Der perfekte Wickeltisch

wickeltisch

Sicherheit, Beziehung, Hygiene und – sogar – Bildung

Der Wickeltisch hat nicht nur für die Hygiene von Kindern unter drei Jahren zentrale Bedeutung. Eine gute Wickellandschaft muss eine abgestimmte Einheit von Sicherheit, Beziehung, Hygiene – und sogar Bildung sein. Sicherheit steht an erster Stelle. Bei allen Bauten und Einrichtungsgegenständen, die für Kinder gedacht sind und die von Kindern bespielt werden. Das sollte zuhause so sein, in der Kita und der Krippe ist es ein unumgängliches Gebot. Es gilt selbstverständlich auch für den Wickeltisch.

Den hier vorgestellten Tisch hat das Team der Krippe des Jona-Kindergartens in Elisabethfehn zusammen mit der Krippenexpertin Annette Drüner entworfen. Eingebaut und an die vorhandenen Maße angepasst hat ihn ein örtlicher Schreiner. Was sofort die Frage nach den Kosten aufwirft. Laut Leiterin Heike Pieper war er nur unwesentlich teurer als ein Modell eines klassischen Anbieters für Kindergartenbedarf. Dafür passt er genau und zeigt auch nach mehreren Betriebsjahren noch keine Abnutzungserscheinungen!

Aber dieser Wickeltisch bietet noch eine ganze Menge mehr: Er ermöglicht es den Kleinkindern unter anderem, so selbstbestimmt wie auch immer möglich den Windelwechsel zu gestalten. Dabei können sie eine ganze Reihe verschiedener körperbezogener und sozialer Lernerfahrungen machen – alles auf Grundlage einer verlässlichen Beziehung zum/r ErzieherIn die Geborgenheit bietet.

tür und treppe

Tür und Treppe

Auf – zu, auf – zu! Marieke juchzt und kann sich von der Tür gar nicht losreißen. Die Eineinhalbjährige hat eine wichtige Lernerfahrung gemacht: Sie kann selbst die Tür öffnen und schließen. Dabei ist es nicht nur die Bewegung, die sie so freut: es ist auch die Selbstwirksamkeitserfahrung! Und: Sie kann selbst bestimmen, ob jemand mit ihr oder nach ihr die Treppe hinaufsteigt. Sie kann ihren eigenen Raum schützen und fordert damit auch von den ErzieherInnen und den anderen Kindern, ihre Intimsphäre zu achten.

Das ist ein wesentlicher Moment, macht er doch dem Kind selbst, den anderen Kindern und den ErzieherInnen deutlich: Mein Körper gehört mir! Für Erwachsene ist das im Alltag selbstverständlich, die gehen auf die Toilette und schließen die Tür, manchmal drehen sie sogar den Schlüssel um. Und was für die Großen völlig normal ist, sollten sie Kleinsten erst recht gönnen. Marieke macht es ganz deutlich: Sie schiebt den Riegel vor. Natürlich auch ein paar Mal. Und rüttelt an der Tür, ja, die bleibt zu.

Dann dreht sie sich um und geht die Treppe hinauf. Dabei kann sie sich sehr gut an den Stangen auf der rechten Seite festhalten. Die stehen bewusst senkrecht; Kinder jeder Größe können sie gut mit ihren Händen greifen. Marieke schaut durch die Öffnungen, ja, die Erzieherin ist noch da. Dabei legt sie ihr Gesicht ganz nah ans Holz. Selbstverständlich sind die Rundungen gut geglättet, sie kann sich keinen Splitter oder Span einreißen. Und natürlich ist das Holz mit ungiftigen und gut haut­verträglichen Materialien behandelt.

Marieke ist schon sehr sicher auf ihren kleinen Beinchen. Aber anfangs war es schon gut, dass die Rutschsicherungen in die Stufen eingelassen waren – da krabbelte sie noch lieber die Treppe hinauf. Der Handlauf, das Tau an der linken Seite, ist für die größeren Kinder. Der „wackelige Halt“ fördert das Ausbalancieren des Gleichgewichts und die Achtsamkeit für die eigene Bewegung.

Der Treppenabsatz

Der Treppenabsatz

Nach der ersten Anstrengung des Treppensteigens braucht sie eine kleine Pause auf dem Treppenabsatz. Runter­springen? Nein, das ist viel zu hoch. Aber, wenn sie will, kann Marieke sich hier im Stehen wickeln lassen. Denn mit zunehmendem Alter finden viele Kinder das deutlich bequemer. Es geht schneller für sie und sie müssen nicht so viel ausziehen. Ganz wichtig ist die Höhe: hoch genug für den Rücken der ErzieherIn! Sie kann gerade stehen und muss sich nicht immer krumm machen.

Der Handlauf führt selbstverständlich den ganzen Weg am Podest entlang und auch die nächsten beiden Stufen hinauf. Das Gitter kann erst nach dem Treppenabsatz wieder beginnen, sonst könnte die Erzieherin hier ja nicht wickeln. Die Stangen sind hier auch nicht nötig, auf der „geraden Strecke“ können auch kleine Kinder ohne Hilfe gehen.

Die Fächer

Die Fächer

Unter dem Podest und unter dem eigentlichen Wickeltisch sind große Fächer angebracht. Die Schubladen sind aus Metall, sehr geräumig, gut zu reinigen und vor allem: haltbar! Nach Heike Piepers Erfahrung mussten die Vorgängermodelle „von der Stange“ manchmal bereits nach wenigen Monaten ausgetauscht werden. Qualität lohnt sich in der Krippe also! Die Schubladen sind leichtgängig, die Kinder können sie selbst öffnen und schließen. Jedes Fach ist mit dem Foto eines Kindes versehen. Marieke weiß natürlich sofort, welches ihres ist. Dort hat sie sich eine Windel herausgeholt und mit auf den Weg genommen.

Diese Nähe der Fächer zum Wickeltisch ist nicht nur funktional. Sie ist auch aus Gründen der Sicherheit notwendig!
Denn manchmal muss die Erzieherin beim Wickeln noch etwas aus dem Fach holen, etwa weil die Unterhose nass geworden ist. Dann kann sie die eine Hand zum Sichern und zur Beziehungsbestätigung am Kind lassen, während sie die Schublade hervorzieht.

Der Wickeltisch

Der Wickeltisch

Die „Arbeitsfläche“ des Wickeltischs ist richtig groß. Und hoch. Auch hier kann sich das Kind im Stehen wickeln lassen. Und es ist egal, ob es sich lieber längs oder quer hinlegt – beides ist möglich. Dabei hängen auch nicht die Beinchen mit heruntergelassener Hose über den Rand hinaus.

Leider sind Wickeltische, die nur diese Haltung ermöglichen, immer noch häufig zu finden. Aber eine solche Haltung ist für das Kind nicht nur unbequem, sie ist auch entwürdigend! Auf diesem Tisch kann das Kind selbst bestimmen, auf welche Weise es Po und Genitalien den Erzieherinnen zur Reinigung darbietet.

Auch für die Erzieherin ist der Tisch hoch genug, rückenfreundlich eben. Die Wickelauflage wurde inzwischen übrigens entfernt. Krippenexpertin Drüner nennt die Gründe: „Zum einen sammelt sich oft unter der Wickelauflage jede Menge Schmutz, das ist schlicht unhygienisch. Zum anderen sind auch harte Auflagen für die Kinder meist zu weich, sie können dort nicht sicher gehen und sich hinlegen.“

Und ein paar Schritte müssen sie auf dem Tisch ja auch machen. Aber ist das Holz als einzige Unterlage nicht zu hart für den zarten Kinderpo? „Nein“, so Drüner, „die Kinder lieben es, weil sie sich so sicher bewegen können.“ Und gut zu reinigen ist das Holz sowieso.

Das Waschbecken

Das Waschbecken

Ein Waschbecken ist Vorschrift. Weil sich die/der ErzieherIn nach der Reinigungsprozedur am Kind auch selbst die Hände waschen muss. Hier ist es ganz nah am Wickeltisch, so muss sie/er nicht mit verschmutzten Händen vielleicht noch einen Türgriff anfassen. Und es ist groß. Groß genug, um auch ein Kind hineinzusetzen. Manchmal ist das wichtig – und vor allem gelingt die Reinigung mit dem Duschstrahl viel leichter, wenn das Kind sich stark eingekotet hat.

Auch die Kinder finden es toll. Marieke will sofort auch die Hände waschen. Und natürlich ein bisschen herumplanschen. Wieder was gelernt: dass zum Windelwechsel und später dem Toilettengang das Händewaschen gehört. Geübt wurde es gleich mit. Außerdem hat es Spaß gemacht. Stolz und zufrieden klettert Marieke den Weg wieder zurück, schiebt den Riegel von der Tür und schwingt sich hinaus. „So, Finn, jetzt bist du dran“, sagt sie zu dem schon wartenden Jungen.

Auch dieser hier vorgestellte Wickeltisch ist natürlich nicht perfekt. Haben Sie gesehen, was fehlt? Auf Bild 4 zeigt es sich: Der Übergang von der Treppe zum Wickeltisch und der Tisch selbst sind für das Kind nicht optimal gesichert. Inzwischen ist ein durchgängiger Haltegriff angebracht. Der erleichtert den Kindern die selbstständigen Schritte auf dem Wickeltisch. Woran deutlich wird: Auch, was im eigenen Entwurf perfekt aussieht, kann durch die Erfahrung noch verbessert werden!

Ralph Ruhl




Hygiene in der Kita

regenbogenkobolde@kita-router.de

Ein abgestimmer Hygieneplan ist notwendig – Hier gibt es einen zum Download

Es ist wichtig, Regeln zur Hygiene in der Kita einzuhalten. Als Gemeinschaftseinrichtung mit Küche, Speiseraum und sanitären Anlagen ist für die Einhaltung der Hygiene-Richtlinien ein abgestimmter Hygieneplan notwendig.

Auf kindergesundheit-info.de finden Sie beispielhafte Hygienepläne, Hygienemaßnahmen bei besonderen Anlässen wie Kita-Feste, Hinweise zur rechtlichen Situation und Hygiene-Informationen zur Weitergabe an Eltern und Kinder.

Dazu gehören zum Beispiel das Plakat „Richtig Hände waschen“ für Kindertagesstätten.

handwaschenmalvorlage

Es gibt in anschaulicher Art Hinweise zum richtigen Händewaschen, um Infektionen zu verhindern.

Mehr Informationen und Bestellung

Download

Oder die Kopiervorlage Malblätter „Richtig Hände waschen / Richtig husten und niesen“ für Kindertagesstätten. Mit den Vorlagen zum Ausmalen soll Kindern in Tagesstätten Wissen über richtiges Verhalten beim Husten und Niesen sowie beim Händewaschen spielerisch vermittelt werden.

richtig-haende-waschen

Der Block mit 10 Kopiervorlagen zum Ausmalen mit Hygienetipps für Kinder in Kindertagesstätten kann ausschließlich von Kindertagesstätten unter Angabe der Kita-Anschrift bestellt werden!

Mehr Informationen und Bestellung

Download als PDF

Weitere Informationen und Materialien finden Sie hier auf www.kindergesundheit-info.de




Hygieneleitfaden für die Kindertagesbetreuung

hygieneleitfaden

Ein Handbuch zu allen Fragen der Hygiene zum Gratisdownload

Ein Handbuch zu allen Fragen der Hygiene in der Kindertagesbetreuung hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg herausgegeben und zum Gratisdownload bereit gestellt. Es bietet eine Fülle von praktischen Tipps für die Arbeit mit Kindern und ist vor allem als Nachschlagewerk geeignet. Daneben finden sich viele Informationen zu vorbeugenden Maßnahmen.

Das Handbuch enthält zudem fast 400 Literaturzitate und Verweise auf weiterführende Informationsquellen zu allen Fragen der Hygiene in der Kindertagesbetreuung.

Zum Inhalt:

  • Wissensteil zu den Themen (auch zum Nachschlagen)
  • Grundlagen der Hygiene
  • Hygieneerfordernisse nach Räumen/Bereichen
  • Bauhygiene für die Planung von Neu- und Umbauten
  • Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in der Kindertagesbetreuung
  • Arbeitshilfen zur Erstellung des einrichtungsspezifischen Hygieneplans in Tabellenform mit Vordrucken für den Alltag
  • Informationsblätter zu 34 relevanten Infektionskrankheiten.



Deutschland soll stillfreundlicher werden

Bundeskabinett beschließt Nationale Stillstrategie – Broschüre zum Download

Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass Muttermilch die optimale Ernährung für Säuglinge ist und Stillen die Gesundheit von Mutter und Kind fördert. Langfristig gesehen sind gestillte Kinder im späteren Kindes- oder Erwachsenenalter deutlich seltener übergewichtig als nicht gestillte Säuglinge. Auch leiden sie seltener an Diabetes Typ 2. Bei den Müttern sinkt das Risiko für Krebserkrankungen der Brust, der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut sowie das Erkrankungsrisiko für Diabetes Typ 2. Die Stillförderung leistet einen wichtigen Beitrag zum gesunden Aufwachsen.

Bessere und individuelle Unterstützung für stillende Mütter

Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Nationale Strategie erarbeitet, die die Stillförderung in Deutschland nachhaltig verbessern soll. Die bestehenden und bewährten Angebote werden mit neuen Maßnahmen verzahnt sowie die relevanten Akteurinnen und Akteure vernetzt. Dabei werden insbesondere auch jene Frauen in den Blick genommen, die bislang seltener oder kürzer stillen. 

Ziel der Nationalen Strategie zur Stillförderung ist es

  • die Rahmenbedingungen für das Stillen zu verbessern,
  • die Akzeptanz der Öffentlichkeit für das Stillen zu erhöhen,
  • die Stillmotivation in Deutschland zu steigern und
  • Frauen nach ihrem individuellen Bedarf beim Stillen zu unterstützen.

Was Ministerinnen und Minister dazu sagen

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner: „Mein Ziel ist es, eine ausgewogene Ernährung in allen Lebensphasen zu unterstützen. Dabei kommt dem Stillen eine besondere Bedeutung zu. Die ersten 1000 Tage im Leben sind daher ein Schwerpunkt meiner Ernährungspolitik. Denn gesunde Ernährung von Anfang an ist entscheidend, um Übergewicht und späteren Folgeerkrankungen vorzubeugen. Das Stillen leistet hier einen wichtigen Beitrag. Es fördert kurz- und auch langfristig die Gesundheit des Kindes und auch der Mutter. Mit der Nationalen Strategie verbessern wir die Rahmenbedingungen für das Stillen, unterstützen die Mütter und erleichtern den gesunden Start ins Leben. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Für Mütter muss es selbstverständlich sein können, ihre Kinder zu stillen. Dafür wollen wir Verständnis und Räume schaffen. Stillen fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Mit der Nationalen Stillstrategie wollen wir gemeinsam dafür sorgen, dass Mütter die nötige Unterstützung dafür erhalten.“

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht: „Als Bundesfamilienministerin ist es mir ein besonderes Anliegen, Stillen zu unterstützen und zu fördern, auch im öffentlichen Leben. Wichtig ist, dabei keinen Druck auf Mütter auszuüben. Jede Mutter soll ihr Kind so versorgen können, wie es für sie und ihr Baby am besten ist. Natürlich muss das auch für erwerbstätige Mütter gelten. Genau hier setzt das Mutterschutzgesetz an, womit wir Müttern nicht nur das Stillen im Berufsalltag ermöglichen, sondern ihnen auch einen Anspruch auf eine stillfreundliche Umgebung geben. Die Nationale Stillstrategie soll unter anderem Arbeitgeber und Einrichtungen dabei unterstützen, entsprechende Veränderungen zu schaffen. Es geht darum, dass Stillrechte nicht nur theoretisch bestehen, sondern auch von jeder Mutter gelebt werden können.“


Nationale Strategie zur Stillförderung

Die Broschüre mit Informationen zum Stillen und zur Stillförderung mit vielen interessanten Informationen und Kontakten können Sie hier downloaden:


Hintergrund:

Die Nationale Strategie zur Stillförderung beruht auf Empfehlungen, die Vertreterinnen und Vertreter von Berufs- und Fachverbänden, öffentlichen Institutionen, der Länder, kommunaler Spitzenverbände, Krankenkassen, medizinischer Fakultäten und Kliniken sowie der Nationalen Stillkommission in einem partizipativen Prozess erarbeitet haben. Sie nimmt sieben Strategiefelder sowie die Kommunikation zum Stillen in den Blick. Bei der Umsetzung setzt die Bundesregierung auch auf die enge Kooperation mit den Akteurinnen und Akteuren, die sich im Rahmen des partizipativen Prozesses engagiert haben. 

Die sieben Strategiefelder wurden im Rahmen des partizipativen Prozesses von der eigens eingerichteten Koordinierungsstelle am Institut für Kinderernährung am Max Rubner-Institut (MRI), bei dem auch die Nationale Stillkommission (NSK) angesiedelt ist, betreut und begleitet. Von September 2020 bis 2021 haben die Experten intensiv diskutiert. Die entstandenen Arbeitspapiere bildeten die Basis dieser Nationalen Strategie zur Stillförderung und sind im Begleitbericht des MRI nachzulesen. Mit der Koordinierung des Schwerpunkts Kommunikation hat das BMEL das Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung betraut.

Weitere Informationen rund um die Nationale Strategie zur Stillförderung sind unter dem folgenden Link abrufbar: www.bmel.de/stillstrategie

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft




Alle getesteten Speisesalze sind empfehlenswert

Salz ist lebenswichtig – Öko-Test hat einige gängige Salzsorten untersuchen lassen

Wir sprechen vom „Salz des Lebens“, weil es für Gesundheit, Energie, Kraft und Glück steht. Einst haben es die Menschen mit Gold aufgewogen. Salz ist eben nicht nur eine Würze, ohne die fast nichts wirklich schmeckt, sondern es ist auch lebenswichtig. Das im Salz enthaltene Natriumchlorid ist vor allem für die Aktivierung der Nerven, der Muskeln und des Herzens wichtig. Zudem hilft es bei der Steuerung unseres Wasserhaushalts, ist als Mineralstoff für den Knochenaufbau von Bedeutung und fördert die Verdauung.

Jodmangel bei Kindern und Jugendlichen

Für unsere heutige Ernährung ist es ebenfalls wichtig, dass unser täglich genutztes Speisesalz auch Jod enthält. Erst vor kurzem hat der Berufsverband der Nuklearmediziner gewarnt, dass mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen nicht ausreichend mit Jod versorgt seien. Das hat nicht nur eine nachteilige Auswirkung auf die Gehirnentwicklung, sondern auch auf viele andere Körperfunktionen.

Stein und Meersalz

Hierzulande kennen wir größtenteils Meersalz und Steinsalz. Bei ersterem täuscht der Name manchmal. Es stimmt schon: der größte Teil des Meersalzes stammt aus Meersalz in sogenannten Salzgärten und entsteht bei der Verdunstung des Wassers. Manchmal entstammt es aber auch Salzseen oder anderen salzhaltigen Binnengewässern. Steinsalz dagegen entstammt dem Salzgestein. Es ist vor Urzeiten durch Ausfällung aus konzentriertem Meerwasser entstanden und lagert in sogenannten Salzstöcken.

Test, Test, Test

Öko-Test hat verschiedene Speisesalze getestet. Die gute Nachricht ist, dass alle unter die Lupe genommenen Salze empfehlenswert sind. Nur wenige enthalten geringe Verunreinigungen, die aber weit unter den Grenzwerten liegen. Allerdings hat das zuständige Labor das Salz nicht auf Mikroplastik untersucht. Diese dürfte vor allem aufgrund der zunehmenden Verschmutzung der Meere im Meersalz enthalten sein. Die Testergebnisse sind für jeden zugänglich auf der Website von Öko-Test.




Badegewässer in Deutschland sind in bestem Zustand

Die meisten deutschen Badegewässer erhielten laut Umweltbundesamt 2020 wieder Bestnoten

In der Saison 2020 wurden 90 Prozent aller deutschen Badegewässer von der EU-Kommission mit der Bestnote „ausgezeichnet“ bewertet. Die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie erfüllten 96 Prozent der Badegewässer an Seen, Flüssen und Küsten in Deutschland. Dies zeigen die am 1. Juni von der EU-Kommission veröffentlichten Daten zur Wasserqualität der Badegewässer 2020. Somit bleibt die Qualität der deutschen Badegewässer wie auch in den Vorjahren auf einem hohen Niveau.

Elf der insgesamt 2.304 deutsche Badegewässer wurden nach den Kriterien der EU-Richtlinie im Jahr 2020 als mangelhaft bewertet. Zum Schutz der Badenden wurden 95 Mal Badegewässer während der Badesaison zeitweise aufgrund schlechter Wasserqualität (vorsorglich) geschlossen, darunter 66 Mal wegen ⁠ Cyanobakterien ⁠ (sogenannte „Blaualgen“) und 29 Mal aus anderen wasserhygienischen Gründen. In den meisten Fällen hatten dabei Starkregenereignisse Schmutzwasser in die Badegewässer gespült. Eine Übersicht der Messergebnisse finden Sie hier.

Die Covid-19-Pandemie führte zu einem durchwachsenen Betrieb der Badegewässer.

Aufgrund der Einschränkungen im Badebetrieb durch die Covid-19-Pandemie waren 69 Badegewässer für die Badenden zeitweise oder über die gesamte Saison nicht zugänglich. Weitere 15 Badegewässer waren geschlossenen, da u.a. BetreiberInnen fehlten oder Sanierungen durchgeführt wurden. An 27 Badegewässern konnten Pandemie-bedingt (teilweise) keine Proben genommen werden und diese Badegewässer erhielten somit keine Einstufung. Aufgrund noch nicht ausreichender Probenanzahl wurden weitere 38 Badegewässer nicht bewertet.

In der Badesaison 2020 wurden 2.304 deutsche Badegewässer untersucht, insgesamt wurden 11.156 Wasserproben ausgewertet. Von den Badegewässern lagen 363 an der Küste von Nord- und Ostsee und 1.941 an Binnengewässern.

Die aktuellen Messdaten können für jedes Badegewässer online auf den Internetseiten der Bundesländer eingesehen werden. Eine Übersicht gibt es unter Wasserqualität in Badegewässern . Auf einer interaktiven Karte ist die Qualität in allen europäischen Gewässern zu finden. Und hier finden sie den Report zur Wasserqualität.

Auch in der Badesaison 2021 mit Einschränkungen rechnen

Das Risiko einer Infektion mit dem SARS-Coronavirus-2 steigt bei geringem Abstand zwischen Menschen und wenn sich viele Menschen gleichzeitig an einem Ort aufhalten. Daher müssen auch für den Aufenthalt am und im Badegewässer Regeln zum Abstandshalten und zur Kontaktminimierung eingehalten werden. Da das Tragen von Mund/Nasenschutz beim Baden nicht praktikabel ist, kommt der Einhaltung der Sicherheitsabstände im Wasser und an Land eine maßgebliche Bedeutung für den Schutz von Infektionen zu. Für den Strandbereich und ggf. die Nutzung von spezieller Infrastruktur am Badegewässer gelten die länderspezifischen Abstands- und Hygieneregeln. Mehr dazu finden Sie hier.

Eine Übertragung des SARS-Coronavirus-2 über das Wasser beim Baden gilt als äußerst unwahrscheinlich. Bisher gibt es nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) keine Hinweise darauf, dass dieses Virus über den Wasserweg übertragen wird. Grundsätzlich sollten aber Personen, die an einem akuten Infekt der Atemwege oder an einer Durchfallerkrankung leiden, nicht baden gehen, um andere Badende nicht zu gefährden. Dies gilt völlig unabhängig davon, um welche potenziellen Krankheitserreger es sich im Einzelnen handelt.




Verschiedene Senfsorten im Test

Die Öko-Test Redaktion hat verschiedene Senfsorten untersuchen lassen:

Senf ist gesund. Er hilft bei der Linderung von Erkältungskrankheiten, fördert die Verdauung oder kann sogar zur Senkung des Krebsrisikos beitragen. Dabei sind es vor allem die Senföle, die antibakteriell wirken und das Wachstum von verschiedenen Bakterien, Viren und Pilzen hemmen.

In ihrer aktuellen Aufgabe hat nun die Redaktion von Öko-Test Senf unter die Lupe genommen. Acht Senfe hat sie mit „sehr gut“ bewertet. Gleichzeitig enthalten aber auch viele Rückstände von Glyphosat. Es dann doch fraglich, ob der Senf dann tatsächlich immer noch so gesund ist.

Senf in der Natur

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  1. Alle getesteten Bio-Senf-Marken sind frei von Glyphosat
  2. In allen Senfen ist Bisphenol F enthalten. Erste Hinweise deuten laut Öko-Test darauf hin, dass dieser Stoff auf das Hormonsystem wirkt. Er entsteht wohl im Herstellungsprozess. Die Menge war in den meisten Produkten jedoch unproblematisch.
  3. Auffällig: Der Senfanteil von zwei getesteten Produkten liegt unter den Vorgaben der Branchenrichtlinie.

Leider hat die Öko-Test Redaktion keine scharfen Senfe getestet. Der gesamte Test ist kostenlos hier zu lesen.




Kinderkommission zum „Weltspieltag“

UN-Kinderrechtskonvention sagt Kindern ein Recht auf Ruhe und Spiel zu

Schon seit über 20 Jahren gilt der 28. Mai als „Weltspieltag“. Und das hat einen ganz besonderen Grund: Der Aktionstag soll daran erinnern, dass die UN-Kinderrechtskonvention Kindern ein Recht auf Ruhe und Freizeit sowie auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung zusagt.

Bewegungs- und Sportaktion des DKHW und der Sportjugend

In diesem Jahr rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Sportjugend anlässlich des „Weltspieltags“ Familien und Vereine zu einer großen Bewegungs- und Sportaktion auf. Dabei sollen in den sozialen Medien unter den Hashtags #Weltspieltag und #lasstunswasbewegen Fotos oder Videos gepostet werden, die Menschen entweder bei ihrer geliebten Sportart, beim Sport an ungewöhnlichen Orten oder bei einer für sie unbekannten Sportart zeigen. Damit soll auf die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für ein gesundes Aufwachsen von Kindern aufmerksam gemacht werden. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen.

Kinder entdecken ihre Welt im Spiel

Die Vorsitzende der Kinderkommission, Charlotte Schneidewind-Hartnagel, MdB, erklärt hierzu: „Bewegung, Sport und Spiel liegen in der Natur von Kindern. Wer mit Kindern zu tun hat, kennt ihr Verlagen und ihre Freude, nach draußen zu gehen, zu klettern, zu laufen, aktiv zu sein. Kinder entdecken ihre Welt, ihre eigenen Stärken und Grenzen in Bewegung, Sport und Spiel. Auch soziales Miteinander, Teamgeist und ein gesunder Sinn dafür, seine Fähigkeiten mit anderen zu messen, können dabei gelernt und geübt werden. Kurzum: Bewegung gibt Kindern Kraft. Deshalb freue ich mich, dass das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Sportjugend zur Bewegungs- und Sportaktion am Weltspieltag aufrufen. Gerade in der Corona-Pandemie, wo Vereinsangebote, Sport in Gruppen und Möglichkeiten, sich mit Gleichaltrigen zu treffen vielerorts eingeschränkt waren und sind, ist es wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“