Ein Jahr geht zu Ende, das viele von uns vor große Herausforderungen gestellt hat. So mancher ist erleichtert, dass es nun vorbei ist. Immerhin gab es für einige von uns trotz aller Widrigkeiten einige Highlights.
Für uns war das selbstverständlich der Start der Website spielen und lernen und des Newsletters. Wir sind auch froh darüber, dass wir auch in schlechten Zeiten mit den Verlagen Oberstebrink und Buckhardthaus einige schöne und wichtige Bücher verlegen durften. All das wollen wir im kommenden Jahr noch weiter verstärken.
Wir haben uns ebenso über Sie als LeserInnen gefreut und hoffen, Ihnen viel wesentliche, unterhaltende und interessante Informationen und Anregungen geboten zu haben. Ohne Ihr Interesse wären wir überflüssig. Deshalb wollen wir uns bei Ihnen bedanken. Wir freuen uns auch, wenn Sie sich bei uns melden. Hier unsere E-Mail-Adresse: info@spielen-und-lernen.online.
Wir möchten speziell allen danken, die sich in diesem Jahr für Kinder engagiert haben. Dabei fallen uns vor allem all jene ein, die in den Krippen, Kitas, Horten, Schulen und allen anderen Kindertageseinrichtungen arbeiten. Und wir denken an die Vereine und Verbände wie den Deutschen Kinderschutzbund, die Liga für das Kind, die Caritas und die Diakonie und viele andere.
Unser besonderer Dank gilt dem Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW), das mit seinem Engagement einen enorm wichtigen Beitrag zur Teilhabe von Kindern an unserer Gesellschaft und unserer Demokratie leistet. Und natürlich danken wir auch dem internationalen Kinderhilfswerk UNICEF, das mit so viel Engagement versucht, die Not von Kindern weltweit zu lindern. Selbstverständlich haben wir an dieser Stelle nicht alle erwähnt. Aber einen Dank haben wir noch an unsere ehrenamtlichen Unterstützer, die uns helfen, dieses Angebot aufrecht zu erhalten.
Vielen Dank. Wir freuen uns auf das neue Jahr mit Ihnen
Ihre
spielen und lernen Redaktion
Wann endet die Ferienzeit?
geschrieben von Redakteur | Dezember 31, 2020
Hamburger Schulsenator wartet ab – Baden-Württenbergs Kultusministerin plant frühen Beginn:
In Hamburg sollen die Schüler noch bis mindestens 17. Januar zu Hause bleiben dürfen. In Baden-Württemberg dagegen will die Kultusministerin Susanne Eisenmann viele Schulen und Kitas ungeachtet der Inzidenzwerte bereits am 11. Januar wieder öffnen.
Sorgen und Unsicherheit
Während der Hamburger Schulsenator Ties Rabe aufgrund der unsicheren Situation davon ausgeht, dass Hamburg im Januar noch nicht zum regulären Präsenzunterricht zurückkehren werde, wirbt Susanne Eisenmann in Baden-Württemberg für einen frühen Schulbeginn. Jeder Eingriff in die Ferien bringe neue Probleme mit sich, neue Herausforderungen für Eltern und auch für Schulen, so die Ministerin. Präsenzunterricht sei durch nichts zu ersetzen. Schulen stünden nicht im Mittelpunkt des Infektionstreibens, erklärte Eisenmann gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).
Aber keine Konzepte
Offenbar fehlt Eisenmann jedoch ein Konzept. Erst jüngst hat die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK in einer Studie festgestellt, dass ErzieherInnen am stärksten von Covid-19 betroffen seien. Wie sie diese und das Schulpersonal schützen möchte, erklärt die Ministerin in diesem Zusammenhang nicht. Auch die Herausforderungen, die sich durch überfüllte Verkehrsmittel im Öffentlichen Personennahverkehr stellen, bleiben unbeantwortet. Allein schon vor diesem Hintergrund erscheint die Aussage Eisenmanns „Schulen stehen nicht im Mittelpunkt des Infektionstreibens“ fragwürdig. Das gilt für viele andere Risiken ebenso.
So viel Sicherheit wie möglich…
Es bleibt abzuwarten, ob Baden-Württemberg noch mit einem Konzept aufwartet. Das betrifft auch alle anderen Bundesländer. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg erklärt, dass auch Lehrkräfte so viel Präsenzunterricht wie möglich wollten. „Doch sie würden auch gerne einmal den Satz hören: ,Soviel Sicherheit wie möglich für 130 000 Lehrerinnen und Lehrer!‘“, so die GEW. Und das gilt auch für alle ErzieherInnen genauso.
Vegan, vegetarisch oder Mischkost?
geschrieben von Redakteur | Dezember 31, 2020
Laut Studie kaum Unterschiede in der Nährstoffversorgung bei Kindern und Jugendlichen:
Welchen Einfluss haben verschiedene Ernährungsformen auf die Nährstoffversorgung von Kindern und Jugendlichen? Um die Antwort auf diese Frage drehte sich alles im 14. DGE Ernährungsbericht, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) eben veröffentlicht hat. Dabei waren die meisten Kinder ausreichend mit den Hauptnährstoffen sowie den meisten Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.
VeChi-Youth-Studie
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) veröffentlicht im 14. DGE-Ernährungsbericht die Studie „Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen“ (VeChi-Youth-Studie). Sie untersuchte den Einfluss verschiedener Ernährungsformen auf die Nährstoffversorgung von Kindern und Jugendlichen. „Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl bei veganer und vegetarischer Ernährung als auch bei einer Mischkost mit Fleisch die Versorgung mit den Hauptnährstoffen sowie den meisten Vitaminen und Mineralstoffen bei der überwiegenden Anzahl der StudienteilnehmerInnen ausreichend ist“, sagen Dr. Ute Alexy, Universität Bonn, und Dr. Markus Keller, Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (Ifane), die die Studie geleitet haben.
Versorgung mit Vitamin B12 ausreichend
„Auch bei einer vegetarischen oder rein pflanzlichen Ernährung war bei den meisten Kindern die Versorgung mit Vitamin B12 ausreichend. Bei den vegetarischen Ernährungsformen war zudem die Zufuhr an Ballaststoffen sehr hoch.“, so Alexey und Keller weiter. Bei allen Ernährungsformen war die Versorgung mit Vitamin B2 und Jod kritisch. Auch die Zufuhrdaten von Calcium zeigen Handlungsbedarf auf.
Keine Empfehlung weil unzureichende Beurteilungsgrundlage
Bislang gibt es keine aktuellen Daten zum Ernährungs- und Gesundheitsstatus von sich vegetarisch oder auch vegan ernährenden Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Aufgrund dieser unzureichenden Beurteilungsgrundlage befürwortet die DGE in ihrer Position zur veganen Ernährung bei Kindern und Jugendlichen eine vegetarische Ernährung als Dauerkost. Eine rein vegane Ernährung für diese Gruppen empfiehlt sie aber nicht.
401 Kinder und jugendliche untersucht
Die von der DGE initiierte VeChi-Youth-Studie soll zur Verbesserung der wissenschaftlichen Datenbasis beitragen. Die Querschnittsstudie verglich anthropometrische Daten, das Ernährungsverhalten sowie die Nährstoffzufuhr und -versorgung bei veganer, vegetarischer und omnivorer Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren. Von den 401 ProbandInnen ernährten sich 150 vegetarisch, 114 vegan und 137 omnivor. Die Daten wurden von Oktober 2017 bis Januar 2019 erhoben.
Vegetarier und Veganer punkten mit gesundheitsfördernder Lebensmittelauswahl
Die sich vegetarisch und vegan ernährenden Kinder und Jugendlichen zeigten ein insgesamt gesundheitsförderndes Lebensmittelmuster. Sie verzehrten mehr Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse. Insbesondere VeganerInnen hatten den geringsten Verzehr an Süßwaren, Knabberartikeln und Fertiggerichten.
Wenig Unterschiede bei Energie und energieliefernden Nährstoffen
Zwischen den drei Ernährungsformen gab es weder bei der Energiezufuhr noch bei der Energiedichte signifikante Unterschiede. In allen drei Gruppen lag die mittlere Energiezufuhr unter dem Richtwert der DGE. Insgesamt gab es wenig übergewichtige (4 %) und adipöse (0,5 %) Kinder im Gesamtkollektiv, was sich wahrscheinlich auf den hohen Sozialstatus der Teilnehmer*innen zurückführen lässt. Auch in der Nährstoffversorgung der Kinder und Jugendlichen waren die Unterschiede zwischen veganer, vegetarischer und omnivorer Ernährung gering. In allen Fällen waren die Studienteilnehmer*innen ausreichend mit den energieliefernden Nährstoffen sowie den meisten Mikronährstoffen versorgt.
Veganer und Vegetarier mit hoher Ballaststoffzufuhr
Der hohe Kohlenhydrat- und moderate Fettanteil der Energiezufuhr war in allen Gruppen vergleichbar und entsprach weitgehend den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr für diese Altersgruppe. Die Kohlenhydrat- und Fettqualität unterschied sich allerdings zwischen den Untersuchungsgruppen. Kinder und Jugendliche, die sich vegan ernährten, hatten eine besonders hohe Ballaststoffzufuhr und aßen weniger zugesetzten Zucker sowie gesättigte Fettsäuren. Ihre Proteinzufuhr war niedriger als bei vegetarischer oder omnivorer Ernährung, lag im Mittel aber noch im Bereich der D-A-CH-Referenzwerte.
Grundsätzlich kritisch sind Vitamin B2, Vitamin D, Jod und Calcium
Bei allen drei Ernährungsformen erwiesen sich Vitamin B2, Vitamin D, Jod und Calcium als kritische Nährstoffe. Die Blutuntersuchungen zeigten bei VeganerInnen und VegetarierInnen eine signifikant niedrigere Eisenversorgung als bei sich mit Mischkost ernährenden Kindern. Dagegen lagen die Zufuhr und die Blutkonzentrationen von Folat bei den VeganerInnen signifikant über den Werten der beiden anderen Gruppen. Die Parameter der Vitamin-B12-Versorgung waren bei allen Ernährungsformen überwiegend im Normbereich.
Die ausreichende Vitamin-B12-Versorgung ist bei VeganerInnen darauf zurückzuführen, dass 88 % – wie empfohlen – supplementieren. Da sich vegetarisch ernährende Proband*innen tendenziell schlechter mit Vitamin B12 versorgt waren, empfehlen die AutorInnen auch für diese Ernährungsform zumindest eine gelegentliche Supplementation. Unabhängig von der Ernährungsform sollte bei Kindern und Jugendlichen vor allem die Versorgung mit Jod und Calcium verbessert werden.
Studie nicht repräsentativ
Die StudienteilnehmerInnen sind nicht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung, daher sind die vorliegenden Studienergebnisse nur eingeschränkt aussagekräftig. Sie können etwa Hinweise liefern, bei welchen Nährstoffen Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse können aber nicht auf alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit der entsprechenden Ernährungsweise übertragen werden.
Für eine nachhaltige Verpflegung in Kitas und Schulen
geschrieben von Redakteur | Dezember 31, 2020
Praxisnahe, kostenlose Workshops für Kita und Schule:
Mehr biologische und regionale Lebensmittel auf den Tisch bringen – das geht auch in der Außer-Haus-Verpflegung leichter als gedacht! Unter dem Motto „Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule“ finden bundesweit jetzt wieder praxisnahe Workshops statt.
Bio für Mittags- und Pausenverpflegung
Dabei erfahren die Teilnehmenden, wie sich Bio-Produkte erfolgreich in die Schul- und Kita-Verpflegung integrieren lassen: vom Einkauf über die Kostenkalkulation mit Bio-Produkten bis zur Speiseplanung und Kommunikation. Referentinnen und Referenten aus der Außer-Hausverpflegung berichten von ihren Erfahrungen. Im praktischen Teil stellen die Teilnehmenden bei vielen Workshops selbst Gerichte für die Mittags- oder Pausenverpflegung her oder erarbeiten in Kleingruppen relevante Fragestellungen. Exkursionen zu Bio-Betrieben, Verarbeitern und Großküchen garantieren einen hohen Praxisbezug. Ernährungspädagogische Themen runden das Programm ab. Außerdem bleibt stets genügend Raum für Austausch und individuelle Fragen.
Workshops für pädagogische Fachkräfte
Die kostenlosen Workshops richten sich an hauswirtschaftliche und pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten und Schulen, Cateringunternehmen, kommunale Verwaltungen und andere Träger. Natürlich sind auch Eltern und weitere interessierte Personen willkommen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie kann es sein, dass in manchen Regionen die Veranstaltungen in digitaler Form angeboten werden. Denkbar sind auch Kombinationen aus Online-Seminaren und Hofführungen an einem anderen Tag.
Hintergrund:
Die Bio kann jeder-Veranstaltungen werden im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt.
Seit 2004 haben bundesweit insgesamt 1.500 Workshops mit rund 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattgefunden. „In unseren Befragungen nach den Workshops sagen 95 Prozent, dass ihnen die Veranstaltung sehr gut oder gut gefallen hat“, freut sich Anke Brückmann, zuständige Referentin bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Aufgrund der positiven Resonanz und starken Nachfrage geht das Projekt Bio kann jeder jetzt bis 2022 in neue Runde.
Die aktuellen Veranstaltungstermine in den verschiedenen Bundesländern finden Sie hier.
Jeweils am Ende des Programms stehen die Kontaktdaten für die Anmeldung. Unter www.biokannjeder.definden Interessierte regelmäßig aktuelle Informationen, Wissenswertes und praktische Tipps.
Heute haben wir keinen informativen Artikel oder eine Aktion an dieser Stelle für Sie. Denn heute ist etwas anderes wichtig: Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, der Liebe, der Familie, des Friedens.
Wir wünschen Ihnen allen gesegnete Weihnachten und frohe Festtage.
Wir wünschen Ihnen das Wohlwollen, das wir alle zum Leben brauchen.
Wir wünschen Ihnen die Fürsorge anderer Menschen, die diese kalten und unwirtlichen Tage wärmer macht.
Wir wünschen Ihnen die Liebe, die unser Dasein erhellt.
Wir wünschen Ihnen das Glück, das wir alle immer wieder dringend brauchen.
Wir wünschen Ihnen die Gesundheit, ohne die nur wenig im Leben geht.
Wir wünschen Ihnen das Engagement und die Bereitschaft, sich weiterhin aktiv für Kinder und damit für diese Gesellschaft zu engagieren.
Wir wünschen Ihnen ein offenes Ohr und Verständnis für die Nöte und Sorgen anderer Menschen…
… und alles andere erdenklich Gute.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich auch im kommenden Jahr durch uns informieren und inspirieren lassen würden. Dafür haben wir uns eine Menge vorgenommen. Wir freuen uns aber genauso über Ihre Anregungen und Ideen, die Sie uns gerne unter info@spielen-und-lernen.onlineschicken können.
Mit den allerbesten Wünschen
Ihre spielen und lernen Reaktion
Macht Denken glücklicher und effektiver?
geschrieben von Redakteur | Dezember 31, 2020
TU Chemnitz will Zusammenhang zwischen Denk- und Lebensfreude bei Kindern untersuchen:
Werden Personen, die gerne Denken, weniger durch belastende Lebenssituationen beeinträchtigt? Es klingt plausibel, da diese Personen es gewohnt sein müssten, Situationen und Herausforderungen zu durchdenken und zu Lösungen zu gelangen. Johanna Bruchmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik (Prof. Dr. Anja Strobel) der Technischen Universität Chemnitz, will auf diese Frage im Rahmen ihres Dissertations-Projektes mit Blick auf Kinder und Jugendliche eine Antwort finden. Dazu läuft eine aktuelle Umfrage noch bis zum 10. Januar 2021. Die Forscherin sucht noch weitere Probandinnen und Probanden.
TeilnehmerInnen gesucht
Gesucht werden konkret Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren, die sich aktuell weder in psychotherapeutischer Behandlung befinden, noch unter einer chronischen Erkrankung (wie Diabetes mellitus, Asthma bronchiale, Neurodermitis) leiden. Die Umfrage findet online statt und wird maximal 25 Minuten dauern. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können nach Abschluss der Studie eine Zusammenfassung der Studienergebnisse erhalten.
Wie sich das Denken auf die Lebenszufriedenheit auswirkt
Bei Bruchmanns Projekt mit dem Titel „Does NFC make things better? – Exploring the potential of Need for Cognition for well-being in school and as resource for coping with physical and psychological challenging situations in children and youth“ geht es darum, inwiefern sich die kognitive Motivation positiv auf die gesundheitsbezogene Lebenszufriedenheit von Kindern und Jugendlichen auswirkt. Von besonderem Interesse ist das Persönlichkeitsmerkmal des sogenannten „Need for Cognition (NFC)“ – übersetzt: „Denkfreude“. Nach Voruntersuchungen (unter anderem Cacioppo et al. (1996) und Stumm & Ackerman (2013)) geht eine hohe NFC-Ausprägung mit einer zentraleren Informationsverarbeitung einher und beeinflusst unter anderem die Entwicklung des Intellekts im Erwachsenenalter. NFC zeigte sich in zahlreichen Studien als nützlich im akademischen und im weitesten Sinne nicht-akademischen Kontext.
Hunger nach Informationen
Im Verhalten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigte sich dies unter anderem darin, dass Kinder mit einer hohen NFC-Ausprägung genauer nachfragten, Sachverhalte verstehen wollen, Freude empfanden an der Auseinandersetzung mit kognitiven Herausforderungen wie Rätseln und ihre Entscheidungen anhand vieler Alternativ-Argumente abwogen. Kurz gesagt: Kennzeichnend war ein freudvoller Hunger nach Informationen.
Noch bis zum 10. Januar 2021 führen Laura Maj Scheffzek und Johanna Bruchmann, unter Leitung von Prof. Anja Strobel, eine Studie durch, in der die oben beschriebenen Zusammenhänge an Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die sich aktuell weder in psychotherapeutischer Behandlung befinden, noch unter einer chronischen Erkrankung (wie Diabetes mellitus, Asthma bronchiale, Neurodermitis) leiden, untersucht. Die Umfrage findet online statt und wird ungefähr 20 bis 25 Minuten in Anspruch nehmen. Vor der Teilnahme der Jugendlichen ist das Einverständnis eines Sorgeberechtigten notwendig, welches zu Beginn der Befragung online abgegeben werden muss.
Hintergrund: Die wichtigsten Fakten zur Studie
Zielgruppe:
Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren
Muttersprache: Deutsch
Es liegt keine chronische Erkrankung vor
Es findet aktuell keine psychotherapeutischer Behandlung statt
Die Teilnahme ist noch bis zum 10. Januar 2021 möglich.
TV, Streaming und YouTube: Die Highlights für Kinder und die ganze Familie:
In Zeiten von Corona wird Weihnachten in vielen Familien anders gefeiert werden als sonst. Was aber gleich bleibt, ist das große und unüberschaubare Angebot im TV und auf Streaming-Plattformen rund um die Feiertage. Und das wird dieses Jahr womöglich stärker genutzt als in den Jahren davor. Umso wichtiger ist es, geeignete Filme und Serien für Kinder auszuwählen und den Bildschirm auch mal abzuschalten. Um Eltern dabei zu unterstützen hat Flimmo in einem Online-Special Sehenswertes im Fernsehen und auf Streaming-Portalen zusammengestellt.
Für jede Altersgruppe etwas dabei
Ob Weihnachtsklassiker, Märchenfilme oder Animationshits: Für jede Altersgruppe und die ganze Familie ist etwas dabei. Tipps für Angebote auf YouTube mit Bastelanleitungen oder Liedern gibt es noch dazu. Weil aber vor allem im TV-Programm nicht alles für Kinder in Frage kommt, weist Flimmo auch darauf hin, was sie lieber nicht sehen sollten.
Tipps für sinnvollen Medienkonsum
Damit ein sinnvoller Medienkonsum über die Feiertage gelingt, hat Flimmo außerdem eine Reihe von Tipps zusammengestellt. Da große Weihnachtsfeiern und gegenseitige Besuche dieses Jahr ausfallen, gibt es beispielsweise viele kreative Vorschläge für digitale Treffen mit Familie und Freunden. Weitere Tipps zur Medienerziehung und zahlreiche Ideen für eine Freizeitgestaltung auch jenseits des Bildschirms finden Eltern unter www.flimmo.de/weihnachten.
Über Flimmo
Flimmo ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. Mitglieder sind elf Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Mit der Durchführung ist das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis beauftragt.
Quelle: Annegret Lassner – FLIMMO
Petition fordert Dialog über zeitgemäße Bildungspolitik in Baden-Württemberg
geschrieben von Redakteur | Dezember 31, 2020
Weitere Unterstützer gesucht – Unterschriftensammlung im Internet angelaufen:
Was gehört zu einer guten Schule im 21. Jahrhundert, die jedem Kind gerecht wird? Was bedeutet gute Schule für die Zukunft unseres Landes? Wie bringen wir die Erfahrungen der täglich gelebten Schulpraxis effektiv in die Steuerung und (Weiter-)Entwicklung unserer Schulen ein? Darüber fordern die Unterzeichner einer Petition aus Baden-Württemberg von der Landesregierung und dem Landtag einen breit aufgestellten Dialog.
Taumeln ohne Orientierung
Zu den Erstunterzeichnern gehören neben vielen Einzelpersonen der BLV Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Beruflichen Schulen BW, der Grundschulverband Landesgruppe BW, die GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft BW, der Landeselternbeirat BW, der Landesschülerbeirat BW und der Verein für Gemeinschaftsschulen BW.
In der Petition heißt es, die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf den Schulbetrieb, die verschleppte Digitale Transformation, ein weitverbreitetes und enormes Beharrungsvermögen im System und ein hausgemachter Lehrkräftemangel seien nur die Spitze eines Eisbergs, der zu einer tiefen Krise in der Schulwelt des Landes geführt habe. Statt Orientierung zu geben, taumle die Bildungspolitik im Südwesten ziellos durch die Legislaturperiode.
„Kultusministerin auf der Bremse“
Das Krisenmanagement passe zum Zustand der Schulen: Statt diese zu leistungsstarken und gerechten Schulen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln, stehe die Kultusministerin auf der Bremse. Das Denken werde dominiert von Vorstellungen, die mit der heutigen Lebensrealität junger Menschen nichts zu tun hätten. Während Wirtschaftsunternehmen und ganze Branchen mit riesigen Summen „gerettet“ würden, reiße man in den Schulen die Fenster auf, kaufe Fleece-Decken und empfehle Schals, Mützen und wollene Unterhosen. Dabei gäbe es durch die Schule@Corona seit dem Frühjahr 2020 vielerorts wertvolle Impulse, Initiativen und Entwicklungen, die zeigten, welch enormes Potenzial in den Schulen in Baden-Württemberg schlummere.
Dialog im bildungspolitischen Chaos
Der Dialog sei vor allem deshalb nötig, weil das bildungspolitische Chaos im Südwesten auf Kosten von rund 1,5 Millionen baden-württembergischen SchülerInnen, deren etwa 120.000 Lehrkräfte sowie zahllosen anderen, die zum System Schule gehören (Lehramtsstudierende, Pädagogische Fachkräfte, schulische Mitarbeitende, Aus- und FortbildnerInnen, Eltern etc.) laufe. Sie alle würden zum Spielball parteipolitischer Rituale, bei denen mit Bildung Politik gemacht werde – statt Bildungspolitik zu machen. Es gehe um Macht, Einfluss und Deutungshoheit, statt um das Wohlergehen und die Zukunft jener, die Schule in Baden-Württemberg tagtäglich lebten. Wir sagen: Schule müsse für Schülerinnen da sein – und nicht umgekehrt! In Schulen werde Zukunft gemacht. Die PolitikerInnen im Landtag und in der Landesregierung müssten das endlich als gemeinsame Herausforderung verstehen. Und sie müssten sich den notwendigen, schon lange überfälligen Schritten, mit Elan und Überzeugung widmen und rasch einen umfassenden Beteiligungsprozess starten.
Unterstützer gesucht
Als Initiatorin für die Petition zeichnet Dr. Ulrike Felger aus Waldenbuch. Weitere Infos zur Petition und zum Unterzeichnen finden Sie auf der Website der Petition.