didacta 2026 Köln: spielen und lernen live erleben

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Recht auf Kindheit, starke Impulse und prominente Gäste in Halle 8.1

Gemeinsam mit unseren Schwesterverlagen und Vertriebspartner*innen setzen wir uns auf der didacta 2026 in Köln vom 10. bis 14.3. für das Recht auf Kindheit und eine Pädagogik mit Herz und Verstand ein. Sie finden uns in Halle 8.1, Stand F 015.

Gerade in einer Zeit, in der Kinder immer früher unter Leistungsdruck geraten, ihr Recht auf freies Spiel – und damit auf Selbstbildung – zunehmend eingeschränkt wird und Bildschirmmedien bereits in Krippe und Kindergarten Einzug halten, möchten wir ein deutliches Zeichen setzen: für eine Bildung, die Kinder stärkt statt sie zu überfordern.

Ein Stand zum Ankommen

Wir laden Sie herzlich ein, uns zu besuchen.

Damit Sie sich bei uns wohlfühlen, haben wir unseren Stand wie ein gemütliches Zimmer gestaltet. Regale, Theken, Tisch und Stühle aus massivem Naturholz schaffen eine warme Atmosphäre und laden zum Verweilen, Stöbern und Austausch ein. Sechs große Riesenluftballons weisen Ihnen schon von Weitem den Weg.

Freuen Sie sich außerdem auf kleine Überraschungen, ein Gewinnspiel sowie ein inspirierendes Programm – sowohl an unserem Stand als auch auf der Stiftungsfläche in Halle 8, Stand D 044.

Wer Sie bei uns erwartet

Neben der Redaktion von spielen und lernen begrüßen wir zahlreiche Persönlichkeiten aus Bildung, Erziehung und Kunst:

Prof. Dr. Armin Krenz
Der renommierte Sozialpädagoge und Begründer des Situationsorientierten Ansatzes ist von Dienstag, 10.03., bis Donnerstag, 12.03.2026, am Stand. Er steht für Gespräche zur Verfügung und signiert seine aktuellen Bücher.

Tina Rau
Erzieherin und bekannte Buchautorin ist während der gesamten Messe präsent. Ihre Bücher „Kennt ihr Blauland“, „Angst?“ und „Wir suchen die Liebe“ erscheinen künftig bei Oberstebrink – erste Exemplare finden Sie exklusiv bei uns am Stand. Auch sie signiert gerne.

Loes Botman
Die niederländische Pastellkünstlerin besucht uns am 12. und 13.03. Sie stellt ihre eindrucksvollen Naturbücher vor, berichtet von ihrer künstlerischen Arbeit und signiert.

Frieder Knauss
Theaterpädagoge, Mediator und zertifizierter Kinderschutzbeauftragter ist am Samstag, 14.03., vor Ort. Er bietet zwei kostenfreie Workshops zum Thema „Dein selbstsicheres Kind“ an (11 und 13 Uhr) und stellt sein neues Buch vor.

Tobias Meyer & Michael Uhrmeier
Die beiden Schweizer Lehrkräfte präsentieren während der gesamten Messezeit ihre Projekte Miralearn und MiraSpark – visualisierte Lernwege und projektbasiertes Lernen mit KI-Begleitung.

Sandra Zinndorf
Die Entwicklerin des „Reisenden Klassenzimmers“ verbindet fundiertes Unterrichtsmaterial mit der Kraft von Geschichten und Abenteuern – und stellt ihr Konzept ebenfalls die gesamte Messezeit vor.

Unser Angebot am Stand

Entdecken Sie bei uns:

  • Pädagogische Fachbücher von Burckhardthaus
  • Bilderbücher von spielen und lernen und Oberstebrink
  • Sachbücher zum Thema ADS von Opti Mind
  • Elternratgeber aus der Oberstebrink Elternbibliothek
  • Materialien von Miralearn, MiraSpark und dem Reisenden Klassenzimmer
  • Informationen zum neuen Bausteine Kita Magazin
  • Impulse unseres Möbelpartners möbelum

Veranstaltungs-Highlights


Workshop: „Dein SelbstSicheres Kind“ – 14. März 2026, 11:00 und 13:00 Uhr

Am Samstag, 14. März 2026 (11:00 bis 12.00 und 13:00 bis 14.00 Uhr) zeigt Frieder Knauss in zwei Workshops an unserem Stand (Halle 8.1 F 015) auf der didacta, wie Kinder Selbstsicherheit entwickeln.

Mit dem SelbstSicherheitsDreieck (Selbstbewusstsein, Selbstwert, Selbstwirksamkeit) und der SelbstSicherheitsAmpel (Prävention, Selbstbehauptung, Selbstverteidigung) vermittelt er konkrete, alltagstaugliche Impulse – vom klaren „Stopp“-Sagen bis zu einfachen Schutztechniken.

Praxisnah, kompakt und mit Zeit für Fragen.

Frieder Knauss

Hier finden Sie das Buch von Frieder Knauss: Dein SelbstSicheres Kind. Wie Sie die Entwicklung von Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein praktisch unterstützen. ISBN 9783963040733. Oberstebrink


Lesekino „Kennt ihr Blauland?“ – 10. März 2026, 12:00–12:30 Uhr

Ort: Stiftungsfläche, Halle 8, Stand D 044

Mit Tina Rau und Musiker Martin Hermann.
Eine atmosphärische Verbindung aus Sprache, projizierten Bildern und Musik. Das Bilderbuch „Kennt ihr Blauland?“ zählt seit 1988 zu den Klassikern – und ist heute aktueller denn je. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch.

Hier finden Sie die Bücher von Tina Rau bei Oberstebink

Vortrag von Prof. Dr. Armin Krenz – 10. März 2026, 14:00–15:00 Uhr

„Kinder haben ein RECHT auf ihre Kindheit – Ein Plädoyer für eine kind(heits)orientierte Elementarpädagogik

Krenz zeigt auf, wie sehr Kindheit heute durch Fremdbestimmung, Zeitdruck und getaktete Programme gefährdet sein kann – und was Elementarpädagogik leisten muss, um Kinder in ihrer Entwicklung wirklich zu stärken.

Workshop: „Lernen sichtbar machen: In 30 Minuten zur ersten Lernlandkarte“
11. März 2026, 11:00 Uhr und 14. März 2026, 10:00 Uhr, Dauer: 30 Minuten

Kinder arbeiten individuell, aber wie behältst du den Überblick? Tobias Meyer zeigt live, wie er mit Lernlandkarten ein einfaches Werkzeug entwickelt hat, das beides verbindet: Kinder erleben ihren Lernweg als Abenteuer und Lehrpersonen sehen auf einen Blick, wer Begleitung braucht. Er baut vor Ort eine Karte von Grund auf und zeigt, wie Kinder mit farbigen Kristallen ihre eigene Arbeit einschätzen. Zum Mitnehmen: Eine konkrete Idee für den eigenen Unterricht.

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Tobias Meyer war zehn Jahre Primarlehrer in der Schweiz. Die Lernlandkarten hat er in seinem eigenen Klassenzimmer erfunden, weil er ein Werkzeug brauchte, das Kindern Freiheit gibt und ihm trotzdem zeigt, wo er gebraucht wird. Heute unterstützt er mit Miralearn Schulen im ganzen deutschsprachigen Raum.

Workshop Entdeckendes Lernen – Eintauchen in die Unterwasserwelt des Indischen Ozeans
11. März 2026, 13:00 Uhr und 12. März 2026, 10:00 Uhr, Dauer: 20 Minuten

Wie gelingt es, Neugier zu wecken und nachhaltige Lernprozesse anzustoßen? In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in die faszinierende Unterwasserwelt des Indischen Ozeans ein und erleben, wie entdeckendes Lernen Kinder neugierig arbeiten lässt und ihnen ermöglicht, Zusammenhänge zu erschließen. Anhand eines praxisnahen Beispiels wird gezeigt, wie der Lebensraum Meer und seine Bewohner:innen erkundet, Lernschritte sichtbar gemacht und Kompetenzen aufgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen Staunen, eigenständiges Arbeiten und die Freude am Wissen. Der Workshop bietet konkrete Impulse für Unterricht und Projektarbeit.

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Sandra Zinndorf arbeitet seit 20 Jahren als Primarlehrerin in der Schweiz und kennt den Schulalltag aus gelebter Praxis. Mit dem Wunsch, Lernen noch ganzheitlicher zu gestalten, absolvierte sie eine Ausbildung zur Lehrmittelautorin und erarbeitet seither Projekte vom ersten Ideenfunken bis zur fertigen Illustration. Ihre Arbeit verbindet didaktische Klarheit mit erzählerischer Kraft und ästhetischem Anspruch.

didacta 2026: Impulse für Kita, Schule und Bildungspraxis

Die didacta ist der zentrale Treffpunkt für alle, die Bildung gestalten. Gerade in der Frühpädagogik braucht es Räume für Austausch, Orientierung und neue Ideen.

spielen und lernen ist mittendrin – mit Büchern, Materialien, Begegnungen und starken Impulsen für Ihre Praxis.

Besuchen Sie uns in Halle 8.1, Stand F 015.
Entdecken Sie neue Perspektiven, kommen Sie mit uns ins Gespräch – und holen Sie sich Ihr kleines Geschenk als Leser*in von spielen und lernen ab.

Weitere Informationen zur Messe finden Sie unter:
https://www.didacta-koeln.de/




Recyclingideen aus Pappe und Verpackungen

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Kreativ basteln mit Pappe: Ideen, Tipps & Inspiration für Kinder

Pappe ist Alltagsmaterial und Alleskönner in einem. Und billig noch dazu. Eine echt kreative Art des Recyclings und eine unendliche Spielwiese für kleine Bastler mit großen Ideen.

Papperlapapp – Wunderbare Welten aus Wegwerfmaterial

Suchen Sie doch mal im Branchenverzeichnis einen Betrieb, der Verpackungen herstellt. Dort fallen jeden Tag Unmengen an Wellpappe an, die bei der Kartonproduktion übrig bleiben und entsorgt werden. Dort gibt man Ihnen sicher gerne etwas ab. Und schon haben Sie einen Fundus von allerbestem Bastelmaterial – einlagig oder mehrlagig, in kleineren Verschnitten oder als große Platten. Wenn das nicht klappt: Verpackungen von Mitnahmemöbeln, Waschmaschinen etc. sammeln, wann immer etwas anfällt (Legen Sie Vorräte an: Sammeln dauert lange, Verbrauchen geht schneller!).

Wellpappe und Heißkleber

Das Dreamteam schlechthin – die etwas grobe Pappe braucht einen starken Kleber, der sie in Form hält, da sie mit der Schere nicht so glatt und ordentlich geschnitten werden kann wie Papier. Macht aber nichts, gerade durch das spröde Material tritt die Versuchung zu allzu detailverliebter Fummelei rasch in den Hintergrund und legt Kapazitäten für schnelle und kühne Entwürfe frei. Und die ohne große Umwege erreichbare hohe Stabilität von Objekten aus Pappe führt zu unmittelbaren Erfolgserlebnissen und macht Mut zu weiteren Experimenten. Für Heißkleber gilt: Grundsätzlich nur mit kindergeeigneten Geräten arbeiten, da sie die Verbrennungsgefahr deutlich reduzieren!

Ich kenne meine Pappenheimer

Wellpappe ist vielseitig: man kann sie gut zu zweidimensionalen Bildern, als Halbrelief oder zum 3-D-Objekt verarbeiten. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, Schichtungen und Farbschattierungen von grau bis braun. Oft lassen sich die glatten Lagen gut von den Wellenlagen trennen, um so zusätzliche Strukturen für die Gestaltung freizulegen. Dünne Pappen lassen sich gut auch mit Kinderscheren schneiden, für dickere Teile und bei kleineren Kindern sollte man als Betreuer eine Schneideunterlage und ein Cuttermesser mit einem Schneidelineal oder ersatzweise einer geraden Holzleiste bereithalten, um die gewünschten Maße besser zuschneiden zu können. Spielbrett mit Ereignistunneln Spielhaus mit Etagenrutsche Spieltisch mit Muster Ein richtiges Haus braucht ein spitzes Dach.

Wer baut was?

Mädchen und Jungen sind unterschiedlich, keine Frage. Das zeigt sich auch oft beim Basteln, wenn ihnen freie Hand gelassen wird, was sie wie gestalten wollen. Ob diese deutlich verschiedenen Arten nun angeboren oder anerzogen oder eine Mischung aus beidem sind, ist hier nicht das Thema. Aber die Herangehensweisen und Ergebnisse zu beobachten, wertfrei zu reektieren und zu beschreiben, kann für alle Beteiligten sehr spannend sein und durchaus neue Perspektiven erönen.

Bei den Häusern ist es oft ganz deutlich: Die Jungen konstruieren von außen her, wagen sich an komplizierte Bauten, die aber meistens leer bleiben. Die Mädchen sind mit einem einfachen Aufbau zufrieden und kümmern sich dafür liebevoll um die Innenausstattung. Jungen arbeiten meistens alleine, Mädchen gerne im Team. Abgesehen von allen individuellen Besonderheiten kann ein reger Austausch über diese verschiedenen Arbeitsweisen und Projektideen grundsätzlich immer dazu dienen, Horizonte zu erweitern, das eigene Tun wahrzunehmen und für neue Anregungen zu önen. Und selbstverständlich auch dazu, allzu eingeeischte Rollenklischees zu benennen und zu überwinden.

pappe

Genies und Pappkameraden

Es gibt im kreativen Prozess immer Solisten und Mitläufer, Genies und Pappkameraden und alle Zwischenstufen. Das ist vollkommen in Ordnung und kann individuell auch wechseln. Mal orientiert man sich an Vorbildern oder Anleitungen, mal hat man selbst eine zündende Idee oder tastet sich einfach Schritt für Schritt vorwärts, ohne vielleicht bereits einen klaren Plan zu haben. Alle Wege führen garantiert zu irgendeinem Ziel.

Und das muss ja nicht unbedingt ein tolles Bastelobjekt sein. Es kann genauso gut ein Erkenntnisgewinn sein, wie man mit bestimmten Materialien umgeht, was wie lange dauert, was funktioniert und was nicht, was eher ausbaufähig oder eher begrenzt ist oder was einfach mehr Spaß macht. Wenn die Vorgaben gering bleiben, erweitert dies den Spielraum für eigene Entdeckungen. Dabei muss nicht auf Tipps und Anregungen verzichtet werden und auch das gegenseitige Einbeziehen und Vergleichen unterschiedlicher Lösungen und Ideen ist immer gut, anregend und hilfreich. Einzige Bedingung: Alles kann, aber nichts muss. Bei ergebnisoenen Projekten hat die Vision der Betreuungspersonen stets dezent zurückzustehen hinter den individuellen Versuchen und Erfahrungen der Kinder, denn es geht um deren Entfaltungsräume und nicht um irgendeinen Ausstellungsfundus. Auch wenn nichts übrig bleibt, war´s das wert.


Im Zugzwang

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Manchmal steht man unter Dampf

Unter Druck stehen, Dampf ablassen, Gas geben – alles Redewendungen aus der guten alten Zeit der Dampfmaschinen und Synonyme für Stress und Anspannung. Bleiben wir also im Bild: Manchmal fehlt einfach die Zeit, um der Kreativität in aller Ruhe ihren ungestörten Lauf zu lassen. Zum Beispiel wie hier, als während der Ferienspiele zum Thema Technik im Wandel der Zeit kaum Zeit blieb für längere Aktivitäten. Workshopangebote umfassen Vor- und Nachmittags etwa je 2 Stunden, der Rest ist Freispiel, Essens- und Erholungszeit und Stuhlkreis. Damit ist höchste Konzentration und besonders aufmerksames Arbeiten angesagt. Aber wenn das Thema fesselnd genug ist, haben die Kinder Alles ist gut vorbereitet und durchgeplant. Das genauer Ablaufplan was wann gemacht wird. und in Echtzeit mitbasteln und dabei geduldig immer wieder im Detail erklären und bei kleineren Problemen hilfreich zur Seite stehen. Auch wenn die Loks hier schließlich alle vom selben Bautyp sind, fallen sie doch immernoch ziemlich individuell aus.


Diesen Beitrag und die Bilder haben wir folgendem Buch entnommen:

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Kinderkunst und Kreativität

Praxis und Philosophie. Fantasie und Selbstbewusstsein fördern. Kunst mit Kindern: mehr als malen und basteln! Kreativbuch für Schule, Hort, Workshops und Kunstwerkstatt.
Hardcover, 21 x 29,7 cm (DIN A 4), 198 Seiten, durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-910295-01-8
25 €




Den Frühling mit Kindern erleben

Kreative Bastelideen und praktische Tipps

Wenn die langen Wintermonate zu Ende gehen, das Schmelzwasser langsam im Boden verschwindet und sich die Matschebenen allmählich wieder in festes Land ver­wandeln, dann stellt sich auch bald dieses wunderbare Gefühl ein, das man nur im Frühling erleben kann: Mit aller Kraft will etwas in Körper und Seele wachsen, ausbrechen. Diese Sehnsucht, diese Freude an der Welt wird besonders im Frühling erlebt. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen ist es plötzlich wieder voll in den Parks, Gartenanlagen und Spielplätzen. Überall sieht man freundliche, offene und lachende Gesichter, eine Wohltat nach all den dunklen Wintermonaten. Die Kraft, die der Frühling mit sich bringt, kann Berge versetzen. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen! So lassen sich gut neue Schritte wagen und jeder Schritt bedeutet Bewegung, Aufbruch.

Arche Noah

Genau diese Stimmung greift die Erzählung der Arche Noah auf. Was für ein fantastisches Bild muss das gewesen sein, als all die Tiere nach der großen Flut die Arche verließen, um sich an Land eine neue Heimat zu suchen.

Die Farben dieses Aufbruchs festzuhalten, die Freude über die Vielfalt der Tiergestalten selbst zum Ausdruck zu bringen, kann zu einer wunderschönen Gestaltungsaufgabe führen: Je­der kann sein eigenes Tierpaar entwerfen und herstellen. Das klingt viel komplizierter, als es ist. Denn bei dieser Aufgabe braucht sich keiner daran zu halten, dass Giraffen einen langen Hals, Schweine einen Ringelschwanz und Elefanten einen Rüs­sel haben müssen. Jeder kann die Tiere nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten: Kühe mit Giraffenhälsen sehen lustig aus, hellblaue Elefanten mit Riesenohren erinnern an Dumbo, den fliegenden Elefanten, Pferde mit langer Mähne und einem Horn lassen das Einhorn wieder lebendig werden. Fantasie ha­ben die Kinder genug. Wenn sie dann noch bunte Stoffe ver­wenden, wird das Ergebnis eine farbenprächtige Sammlung von Fabelwesen sein.

Material: jede Menge kunterbunte Stoffreste, Stecknadeln, Scheren (wenn vorhanden eine Stoffschere), Pappe, Papier­scheren, Bleistifte und Radiergummis, Kohlepapier, Nähgarn und Nadeln, Kleber, Füllwatte, Filzstifte und Zwirn

Jedes Kind entwirft sein Fantasietier.

Dabei soll ganz viel aus­probiert werden. Es empfiehlt sich also, einen dicken Radier­gummi danebenzulegen, denn wer weiß schon vorher, ob das känguruähnliche Wesen mit dem Beutel auf dem Rücken tatsächlich so bleiben soll oder ob der Beutel nicht doch bes­ser auf dem Kopf getragen wird. Der Fischvogel mit den Rückenflossen will vielleicht doch keine Flügel haben, also weg damit. Am Anfang werden die Wesen vielleicht noch „echten“ Tieren ähneln, aber schon bald wird die Fantasie be­flügelt, und es entstehen immer fantasievollere Fabeltiere.

Wenn die Kinder mit ihren Entwürfen fertig sind, werden diese mit Kohlepapier auf die (nicht zu dicke) Pappe übertragen und ausgeschnitten. Die so entstandenen Schablonen jetzt auf dem ausgewählten Stoff platzieren, der vorher doppelt gelegt wurde. Die Umrisse der Schablone mit einem Stift auf die oberste Stofflage übertragen. Damit die untere Lage beim Ausschneiden nicht verrutscht, wird nach dem Entfernen der Pappe der Stoff mit Stecknadeln zusammengeheftet und die Umrisse mit einer Stoffschere ausgeschnitten.

Je nach Geschicklichkeit des Kindes werden die beiden Teile am Rand entlang entweder zusammengeklebt oder zusam­mengenäht. Ein kleines Stück bleibt offen, denn dort kann die Füllwatte hineingestopft werden. Nicht zu viel Watte verwen­den, der Körper soll sich zwar runden, sollte aber nicht unbe­dingt hart und fest sein. Dann gelingt es auch besser, das letzte Stückchen zusammenzunähen. Es kann auch geklebt werden, nur meistens kleben dabei eher die Finger als die ­Stoffhälften zusammen. Jetzt braucht das Tier noch Augen, Nase und ­Oh­ren, die mit den Filzstiften aufgemalt werden. Fertig ist das Wundertier.
Wenn alle Tiere mit einem Zwirnsfaden untereinandergehängt werden, entsteht ein wunderchöner farbenprächtiger Wandbehang.

Unsinn im Sinn

Der Frühling löst bei vielen Kindern ein Gefühl aus, das Eltern gern mit „Übermut“ oder „dir juckt das Fell“ beschreiben. Ge­meint ist dieses herrliche Kribbeln im Bauch, das sich im gan­zen Körper ausbreitet und zu den verrücktesten Ideen anregt. Diese kreative Kraft löst ein Glücksgefühl aus, das nur der verstehen kann, der es kennt.

Aber diejenigen, die es nicht wagen, verrückt zu sein, weil sie „zu gut erzogen sind“, können trotzdem versuchen, sich diesem Zustand aus sicherer Entfernung anzunähern. Zum Bei­spiel mit folgender Gestaltungsidee: Es geht um die Umset­zung eines Spruchs, den ich einmal in einer Zeitschrift gelesen habe: „Man merkte es ihnen kaum an, aber sie hatten nur Unsinn auf dem Kopf!“

Jeder malt auf einem Blatt eine ganz normale Menschenge­stalt, nur der Kopf sollte etwas ungewöhnlich aussehen. Was könnte denn dieser brave Junge auf dem Kopf tragen, et­wa einen Fisch? Und diese dicke Marktfrau, was schleppt sie denn auf ihrem Haupt, einen großen Bottich, aus dem ein Kro­kodil herausguckt? Oder diese Dame da, die wie eine Lehrerin aussieht, was schmückt denn ihren Kopf? Springt da etwa ein kleines Vögelchen heraus? Ach, da ist ja auch das Nest mit den Kleinen! Es ist gut versteckt im Dutt der Dame. Und der dicke Mann mit dem Schwabbelbauch, was flattert ihm da um die Ohren? Ah, eine Schar zarter Schmetterlinge! Der Mann hat doch tatsächlich einen Busch auf dem Kopf. Je län­ger die Kinder malen, desto verrücktere Sachen werden ihnen einfallen, darauf kann man sich verlassen.

Material: Papier und Farbstifte

Kopf hoch, es geht weiter

Der erste Schritt ist getan, jetzt tasten wir uns noch weiter vor. Denn jetzt werden Haarspray, Strähnchenfärber, Stielkämme, Haarklips, Klämmerchen und Umhänge herausgeholt, und es geht den Kindern selbst an den Schopf. Wer traut sich, seinen Kopf hinzuhalten und sich gestalten zu lassen? Da hat wohl jemand schon etwas von den alten Ägyptern gehört, die ihr Haupt ja auch geschmückt haben. Die Göttin Isis trug den Thron als Zeichen ihrer Königinnenwürde auf dem Kopf.

Und was hat Jenny auf dem Kopf? Der Flechtstuhl aus der Puppenstube macht sich ganz reizend auf ihrer Kappe – Isis wäre blass vor Neid geworden. Andere Kinder haben sich Plastiktiere ins Haar gebunden, einer hat den Schopf voller Trolle in unterschiedlichen Größen, das sieht ja lustig aus. Das Haar wurde antoupiert und stark mit Haarlack besprüht. Dazu ist es noch mit Strähnchenfärber blau angemalt worden. Und in diesem malerischen Gewusel finden die Trol­le wunderbaren Halt. Das Kunstwerk ist ja nicht für die Ewig­keit gedacht.

Material: Haarspray, Strähnchenfärber, Stielkämme, ­Haarklips, Klämmerchen, Umhänge, kleine Plastikfiguren

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Frühling, Sommer und viel mehr
Die Jahreszeiten mit Kindern erleben
Maya Hasenbeck
Burckhardthaus-Laetare
3 bis 6 Jahre, 96 Seiten
ISBN: 9783944548135
14,95 €
Mehr dazu auf www.oberstebrink.de




Ausgezeichnet von spiel gut: Hula Hoops

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Hula Hoop Reifen im Kindergarten – vielseitiges Bewegungsmaterial für Kinder

Hula Hoop Reifen bzw. Kunststoff Reifen sind ein vielseitiges Spiel- und Bewegungsmaterial. Klassisch ist das Kreisen lassen um den Körper, was für kleinere Kinder noch etwas schwierig ist. Hierbei ist auch die richtige Größe wichtig: der Reifen sollte im Stand vom Boden aus bis ca. zum Bauchnabel bzw. bis zu Hüfte reichen. Mit viel Übung kann man den Reifen um verschiedene Körperteile schwingen. Vor der Hula Hoop Bewegung war Reifen treiben die meistbekannte Spielart, die heute kaum jemand macht. Neben dem Treiben und Rollen lassen, kann man auch durch die Reifen hindurch springen, sie als Ziel für Wurfspiele nutzen und wie in Institutionen oft eingesetzt: Reifen in unterschiedlicher Größe in eine Bewegungsbaustelle integrieren. Die Reifen von Gonge gibt es in unterschiedlichen Größen, sie sind aus stabilem Kunststoff hergestellt und bruchsicher.

Material: Nylon. Jeweils drei Reifen in den Größen 1,4 cm x ø 35 cm oder ø 50 cm oder ø 65 cm.

Die Hula Hoops haben aufgrund des guten Materials, ihrer Stabilität und Farbgebung eine spiel gut Auszeichnung verdient.

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Hula Hoops
Preis: ca. 50.- €
Alter: 2 – 8 Jahre
Marke: Gonge 
Hersteller: GONGE Creative Learning ApS




CREATIVA 2026: Exklusive Gruppenangebote & Inspiration für Kitas

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Die CREATIVA 2026 findet vom 25. bis 29. März 2026 in Dortmund statt

Sie bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten.  Hier sind die Highlights und Angebote, die speziell für den Kita-Bereich im Rahmenprogramm der CREATIVA 2026 geplant sind:

  • Workshop Area „THE PINK SPOT“ & Bastelzirkus: Diese Bereiche bieten spezifische Mitmach-Aktionen, die sich gut für kreative Projekte in Kitas eignen.
  • Kreativität & Nachhaltigkeit: Die „Sustainable City“ wird als wichtiges, zukunftsweisendes Angebot hervorgehoben, das neue Impulse für umweltbewusstes Basteln und Gestalten in Einrichtungen liefert.
  • Fokus auf DIY & Kreativtechniken: Neben den Kita-spezifischen Angeboten finden sich zahlreiche Workshops zu DIY-Techniken, die als Anregung für Gruppenaktivitäten dienen können.
  • Netzwerktreffen & Inspiration: Die Messe dient als Treffpunkt, um neue Materialien, Trends und Ideen für die pädagogische Praxis zu entdecken. 

Wichtige Infos:

  • Termin: 25. – 29. März 2026.
  • Ort: Messe Dortmund.

Es wird empfohlen, das detaillierte Workshop-Programm auf der offiziellen CREATIVA-Website zu prüfen, da die Bastelzirkus-Inhalte speziell auf kindgerechte Anwendungen ausgelegt sind. 

Weitere Informationen auf www.messe-creativa.de




Kresse im Ei ziehen: Einfache Bastelidee für Kinder

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In einem ausgelöffelten Ei kann frische Kresse wachsen

Kinder möchten mit ihrer Arbeit Dinge herstellen, die sie behalten oder verschenken können. Diese Bastelaktion ist recht einfach durchzuführen und in angemessener Zeit, abzuschließen.

  • Damit die Eier besser stehen, aus Pappstreifen Becher basteln oder ein Stück Eierkarton zurechtschneiden oder reißen.
  • Damit die Eier bunter und lustiger aussehen, die Eier bemalen, zum Beispiel mit Filzstiften lustige Gesichter auf die Eier malen.
  • Watte in das Ei hineinlegen und mit den Kressesamen bedecken.
  • Die Watte immer feucht halten, bis die Samen keimen.

Solange die Kresse trocken ist, wächst sie nicht und ist lange haltbar. Nach dem Gießen dauert es einige Tage bis sie keimt und essbar ist.

Material:

  • ein ausgelöffeltes Ei,
  • ein Teelöffel Kressesamen,
  • etwas Watte,
  • Farben

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Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Kleckern, Klecksen, Kleben
Künstlerische Aktivitäten in der Kindergruppe

Sander, Manon
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548197
176 Seiten, 7,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de




Ausgezeichnet von spiel gut: Mini-Schubkarre

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Mini-Schubkarre von Winther – kippsicher für kleine Kinder

Schubkarren in der klassischen Form sind für jüngere Kinder schwer zu händeln. Das Fahrzeug anheben, schieben und gleichzeitig die Ladung ausbalancieren, schaffen sie noch nicht. Die Mini-Schubkarre von Winther ist anders konstruiert. Sie hat vorne zwei Räder, so dass kleine Kinder die verschiedenen Ladungen kippsicher transportieren können. Die praktisch geformten, verstärkten Abstellfüße geben der Schubkarre zusätzlich Standfestigkeit. So kann die Ladung leichter ein- und ausgeladen werden. Das Auskippen geht bei der Karre aber nur über den vorderen Rand. Das Lenken der Schubkarre ist Übungssache, wobei die Schubkarre so ansprechend ist, dass sich die Kleinen der Herausforderung gerne stellen. Die Mini-Schubkarre ist auch für Institutionen empfehlenswert.

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Material: Stahlrohr, Handgriffe und Reifen TPE, Felgen PP, verstärkte Ladefläche. Wannenhöhe 30 cm, Länge 81 cm, Gewicht 5,5 cm.

Die Mini-Schubkarre wurde wegen ihrer besonderen Form und Konstruktion mit spiel gut ausgezeichnet. Und weil sie sehr stabil und langlebig ist.  

  • Mini-Schubkarre
  • Preis: ca. 98.- €
  • Alter: Ab 2 Jahren
  • Marke:  Jakobs
  • Hersteller: Winther



Pink Noise im Kinderzimmer? Studie warnt vor Risiken

kind schläft

Warum Dauerrauschen den REM-Schlaf von Kindern stören kann

Viele Eltern und Erzieher*innen nutzen White Noise oder Pink Noise, um Babys und Kinder schneller einschlafen zu lassen. Soundmaschinen, Apps oder laufende Ventilatoren gelten als praktische Hilfe bei Straßenlärm oder unruhiger Umgebung. Eine neue Studie im Fachjournal Sleep zeigt jedoch: Dauerrauschen kann wichtige Schlafphasen verändern – und das ist gerade für Kinder bedeutsam.

Die Untersuchung „Efficacy of pink noise and earplugs for mitigating the effects of intermittent environmental noise exposure on sleep“ von Basner et al. (2026) kommt zu einem klaren Ergebnis: Pink Noise reduzierte signifikant den REM-Schlaf. Umweltlärm verringerte vor allem den Tiefschlaf (N3). Auch wenn die Studie mit jungen Erwachsenen durchgeführt wurde, sind die Ergebnisse besonders relevant für Kinder – denn sie verbringen deutlich mehr Zeit im REM-Schlaf als Erwachsene.

Was ist REM-Schlaf – und warum ist er so wichtig?

REM steht für „Rapid Eye Movement“, also „schnelle Augenbewegungen“. In dieser Schlafphase bewegen sich die Augen unter den geschlossenen Lidern rasch hin und her. Gleichzeitig ist das Gehirn sehr aktiv – fast so aktiv wie im Wachzustand. Der Körper ist jedoch weitgehend entspannt, die Muskulatur stark reduziert. In dieser Phase träumen wir besonders intensiv.

REM-Schlaf erfüllt mehrere wichtige Funktionen:

  • Er unterstützt die Verarbeitung von Erlebnissen und Gefühlen.
  • Er hilft beim Lernen und beim Festigen von Gedächtnisinhalten.
  • Er spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Vernetzung des kindlichen Gehirns.

Neugeborene verbringen etwa 50 Prozent ihrer Schlafzeit im REM-Schlaf. Erst im Laufe der ersten Lebensjahre sinkt dieser Anteil. Das zeigt, wie wichtig diese Phase für die frühe Entwicklung ist.

Wenn nun ein dauerhaftes Hintergrundgeräusch wie Pink Noise genau diesen REM-Schlaf reduziert, ist das aus entwicklungspsychologischer Sicht kritisch zu betrachten.

Was die Studie konkret zeigte

In einem kontrollierten Schlaflabor verbrachten 25 gesunde Erwachsene mehrere Nächte unter verschiedenen Bedingungen: ruhige Kontrollnächte, Nächte mit wiederholtem Umweltlärm (z. B. Verkehr), Nächte mit Pink Noise sowie Kombinationen aus beidem. Zusätzlich wurde untersucht, wie gut Ohrstöpsel vor Lärm schützen.

Die Ergebnisse:

  • Umweltlärm reduzierte deutlich den Tiefschlaf (N3).
  • Pink Noise allein reduzierte signifikant den REM-Schlaf.
  • Die Kombination aus Umweltlärm und Pink Noise verbesserte den Schlaf nicht – sie verschlechterte teilweise sogar die Schlafstruktur.
  • Ohrstöpsel milderten fast alle negativen Effekte des Umweltlärms.

Besonders relevant für Kinder ist der Befund zur REM-Reduktion durch Pink Noise. Die Forschenden warnen ausdrücklich vor einem unkritischen Einsatz von Dauerrauschen, insbesondere bei vulnerablen Gruppen wie Neugeborenen und Kleinkindern.

Was bedeutet das für Kitas, Krippen und Familien?

Dauerrauschen sollte nicht automatisch als harmlose Einschlafhilfe betrachtet werden. Für pädagogische Fachkräfte ergeben sich daraus konkrete Anregungen:

1. Schlafumgebung optimieren

Schlafräume möglichst ruhig wählen. Wenn möglich, Räume auf der verkehrsabgewandten Seite nutzen.

2. Lärm reduzieren statt überdecken

Stuhlbeine filzen, Türen abdichten, Geräuschquellen während der Ruhezeit minimieren. Prävention ist wirksamer als Maskierung.

3. Rauschgeräte kritisch einsetzen

Wenn White Noise oder Pink Noise verwendet wird:

  • nur sehr leise einstellen
  • nicht die gesamte Schlafphase durchlaufen lassen
  • ausreichenden Abstand zur Liegefläche halten
  • regelmäßig prüfen, ob das Kind wirklich davon profitiert

Endlich ruhig schlafen – für Eltern und Kind

Schlaflose Nächte mit Baby oder Kleinkind? Dieses Buch bündelt die sechs bewährtesten Ein- und Durchschlaf-Programme in einem Band – verständlich erklärt und praxisnah aufbereitet. Mit klaren Schritt-für-Schritt-Plänen, psychologischem Hintergrundwissen zu Ursachen von Schlafproblemen und konkreten Alltagstipps für ruhigere Nächte. Zahlreiche Fallbeispiele aus der Beratungspraxis helfen Ihnen, die passende Methode für Ihr Kind zu finden.

Petra Weidemann-Böker, So lernen Kinder schlafen – Die sechs besten Einschlaf-Programme für Kinder, Hardcover, 288 Seiten, ISBN: 978-3-934333-59-8, 19,95 €


4. Entwicklungsfördernde Rituale stärken

Leises Vorlesen, ruhige Musik in geringer Lautstärke, Atemübungen oder gleichbleibende Einschlafrituale unterstützen das Sicherheitsgefühl – ohne die Schlafarchitektur zu verändern.

5. Eltern informieren

Viele Eltern wissen nicht, dass Dauerrauschen den REM-Schlaf beeinflussen kann. Aufklärung in Entwicklungsgesprächen oder Elternabenden schafft Bewusstsein.

Warum Ohrstöpsel keine Lösung für Kinder sind

In der Studie waren Ohrstöpsel bei Erwachsenen am wirksamsten gegen Lärm. Für Kinder sind sie jedoch meist ungeeignet – aus Sicherheits-, Komfort- und Handhabungsgründen. Deshalb bleibt die wichtigste Strategie: Lärmquellen möglichst reduzieren.

Kein Dauerrauschen im Kinderzimmer

Pink Noise und White Noise sind keine neutralen Einschlafhilfen. Sie können wichtige Schlafphasen beeinflussen – insbesondere den REM-Schlaf, der für die Gehirnentwicklung von Kindern zentral ist.

Bis weitere Langzeitstudien vorliegen, erscheint ein zurückhaltender und bewusster Umgang mit Dauerrauschen im Kinderzimmer sinnvoll. Die beste Grundlage für gesunden Kinderschlaf bleibt eine ruhige Umgebung, verlässliche Rituale und ein geschützter Schlafraum.

Quelle:
Basner, M. et al. (2026). Efficacy of pink noise and earplugs for mitigating the effects of intermittent environmental noise exposure on sleep. Sleep. https://doi.org/10.1093/sleep/zsag001