen in der pädagogischen Arbeit

Mit ihren Fotowettbewerben macht die BGW seit 2017 auf gesellschaftlich besonders relevante Themen aufmerksam, in den bisherigen Wettbewerben standen Inklusion und Pflege im Mittelpunkt. In der jetzt startenden Wettbewerbsrunde geht es um ein ganz neues Thema: Pädagogische Arbeit. Im Fokus stehen Fachkräfte in Kindertagesstätten und Krippen. Sie arbeiten in entscheidender Funktion an der Zukunft unserer Gesellschaft – passend dazu lautet der Name des Wettbewerbs „Mensch – Arbeit – Zukunft“.

Die BGW lädt Fotoschaffende ein, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb soll pädagogische Arbeit aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen und den Wert eines wirksamen Arbeitsschutzes in den Kindertagesstätten deutlich machen. Neben positiven Beispielen für gesundes Arbeiten in der Kita können die Fotoarbeiten auch Hindernisse aufzeigen, Beeinträchtigungen in der pädagogischen Arbeit zum Ausdruck bringen und zum Nachdenken anregen.

Teilnahmeschluss am 15. November 2023

Pro Person kann wahlweise ein Einzelfoto oder eine bis zu fünf Motive umfassende Fotostrecke eingereicht werden. Ausgelobt sind Preisgelder von insgesamt 26.600 Euro. Die Gewinnermotive werden der breiten Öffentlichkeit zudem in einem Katalog und einer bundesweiten Ausstellungstour vorgestellt. Am Wettbewerb teilnehmen können Fotografinnen und Fotografen ab 18 Jahren. Teilnahmeschluss ist der 15. November 2023. Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen gibt es auf www.bgw-online.de/fotowettbewerb.




Fast die Hälfte aller Abiturienten will Influencer oder Creator werden

Generation Abitur denkt über Karriere als Creator nach, Eltern skeptisch

Die Creator Economy boomt und stellt die Berufswünsche junger Menschen auf den Kopf. Über 40 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland können sich eine Karriere als Creator vorstellen. Doch die Eltern zeigen sich zurückhaltend: 60 Prozent der Eltern haben Bedenken und kaum Kenntnis darüber, was ein Creator ist und wie man seinen Lebensunterhalt als Creator verdient. Das ergab eine von der PFH Private Hochschule Göttingen durchgeführte Umfrage.

„Hilfe, mein Kind will als Influencer auf Instagram, TikTok oder Youtube Karriere machen? Dabei ist dieser Berufswunsch laut unserer Umfrage inzwischen kein Exot mehr. Knapp 43 Prozent der von uns befragten Abiturientinnen und Abiturienten können sich vorstellen, selbst als Creator tätig zu werden“, sagt Prof. Dr. Julian Voss, Professor für Allgemeine BWL an der PFH Göttingen. „Die Umfrage hat allerdings auch gezeigt, welche Vorbehalte Eltern immer noch haben“, so Voss weiter. Laut Angaben der befragten Abiturientinnen und Abiturienten wissen 70 Prozent der Eltern nichts von den Berufsplänen ihrer Kinder im Bereich der Creator Economy. Von denjenigen, die die Wünsche ihrer Kinder kennen, waren über 60 Prozent skeptisch: Knapp ein Drittel der Eltern äußerten gegenüber ihren Kindern Bedenken hinsichtlich dieses Berufswunsches. Ein Viertel gaben an, nicht genau zu verstehen, was ein Creator ist und wie eine erfolgreiche Karriere in diesem Bereich aussieht.

Hohe Bedeutung im Alltag: Abiturient:innen „influenced“

„Die Bedenken der Eltern gegenüber den Berufswünschen ihrer Kinder stehen in einem starken Gegensatz zu der Bedeutung, die die Creator Economy inzwischen wirtschaftlich hat“, sagt Voss. „Der geschätzte Umsatz der Branche beträgt weltweit rund 90 Milliarden Dollar und ist weiter auf dem Vormarsch. Einige der führenden Content Creator im Netz sind heute weit mehr als nur Influencer, die im Rahmen einer Kooperation Produkte Dritter in die Kamera halten. Sondern sie sind selbst zu Gründern, Unternehmerinnen und Markeninhabern mit eigenen Produktkonzepten avanciert“, so Voss weiter.

Die Bedeutung der Creator Economy für den Alltag junger Menschen spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider. „Fast 90 Prozent der von uns befragten Abiturient:innen sind mit dem Begriff „Creator“ vertraut. 40 Prozent haben bereits selbst Produkte von Creatoren über Social Media Plattformen erworben“, erläutert Vanessa Rockendorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der PFH, die gemeinsam mit Prof. Dr. Julian Voss die Studie durchgeführt hat. „70 Prozent der befragten 17 bis 24jährigen gaben an, dass sie sich von Influencer:innen schon zu einem Kauf haben verleiten lassen. Wobei die Bereiche Beauty, Fashion, Fitness und Food die beliebtesten Kategorien sind“, sagt Rockendorf.

Formale Ausbildung hat nach wie vor hohen Stellenwert

Die Befragung ergab, dass eine formale Ausbildung immer noch einen hohen Stellenwert hat. „Über 40 Prozent der befragten Abiturientinnen und Abiturienten wollen nach Beendigung der Schule ein Studium aufnehmen. Lediglich drei Prozent der Befragten gaben an, direkt nach dem Abitur eine Karriere als Influencer oder Creator anzustreben“, sagt Rockendorf. Von den Eltern der Befragten, die sich eine Karriere in der Creator Economy vorstellen können, sehen 20 Prozent als Voraussetzung für die Verwirklichung des Berufswunsches ihres Kindes ein Studium oder eine Ausbildung in diesem Bereich.

„Als Antwort auf die Bedenken und um gleichzeitig jungen Talenten die Möglichkeit zu bieten, ihre Kreativität auf professionelle Weise zu entfalten, haben wir einen neuen, bundesweit einzigartigen Studiengang entwickelt“, sagt Prof. Dr. Julian Voss. Mit dem neuen Bachelor-Studiengang „Digital Marketing & Sales for Creator Economy“, der zum Wintersemester 2023/24 an der PFH Göttingen startet, sind Absolventinnen und Absolventen fachlich breit aufgestellt und können in verschiedenen Feldern tätig werden: als selbstständige Content Creator oder Creator Manager in kreativen Agenturen, im digitalen Projektmanagement oder als Digital Sales Specialist in globalen Konzernen.

„Dabei geht unser neuer Studiengang weit über bereits existierende Social Media-Management Studiengänge hinaus. Im Bachelorstudium vermitteln wir den Studierenden grundlegende Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre und der Unternehmensführung und ermöglichen so eine grundständige betriebswirtschaftliche Ausbildung mit einem Fokus auf die neuesten Trends und Technologien für die Wirtschaft“, sagt Prof. Dr. Voss. Hier finden Interessierte weitere Informationen und Beratung zum Studiengang Digital Marketing & Sales for Creator Economy (www.pfh.de/creator).

Über die Umfrage

Befragt wurden im Mai 2023 insgesamt 640 Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland im Alter zwischen 17 und 24 Jahren. Die Befragung wurde mittels eines standardisierten Online-Fragebogens durchgeführt und fand vom 12.05.2023 bis zum 16.05.2023 statt. Die Stichprobe erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität.

Weitere Informationen:

Informationen und Beratung zum Studiengang Digital Marketing & Sales for Creator Economy: www.pfh.de/creator

Quelle: Pressemitteilung PFH Private Hochschule Göttingen




„FDP stellt sich gegen Konsens in Wissenschaft und Gesellschaft“

Mehr als 60 Organisationen fordern von FDP-Parteispitze umfassende Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel für Kinder

Mehr als 60 Organisationen appellieren an FDP-Parteichef Christian Lindner, die von Bundesernährungsminister Cem Özdemir geplanten Werbeschranken für Lebensmittel mit einem hohen Zucker-, Fett- oder Salzgehalt zu unterstützen. Mit „großer Sorge“ blicke man auf die ablehnenden Äußerungen von Parteivertreter:innen der FDP zu den Plänen für Kinderschutz, heißt es in dem offenen Brief an die Parteispitze, den zahlreiche Verbände, wie medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, Kinderrechtsorganisationen, Eltern- und Pädagogikverbände, Verbraucherschutz- und Ernährungsorganisationen sowie Ärzteverbände und Krankenkassen unterzeichnet haben. Umfassende Werbeschranken für unausgewogene Lebensmittel seien ein wichtiges Instrument zur Förderung einer gesunden Ernährung bei Kindern, mahnt das Bündnis. Mit ihrer Blockadehaltung stelle sich die FDP gegen den einhelligen Konsens in der Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

„Blockadehaltung der FDP beim Kinderschutz“

„Die Blockadehaltung der FDP beim Kinderschutz wirft kein gutes Licht auf die Partei und steht im Widerspruch zum liberalen Leitbild der Chancengerechtigkeit“, erklärt Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). „Möglichst allen Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und ernährungsbedingte Krankheiten zu verhindern, muss im ureigenen Interesse einer Wirtschaftspartei liegen. Werbeschranken für Ungesundes könnten einen Beitrag dafür leisten, wenn die FDP nicht länger auf der Bremse steht“, fordert Bitzer.

Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel weder Freiheitsbeschneidung noch Bevormundung

Anders als FDP-Vertreter:innen es darstellten, seien Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel weder eine Beschneidung der persönlichen Freiheit noch staatliche Bevormundung. Vielmehr beeinflusse Werbung für unausgewogene Produkte „nachweislich die Präferenzen, das Kaufverhalten und das Essverhalten von Kindern in negativer Weise“, schreiben die Organisationen in dem offenen Brief. „Wenn Kinder und Jugendliche – in Folge einer Regulierung – weniger Werbung für ungesunde Lebensmittel ausgesetzt werden, stärkt das die souveräne und freie Entscheidung der Familien über die Ernährungsweise ihrer Kinder“, so das Bündnis. Die FDP-geführten Ministerien blockieren seit Monaten das im Koalitionsvertrag vereinbarte Gesetzesvorhaben von Bundesernährungsminister Cem Özdemir in der Ressortabstimmung. Führende FDP-Vertreter:innen machen zudem öffentlich Stimmung gegen die Pläne.

Kinder haben ein Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit

„Deutschland hat mit der UN-Kinderrechtskonvention das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit anerkannt – es ist an der Zeit, auch im Bereich der Lebensmittelwerbung danach zu handeln. Die Ampel-Koalition sollte Kinder umfassend vor schädlichen werblichen Einflüssen schützen. Das ist keine Frage der Eigenverantwortung, Kinder sind schließlich keine kleinen Erwachsenen“, ergänzt Oliver Huizinga, Politischer Geschäftsführer der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG).  

Özdemir bereits eingekickt?

Mit ihrer Blockade hätten die Liberalen dem Ernährungsminister bereits Zugeständnisse abringen können: Eigentlich habe Özdemir geplant, die Werbung für unausgewogene Lebensmittel im TV und Hörfunk tagsüber zwischen 6 und 23 Uhr grundsätzlich zu untersagen. Auf Druck der FDP beschränke sich die Regelung nun wochentags nur noch auf die Abendstunden, wenn besonders viele Kinder Medien nutzen. Auch für Plakatwerbung solle es nun lediglich eine 100-Meter-Bannmeile um Kitas und Schulen, nicht aber um Spielplätze und Freizeiteinrichtungen geben. Die FDP wolle jedoch auch den Kompromissvorschlag Özdemirs nicht unterstützen.

„Eine umfassende Regulierung von Werbung für Ungesundes ist überfällig“

„Ein Großteil der Verbraucher:innen befürwortet umfangreiche Regelungen zum Schutz der Kinder. Eine umfassende Regulierung von Werbung für Ungesundes ist überfällig, die Zeit der wirkungslosen freiwilligen Selbstverpflichtungen ist vorbei. Gesunde Ernährungsumgebungen sind ein wichtiger Beitrag zum Kinderschutz. Dafür muss die Koalition den Weg freimachen“, sagt Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Uni Hamburg: 92 Prozent der Werbung, die Kinder sehen, vermarktet ungesunde Lebensmittel

Laut einer Studie der Universität Hamburg sehen mediennutzende Kinder zwischen drei und 13 Jahren pro Tag im Schnitt 15 Werbespots für ungesunde Lebensmittel. 92 Prozent der gesamten Werbung, die Kinder wahrnehmen, vermarktet ungesunde Lebensmittel wie Fast Food, Snacks oder Süßigkeiten. Allein die Süßwarenindustrie in Deutschland hat 2022 knapp eine Milliarde Euro für Werbung ausgegeben. Um Fehlernährung bei Kindern zu bekämpfen, empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erst kürzlich, Junkfood-Werbung gesetzlich einzuschränken. Der WHO zufolge müssen Werbeschranken verbindlich sein, Kinder aller Altersgruppen schützen und auf konkreten Grenzwerten für Zucker, Fett und Salz basieren. Die Beschränkungen sollten die Exposition von Kindern gegenüber Werbung für Ungesundes verringern und dürften nicht allein im Umfeld von Kindersendungen greifen. 

Kinder sehen nicht nur Kindersendungen

„Kinder leben nicht in einer Blase. Etwa jede Dritte der bei Kindern unter 14 Jahren beliebtesten Sendungen ist keine klassische Kindersendung, sondern ein Familienfilm, eine Castingshow oder eine Sportübertragung. Gerade in der abendlichen Primetime überschüttet die Lebensmittelindustrie Kinder mit Junkfood-Werbung – genau hier müssen die Werbeschranken greifen, sonst ist nichts gewonnen“, ergänzt Luise Molling von foodwatch.

Doppelt so viel Süßigkeiten, halb so viel Obst wie empfohlen

Kinder essen mehr als doppelt so viel Süßigkeiten, aber nur halb so viel Obst und Gemüse wie empfohlen. Den letzten repräsentativen Messungen zufolge sind etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Übergewicht und sechs Prozent sogar von starkem Übergewicht (Adipositas) betroffen. Ihnen drohen im späteren Leben Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Jeder siebte Todesfall in Deutschland ist laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf ungesunde Ernährung zurückzuführen.

Den offenen Brief an die FDP-Parteispitze unterzeichneten:

  • AOK-Bundesverband
  • Aktion gegen den Hunger
  • Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) der DAG
  • Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO)
  • Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung (BLUE 21)
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  • Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunale Kinderinteressenvertretungen (BAG Kinderinteressen)
  • Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi)
  • Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt)
  • Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd)
  • Bundeszahnärztekammer (BZÄK)
  • D•A•CH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG)
  • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
  • Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
  • Deutsche Diabetes Stiftung (DDS)
  • Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe)
  • Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi)
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)
  • Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
  • Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh)
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
  • Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
  • Deutsche Krebshilfe
  • Deutsche Liga für das Kind
  • Deutsche Umwelthilfe (DUH)
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
  • Deutsches Kinderhilfswerk (DKHW)
  • Deutsches Netzwerk Schulverpflegung (DNSV)
  • Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF)
  • Deutscher Frauenring (DFR)
  • diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
  • Die Freien Bäcker
  • FIAN Deutschland
  • foodwatch Deutschland
  • Forum Ökologie & Papier
  • Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE)
  • Institut für Urban Public Health, Universitätsklinikum Essen
  • Institut für Welternährung
  • Internationaler Bund (IB)
  • Jugend der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG-Jugend)
  • Katholische Erziehergemeinschaft (KEG) Deutschlands
  • Kompetenznetz Adipositas
  • National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN – Kinderrechtskonvention
  • PAN International – Physicians Association for Nutrition
  • Sarah Wiener Stiftung
  • Slow Food Deutschland
  • Spielmobile – Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen kulturellen Projekte
  • Stiftung Bildung
  • Stiftung Kindergesundheit
  • Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD)
  • Verband der Diätassistenten (VDD)
  • Verband Wohneigentum (VWE)
  • VerbraucherService Bundesverband im Katholischen Deutschen Frauenbund
  • Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
  • WWF Deutschland
  • Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention – ZEP, Krankenhaus Barmherzige Brüder München

Quellen und weiterführende Informationen:

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft




Mit Landwirten und dem Bildungskoffer Schule machen

bildungskoffer

Mit dem Bildungskoffer ins neue Schuljahr

Zum Start ins neue Schuljahr erweitert die Initiative „Landwirtschaft macht Schule“ ihr Bildungsangebot. Landwirtinnen und Landwirten, die über ihre Arbeit im Schulunterricht berichten, stehen jetzt modulare Bildungskoffer mit Materialien zu vier Themenbereichen zur Verfügung: Getreide, Landtechnik, Nutzpflanzen und Nutztierhaltung. Mit diesen Unterrichtsmaterialien lassen sich Schülerinnen und Schülern weite Bereiche der Landwirtschaft anschaulich darstellen. Und das von Lehrkräften verfolgte handlungsorientierte Lernen nach den Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umsetzen.

Deutschlandweit gibt es eine große Vielfalt an landwirtschaftlichen Bildungsinitiativen, die Kinder und Jugendlichen den Zugang zur Arbeits- und Lebenswelt in der Agrarlandschaft erschließen. Die i.m.a-Initiative „Landwirtschaft macht Schule“ dient dabei als zentrale Anlaufstelle. Sie motiviert Landwirtinnen und Landwirte in die Klassenzimmer zu gehen, um dort als authentische Botschafter ihrer Branche an der Seite von Lehrkräften Einblicke in die Arbeit auf den Feldern und in den Ställen zu geben. Für diese von der i.m.a-Initiative honorierte Bildungsarbeit qualifiziert sie die Praktiker, damit diese gut vorbereitet den Schulunterricht durch ihr Expertenwissen bereichern können.

Praktisches Anschauungsmaterial zur Landwirtschaft

Mit dem neuen vierteiligen Modulkoffer gibt es nun neben theoretischem Lehr- und Lern- auch praktisches Anschauungsmaterial. Anhand von Miniatur-Modellen können z.B. die Funktionen von Traktoren und anderen landtechnischen Maschinen verständlich nachvollzogen werden. Im Getreide-Modul des Bildungskoffers gibt es neben einer Getreidemühle auch eine Haferquetsche. Mit ihr werden Haferflocken erzeugt, wie sie in nahezu jedem Müsli enthalten sind. So lassen sich in Klassenzimmern auch fernab von Bauernhöfen oder Lebensmittelfabriken Beziehungen zur Lebensrealität junger Menschen herstellen. Leitfäden und Videos ergänzen das Bildungsmaterial.

Der neue Modulkoffer mit seinen vier Elementen funktioniert wie eine Werkzeugkiste. Es können alle oder immer nur die Module mitgenommen werden, deren Themenbereiche im Schulunterricht behandelt werden. Darüber stimmen sich die Landwirte mit den Lehrkräften ab. Immer geht es darum, dass die Praktiker vom Hof aus ihrem Arbeitsalltag und über ihren Betriebszweig berichten. Darum empfiehlt die Initiative „Landwirtschaft macht Schule“, dass die Inhalte des Bildungskoffers durch spezifische Geräte oder Erzeugnisse vom eigenen landwirtschaftlichen Betrieb ergänzt werden.

Die Bildungskoffer werden den Landwirten durch die regionalen Bauernverbände zur Verfügung gestellt. Das Interesse daran ist groß. Nahezu alle Landesbauernverbände und viele Kreisverbände haben bereits ihr Interesse bekundet und Koffer geordert.

Für Schulen ist der Besuch eines Landwirts oder einer Landwirtin im Unterricht kostenlos. Sie können sich registrieren und suchen sich eine Landwirtin oder einen Landwirt in Ihrer Nähe aus der Karte heraus.

Mehr Informationen dazu, insbesondere auch zu den Inhalten der i.m.a-Modulkoffer, gibt es auf www.landwirtschaftmachtschule.de.

Quelle: Pressemitteilung: i.m.a – information.medien.agrar e.V.




Passivrauchen erhöht Blei im Blut von Kindern

Rund 2000 Jugendliche untersucht – bei schwerer Belastung sind die Werte um 29 Prozent höher

Das Passivrauchen lässt die Bleiwerte im Blut von Kindern und Jugendlichen ansteigen, wie eine Studie der Texas A&M University School of Public Health zeigt. Forschungsleiter Alexander Obeng hat mit seinem Team die Bleiwerte von 2.815 Kindern und Heranwachsenden zwischen sechs und 19 Jahren analysiert. Dafür wurden zwei Zyklen der „National Health and Nutrition Examination Survey“ ausgewertet, und zwar für die Zeiträume 2015 bis 2016 und 2017 bis 2018. Die Kotinin-Werte dienen dabei als Indikator für eine Belastung mit Tabakrauch.

Kotinin-Werte im Zentrum

Die Forscher haben die Teilnehmer mittels ihrer Kotinin-Werte im Blut und dem Alter in Gruppen von sechs bis zehn Jahren, elf bis 15 Jahren und 16 bis 19 Jahren sowie niedrigen, mittleren und hohen Kotinin-Werten unterteilt. Zusätzlich wurden Daten zu Alter, Geschlecht, Ethnie sowie dem Bildungsniveau im Haushalt und dem Auftreten von Fettleibigkeit gesammelt. Die Blei-Werte im Blut korrelieren folglich mit den Kotinin-Werten.

Die Blei-Werte waren bei Teilnehmern der Gruppe mit einer mittleren Belastung um 18 Prozent höher. Bei den Teilnehmern mit einer schweren Belastung erhöhten sich diese Werte auf 29 Prozent. Zudem hat sich gezeigt, dass männliche und nicht-hispanische schwarze Personen über höhere Blei-Werte verfügen als der Durchschnitt. Hingegen haben hispanische Teilnehmer die geringsten durchschnittlichen Blei-Werte im Blut.

Jüngere besonders betroffen

Die Kohorte der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren hat zudem über den höchsten Anteil an Teilnehmern verfügt, deren Bleiwerte im Blut über dem Median lagen. Bei den Gruppen mit älteren Kindern nahm dieser Trend wieder ab. Verantwortlich dafür könnten bei den jüngeren Kindern Unterschiede im Verhalten sein wie zum Beispiel, dass sie häufiger die Hände oder andere Objekte im Mund haben oder dass diese Altersgruppe dazu neigt, mehr Blei in den Körper aufzunehmen als Heranwachsende und Erwachsene.

Zusätzlich zeigt die Analyse, dass fettleibige Kinder und Jugendliche über deutlich geringere Blei-Werte verfügen. Die in „BMC Public Health“ veröffentlichten Forschungsergebnisse liefern wissenschaftliche Belege dafür, dass Passivrauchen ein Ursprung für die Belastung mit Blei bei Kindern und Jugendlichen sein dürfte.

Moritz Bergmann/pressetext Redaktion