Aktion und Gewinnspiel rund um „Lauras Stern“

Fünf limitierte von Klaus Baumgart gezeichnete und signierte Illustrationen von „Lauras Stern“ zu gewinnen

Die Erstlesebücher aus der Serie „Lauras Stern“ sind Klassiker. Und die Geschichten der fünfjährigen Laura, die einen „verletzten“ Stern findet und mit ihm viele spannende Abenteuer erlebt sind weltbekannt. Etwas weniger bekannt ist der Schöpfer von Laura, der Illustrator und Autor Klaus Baumgart. Mit seinen weltweit fast 20 Millionen verkauften Büchern gehört er jedoch zu den international erfolgreichsten Buchschaffenden. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, 1999 wurde er als erster deutscher Autor für den englischen Children’s Book Award nominiert. Baumgart unterrichtete an der HTW Berlin im Fachbereich Kommunikationsdesign.

Klaus Baumgart

Zur Weihnachtszeit hat der 360 Grad Verlag unter dem Motto „Gutes für Kinder und Familien“ verschiedene Aktionen mit Buchpakten und signierten Illustrationen gestartet; zu finden unter www.360grad-verlag.de. Bei einer davon geht es um drei Erstlesebücher von „Lauras Stern“ und einen von Klaus Baumgart signierten Druck auf Büttenpapier. Für 50 € gibt es die Bücher „Lauras Stern und das kleine Kätzchen“, „Laura und ihr Stern suchen den Weihnachtsmann“ und „Laura Stern und das Pony Polly“ samt einem signierten Druck auf hochwertigem Büttenpapier zu kaufen. Mehr zu der Aktion finden Sie hier.

Zu den einzelnen Büchern:

Lauras Stern und das kleine Kätzchen

Eines Tages entdecken Laura und deren beste Freundin ein kleines Kätzchen. Es friert und ist alleine. Die Kinder beschließen, dass jemand das Kätzchen mit zu sich nach Hause nehmen muss, damit es nicht ins Tierheim kommt. Laura und

ihr kleiner Bruder Tommy überreden die Eltern – doch dann ist das Kätzchen plötzlich verschwunden. Steckt etwa Harry dahinter? Laura, Tommy und Freundin Sophie beschließen, Harry heimlich eine Falle zu stellen.

Mehr zum Buch finden Sie hier.

Lauras Stern und das Pony Polly

Laura wünscht sich so sehr ein eigenes Pferd. Als sie mit ihrem kleinen Bruder Tommy zum Bäcker geht, steht es plötzlich vor ihr: das Zirkuspony Polly! Herr Bini vom Zirkus sucht einen Platz, wo es im Winter bleiben kann. Für Laura ist klar: Polly wird in ihrem Zimmer wohnen! Leider sind ihre Eltern da anderer Meinung. Doch mithilfe ihres Sterns kommt Laura auf eine tolle Idee… Wo wird Pony Polly willkommen sein?

Mehr zum Buch finden Sie hier.

Laura und ihr Stern suchen den Weihnachtsmann

Lauras kleinem Bruder Tommy ist der ganze Advents- und Weihnachtstrubel zu viel: Mama ist nie da, weil sie mit ihrem Cello dauernd Konzerte spielen muss, Papa ist gestresst, weil er die Fahrt zur Ferienhütte vorbereiten muss, und zu allem Überfluss erkennt Tommy, dass die Nikoläuse in den Kaufhäusern gar nicht echt sind. Tommy ist überzeugt: »Den Weihnachtsmann gibt’s gar nicht in echt!«

Laura will Tommy helfen. Aber sie ist sich selbst nicht sicher, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Zum Glück hat sie ihren Stern. Der hilft ihr bei der Suche nach dem Weihnachtsmann…

Mehr zum Buch finden Sie hier.

Fünf signierte Illustrationen zu gewinnen

Wir verlosen fünf der limitieren und von Klaus Baumgart signierten Kunstdrucke auf Büttenpapier. Die wunderschönen Bilder passen perfekt in jede Kita und Grundschule. Das Stichwort lautet „Laura“.

Das Gewinnspiel endet am 18.12.2024






Ein genialer Mediationsleitfaden auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation

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Heidrun Holzinger: Mediation in der Kita mit der Gewaltfreien Kommunikation – Praxishandbuch für Pädagogische Fachkräfte

Konflikte sind überall – nicht nur in Kindertageseinrichtungen – alltäglich und treten beispielsweise dort auf, wo unterschiedliche Erwartungen bzw. Ansprüche aufeinandertreffen, wo persönliche Verletzungen erlebt werden oder tiefe Enttäuschungen zum Ausdruck kommen. Auf der einen Seite können „Konflikte“ Zeiträuber sein, weil sie immer wieder Aufmerksamkeit seitens der Erzieher*innen erfordern, Gruppenaktivitäten unterbrechen und eine entspannte Atmosphäre zerstören können. Auf der anderen Seite sind Konflikte auch immer ein überaus bedeutsamer Ausgangspunkt, um lernen zu können, wie Konflikte ohne eine „Sieger- und Verlierermentalität“ für alle beteiligten Konfliktpartner befriedigend geklärt werden können. Geht es doch schließlich um den Erwerb einer Konfliktkompetenz, die in einer humanistisch geprägten Gesellschaft gang und gäbe sein sollte.

Auf Grundlage der „Gewaltfreien Kommunikation“ (GFK), begründet durch den Psychologen Marshall B. Rosenberg, hat Heidrun Holzinger in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter Franka ein Praxishandbuch herausgegeben, um elementarpädagogischen Fachkräften in Konfliktsituationen einen Mediationsleitfaden für einen kindgerechten und bedürfnisorientierten Mediationsverlauf zur Verfügung zu stellen, bei dem sich die Fachkraft als ein(e) pädagogische(r) Begleiter*in versteht und somit Konfliktlösungsversuche die Konfliktkompetenz der Kinder aufbaut bzw. erweitern hilft.

Dabei stehen eine Allparteilichkeit, eine Vorwurfs- und Urteilsfreiheit im Vordergrund, ohne Beschämung des Kindes, so dass sich jeder Konfliktpartner verstanden und in seinem Selbstwertgefühl nicht verletzt fühlt, denn  n u r  d a n n  setzten sich Kinder mit ihren eigenen Gefühlen auseinander und sind auch bereit, sich mit der Erlebnissituation des Gegenübers zu beschäftigen. Diese Mediationskompetenz ist leider in vielen Kindertageseinrichtungen nicht vorhanden. Stattdessen wird häufig mit Schuldzuweisungen gearbeitet. Es werden direktive Lösungswege vorgegeben und eine Täter-Opfer-Klassifizierung vorgenommen, so dass die Chance ungenutzt bleibt, einen Konflikt als Lernchance für Konfliktlösestrategien zu entdecken und zu verinnerlichen.

Nun zum inhaltlichen Teil des Buches:

Nach einer kurzen Einführung, in der die Mediation als Standardqualität für Kindertageseinrichtungen herausgestellt wird, folgen 7 Kapitel.

  • Zunächst werden – als Lernschritt 1 – Grundlagen über die Bedeutung der inneren Haltung, die GFK-Kommunikations-Bausteine und die Bedeutung der Mediation benannt.
  • Das 2. Kapitel geht auf die 4 Phasen des Mediations-Leitfadens mit der Gewaltfreien Kommunikation ein.
  • Und im 3. Kapitel folgen 20 Beispiel-Mediationen mit Kindern.
  • Kapitel 4 öffnet die so genannte Bedürfnis-Schatzkiste, die alle wesentlichen Merkmale (als Fragen) thematisiert, wie es mit dem körperlichen und emotionalen Wohlfühlen und Sicherheitsgefühl, dem sozialen Wohlgefühl, der Harmonie, Leichtigkeit und dem Erleben sowie der Eigenständigkeit, der Identität und den Entwicklungsmöglichkeiten des individuellen Kindes aussieht.
  • Im 5. Kapitel finden Fachkräfte eine Einführung in ihren Kita-Alltag. Wobei Phase für Phase sowie die 4 Lernschritte je Phase in die Praxis vorgestellt werden, einschließlich der Übungsmöglichkeit mit 20 Beispielen und begleitenden Übungen im Alltag.
  • Das 6. Kapitel widmet sich möglichen Gesprächskreisen, Spielen und der Pflege von Ritualen.
  • Und im 7. Kapitel wird der Frage nachgegangen, wer (Bund & Länder, Träger, Leitung, die Fachkraft, das Team, die Eltern) wie unterstützend zur Seite stehen kann/ sollte.

Doch damit nicht genug: zu diesem Buch gibt es eine Bedürfnis-Schatzkiste im Download. Diese besteht aus einem Kartenset im DIN A5 Format mit 35 Bedürfnis- sowie 5 Beschreibungskarten zum Einsatz in Form von Spielimpulsen mit Kindern.

Dieser Mediationsleitfaden mit den Bausteinen und den vielen praktischen Beispielen gehört zur Spitzenliteratur in diesem Schwerpunktbereich. Und er sollte in allen Kindertageseinrichtungen bearbeitet, beachtet und in die Praxis umgesetzt werden, auch in Form einer teaminternen Weiterbildung.

Armin Krenz – Hon.-Professor für Elementarpädagogik & Entwicklungspsychologie (a.D.)

Heidrun Holzinger
Mediation in der Kita mit der Gewaltfreien Kommunikation

Praxishandbuch für Pädagogische Fachkräfte
254 Seiten
verlag modernes lernen
ISBN: 978-3-8080-0963-5
25,95 €


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Damit die Kommunikation in der Familie gelingt

„So sag ich’s meinem Kind“ ist der weltweit erfolgreichste Elternratgeber. Adele Faber und Elaine Mazlish bauen hier ebenfalls auf die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Mit ein bisschen Theorie und einer Fülle praktischer Besipiele gelingt es ihnen, anschaulich die mitfühlende und wertschätzende Kommunikation einzuführen, damit eine kooperative Gesprächskulur in der Familie gelingt.

Adele Faber/Elaine Mazlish
So sag ich’s meinem Kind – Wie Kinder Regeln fürs Leben lernen. Erziehungsratgeber mit praktischen Übungen und Fallbeispielen: Soziale Kompetenz fördern und Selbstbewusstsein von Kindern stärken.
Taschenbuch. DIN A 5, 276 Seiten
ISBN 9783963040337
22,90 €

Mehr dazu unter: https://oberstebrink.de/produkt/so-sag-ichs-meinem-kind/





Neu aufgelegt: Der Bilderbuch-Klassiker über Vielfalt und Toleranz

blauland

Tina Rau: Kennt ihr Blauland?

Endlich – und auch von vielen pädagogischen Fachkräften sowie Eltern seit langem erwartet – ist das Buch „Kennt ihr Blauland?“ in einer Neuauflage erschienen. Es wurde schon vor vielen Jahren vom „Bulletin Jugend & Literatur“ ausgezeichnet und gehört seitdem zu den deutschsprachigen Bilderbuch-Klassikern.

Worum geht es in diesem Bilderbuch?

Dort begegnen uns die „Fizzli-Puzzlis“, die friedfertig in einem blau gefärbten Land leben. In dem Nachbarland lebte der Farbenkönig, dem alles gar nicht bunt genug sein konnte. Und aus Mitleid über die farbliche Eintönigkeit des Nachbarvolkes brachte er nacheinander die Farben Rot und Gelb ins Fizzli-Puzzliland. Bei einer Berührung dieser Farben nahmen die Fizzli-Puzzlis auch die Farben an. Ja es entstand sogar eine weitere Farbe, nämlich das Grün. Und so wurde schließlich aus einem eintönigen kleinen Völkchen ein buntes Volk mit individuellen Menschen, die auch bei ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit eine verbundene Zusammengehörigkeit erleben konnten.

Dieses Bilderbuch erfasst zwei Komponenten. Auf der einen Seite hebt es die Einzigartigkeit jeder Person hervor, die zu keinem trennenden Aspekt im Umgang miteinander führen muss, sondern vielmehr zu einer Bereicherung für alle Beteiligten führen kann. Zum anderen geht es um das Kennenlernen von Farben und Farbmischungen und regt Kinder dazu an, Farben näher kennenzulernen und mit Farben zu experimentieren.

Sowohl die Bilder als auch die Texte harmonieren in sehr gekonnter Weise und werden sich mit Sicherheit auch dieses Mal in viele Kinderherzen hineinzaubern.

Armin Krenz – Hon.-Professor für Elementarpädagogik & Entwicklungspsychologie (a.D.)


cover-Kennt_ihr_Blauland

Tina Rau
Kennt ihr Blauland?

Hardcover, 34 Seiten
ISBN: 978-3-759757-28-9
28,50 €

BoD – Books on Demand

Weitere Informationen zur Arbeit von Tina Rau und Aktuellem aus dem Blauland finden Sie bei Facebook unter https://www.facebook.com/profile.php?id=61567744342370




Traumawissen für Eltern

Traumawissen

Wie lässt sich ein Trauma erkennen, und was hilft?

Manchmal verändert sich ein Kind nach einem belastenden Erlebnis: Es zieht sich zurück, wirkt plötzlich ängstlich oder aggressiv, zeigt körperliche Beschwerden wie Schlafprobleme oder Bauchschmerzen. Für Eltern stellen sich dann drängende Fragen: Ist dieses Verhalten noch normal? Könnte es ein Zeichen für eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sein? Und vor allem: Was braucht mein Kind jetzt?

Die erfahrene Psychotherapeutin Melissa Goldberg Mintz bietet in ihrem Buch „Ist mein Kind traumatisiert?“ Orientierung und konkrete Unterstützung für Eltern. Sie erklärt, wie sich traumatische Erfahrungen je nach Lebensalter des Kindes äußern können und macht dabei deutlich, wie individuell die Reaktionen auf ein Trauma sind: Während einige Kinder scheinbar schnell zur Normalität zurückfinden, zeigen andere erst Wochen oder Monate später Veränderungen.

Was Eltern tun können – und wann sie Hilfe brauchen

Eltern spielen eine zentrale Rolle im Heilungsprozess. Im Buch gibt die Autorin konkrete Tipps, wie sie mit veränderten Verhaltensweisen ihres Kindes umgehen können. Ein wichtiger Aspekt ist, dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Dies kann durch eine klare Tagesstruktur, ein offenes Ohr, physische Nähe etc. geschehen. Zudem erläutert sie, wie Eltern lernen können, sogenannte Triggersituationen zu erkennen und ihrem Kind in solchen Momenten stabilisierend beizustehen.

Doch nicht immer reichen elterliche Maßnahmen aus. Die Autorin zeigt daher auf, welche Anzeichen darauf hinweisen, dass professionelle Hilfe notwendig ist – etwa, wenn Symptome wie Albträume, Konzentrationsprobleme oder sozialer Rückzug über Wochen hinweg anhalten. Hier ist es wichtig, dass Eltern frühzeitig handeln und Unterstützung suchen, etwa in Form von Traumatherapie.

Liebevolle Begleitung macht den Unterschied

Auch wenn eine therapeutische Begleitung irgendwann nötig werden könnte, bleibt die emotionale Nähe der Eltern ein unverzichtbarer Anker. Mit ihrer Geduld, Liebe und Präsenz können Eltern wesentlich dazu beitragen, dass ihr Kind nach einem belastenden Erlebnis wieder Vertrauen in sich und die Welt fasst.

Eltern müssen kein Trauma-Expert:innen sein, um zu helfen – aber sie können ihrem Kind genau das geben, was es am dringendsten braucht: Sicherheit, Verständnis und eine schützende Hand.

Melissa Goldberg Mintz: Ist mein Kind traumatisiert?

Jetzt versandkostenfrei bestellen unter: www.junfermann.de




Was für ein wunderbares Knuddelbuch!

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Kimiko: Der dickste Kuss der Welt

Diese kleinen Bärchen sind so herzallerliebst gezeichnet, dass ich auf jeder Seite aufs Neue „oh wie süüüß“ rufen möchte (Und ich bin ansonsten ein eher etwas reservierter Vorleser)! Große Augen, Knopfnasen, kleine hochstehende Öhrchen – für Kinder ab zwei Jahren ist es ganz einfach zu erkennen, was auf den Bildern los ist. Die dicken Seiten des Buches, leicht beschichtet, fühlen sich sanft an, lassen sich abwischen und halten auch einem beherzten Kinderbiss stand.

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Doch jetzt zur Geschichte

Momo sitzt auf seinem Sessel, ganz in die Ecke gekauert. Er ist richtig doll traurig. Das sieht Lola, seine Freundin, sofort. Er ist so traurig, dass er kaum sprechen kann. Da nimmt sie ihn in den Arm, knuddelt ihn – und gibt ihm einen so dicken Kuss mit einer so dollen Umarmung, dass dabei der Sessel umfällt. Das fühlt sich richtig schön an – deutlich zu sehen an den Grundfarben der Bilder, die dabei von blau zu leicht rosé changieren. Und: Unter dem Sessel liegt der Schmuseelefant, den Momo schon ganz heftig vermisst hat. Weshalb er so traurig war.

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Das ist es, was kleine Kinder brauchen, wenn sie traurig sind

Nähe. Körperlichkeit. Knuddeln. Und gern auch einen dicken Kuss. Weil sie sich noch nicht selbst regulieren können und jemanden brauchen, der sie darin unterstützt, manchmal auch es für sie übernimmt. Ganz direkt, ganz nah. Bis der Körper sich entspannt und beruhigt. Sprechen ist erst danach möglich. Vorher ist die Spannung zu groß, das Gehirn ist noch nicht bereit, sich auf bewusst zu entschlüsselnde Signale von außen einzustellen. Weshalb „ist doch nicht so schlimm“, „schau mal, was es sonst noch gibt“, „wo hast du es denn zuletzt hingelegt?“ in diesem Augenblick nicht funktioniert. Was funktioniert: mitschwingen. Alles andere, so richtig es sein mag, so gut gemeint es sein mag, kann erst danach aufgenommen werden. Ganz nebenbei wird so Empathie gelernt.

Und das kennen Erwachsene auch. Nicht nur aus ihrer Kindheit. Auch Erwachsenen helfen Nähe und Körperlichkeit in hoch emotionalen Momenten mehr als schlaue Worte. Darauf ein bisschen mehr zu achten, das ist es, was „die Großen“ von diesem Buch für „die Kleinen“ mitnehmen können. Und zwar nicht nur beim Vorlesen.

Ralf Ruhl

Kimiko: Der dickste Kuss der Welt.
Moritz Verlag 2024,
www.moritzverlag.de,
ISBN 978-3-89565-461-9,
22 Seiten, ab 2 Jahre,
14,90 Euro




Wenn es das Nichts nicht mehr gibt

nichts

Regina Schwarz (Text), Florence Dailleux (Illustration): Die Geschichte vom NICHTS

 „Das macht nichts“, „nichts da!“, „da kann man nichts machen“ – das Wort „nichts“ benutzen wir ziemlich oft. Was also, wenn es das „Nichts“ nicht mehr gibt? Eine wunderbare Anregung zum Philosophieren mit Kindern! Und das machen schon Kindergartenkinder wirklich gern. Denn es bedeutet Nachdenken über sich und die Welt. Und die Veränderungen, die sie jeden Tag mit sich bringt. Auch Erwachsene tun das gerne, insbesondere in stillen Stunden, gern am Meer oder auf dem Berg, manchmal auch im Meditationssitz. Sich darüber auszutauschen, was man sich da so denkt, insbesondere auch mit Kindern. Dazu lädt dieses Buch wunderbar ein: Wenn das Nichts nicht mehr da wäre, dann müssten wir uns um nichts mehr kümmern. Und was dann?

Das gelingt Regina Schwarz mit jeder Menge Sprachwitz und Sprachspielerei: Wir würden nicht mehr viel Lärm um nichts machen. Aber auch nichts Näheres, nichts Genaueres, nichts Neues mehr hören. Einfach ein bisschen quatschig weiterfabulieren, Wörter und Wortverbindungen weiterspinnen, auch mal ganz sinnfrei – das kann den Alltag in Familie und Kita deutlich bereichern. Mit viel Spaß natürlich.

Doch einen Schritt tiefer geht es in der „Geschichte vom Nichts“ um Selbstwert, Dazugehören, Ausgeschlossen-Sein. Denn das Nichts wird wie eine Person vorgestellt. Es ist traurig, fühlt sich wie ein Nichts, nichts wert, am liebsten würde es sich in nichts auflösen. Ein Seelenzustand, den jeder kennt. Auch Kinder. Und Erwachsene sind in der Pflicht, Kindern zu zeigen, vorzuleben, wie sie mit solchen Zuständen umgehen können. Ohne im Nichts zu versinken, der Schwermut, der Depression.

Wie das gelingt? Das zeichnet Florence Dailleux in teils sehr schwarz, aber nicht düster gehaltenen Bildern. Menschen und Tiere, von der Qualle bis zum Schweinchen, zeigen dem Nichts, wie wichtig es ist. Wie sehr sie es brauchen. Dass es dazugehört. Wie gern sie es haben. Und das ist es, was Kinder brauchen, wenn sie in einem solchen Seelenzustand sind. Erwachsene übrigens auch. Mit diesem Buch können wir dieser Gemeinsamkeit ein wenig näherkommen. Bei jedem Anschauen und Lesen immer wieder neu.

Ralf Ruhl

Regina Schwarz (Text), Florence Dailleux (Bild):
Die Geschichte vom NICHTS.
Aracari Verlag 2024, www.aracari.ch,
32 Seiten,
ISBN 978-3-907114-36-0,
ab 5 Jahren,
€ 15.00




Vom süßen Reiz des Unheimlichen und Mysteriösen

gespenst im haus

Oliver Jeffers: Da ist ein Gespenst im Haus

Zu Halloween gehört der Reiz des Unheimlichen und Gruseligen. Selbst die meisten kleinen Kinder lieben diesen Kitzel und die Beschäftigung mit Hexen, Gespenstern, Vampiren oder Fledermäusen.

In Oliver Jeffers Geschichte „Da ist ein Gespenst im Haus“ lädt ein kleines Mädchen zur Gespensterjagd in ein altes Haus aus dem 18. Jahrhundert ein. Das Mädchen selbst kann die Geister nicht sehen. Die Betrachter dagegen schon, wenn sie die Transparentseiten umblättern und auf die Papierseiten legen.

Jeffers ist einer der großen Kinderbuchautoren und Illustratoren unserer Zeit. Der irische Künstler hat etliche Bilderbücher publiziert, die rund um die Welt erschienen sind. Das Gespenst im Haus belegt ein weiteres Mal seine große Kreativität. Das Suchen und Entdecken der Gespenster ist ein großer Spaß.

Hie und da gibt es weitere witzige Details. Die Illustrationen sind ein fröhlicher Stilemix. Jeffers kombiniert recht häufig Schwarz-Weiß-Fotos mit gezeichneten Elementen auf recht unterschiedliche Weise. Den wesentlichen Farbtupfer bietet das kleine Mädchen mit grünem Teint, Haaren und einem gelbgestreiften Ringelkleid.

Jeffers „Da ist ein Gespenst im Haus“ ist keineswegs gruselig, aber kokettiert mit dem Genre. Für seine Leserinnen und Leser ist es ein großer Spaß und Genuss, das immer wieder zum Durchblättern reizt. Bestens geeignet für die dunklere Jahreszeit.  

Gernot Körner

Oliver Jeffers:
Da ist ein Gespenst im Haus

Gebundene Ausgabe : ‎ 80 Seiten
ISBN : ‎ 978-3968260358
Lesealter‏ : ‎ Ab 4 Jahren
Von Hacht Verlag GmbH; 1. Auflage, Ungekürzte (17. August 2023)
Originaltitel : ‎ There’s a Ghost in this House
24,00 €




Weil Technikerfahrung für Kinder so elementar ist

Gerhard Friedrich: Komm, lass uns Technik entdecken und erfahren

MINT ist zu einem populären Begriff geworden. Bekanntlich verbergen sich dahinter die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Dass die Technik hier am Ende steht, ist lediglich der Wortbildung geschuldet. Allzu oft steht sie aber auch in der täglichen elementarpädagogischen Praxis am Ende. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wo gehämmert, geschraubt und gesägt wird, ist die Verletzungsgefahr gegeben. Viele Kindheitspädagogen fühlen sich rein handwerklich dem Thema nicht gewachsen, die Ausstattung und Räumlichkeiten fehlen und im sonst schon turbulenten Kindergartenalltag entsteht noch mehr Lärm. Wer deshalb darauf verzichtet, übersieht wie wichtig und elementar der Umgang mit Werkzeugen, das Erkunden der verschiedenen Materialien sowie das Schaffen von Gegenständen sind.

Mit „Komm, lass uns Technik entdecken und erfinden“ hat Dr. Gerhard Friedrich ein Buch geschrieben, das mit viel Verständnis für Vorbehalte auf die Situation im Kindergarten eingeht, und Stück für Stück erläutert, wie Technik im Alltag einen festen Platz einnehmen kann.

Werkzeug, der richtige Umgang damit und Schutzmaßnahmen sind dabei ebenso Thema wie zahlreiche Anregungen. Diese sind anschaulich und verständlich mit Fotos illustriert. Dabei zeigt Friedrich ebenso, dass der Aufwand, dem Werken der Kinder Raum zu bieten, nicht groß sein muss. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich von Seite zu Seite. Zahlreiche kleine Tipps zeigen, wie vieles etwas leichter geht und besser funktioniert. Der Werkzeugführerschein und Tipps von einem echten Profi vertiefen das Thema.

Trotz der vielen Details und zahlreicher Anleitungen ist Friedrichs Buch kein Werkstattbuch im eigentlichen Sinne. Sicher, es baut Hemmschwellen ab und hilft Fertigkeiten zu entwickeln. Damit schafft es aber auch die notwenige Basis und ist Ausgangspunkt für eigene Entwicklungen und Erfindungen der Kinder. Im praktischen Umgang mit Technik erleben Kinder ihr persönliches Tun und Wirken, aus dem etwas Neues, Eigenes entsteht, das endlich auch genutzt werden kann. Schließlich entstehen hier neben vielem anderen zahlreiche praktische Gegenstände.

So ist „Komm, lass uns Technik entdecken und erfinden“ ein sehr gelungenes Praxisbuch, das sicher hilft, eine Lücke im Kindergartenalltag endlich zu schließen.

Gernot Körner

Komm-Technik-cover

Gerhard Friedrich
Komm, lass uns Technik entdecken & erfinden
Ein Aktionsbuch früher technischer Bildung
Verlag Herder
Kartoniert, 160 Seiten
ISBN: 978-3-451-38705-0
22,00 €