Herzensbildung – Kinder brauchen verlässliche Werte und emotionalen Halt

Herzensbildung_Seminar

Webinar: Emotionale Intelligenz stärken – Werte vermitteln – Kinder fürs Leben begleiten

Kinder brauchen weit mehr als Wissen. Sie brauchen Menschen, die ihnen Orientierung geben, ihre Gefühle ernst nehmen und sie dabei unterstützen, emotionale Kompetenz zu entwickeln. Genau darum geht es im interaktiven Webinar „Herzensbildung – Kinder brauchen verlässliche Werte und emotionalen Halt“ mit der renommierten Erziehungswissenschaftlerin Dr. Charmaine Liebertz.

Charmaine Liebertz zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten Expertinnen für ganzheitliches Lernen im deutschsprachigen Raum. Als Autorin zahlreicher pädagogischer Fachbücher – darunter auch unseres „Das Schatzbuch der Herzensbildung“ – verbindet sie aktuelle Erkenntnisse aus Hirnforschung, Entwicklungspsychologie und Pädagogik mit einer unmittelbar umsetzbaren Praxis.

Im Webinar erfahren die Teilnehmenden, warum emotionale Intelligenz zu den wichtigsten Zukunftskompetenzen gehört und wie Kinder lernen können, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und konstruktiv damit umzugehen. Anhand vieler Beispiele und praxisnaher Übungen zeigt Charmaine Liebertz, wie Werteerziehung und Wissensvermittlung zu einer lebendigen Einheit werden können.

Themen des Webinars

  • Warum emotionale Intelligenz entscheidend für Lernen und Entwicklung ist
  • Neue Erkenntnisse aus Emotions- und Hirnforschung
  • Die fünf Bausteine der emotionalen Intelligenz
  • Pädagogische Konsequenzen für den Alltag in Kita, Schule und Kindertagespflege
  • Praktische Übungen zur Förderung von Empathie, Selbstwahrnehmung und sozialer Kompetenz

Das Webinar richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Kindertagespflegepersonen sowie alle pädagogischen Fachkräfte, die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken und eine wertschätzende Lernkultur gestalten möchten.

Termin

Mittwoch, 7. Oktober 2026
09:00 bis ca. 12:00 Uhr

Teilnahmegebühr: 67,00 €
Nach der Veranstaltung erhalten alle Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung über 4 Unterrichtseinheiten (UE). Das Webinar findet online über Zoom statt.

Weitere Informationen unter: https://bb-ankum.de/veranstaltungen/




Was Kinder brauchen: Kinderpsychologie live erleben und verstehen

Praxisnahe Fortbildung mit Dr. Thomas Fuchs zu Bindung, Neurodiversität, Medien, Pubertät und Resilienz

Die Kindheit ist die prägendste Phase im Leben eines Menschen. Wer Kinder begleitet, trägt Verantwortung für ihre Entwicklung – und sollte wissen, welche Erkenntnisse die moderne Kinderpsychologie bereithält. Genau hier setzt die Präsenzfortbildung „Was Kinder brauchen – Kinderpsychologie live erleben“ an.

Der Kinder- und Jugendpsychologe Dr. rer. soc. Thomas Fuchs vermittelt wissenschaftlich fundiertes Wissen verständlich, praxisnah und anhand zahlreicher Beispiele. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die pädagogische Fachkräfte im Alltag unmittelbar betreffen:

  • Warum ist eine sichere Bindung für Kinder so entscheidend?
  • Wie lassen sich Konflikte lösen, ohne die Beziehung zum Kind zu gefährden?
  • Welche Rolle spielen Geschlechterunterschiede?
  • Was bedeutet Neurodiversität – und warum ist jedes Kind auf seine Weise einzigartig?
  • Wie können Kinder einen gesunden Umgang mit sozialen Medien entwickeln?
  • Was verändert sich in der Pubertät – und wie können Erwachsene Jugendliche sinnvoll begleiten?

Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf eine grundlegende Frage: Welche Welt hinterlassen wir den Kindern – und welche Kinder hinterlassen wir der Welt? Ziel ist es, Erwachsene dabei zu unterstützen, Kinder resilient, solidarisch und verantwortungsbewusst auf ihrem Lebensweg zu begleiten.

Termin

Dienstag, 29. September 2026
9:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr

Veranstaltungsort

Museum am Schölerberg, Osnabrück

Referent

Dr. rer. soc. Thomas Fuchs, Diplom-Psychologe mit den Schwerpunkten klinische und pädagogische Psychologie sowie langjähriger Erfahrung in der Kinder- und Jugendpsychologie.

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Tagespflegepersonen sowie Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit und weiteren pädagogischen Arbeitsfeldern.

Teilnahmegebühr

99,00 Euro
Nach der Veranstaltung erhalten alle Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung über 8 Unterrichtseinheiten (UE). Weitere Informationen zum Ablauf werden nach der Anmeldung zugesandt.

Weitere Informationen unter: https://bb-ankum.de/veranstaltungen/




Alltagsintegrierte Sprachbildung beginnt mit Beziehung

Prof. Dr. Armin Krenz zeigte auf der Klax Konferenz 2026, warum Sprachentwicklung vor allem in vertrauensvollen Beziehungen, bedeutsamen Alltagssituationen und wertschätzenden Dialogen gelingt

„Bildung braucht Bindung“ – kaum ein Satz fasst die Grundlagen erfolgreicher Sprachbildung so treffend zusammen wie dieser. Kinder lernen sprechen, weil sie Beziehungen gestalten, sich selbst, ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten sowie ihre Umwelt entdecken und sich verstanden fühlen wollen. Dass Sprachentwicklung deshalb vor allem im Alltag und nicht in isolierten Förderprogrammen gelingt, verdeutlichte Prof. h.c. Dr. h.c. Armin Krenz auf der Klax Konferenz 2026 in Berlin. Sein Vortrag traf einen Nerv bei den zahlreichen pädagogischen Fachkräften und regte zu intensiven Diskussionen über die Zukunft frühkindlicher Bildung an.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen in den Veranstaltungsräumen blieb die Aufmerksamkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer während der beiden Vortragseinheiten ungebrochen. Die überwiegend aus Kindertageseinrichtungen, Krippen und anderen pädagogischen Einrichtungen stammenden Fachkräfte verfolgten die Ausführungen mit großer Konzentration. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich im Anschluss begeistert über die fachliche Tiefe, die Praxisnähe und die klare Haltung des Referenten.

Sprache entsteht nicht durch Programme, sondern durch sicher erlebte Beziehungen

Im Mittelpunkt des Vortrags stand eine zentrale Botschaft: Sprachbildung ist kein isolierter Förderbereich, sondern Teil einer ganzheitlichen Entwicklung des Kindes. Sprache, Bindung und nachhaltige Bildungsprozesse bilden ein untrennbares Wirkungsgefüge bei der Sprachbildung, so wie es immer wieder vielfältige wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Armin Krenz zitierte dabei stets entsprechende Wissenschaftler*innen und benannte die Untersuchungen, so dass interessierte Teilnehmer*innen die Quellenangaben aufrufen können. Auch wenn in der Auseinandersetzung >alltagsintegrierte Sprachbildung versus additive Sprachförderung< unterschiedliche Aussagen vorgebracht werden, geht es Armin Krenz um fundierte Belege, die für eine alltagsintegrierte Sprachbildung sprechen und nicht um persönlich geprägte Meinungsaussagen, die einer additiven Sprachförderung den Vorzug geben sollen. Sprache eröffnet Kindern Zugänge zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur Welt. Gleichzeitig kann Sprache vielfältige Entwicklungsfelder im Kind fördern – oder auch behindern, wenn das Kind mit entwicklungshinderlichen Sprachäußerungen konfrontiert wird.
Krenz stellte die Bedeutung einer alltagsintegrierten Sprachbildung heraus. Sprachliche Entwicklung vollzieht sich demnach nicht in künstlich geschaffenen Förderstunden, sondern in alltäglichen Interaktions- und Kommunikationssituationen. Kinder lernen Sprache dort besonders nachhaltig, wo sie sich angenommen fühlen, eigenen Interessen nachgehen können und erleben, dass ihre Worte Wirkung entfalten.

„Sprache will erlebt werden“, lautete eine der zentralen Aussagen seines Vortrags. Sprachbildung entstehe in interessanten Interaktionen, in wertschätzenden Dialogen und in Situationen, die für Kinder bedeutsam seien. Additive Sprachförderprogramme könnten diese Voraussetzungen nur sehr begrenzt erfüllen.

Bildung braucht Bindung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der engen Verbindung zwischen Sprachentwicklung und Bindungserfahrungen. Krenz knüpfte dabei an entwicklungspsychologische Erkenntnisse an und machte deutlich, dass Kinder zunächst ein sicheres Verhältnis zu sich selbst und ihren Bezugspersonen entwickeln müssen, bevor sie die Welt neugierig erkunden können.

Sichere Beziehungen schaffen die Grundlage für Exploration, Lernfreude und sprachliche Ausdrucksfähigkeit. Kinder, die sich emotional angenommen und wertgeschätzt fühlen, entwickeln leichter Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit und die Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Sprachbildung geschieht deshalb vor allem durch Beziehungserfahrungen, durch Sprechfreude und durch eine wertschätzende Dialogkultur.

Besonders eindrücklich schilderte Krenz die Bedeutung der pädagogischen Fachkraft als „Faktor Nummer 1“ für gelingende Bildungsprozesse. Internationale Studien belegten, dass die Qualität der Erwachsenen-Kind-Interaktion einen entscheidenden Einfluss auf die sprachliche, soziale und kognitive Entwicklung von Kindern habe.

Kritik an einer zunehmend verschulten Frühpädagogik

Mit deutlichen Worten setzte sich der Referent auch kritisch mit aktuellen Entwicklungen in der Elementarpädagogik auseinander. Er warnte vor einer ständig zunehmenden Instrumentalisierung von Bildung und vor der Tendenz, frühkindliche Bildungsprozesse an schulischen, funktionsdefinierten Logiken, die einer Erwachsenensicht entspringen, auszurichten.

Kinder seien weder Förderobjekte noch „unfertige Erwachsene“, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Entwicklungswegen. Bildung dürfe deshalb nicht auf Programme, Lernziele und standardisierte Förderangebote reduziert werden. Vielmehr brauche es Zeit, Beziehung, Alltagserfahrungen und die Möglichkeit zur selbstbestimmten Auseinandersetzung mit der Welt.

Dabei griff Krenz unter anderem Gedanken von Gerd E. Schäfer, Alice Miller, Rebeca Wild und Carl Gustav Jung auf und plädierte für eine Rückbesinnung auf die Eigenständigkeit der Elementarpädagogik.

Die Welt durch Sprache entdecken

Immer wieder führte der Vortrag zurück zur Frage, welche Bedeutung Sprache für die Entwicklung eines Kindes besitzt. Sprache eröffnet den Zugang zu den eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Ressourcen ebenso wie zur sozialen und kulturellen Umwelt.

Kinder benötigen deshalb sprachunterstützende, wahrnehmungsoffene, mitfühlende und aufmerksam beobachtende Begleiterinnen und Begleiter. Sprachbildung gelingt dort, wo Kinder ernst genommen werden, ihre Gedanken Gehör finden und Dialoge auf Augenhöhe entstehen. Sprachbildung unterstützt, sofern diese Merkmale von Kindern erlebt werden, damit die >Selbstbildung< des Kindes im Unterschied zu einer additiven Sprachförderung, durch die sich das Kind eher als ein ‚Reakteur‘ versteht und sich weniger als ‚Akteur‘ seiner eigenen Entwicklung erleben kann.

Besonders die Verbindung von Sprachbildung, Selbstwertentwicklung, Resilienz und sozialem Lernen zog sich als roter Faden durch den Vortrag. Sprache wurde dabei nicht als Technik verstanden, sondern als grundlegendes Medium menschlicher Beziehung und Persönlichkeitsentwicklung.

Große Resonanz und intensive Diskussionen

Die Resonanz auf den Vortrag war ausgesprochen positiv. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für Gespräche, Rückfragen und den fachlichen Austausch. Besonders die Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit langjährigen Praxiserfahrungen wurde von den Zuhörenden hervorgehoben.

Die Klax Konferenz 2026 hatte sich zum Ziel gesetzt, Bildung neu zu denken und wissenschaftliche Impulse mit pädagogischer Praxis zu verbinden. Mit seinem Vortrag traf Armin Krenz genau den Nerv vieler Fachkräfte, die nach Orientierung in einer zunehmend komplexen Bildungslandschaft suchen. Die Themen Sprachbildung, Beziehungsgestaltung und kindorientierte Pädagogik erwiesen sich dabei als hochaktuell und praxisrelevant.

Die Präsentation zum Vortrag

Da zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wunsch geäußert haben, die Inhalte des Vortrags noch einmal nachlesen und für die eigene pädagogische Praxis nutzen zu können, stellen wir die Präsentation von Prof. h.c. Dr. h.c. Armin Krenz im Anschluss an diesen Bericht als Download zur Verfügung. Sie enthält die zentralen Gedanken, Impulse und Literaturhinweise des Vortrags und bietet zahlreiche Anregungen für die alltagsintegrierte Sprachbildung in Krippe, Kita und Kindertagespflege.




Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita

kind nachhaltigkeit

Selbstlernkur: Grundlagen und Ziele der BNE im Kindergarten

Kindertageseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Kinder auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Das Konzept der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, nachhaltiges Denken und verantwortungsvolles Handeln altersgerecht zu fördern.

Doch was zeichnet eine Kita aus, die BNE erfolgreich umsetzt? Wie lassen sich Kinder aktiv an Bildungsprozessen beteiligen? Und welche Möglichkeiten gibt es, das Umfeld der Einrichtung in nachhaltige Entwicklungsprozesse einzubeziehen?

Nachhaltigkeit im Kita-Alltag erlebbar machen

Dieser Selbstlernkurs vermittelt die Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und zeigt auf, wie sich das Konzept in den pädagogischen Alltag integrieren lässt. Dabei stehen praxisnahe Beispiele im Mittelpunkt, die verdeutlichen, dass BNE weit über klassische Umweltbildung hinausgeht.

Teilnehmende lernen unterschiedliche Ansätze kennen, um nachhaltige Bildungsprozesse in der Kita anzustoßen und langfristig zu verankern. Gleichzeitig erhalten sie Anregungen, wie Kinder aktiv in Entscheidungs- und Lernprozesse eingebunden werden können.

Naturwissenschaftliche Bildung und BNE verbinden

Anhand des Themas Boden wird gezeigt, wie frühe naturwissenschaftliche Bildung mit den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung verknüpft werden kann. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Lernumgebungen gestalten, die sowohl naturwissenschaftliche Kompetenzen als auch nachhaltiges Denken fördern.

Dabei bieten zahlreiche Alltagssituationen wertvolle Lernanlässe. Ob Hochbeet, Komposthaufen, Regenwurmglas, Fußballspiel oder Repair Café – überall lassen sich Fragen zu Nachhaltigkeit, Verantwortung und Gemeinschaft aufgreifen.

BNE als Bestandteil des Kita-Konzepts

Der Kurs unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, passende Impulse für ihre Einrichtung zu entwickeln und nachhaltige Bildung dauerhaft im pädagogischen Konzept zu verankern. Dabei wird deutlich, wie Kinder, Fachkräfte, Eltern und weitere Beteiligte gemeinsam zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können.

Das lernen Sie im Kurs

Nach erfolgreichem Abschluss können Sie:

  • das Bildungskonzept BNE erklären und als alltagsintegriertes Leitprinzip in der Kita anwenden,
  • nachhaltige Handlungsmöglichkeiten für die eigene pädagogische Praxis erkennen und konkrete Umsetzungsideen entwickeln,
  • naturwissenschaftliche Bildungsangebote mit BNE verbinden und daraus partizipative Lerngelegenheiten für Kinder gestalten.

Zielgruppe

Der Selbstlernkurs richtet sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern im Kindergartenalter arbeiten und nachhaltige Bildung stärker in ihren Alltag integrieren möchten.

Flexibel lernen im eigenen Tempo

Alle Selbstlernkurse der Forscherstation können zeitlich flexibel bearbeitet werden. Sie entscheiden selbst, wann und in welchem Tempo Sie die Inhalte durchlaufen. Unterbrechungen sind jederzeit möglich, ohne dass Lernfortschritte verloren gehen.

Die Bearbeitungszeit beträgt etwa drei bis dreieinhalb Stunden. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Diese kann – bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen – auch auf den Erwerb einer Forscherstationsplakette im ForscherstationKlaus-Tschira-Kompetenzzentrumfür frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbHRahmen ausgewählter Kombinationsangebote angerechnet werden.

Zur Anmeldung geht es hier:

Quelle: Forscherstation Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH




Digitale Ausstellungsvideos zu Krieg, Sexualität und Trauer

Drei fachlich fundierte Ausstellungsvideos stehen ab sofort online zur Verfügung

Im Rahmen der beiden bisher in Aderstedt am Huy stattgefundenen Zeltfachtagungen sind drei Ausstellungsvideos mit dem Titel „Ausschnitte unseres Lebens – Tabus, Wahrheiten, Gegenwart“ entstanden, die ab sofort im Internet aufgerufen werden können.

Im Mittelpunkt stehen die Themen Krieg, Sexualität und Trauer – Themenbereiche, die üblicherweise selbst bei konkreten Anlässen weder in vielen Kindertageseinrichtungen mit Kindern noch unter Kita-Fachkräften professionell thematisiert werden.

Regine Leipert, Erzieherin im Ruhestand und Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz, hat diese Ausstellungsvideos in enger Zusammenarbeit mit Christina Brehmer vom Kuratorium des Schulfördervereins e. V. der Petri-Sekundarschule Schwanebeck konzipiert und zusammengestellt. Bei Bedarf können die Inhalte gleichzeitig im Transkript mitgelesen werden. Unterstützt wurden die beiden dabei von Armin Krenz, dem Entwickler des Situationsorientierten Ansatzes, der die inhaltliche Vorbereitung der Themenschwerpunkte aktiv begleitet hat.

Die drei Ausstellungsvideos eignen sich sowohl für eine intensivere, fachlich fundierte Auseinandersetzung mit den zentralen Themen als auch für den Einsatz bei Elternabenden. Sie bieten eine gute Grundlage, um gemeinsam mit Eltern in einen offenen Gedankenaustausch einzutauchen.

Es gibt drei Möglichkeiten, die Ausstellungsvideos aufzurufen:

  1. über die Eingabe des Suchtextes:
    „Ausstellung Ausschnitte unseres Lebens – eine digitale Ausstellung zur Kindesentwicklung“
  2. über den YouTube-Kanal des Schulfördervereins:
    YouTube-Kanal Schulförderverein Petri
  3. über den Direktlink:
    Direktlink zur Ausstellung

Um eine möglichst breite Bekanntmachung dieser Ausstellungsvideos zu erreichen, wäre es hilfreich, diese Informationen weiterzugeben. Daher bietet es sich an, den Hinweis an interessierte Fachkräfte sowie selbstverständlich auch an Eltern weiterzuleiten. Im Hinblick auf eine entwicklungsförderliche Pädagogik wäre dies sehr zu begrüßen.

Märchen – ein Zaubermittel für Sprachbildung und Sprachentwicklung

Die Ausstellungsvideos stehen zugleich im thematischen Zusammenhang mit der Zeltfachtagung 2026 in Aderstedt am Huy, die ebenfalls vom Schulförderverein Petri Schwanebeck organisiert wird. Unter dem Titel „Märchen – ein Zaubermittel für Sprachbildung und Sprachentwicklung“ beschäftigt sich die Tagung mit aktuellen Erkenntnissen zur Sprachbildung in der frühen Kindheit und der Bedeutung von Märchen für Entwicklungs- und Bildungsprozesse in der Kita.

Die zweitägige Fortbildung findet am 11. und 12. September 2026 statt und richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita, Krippe und Hort sowie an weitere Interessierte.

Weitere Informationen zur Zeltfachtagung und zur Anmeldung finden Sie unter:

Online-Anmeldung Zeltfachtagung 2026




Was Kinder heute brauchen: Fortbildung zur Kinderpsychologie

Bindung, Neurodiversität, soziale Medien und Resilienz: Eine neue Präsenzfortbildung mit Psychologe Dr. Thomas Fuchs richtet den Blick auf zentrale Fragen moderner Kindheit.

9,5 Millionen Minuten – so viel Zeit verbringen Kinder ungefähr vom ersten Atemzug bis zum 18. Lebensjahr. Eine gewaltige Zeitspanne. Und zugleich eine Phase, in der sich entscheidet, wie Kinder die Welt erleben, wie sie Beziehungen gestalten und wie widerstandsfähig sie durchs Leben gehen.

Genau dort setzt die Präsenzfortbildung „Was Kinder brauchen – Kinderpsychologie live erleben“ an, die am 29. September 2026 im Museum am Schölerberg in Osnabrück stattfindet. Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Tagespflegepersonen sowie Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit.

Zentrale Fragen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen, die viele pädagogische Fachkräfte täglich beschäftigen: Warum ist eine sichere Bindung für Kinder so wichtig? Wie können Erwachsene mit schwierigen Verhaltensweisen umgehen, ohne die Beziehung zum Kind zu gefährden? Welche Rolle spielen soziale Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen? Und was bedeutet eigentlich Neurodiversität?

Die Fortbildung möchte dabei nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern Kinderpsychologie greifbar und erlebbar machen. Die Themen werden laut Ausschreibung „multimedial und experimentell aufgearbeitet“ . Besonders interessant dürfte für viele Teilnehmende auch der Schwerpunkt zur Pubertät sein – jener Lebensabschnitt, der Eltern und pädagogische Fachkräfte oft gleichermaßen fordert.

Welche Kinder hinterlassen wir der Welt?

Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf eine größere gesellschaftliche Frage: Welche Welt hinterlassen Erwachsene den Kindern – und welche Kinder hinterlassen wir der Welt? Dahinter steht die Idee, Kinder wieder stärker aus ihrer eigenen Perspektive wahrzunehmen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Resilienz. Pädagogische Fachkräfte erfahren, wie sie Kinder dabei unterstützen können, widerstandsfähig, solidarisch und verantwortungsvoll aufzuwachsen. Die Ausschreibung formuliert dazu einen eindrucksvollen Gedanken: „Denn Kinder sind die Saat der Zukunft.“

Über den Referenten

Referent der Veranstaltung ist Dr. rer. soc. Thomas Fuchs, Diplom-Psychologe mit den Schwerpunkten klinische und pädagogische Psychologie. Er arbeitete viele Jahre als Kinder- und Jugendpsychologe und promovierte über Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen. Neben seiner Tätigkeit in eigener Praxis absolvierte er zusätzliche Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Supervision und Selbsterfahrung.

Die Fortbildung findet als Präsenzveranstaltung am 29.09.2026 von 9:00 bis etwa 15:30 Uhr im Museum am Schölerberg in Osnabrück statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine Bescheinigung über acht Unterrichtseinheiten.

Weitere Informationen finden Sie hier




Professioneller Umgang mit kindlicher Sexualität in der Kita

Zwischen sexueller Bildung und Schutz vor Missbrauch: Interaktives Webinar für päagogische Fachkräfte

Kindliche Sinnesfreude, Körperneugier und Körperlust gehören zu einer gesunden Entwicklung. Dennoch erleben viele pädagogische Fachkräfte im Alltag große Unsicherheiten: Was gilt als altersgerecht? Wo beginnen Grenzverletzungen? Und wie können Kinder zugleich in ihrem Recht auf sexuelle Bildung gestärkt und wirksam vor sexualisierter Gewalt geschützt werden?

Das interaktive Webinar „Professioneller Umgang mit kindlicher Sexualität“ vermittelt praxisnahes Wissen und bietet Raum für fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt stehen Fragen aus dem pädagogischen Alltag sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für Kindertageseinrichtungen.

Themenschwerpunkte des Webinars:

  • Grundlagen einer regelhaften psychosexuellen Entwicklung
  • Einschätzung kindlicher Verhaltensweisen: Was ist altersgerecht?
  • Gestaltung einer altersangemessenen sexuellen Bildung
  • Regeln und Schutzkonzepte für Körpererkundungsspiele
  • „Zonen abgestufter Intimität“ in der Kita
  • Zusammenarbeit mit Eltern zu sensiblen Themen
  • Prävention sexualisierter Gewalt
  • Handlungsmöglichkeiten bei Verdachtsfällen oder Grenzverletzungen

Die Veranstaltung zeigt auf, wie Kinderrechte auf sexuelle Bildung und Schutz vor Missbrauch gleichermaßen berücksichtigt werden können.

Termin: 1. Juni 2026, 09:00 bis ca. 12:00 Uhr
Referent: Jörg Maywald
Teilnahmegebühr: 67,00 Euro
Hinweis: Die Teilnahme ist auch als Team möglich.

Kursinformation zum Ausdrucken finden Sie hier. Anmelden können Sie sich hier.




Kostenfreies Bildungsprogramm: Kita-Kinder entdecken Lebensmittel

essen-entdecken

Pädagogische Fachkräfte erkunden mit Kita-Kindern, woher regionale Bio-Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden

Essen entdecken! ist ein kostenfreies, interaktives Bildungsprogramm der Sarah Wiener Stiftung für Kitas deutschlandweit. Die Lernreise begleitet pädagogische Fachkräfte dabei, mit Kita-Kindern zu erkunden, woher regionale Bio-Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Die Teilnahme ist ganzjährig möglich. Kita-Fachkräfte können sich der Webseite sw-stiftung.de/mitmachen/essen-entdecken anmelden.

Die Entstehung und Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln wie Getreide, Milch, Eier, Honig, Obst- oder Gemüsesorten wird bei Essen entdecken! mit allen Sinnen erlebbar. Das Programm fördert einen Bezug zum Essen, weckt Neugier, Interesse und Wertschätzung für die ökologische Landwirtschaft, für Tiere und Pflanzen.

Interaktiver E-Mail-Kurs

Im Rahmen eines sechswöchigen E-Mail-Kurses erhalten die pädagogischen Fachkräfte Impulse und Materialien. Sie erfahren, wie sie gemeinsam mit ihrer Kita-Gruppe im Alltag, etwa beim Morgenkreis, den Mahlzeiten oder im Kitagarten, das jeweilige Lebensmittel näher kennenlernen können. Zu den Inhalten und Formaten des Programms gehören digitale Info-Module, Videos, Hörbeiträge, Praxisbeispiele, Rezepte, interaktive Ideenpinnwände und Austauschrunden.

Exkursion

Neben dem Erkunden des Bio-Lebensmittels in der Kita ist eine Exkursion Teil der Lernreise. Kitas können einen selbstorganisierten Erlebnisort oder einen Partnerbetrieb der Stiftung besuchen.

Die Sarah Wiener Stiftung bietet jährlich bis zu 150 qualitätsgesicherte Tagesexkursionen zu erzeugenden und verarbeitenden Bio-Betrieben in ganz Deutschland an und kooperiert mit rund 30 Betrieben. Termine für Kitagruppen zwischen 15 und 30 Kindern, die zwischen drei und sechs Jahre alt sind, finden sich auf der Essen entdecken!-Webseite.

Bei der Variante mit einer Exkursion zu einem selbstorganisierten Erlebnisort sind die Teilnehmenden freier in der Termin- und Ortsplanung. Alles entlang der Wertschöpfungskette des jeweiligen Lebensmittels ist möglich (z.B. eine Bio-Bäckerei, ein Bio-Markt oder eine Streuobstwiese). Die Sarah Wiener Stiftung unterstützt mit Tipps und Hilfestellungen, um die Organisation so einfach wie möglich zu halten. Eventuell entstehende Exkursionskosten müssen die Kitas selbst tragen.

Förderpartner

Essen entdecken! ist von IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, ausgezeichnet. Es wird durch die Holistic Foundation, die Landwirtschaftliche Rentenbank, die Stiftung Berliner Sparkasse und die TARGOBANK Stiftung gefördert.

Quelle: Pressemitteilung Sarah Wiener Stiftung