Viele Kinder der vierten Klasse verfehlen die Mindeststandards

IQB-Bildungstrends weisen negativen Trend in Deutsch und Mathematik seit 2016 aus

„Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends liefern ein besorgniserregendes Bild. Die negativen Trends sind erheblich und der Anteil der Viertklässler:innen, die nicht einmal die Mindeststandards erreichen, ist zu hoch“, lautet das Fazit der eben veröffentlichten IQB-Bildungstrend. Im Jahr 2021 liege der Anteil jener Schülerinnen und Schüler, die nicht einmal die Mindeststandards erreichen in Deutschland insgesamt zwischen gut 18 Prozent (Zuhören) und etwa 30 Prozent.

Wer die Standards festlegt

Die „Mindeststandards“ oder „Bildungsstandards“ legt die Kultusministerkonferenz (KMK) fest. Die Durchführung der Studie und deren Auswertung erfolgte durch das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt Universität Berlin.

„Es dürfte Einigkeit darüber bestehen, dass solche Zahlen nicht hinnehmbar sind. Bei Mindeststandards handelt es sich um Anforderungen, die von allen Schüler:innen erreicht werden sollten – hierfür haben alle Akteursgruppen im Bildungssystem gemeinsam Sorge zu tragen.“, steht weiter im Bericht.

Einerseits pandemiebedingt

Auch wenn aufgrund der Anlage des Bildungsmonitorings nicht mit Sicherheit bestimmt werden könne, worauf die ausgesprochen ungünstigen Entwicklungen zurückzuführen wären, spreche einiges dafür, dass die pandemiebedingten Einschränkungen des Schulbetriebs eine Rolle gespielt hätten.

Zudem stimmten die Ergebnisse mit Befunden aus internationalen Studien überein, die Effekte der pandemiebedingten Einschränkungen identifiziert hätten.

Anderserseits Trend seit 2016

Gleichzeitig zeichneten sich in Deutschland bereits zwischen 2011 und 2016 ungünstige Entwicklungen ab. Bei den negativen Trends, die in Deutschland im Zeitraum 2016 bis 2021 aufgetreten seien, könne es sich somit teilweise um eine Fortsetzung dieser Entwicklungen handeln, die auch ohne die Pandemie aufgetreten wären.

Kinder mit Migrationshintergrund benachteiligt

Besonders ungünstig fallen die Ergebnisse für Kinder mit Zuwanderungshintergrund und aus sozial benachteiligten Familien aus. Sie erreichen im Jahr 2021 in allen untersuchten Kompetenzbereichen und in den meisten Ländern im Durchschnitt nicht nur ein niedrigeres Kompetenzniveau, sondern sind von den negativen Trends überwiegend auch deutlich stärker betroffen als ihre Mitschülerinnen und mitschüler. Dadurch haben sich die zuwanderungsbezogenen und sozialen Disparitäten in allen Kompetenzbereichen deutlich verstärkt.

Kometenzeinbußen auch bei Kindern aus sozial besser gestellten Familien

Allerdings sind auch bei Kindern ohne Zuwanderungshintergrund und bei Kindern aus sozial besser gestellten Familien Kompetenzeinbußen zu verzeichnen, und weder die Länderunterschiede noch die negativen Trends in den erreichten Kompetenzen lassen sich vollständig auf die Zusammensetzung der Schülerschaft bzw. deren Veränderung in den Ländern zurückführen.

Gezielte Anstrengungen gefordert

Angesichts des insgesamt sinkenden Kompetenzniveaus der Viertklässlerinnen und Viertklässler bei gleichzeitig zunehmenden Disparitäten fordert das IQB, dass gezielte Anstrengungen unternommen werden, um die Bildungsqualität in der Breite zu erhöhen. Dabei müsse ein besonderes Augenmerk auf die Sicherung der Mindeststandards und auf diejenigen Schülerinnen und Schüler gelegt werden, die aufgrund von ungünstigeren Lernausgangslagen und Lernbedingungen einem besonderen Risiko ausgesetzt seien, abgehängt zu werden.

Besondere Herausforderung bei der Sprachförderung

Eine besondere Herausforderung bestehe weiterhin im Bereich der Sprachförderung. Diese müsse systematisch weiterentwickelt werden, um sicherzustellen, dass auch Kinder, die mit geringen Deutschkenntnissen ins Bildungssystem kommen, dieses erfolgreich durchlaufen können.

„Modell Hamburg“

Bemerkenswert sei auch, dass – entgegen der allgemein ungünstigen Entwicklung – in Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz das erreichte Kompetenzniveau zwischen den Jahren 2016 und 2021 weitgehend gehalten werden konnte, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. Hamburg gehöre im Vergleich der Länder nicht mehr – wie noch im Jahr 2011 – zu den Schlusslichtern und habe sich von den Ergebnissen der anderen beiden Stadtstaaten Berlin und Bremen inzwischen deutlich abgesetzt.

Ob dies etwas mit der Strategie einer datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung zu tun habe, die das Land in mehr als 20 Jahren konsequent etabliert und weiterentwickelt habe, lasse sich nicht mit Sicherheit feststellen. Es erscheine jedoch plausibel, dass in einem System, in dem die Entwicklung zentraler Rahmenbedingungen, Verläufe und Ergebnisse schulischer Bildungsprozesse auf den verschiedenen Akteursebenen kontinuierlich beobachtet werde, auf Veränderungen gezielter reagiert und bei sich abzeichnenden Problemlagen frühzeitiger interveniert werden könne.

Evidenzbasierte Strategien

Um dafür Sorge zu tragen, dass sich die ungünstigen Entwicklungen nicht weiter verstärken, sondern nach Möglichkeit umkehren, werden laut IQB kurzfristige Einzelmaßnahmen nicht ausreichen. Vielmehr seien evidenzbasierte Strategien der Qualitätsentwicklung von systematisch aufeinander abgestimmten Maßnahmen erforderlich, die langfristig angelegt seien und durch Monitoring und Evaluation begleitet würden. Damit die für einen erfolgreichen Übergang in die Sekundarstufe I grundlegenden Mindestanforderungen perspektivisch von allen Schülerinnen und Schülern erreicht werden könnten, erscheine es wichtig, die bundesweit geltenden Mindeststandards der KMK genauer auszuarbeiten und ihre Rolle als
Grundlage der Qualitätsentwicklung in Schulen deutlich zu stärken. Ferner sei es zur Sicherung von Mindeststandards erforderlich, dass Kinder mit ungünstigeren Lernvoraussetzungen bereits im Elementarbereich gezielter gefördert würden als es bislang der Fall sei.

GEW: „Politik lässt Grundschulen im Stich!“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht in seiner Erklärung den Lehrkräftemangel, zu große Klassen, fehlende Unterstützungssysteme und eine unzureichende Ausbildung der Lehrkräfte als Ursachen aus. „Grundschulen brauchen jetzt Unterstützung, um soziale Ungleichheit abzubauen – flankiert von Schulsozialarbeit und Schulpsychologischem Dienst. Sie brauchen dringend gut ausgebildete und gut bezahlte Pädagoginnen und Pädagogen“, betonte Bensinger-Stolze. Es sei verantwortungslos, das von der Bundesregierung angekündigte „Startchancenprogramm“ für benachteiligte Schulen unter Haushaltsvorbehalt zu stellen und auf das Schuljahr 2024/25 zu verschieben.“, erklärt Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied Schule der GEW.

Philologenverband: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?“

Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse stellt der Deutsche Philologenverband seine schriftliche Reaktion unter die Überschrift: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?“ In ihrer Erklärung relativiert die Bundesvorsitzende des Verbandes Susanne Lin-Klitzing diese Aussage mit den Worten: „Diese Schülerinnen und Schüler werden das, was sie als Grundschüler nicht gelernt haben, nur schwer in den weiterführenden Schulen aufholen können. Die Grundschüler müssen extrem viel nachholen, um die mangelnden Kenntnisse in Deutsch und Mathematik zu kompensieren… Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler müssen extrem stark zusammenstehen, um versuchsweise das auszugleichen, was die Grundschüler bisher nicht gelernt haben. Wir brauchen deshalb eine deutlich stärkere Lernerfolgsorientierung, wenn Deutschland sein Bildungsniveau annähernd halten will.“

Gleichzeitig appelliert der Verband an die Kultusministerkonferenz, die Lern- und Leistungsziele für die Grundschülerinnen und -schüler zu erhöhen, die neuen Bildungsstandards für die Grundschulen für ambitioniertere Ziele im Deutsch- und Mathematikunterricht nach oben zu korrigieren und Mindeststandards konsequent und verpflichtend abzusichern.

Ifo-Institut: Lernrückstände gefährden langfristig den Wohlstand

Der ifo-Bildungsexperte Ludger Wößmann hat alarmiert auf die Lernergebnisse der deutschen Grundschüler*innen reagiert. „Die starken Rückstände sind beunruhigend. Denn die in der Schule vermittelten grundlegenden Fähigkeiten sind die Basis der zukünftigen Lebenschancen der Kinder und des zukünftigen Wohlstands in Deutschland insgesamt“, sagt Wößmann als Reaktion auf die neuen Ergebnisse des Bildungstrends des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Bemerkenswert sei, dass Hamburg als einziges Bundesland das Niveau im 10-Jahres-Vergleich halten konnte. Das könne damit zu tun haben, dass Hamburg regelmäßige Leistungstests und eine Strategie der datengestützten Verbesserungen eingeführt hat. „Dies sollte ein Vorbild für die anderen Bundesländer und für Deutschland insgesamt sein“, sagt Wößmann. Die Lernverluste seien unter benachteiligten Kindern besonders groß, so dass die Ungleichheit weiter angestiegen sei. Gleichwohl hätten auch Kinder aus sozial besser gestellten Familien und ohne Migrationshintergrund verloren.

Mehr dazu unter: https://www.iqb.hu-berlin.de/




SPIELEN UND LERNEN auf der Buchmesse in Frankfurt

buchmesse

Neue Bücher – Zeitschriften – und eine kleine Überraschung am Stand 3.0 C 154

Wenn am 19. Oktober um 9 Uhr die Tore zur Buchmesse in Frankfurt öffnen, sind wir mit SPIELEN UND LERNEN und unseren Buchverlagen mit dabei. Sie finden uns mit unserem Stand in Halle 3.0 C 154. Da in diesem Jahr die Bäume für uns als unabhängiges Medium und kleiner Verlag auch nicht in den Himmel gewachsen sind, machen wir aus der Not eine Tugend.

Klein, aber oho!

Wir begrüßen Sie auf einer Fläche von acht Quadratmetern. Das ist kleiner als jedes Kinderzimmer sein sollte. Aber wir haben jede Menge tolle Sachen und Angebot für Sie. Zunächst mal sind natürlich wir am Stand. Mit dabei sind auch zwei unserer wunderbaren Künstler Boris Zatko und Nicolas d’Aujourd’hui zumindest bis Freitag. Sie stellen ihr neues Buch vor und signieren eifrig.

Neben wunderschönen Postkarten, die Sie gerne mitnehmen dürfen, verteilen wir kostenlos am Stand die Kinderzeitschrift „Philipp“, die ganz bestimmt zum Besten gehört, das Kinder heute in die Hand bekommen können (übrigens seit bald 25 Jahren ohne Plastikspielzeug). Für die Künstler:innen gibt es die Zeitschriften „Freude am Zeichnen und Malen“ und „Handlettering“ gratis. Und für jede Leserin und jeden Leser von SPIELEN UND LERNEN halten wir auch eine kleine Überraschung bereit.

Und dann haben wir – wie es sich für eine Buchmesse gehört – auch wieder jede Menge toller Bücher dabei.

Das große Buch der Buchstörer

„Das große Buch der Buchstörer“ ist ein Gemeinschaftswerk von Boris und Nicolas. Es ist ein inspirierendes Comic- und Märchenbuch mit anarchistischem Humor. Was ganz vertraut mit Hänsel und Gretel beginnt, wird schon nach wenigen Seiten ein furioses Durcheinander. Verursacht wird dies von den Buchstörern, die Chaos ins geordnete Märchen bringen, die Sätze durcheinanderwirbeln und Wirrwarr bei den Figuren aus Grimms Märchen stiften. Die Buchstörer sind chaotische Monster in Form von Tintenklecksen, die mit einzelnen Wörtern und Lautmalereien um sich werfen. Eine muntere Auseinandersetzung mit dem ordnungsliebenden König beginnt, bis er von den Buchstörern und den anderen Märchenfiguren kurzerhand aus dem Buch katapultiert wird. Was machen wir jetzt? Schauen wir mal! – Märchen und Märchenfiguren werden vergnügt und temporeich auf den Kopf gestellt.

Boris Zatko/Nicolas d’Aujourd’hui
Das große Buch der Buchstörer
68 Seiten, Hardcover
vierfarbig fröhlich illustriert
ab 5 Jahren
ISBN: 9783963040405
20 €

In Kita und Grundschulen lässt sich diese fröhliche Märchenadaption für die Leseförderung und die Beschäftigung mit Kunst einsetzen. Soziale und emotionale Kompetenzen werden durch den Perspektivwechsel gestärkt: Wie lässt sich eine Geschichte anders oder weiter erzählen? Was passiert, wenn Figuren aus mehreren Märchen aufeinandertreffen? Mit diesem springlebendig illustrierten Kinderbuch kommen Sie mit den Kindern vom Zuhören ins Sprechen über beliebte Märchen – sobald die liebenswert chaotischen Buchstörer rufen: Dieses Buch gehört jetzt uns!

Vom Warzenschwein und anderen Tieren

Das ist das erste Kinderbuch von Prof. Dr. Armin Krenz mit wunderschönen Illustrationen von Christian Kämpf. In diesem Mitmachbuch gibt es nicht nur Tiere zu entdecken: Jede Geschichte lädt Kindergarten- und Grundschulkinder zum Erzählen und Philosophieren ein. Marienkäfer streiten sich um eine Laus, Warzenschwein und Fisch diskutieren über Vor- und Nachteile von Warzen und die Mücke labt sich heimlich an der Hummel. Aber können Tiere wirklich miteinander sprechen? Und falls ja, worüber würden sie sich nach Meinung der kleinen Zuhörer unterhalten?

warzenschwein

Armin Krenz (Text), Christian Kämpf (Illustrationen)
Vom Warzenschwein und anderen Tieren
Vorlesen, Malen, Philosophieren: ein Bilder- und Geschichtenbuch
36 Seiten, Hardcover
ab 4 Jahren
ISBN: 9783910295001
15 €

Ein Biber sinniert über die Vorteile des Lebens im See, das Nilpferd fühlt sich vom Hund beleidigt und der Frosch trickst erfolgreich den Storch aus: Wenn Tiere über Grundwerte im Leben nachdenken, lädt das Kinder zu eigenen Überlegungen ein.

Während die Illustrationen mit Farben verziert werden, ergeben sich so ganz ungezwungen Gesprächsanlässe über individuelle Wertvorstellungen. So laden die Reimgeschichten zu weiterführenden Gesprächen über die Tierwelt ein – ein großer Spaß für Kinder ab 4 Jahren!

Karlchen – Kleiner Mann aus Schnee

Auch dieses Buch hat Christian Kämpf illustriert, aber ganz anders. Die Geschichte stammt von Angelica Rissmann. Sie handelt von einer Freundschaft, die Grenzen überwindet.  Dabei treffen Schwalben wie Julio eigentlich nie auf kleine Schneemänner. Dann Schwalben gehören eigentlich nicht zu den Wintertieren und fliegen mit dem Vogelzug gen Süden. Während sich also Julio heißen Würmchenbrei wünscht, ist für Schneemann Karlchen die Wärme ein Gräuel. Doch weder die Gegensätze noch die Entfernung hindern die beiden daran, echte Freunde zu werden und in Verbindung zu bleiben. „Karlchen – Kleiner Mann aus Schnee“ ist eine Vorlesegeschichte über die Freude am Helfen und die Macht der Freundschaft, die Kinder ab 3 Jahre mit winterlichem Charme in ihren Bann ziehen wird.

Angelica Rissmann (Text), Christian Kämpf (Illustrationen)
Karlchen. Kleiner Mann aus Schnee
Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft
36 Seiten, Hardcover
vierfarbig illustriert
ab 3 Jahren
ISBN: 9783963040412
15 €

Das ist meine Familie

Familie ist der Ort, an dem du mit all deinen Stärken und Schwächen angenommen wirst! Diese ermutigende Botschaft sendet Karen Glistrups Mitmachbuch für Kinder im Kita- und Grundschulalter. Ob Vater – Mutter – Kind, die große Patchworkfamilie oder ein Leben mit zwei Vätern: Das Miteinander wirft in allen Konstellationen Fragen und Probleme auf. Wieso soll ich auf meine Schwester Rücksicht nehmen? Warum streiten sich Erwachsene manchmal? Und wie gehe ich mit den Gefühlen um, die dabei entstehen?

Dieses Buch lädt Kinder ab drei Jahren dazu ein, mit ihren Bezugspersonen über das Familienleben zu sprechen – und eine völlig neue Perspektive einzunehmen.

Karen Glistrup (Text), Pia Olsen (Illustrationen)
Das ist meine Familie
Mit Kindern über Gefühle im Familienalltag sprechen
64 Seiten, Hardcover
vierfarbig illustriert
ab 4 Jahren
ISBN: 9783963046124
15 €

Auch Kinder verdienen die Wahrheit. Therapeutin Karen Glistrup plädiert für mehr Ehrlichkeit im Umgang mit Familienproblemen und schmerzhaften Themen. Ob Scheidungskinder, gestresste Eltern oder Geschwister im Clinch: Dieses Buch stellt die richtigen Fragen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und die Gefühle des anderen besser zu verstehen.

Gemeinsam streiten, gemeinsam lachen: „Das ist meine Familie“ hilft allen, die mit kleinen Kindern leben oder arbeiten, die Hochs und Tiefs des Familienlebens zu ergründen und über Sorgen und besondere Momente zu reden.

Das sind nur vier von unseren neuen und wunderschönen Büchern, die wir Ihnen gerne am Stand In Halle 3 in der Reihe C mit der Nummer 154 präsentieren. Wir freuen uns auf Sie.




BOOKFEST: Über 60 Veranstaltungen in 20 Frankfurter Locations

Mit Donna Leon, Richard David Precht, Mithu Sanyal, Melanie Raabe u.v.a.

Seien es Bestseller-Lesungen, Talk-Runden, Hörbuchwelten oder Verlagsabende – etwa von Kein & Aber oder der Frankfurter Verlagsanstalt – das Programm ist so vielfältig wie die Autor:innen vor Ort: Rebecca Gablé präsentiert ihren Fans ihren historischen Roman „Drachenbanner“; Melanie Raabe stellt im Gespräch mit Ulrich Noller ihren Titel „Die Kunst des Verschwindens“ vor und Richard David Precht und Harald Welzer sprechen mit Michel Friedman über ihr neues Buch „Die vierte Gewalt – Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist“. Die Bildungsexpertin Florence Brokowski-Shekete spricht über ihr neues Buch „Raus aus den Schubladen! Meine Gespräche mit Schwarzen Deutschen“ (Orlanda), Volker Weidermann, Mithu Sanyal und Florian Illies denken über die Bücher ihres Lebens nach, und mit Elvira Sastre, Najat El Hachmi, Isaac Rosa, José Ovejero und Rosa Ribas ist auch der Ehrengast Spanien prominent vertreten.

Kinder- und Jugendbuchbereich

Zudem werden im Rahmen des BOOKFEST am Samstagvormittag, den 22. Oktober, auch die Gewinner:innen des Deutschen Jugendliteraturpreises 2022 vorgestellt. Doch das ist noch nicht alles, was der Kinder- und Jugendbuchbereich am Messesamstag zu bieten hat: Paul Maar liest aus seinem neuen Band „Das Sams und die große Weihnachtssuche“ und Alice Pantermüller („Mein Lotta-Leben“) und Daniela Kohl („Florentine Blix“) werden mit einer gemeinsamen Veranstaltung zu Gast sein. Tatjana Kiel und Dr. Wladimir Klitschko (per Videocall aus Kiew zugeschaltet) präsentieren ihre Kindershow „Willenskraft stärken“ zu ihrem Buch „Wil, der Wolkenstürmer“.

Donna Leon beim BOOKFEST

Besucher:innen des BOOKFEST können sich außerdem auf eine international erfolgreiche Krimi-Autorin freuen: Donna Leon wird live beim BOOKFEST extra am 20. Oktober um 20.00 Uhr im Congress Center auf dem Messegelände zu Gast sein. Im Gespräch mit Shelly Kupferberg stellt die Bestsellerautorin ihre Biografie „Ein Leben in Geschichten“ vor und gibt dabei faszinierende Einblicke in ihr Leben und Schreiben. Der Ticketverkauf ist bereits gestartet: https://www.eventim.de/eventseries/bookfest-extra-donna-leon-3201822/.

Das gesamte BOOKFEST-Programm ist hier online abrufbar: www.bookfest.de. Alle BOOKFEST-Veranstaltungen – mit Ausnahme des Bookfest extra – sind kostenfrei. Eine Registrierung ist in der Regel nicht nötig, außer wenn explizit im Veranstaltungstext erbeten. Daher gilt: Kommen Sie bitte rechtzeitig zu den Veranstaltungen, weil die Teilnehmerzahlen begrenzt sind. Alle Locations des BOOKFEST city erfüllen die Schutzverordnung des Landes Hessen; es gelten die jeweiligen Sicherheitsbestimmungen vor Ort.

Pressemitteilung Buchmesse Frankfurt




Vielfalt Kinderbuch: Ein Schatz, wie es ihn nur auf der Messe gibt

Überall auf der Messe sind tolle Kinderbücher zu finden – das Angebot ist größer als in der Buchhandlung

Rund 8000 Kinder- und Jugendbücher erscheinen jedes Jahr neu im Buchmarkt. Die meisten davon erreichen nur einen sehr kleinen Kreis der jungen Leserinnen und Leser. Dennoch macht der Kinderbuchmarkt mit einem Umsatz von knapp 10 Milliarden Euro jährlich mit 18,8 Prozent nach der Belletristik mit 31,9 Prozent den zweitgrößten Umsatzanteil am gesamten Buchumsatz aus. Die größten Buchverlage im Kinderbuchbereich dürften aktuell der Carlsen Verlag (90,2 Millionen €), der Ravensburger Buchverlag (73 Millionen €) und die Oetinger Verlagsgruppe (35,8 Millionen sein).

Faszination in Halle 3.0

Sie spiegeln aber keineswegs die Vielfalt im Buchmarkt wider. Daneben gibt es hunderte mittlerer und kleiner Verlage, die jedes Jahr faszinierende Bücher in den stationären und oftmals nur in den Onlinehandel bringen. Auch deshalb lohnt sich der Besuch auf der Frankfurter Buchmesse und das Herumstöbern bei den Kinderbuchverlagen. Diese finden sich größtenteils in Halle 3 im Erdgeschoss. Hier sind auch etliche Bücher zu sehen, die im Buchhandel vor Ort niemals auftauchen werden, weil deren Verlage keine Chance haben, sich gegen die größeren Verlage im Angebot durchzusetzen.

Internationales Angebot und Fachbücher

In Halle 3.0, wie das Erdgeschoss der Halle 3 genannt wird, sind auch internationale Buchverlage aus Taiwan, Polen, Belgien oder Ungarn zu finden. In ersten Stock in Halle 6 sind die aktuellen Trends aus dem gesamten englischsprachigen Raum zu finden. Neuerscheinungen aus Spanien, Frankreich, Italien und vielen weiteren Ländern sind im Erdgeschoss und im ersten Stock der Halle 4 untergebracht.

In Halle 3 finden sich auf zwei Stockwerken neben den Kinderbüchern auch pädagogische Fachbücher und die Schulbücher. Auch die Ratgeberverlage sind hier.

Frankfurt Kids Conference

Ergänzend zum Messeprogramm wartet in diesem Jahr noch ein besonderes Highlight auf die Besucher: Denn am 19. Oktober findet zum ersten Mal die Frankfurt Kids Conference statt. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit internationalen Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Publishing, Gesellschaft und Politik die Themen und Trends, die den Bereich Kinder- und Jugendmedien bewegen.

Wann: 19. Oktober 2022, 9.15—12.00 Uhr, Einlass ab 9.00 Uhr
Wo: Congress Center Ebene 3, Konferenzraum Illusion
Sprache: Englisch

Mehr dazu: https://www.buchmesse.de/themen-programm/fachprogramm/frankfurt-kids




Vorsicht mit dem Begriff „Mediensucht“!

DKHW und BAJ fordern bewussteren Umgang mit dem Sucht-Begriff

Ein bewusster und sorgfältiger Umgang mit dem Begriff „Mediensucht“ sollte vor einer unzutreffenden Stigmatisierung einer Vielzahl junger Menschen schützen, als notwendige Diagnose Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche ermöglichen sowie gleichermaßen die Bedeutung des Spiels und damit einhergehender Aktivitäten für das Aufwachsen und die Entwicklung von Kindern anerkennen. In einem gemeinsamen Positionspapier, das neben dem Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) u.a. der Deutsche Bundesjugendring, die Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie der Fachverband Drogen- und Suchthilfe mitgezeichnet hat, wird zudem betont, dass dabei der kinderrechtliche Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe stets mitgedacht werden muss.

Aus pädagogischen Gründen kontraproduktiv

„Die unreflektierte oder leichtfertige Verwendung des Begriffs der Mediensucht ist insbesondere aus pädagogischen Gründen kontraproduktiv. Sie trägt einerseits zu einer unnötigen sozialen Stigmatisierung junger Menschen bei, die intensiv oder exzessiv Medien nutzen. Andererseits kann sie eine angemessene Präventionsarbeit sowie die Ansprache Betroffener erschweren und dazu führen, dass notwendige und hilfreiche therapeutische Angebote für Betroffene in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden. Eine kinderrechtlich ausgewogene medienpolitische Strategie darf Risiken exzessiver Mediennutzung von jungen Menschen nicht vernachlässigen, sollte aber gleichzeitig sich verändernde Medienkulturen und Medienwerte berücksichtigen“, betont Kai Hanke, stellvertretender Bundesgeschäftsführer des DKHW.

Fach- und gesellschaftsübergreifender Diskurs gefordert

„Wir benötigen einen fach- und gesellschaftsübergreifenden Diskurs darüber, was als normal und unkritisch bei der Nutzung von digitalen Games anzusehen ist. Auch ist zu hinterfragen, anhand welcher Kriterien eine Bewertung als problematische oder sogar pathologische Mediennutzung erfolgt. Der Begriff der Normalität muss ständig an die gesellschaftliche Realität angepasst werden. Dabei sind die Entwicklung neuer Angebotsformate von Games ebenso zu berücksichtigen wie deren jugendkulturelle Einbindung und gesellschaftliche Entwicklungen, beispielsweise beim eSport“, so Klaus Hinze, Vorsitzender des BAJ. „Insgesamt stehen wir vor der Aufgabe, eine Kultur der Mediennutzung in der Familie und im Alltag zu entwickeln. Dazu benötigen wir vermehrt Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes, die digitale Bildung für unsere Kinder muss ausgebaut werden, Eltern benötigen Angebote, wie sie die Medienerziehung in der Familie gestalten können und Hilfe, wenn es zu Problemen kommt.“

Kinder und Jugendliche am Diskurs beteiligen

Das DKHW und die BAJ betonen zudem, dass an einem gesellschaftlichen Diskurs über normale oder schwierige Gaming-Nutzung Kinder und Jugendliche beteiligt werden müssen. Ihre Erfahrungen und Reflexionen sollten wesentlicher Bestandteil in diesem Prozess sein. Außerdem ist die Befähigung junger Menschen zur bewussten und gesunden Nutzung von Medien zu fördern. Die Vermittlung von Medienkompetenz als wichtigem Präventionsfaktor ist zentral. Dafür muss die Rolle des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes vor allem in Bildungseinrichtungen, aber auch in der freien und öffentlichen Jugendhilfe nachhaltig personell und finanziell abgesichert werden sowie sich fachlich multidisziplinär ausrichten.

Medienanbieter müssen ihrer Verantwortung gerecht werden

Aber auch die Medienanbieter müssen ihrer Verantwortung gerecht werden. Dazu gehört es, Spiele für junge Menschen zu entwickeln, die an deren Interessen und Neigungen anknüpfen, ihre Kreativität anregen sowie förderlich für ihre Entwicklung sind. Um dies zu erreichen, sollten Anbieter junge Menschen an der Entwicklung ihrer Produkte beteiligen. Um die persönliche Integrität zu schützen, müssen Anbieter auch auf abhängigkeitsproduzierende Spielgestaltungen und Mechanismen der wirtschaftlichen Ausbeutung verzichten. Sie sollten Risiken kennzeichnen und in die Präventionsarbeit investieren.

Das Positionspapier „Du bist doch süchtig!“ mit allen unterzeichnenden Organisationen kann unter www.dkhw.de/positionspapier-mediensucht heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemitteilung DKHW




Machen Sie den digitalen Nachrichtentest

nachrichten

Wie gut können Sie sachliche Nachrichten und redaktionelle Inhalte von Werbung oder Meinung unterscheiden?

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene sitzen oftmals Fakenews auf.
In diesem digitalen Selbsttest können Sie Ihre Fähigkeiten im Umgang mit Nachrichten im Internet überprüfen. Dazu bekommen Sie Fragen gestellt. Außerdem bekommen Sie Nachrichten und Behauptungen gezeigt, die Sie einschätzen oder bewerten müssen.

Das Ziel ist, auf die Fähigkeiten hinzuweisen, die man im Umgang mit Nachrichten braucht. Und: Menschen zu zeigen, in welchen Bereichen sie ihre Fähigkeiten noch verbessern können.

Den Test hat die die Stiftung Neue Verantwortung (SNV) entwickelt. https://www.stiftung-nv.de/

Hier geht’s zum Test https://der-newstest.de/




Entspanntere Wege durch die Grundschulzeit finden

VNN startet Akademie zu Themen rund ums Lernen, Schule und Bildung

„Durch die Gespräche mit Eltern, Nachhilfelehrkräften und VNN-Mitgliedern wissen wir, dass es viele Fragen rund ums Lernen, die Schule oder den Unterricht gibt, auf die man nur schwer Antworten findet. Hier setzt die VNN-Akademie an“, erklärt Patrick Nadler, Erster Vorsitzender des VNN Bundesverbands Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e. V., die Motivation zur Gründung der VNN-Akademie.

Vom Umgang mit Schulangst und der Wahl der richtigen Schule

Im Fokus der Veranstaltungen für Eltern stehen Themen, die für den Schulerfolg der Jungen und Mädchen wichtig sind: Der Umgang mit Schulangst oder die Frage nach der Wahl der richtigen weiterführenden Schule, die optimale Vorbereitung auf den Elternsprechtag oder die Bedeutung des flüssigen Lesens und Schreibens für den Schulerfolg. Letzteres ist das Thema der ersten Elternveranstaltung der VNN-Akademie, die am 20.10.2022 um 19 Uhr stattfindet. „Wir kennen die Sorgen der Eltern und möchten ihnen Wege zeigen, wie sie und ihre Kinder entspannt und erfolgreich durch die Schulzeit kommen“, so Nadler.

Wie wichtig regelmäßige Weiterbildungen sind, wissen die Bildungsexperten aus ihrer Nachhilfeschulpraxis. Zumal zu unterrichten selbst erfahrene Lehrkräfte bisweilen vor Herausforderungen stellt. Die kompakten, anderthalbstündigen Veranstaltungen vermitteln wertvolles praktisches Wissen für die Arbeit in der Nachhilfeschule oder Schule. Zugleich sichern die Weiterbildungen die hohe Unterrichtsqualität in den Mitgliedsschulen des VNN. Für die VNN-Mitglieder gibt es Angebote zur Stärkung ihrer pädagogischen und unternehmerischen Kompetenzen.

Weitere Veranstaltungen sollen folgen

Alle zwei Monate gibt ein Experte oder eine Expertin für eine der Zielgruppen fundierte Einblicke in ein wichtiges Thema. Neben wertvollen Informationen und wegweisenden Impulsen erhalten die Teilnehmenden konkrete Tipps und Hilfestellung für den Alltag.

Alle Veranstaltungen finden digital statt und kosten pro Teilnehmer 5,00 €. Mehr Informationen auf der Website unter www.nachhilfeschulen.org.

Quelle: Pressemitteilung VNN




BNE digital – Von klein auf für Nachhaltigkeit begeistern

wald

Aufzeichnung der Online-Konferenz „BNE digital – Von klein auf für Nachhaltigkeit begeistern“

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat zum Ziel, dass Kinder und Jugendliche erkennen, welche Konsequenzen das eigene Handeln hat und soll zugleich befähigen, Lebenswelten nachhaltiger zu gestalten. Die Medienpädagogik steht hier vor der Aufgabe, die Interessen der heranwachsenden Generation aufzugreifen, der das Thema Klima- und Umweltschutz ein wichtiges Anliegen ist.

Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ hatte zur Online-Konferenz „BNE digital – Von klein auf für Nachhaltigkeit begeistern“ am Donnerstag, 23. Juni 2022 eingeladen.

Im einführenden Vortrag befasst sich Gerda Sieben vom jfc Medienzentrum, Köln mit folgenden Fragen: Welche Rolle spielen Medien beim Thema Nachhaltigkeit und wie nachhaltig sind sie? Mit welchen Konzepten und Methoden kann die Jugendmedienarbeit dazu beitragen, dass die Digitalisierung zum Schutz der Biosphäre und zur Verbesserung sozialer Gerechtigkeit beiträgt und junge Menschen darin unterstützt, unsere (Medien-)Welt lebenswert und lebendig zu gestalten? Und was könnten Themen einer nachhaltigen Medienbildung sein?

Im Anschluss berichtet Martin Hagler von SINN MEDIA von medienpädagogischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen im Bereich BNE, bei welchen die Förderung von Selbstwirksamkeit und Integrität eine zentrale Rolle spielt. Im Vortrag werden die beiden Projekte Nature Media Walk und Cook For Climate vorgestellt, bei denen der Fokus auf Klima- und Umweltschutz sowie auf nachhaltiger und gesunder Ernährung (Planetary Health Diet) lag.

Abschließend gibt Felix Rudolph-von Niebelschütz von filmreflex, einem Lokalen Netzwerk für ein „Gutes Aufwachsen mit Medien“, Tipps zu aktiver Medienarbeit mit Stopptrick, Fotostory und Video. In dem Vortrag werden Beispiele gezeigt, wie mit einfacher Technik und wenig Aufwand Projekte umgesetzt und Themen im Sinne von BNE mit Kindern und Jugendlichen bearbeitet werden können.

Weitere Informationen finden sie hier www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de

Präsentation und weiterführende Links

Präsentation (PDF)

Linksammlung (PDF)