Mein kleines Insektenbuch zu gewinnen

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Wir verlosen drei kleine Pappbilder aus der Feder der bekannten Künstlerin Loes Botman

Das Ausmaß des Insektenrückgangs ist dramatisch. Dabei sind sie auch für uns Menschen überlebenswichtig. Sie bestäuben Pflanzen, dienen anderen Tieren als Nahrung und sind ein wesentlicher Bestandteil im Gleichgewicht Natur.

Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder möglichst früh einen Bezug zu den kleinen Wesen finden. Und da der Mensch das am besten schützt, was er liebt, ist ein positiver Zugang entscheidend. Da passt es sehr gut, dass sich die weltbekannte Pastellkünstlerin Loes Botman seit Jahren diesem Thema widmet. Sie weiß wie keine andere, wie sie den Charakter der Tiere in ihren faszinierenden Pastellzeichnungen zum Ausdruck bringen kann. Dies ist einer der Gründe, warum ihre Bücher von kleinen Kindern so geliebt werden. Ihnen erschließt sich hier eine faszinierende neue Welt, in der die kleinen Tiere in einem natürlichen Hintergrund wunderschön zum Leben erweckt werden. Ihr habt noch nie so schöne Insekten gesehen.

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Loes Botman

Nach dem Abschluss ihres Studiums an der „Königlichen Akademie für Bildende Künste“ in Den Haag hat sich Loes Botman auf das Zeichnen mit Pastellkreiden spezialisiert. Sie war von der Schlichtheit des Pastellmaterials fasziniert. Sie ist eine der führenden Künstlerinnen in diesem Bereich und gibt Kurse für Hobbykünstler und Profis in den Niederlanden und den USA.

Wir verlosen dreimal das kleine Insektenbuch von Loes Botman.

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Mein kleines Insektenbuch
Botman, Loes
Oberstebrink
ISBN: 9783963040351
14 Seiten, 7,95 Euro

Die Verlosung ist bendet.

Stichwort: Insekten




Kinder brauchen in Krisensituationen Raum für Spiel und Kreativität

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Michael Dietrich, Viktorija Zalcbergaite (Hrsg.): Kultur. Spiel. Resilienz. Vom Wert der Kulturellen Bildung in Krisen

Derzeit leider wieder hochaktuell: Kinder in Krisensituationen brauchen Räume zum Spielen und für kulturelle Aktivitäten, um gut anzukommen. Gerade aus der Ukraine geflohen, direkt am Bahnhof oder in den Flüchtlingsunterkünften kommen sie im Spiel oder beim Malen zur Ruhe und wieder zu sich. Kultur und Spiel hilft ihnen dabei, die traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Kinder haben laut UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben (UN-KRK Art. 31). Oft fehlt die Gelegenheit dazu.

Die AutorInnen haben in ihren Beiträgen zum Buch zunächst die Coronakrise beispielhaft als Anlass genommen Handlungsempfehlungen für PädagogInnen aufzuzeigen, die aber in jeder Krise anwendbar sind. ExpertInnen erklären wie und warum Spiel und Kultur dazu beitragen die Resilienz und damit die Gesundheit von Kindern (und Erwachsenen zu fördern). Das Spiel stärkt die Fähigkeit flexibel eine nachhaltige Lösung zu finden und vermindert das Risiko an Krisen zu scheitern. AutorInnen aus Deutschland, Indien, Japan und Australien teilen die Erfahrungen aus eigenen regionalen Krisenereignissen, aus weltweiten Netzwerken sowie aus der Entwicklungszusammenarbeit und Aktivitäten in anderen Ländern.

Dabei wird schnell deutlich: Je früher Kinder und Jugendliche ihren rechtlich begründeten und barrierefreien Zugang zu Kultureller Bildung erhalten und in kulturell-kreativen Tätigkeiten Selbstwirksamkeit erfahren, umso mehr sorgt die dabei entstehende persönliche und gesellschaftliche Resilienz für einen selbstbewussten und bereichernden Umgang mit Krisen.

Die AutorInnen stellen Projekte vor, die Anregungen für die eigene pädagogische Arbeit geben können. Neben den Beiträgen aus Theorie und Praxis finden sich einige Geschichten im Buch für das „Spielen im Kopf“. Außerdem werden die LeserInnen eingeladen, auf Glücksreise zu gehen, die für persönliche Glücksmomente sorgt und die Möglichkeit gibt, gleich ganz praktisch und spielerisch anleitend mit Übungen zur Resilienzbildung zu experimentieren. „Kultur. Spiel. Resilienz.“ kann und soll Mut machen und inspirieren, eigene Projekte (weiter) zu entwickeln.

(Anja Lusch)

Bibliografie:

Michael Dietrich, Viktorija Zalcbergaite (Hrsg.)
Kultur. Spiel. Resilienz. Vom Wert der Kulturellen Bildung in Krisen
Taschenbuch, 327 Seiten,
ISBN 978-3-96848-045-9
20 Euro




Broschüre der EKD: Kinder schützen und stark machen

Kostenlose Publikation bietet auch Hintergrundinformationen und Tipps für Eltern zu Kinderrechten und deren Umsetzung

Kinder sind Menschen mit eigenen Bedürfnissen und Interessen, die Beachtung und Schutz verdienen. Ihre Rechte wurden 1989 in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgeschrieben. Dennoch stellte der UN-Kinderrechtsauschuss wiederholt fest, dass diese Rechte auch in Deutschland nicht ernsthaft genug umgesetzt werden. Durch die Corona-Krise haben sich Kinderarmut, mangelnde Teilhabemöglichkeiten und Bildungsungerechtigkeit sogar noch zugespitzt. Mit einer eben veröffentlichten Broschüre will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auf die Umsetzung von Kinderrechten aufmerksam machen und gibt Tipps für eine gelingende Umsetzung. Dabei geht es vor allem darum, Kinder besser zu schützen und zu stärken.

Kindern zu ihrem Recht verhelfen

„In der Corona-Pandemie haben sich viele bereits vorhandene Probleme drastisch verschärft“, so die für Menschenrechtsfragen zuständige EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. „Deshalb gilt mehr denn je, Kindern und Jugendlichen zu ihrem Recht zu verhelfen, sie zu schützen und stark zu machen. Denn es ist ihre Zukunft, die von Erwachsenen allzu oft aufs Spiel gesetzt oder preisgegeben wird“.

Umso mehr seien Erwachsene zu verantwortungsvollem Handeln aufgerufen: „Als Christinnen und Christen sind wir überzeugt, dass die Menschenwürde, die Gott uns allen schenkt, uns in den Gesichtern, den Bedürfnissen und Fragen der Kleinsten unverstellt begegnet“, so Bosse-Huber.

Selbstverständlich auch passende Bibelzitate und liturgische Impulse

Die Broschüre der EKD fasst verständlich und übersichtlich zusammen, welche Rechte Kinder haben. Unter anderem werden Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Freizeit oder Mitspracherecht von Kindern behandelt. Die Texte machen auf die entsprechenden Kinderrechte aufmerksam und geben Hintergrundinformationen und Tipps für Eltern. Passende Bibelzitate und liturgische Impulse regen an, das Thema Kinderrechte auch im Gottesdienst oder in der Gemeindearbeit zu thematisieren.

Die Broschüre steht unter www.ekd.de/MenschenrechteKinderrechte zum Download zur Verfügung und kann kostenlos bestellt werden unter versand@ekd.de.




Christiane F. trifft die Jugend heute

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„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ in der restaurierten Fassung zu gewinnen

Drogenmilieu, Kinderstrich und die Musik von David Bowie. Diese Stichwörter dürften ausreichend dafür sein, dass zumindest unsere komplette Leserschaft im Alter 50 + weiß, dass es hier nun um Christiane F. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ geht. Das Buch erschien bereits 1978. Kai Hermann und Host Rieck hatten es auf Basis ihrer Tonbandprotokolle mit der drogenabhängigen Jugendlichen Christiane Felscherinow verfasst. 1981 lief die Premiere des Films.

Interview mit Nadja Brunckhorst

Warum wir uns nun mit einem 41 Jahre alten Film befassen, hat zahlreiche Gründe. Der offenkundigste und naheliegende ist, dass eben eine restaurierte Fassung mit neu produziertem Bonusmaterial erschienen ist. Mit dabei: ein Audiokommentar mit Regisseur Uli Edel und ein aktuelles Interview mit der Hauptdarstellerin Nadja Brunckhorst. Letzteres lohnt sich schon deshalb, weil Brunckhorst mit der jahrzehntelangen Distanz zu ihrer ersten Filmrolle über ihre Erlebnisse erzählt. Das ist eben nicht nur Filmgeschichte, sondern auch die Geschichte eines Mädchens, das von einem Moment auf den nächsten plötzlich im Scheinwerferlicht steht. Zudem weiß Brunckhorst zu erzählen.

Einfach gut

Zudem sind die bedrückenden Themen des Films „Drogensucht“ und „Kinderstrich“ leider aktueller denn je. Dass Jugendliche sich ausprobieren wollen und müssen, Sinn, Freundschaft und Partner suchen und dabei möglichst Rückhalt in einem funktionierenden Elternhaus finden sollten, gehört zu den zentralen Herausforderungen des Heranwachsens.

Dass der Film dabei noch immer kaum etwas von seiner Qualität verloren hat, lässt sich vor allem beim Blick auf die Jugendlichen feststellen, die den Film heute sehen. Am Ende bleibt wohl ein nachdenkliches, betretenes Gefühl zurück, das jedoch allzu oft mit einem hohen Maß an Faszination verbunden ist. Denn der Film ist einfach gut. Die Mischung aus packender Story, den größtenteils sympathischen und authentisch wirkenden Darstellern und der Musik von David Bowie trifft nach wie vor das Lebensgefühl vieler Heranwachsender.

Das Dilemma

Genau darin besteht das Dilemma des Films. Denn zum einen hat gerade dies zu dem Kult um Christiane F. in den achtziger Jahren geführt, zum anderen ist es aber nun mal notwendig, den Film so zu schaffen, dass er Jugendlichen auch zumutbar ist und diese ein Interesse daran haben, ihn zu sehen. Deshalb ist hier auch nicht die ungeschminkte, hässliche, brutale und meist hoffnungslose Realität zu sehen, sondern lediglich eine sehr softe Variante davon. Das vordergründige Zeichen dafür, ist die Sauberkeit der öffentlichen Toiletten, in denen sich die Darsteller herumtreiben. Wer heute die stillen öffentlichen Örtchen in Berlin besucht, weiß wie die Realität dort aussieht.

Basis für Auseinandersetzung

So bietet der Film eine gelungene, geschützte Umgebung wie in einem Labor, in dem die Basis für die Auseinandersetzung mit teilweise schwierigen Jugendthemen geschaffen ist. So ist er noch immer Ausdruck und Projektionsfläche für viele Jugendliche, die auf der Suche nach sich und ihrem Leben sind. Insofern ist der Film, besonders in der mit Bonusmaterial restaurierten Fassung noch immer so empfehlenswert, wie vor 40 Jahren.

Wir verlosen 3 DVDS.
Die Verlosung wurde am 3. Mai 2022 beendet




Krokodile, Zahnschmerzen und die Weltherrschaft

Matthias Kröner/Mina Braun: Der Billabongkönig

Eigentlich ganz klasse, so ein Leben als König. Da liegt man den ganzen Tag am Pool und lässt sich mit Drinks und Snacks bedienen. Als Krokodilkönig in Australien liegt man natürlich im Billabong, einem Wasserloch, das in der Hitze leider zum Austrocknen neigt. Ab und an kommt jemand vorbei, will einen Rat haben oder eine Erlaubnis. Und ab und zu verspeist man einen Fisch. Also alles cool, wenn nicht die Fische Gräten hätten, die sich gern mal zwischen die Zähne setzen. Womit die Geschichte richtig losgeht.

Weil zum Zähneputzen kommen die Zahnputzvögel, picken die Fischreste aus dem Maul und haben keine Angst, selbst verspeist zu werden. Denn das ist tabu. Weil ohne Zahnputzvögel drohen selbst Königen Zahnschmerzen. Genau das passiert. Also das mit den Zahnschmerzen. Und die Gräte ist nicht zu ziehen. Weswegen sich Ben, der Billabongkönig, aufmacht zu Kaukasius, dem Super-Zahnarzt. Der ist natürlich weit weit weg, gefährliche Abenteuer, lange Reise und so weiter.

Allein das wäre schon eine coole Geschichte, aber Kaukasius, den Ben endlich in seiner Sprechstunde erwischt, ist ein ziemlich machthungriger und manipulativer Vogel. Er befreit Ben von seinen Schmerzen, wenn der verspricht, seinen größten Konkurrenten unter den Zahnputzvögeln zu verspeisen. In seiner Not sagt Ben ja. Und schon steckt er im übelsten Dilemma: Zahnputzvogel fressen geht nicht, weil Tabu, weil Symbiose, gutes Zusammenleben und so weiter. Versprechen brechen geht auch nicht, weil Tabu, gutes Zusammenleben und so weiter.

Machtmissbrauch und Versöhnung

Ein Dilemma lässt sich nicht lösen. Und weil Ben sein Versprechen nicht erfüllt, lässt ihn Kaukasius ins Gefängnis werfen. Ganz nebenbei beginnt der Bösewicht eine Schreckensherrschaft. Zum eigenen Nutzen, für die eigenen Größenfantasien. Wie Ben es schafft, eine Revolte auszulösen, vor Gericht sein Dilemma zu schildern und die Machenschaften des Bösewichts aufzudecken, das ist einfach nur großartig geschrieben. Toll, spannend, bildhaft. Und leider ziemlich aktuell. Denn das Buch lässt sich auch als Parabel lesen auf die momentane politische Lage und den Krieg Russlands gegen die Ukraine, was der Autor zu der Zeit, als er die Geschichte schrieb, nicht ahnen konnte. Wer sich also fragt, wie er mit seinen Kindern über die aktuelle Lage und den Krieg sprechen kann, findet hier jede Menge Anknüpfungspunkte. Insbesondere über die Frage, wie es gelingen kann, wieder miteinander zu leben, obwohl Einigen viel Schreckliches angetan wurde.

Dabei geht es nicht um erdrückende Moral. Denn es gibt ein versöhnliches Ende, der Bösewicht hat die Chance, wieder in die Gemeinschaft zurückzukehren. Und Ben ist ebenfalls nicht gerade ein Hort des Gutkrokodiltums. Nicht ganz ohne Grund wird er von seinen Kollegen als faul und selbstsüchtig beschimpft. Und auch den Autor bringt er – wunderbares Stilmittel – mit seinen Einwürfen und seinem Dazwischengequatsche immer wieder durcheinander. Denn Ben will natürlich als klasse Krokodilkönig dastehen, stark, klug, eben würdevoll. Womit sich beim Vorlesen auch das Thema „Scham“ leicht und ohne Beschämung ansprechen lässt.

Ein vielschichtiges Buch, das auch den vor- und mitlesenden Eltern viel Stoff zum Nachdenken, Schmunzeln und Sich-selbst-erkennen liefert.

Ralf Ruhl

Bibliographie:

Matthias Kröner (Text), Mina Braun (Ill.)
Der Billabongkönig
Beltz 2022
162 Seiten
ab 7 Jahre
www.beltz.de
ISBN 978-3-407-75641-1
15 Euro




Polylino steht Ukraine-Flüchtlingen kostenlos zur Verfügung

Im Bilder- und Kinderbuchservice gibt es auch Titel in ukrainischer Sprache

Um in der humanitären Krise in der Ukraine zu helfen hat Polylino entschieden, seinen digitalen und mehrsprachigen Bilder- und Kinderbuchservice für ukrainische Familien, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ankommen, auch außerhalb einer offiziellen Bildungseinrichtung kostenlos anzubieten. Ukraine-Flüchtlinge können auf die digitale Bibliothek kostenfrei zugreifen, in der auch Titel mit ukrainischer Audio- und Textsprache enthalten sind.

Bücher und Literatur können hilfreiche Werkzeuge sein, um mit Kindern über schwierige Themen und Gefühle zu sprechen, mit denen sie noch nicht umzugehen wissen. Mit Polylino haben Familien Zugriff auf hunderte Bücher, von denen viele in mehreren Sprachen einschließlich Ukrainisch gelesen und angehört werden können. Polylino kann als App (iOS & Android) über Smartphones und Tablets oder als Browserversion genutzt werden.

Um Polylino kostenlos zu nutzen, folgen Sie den untenstehenden Links und geben folgende Zugangsdaten ein:

Benutzername: HelpUkraine
Passwort: Peacenow

Polylino lässt sich über folgenden Kanäle beziehen:
Polylino als Browserversion (z.B. für Fire Tablets oder Laptops)
Polylino für iPhone und iPad (iOS)
Polylino für Android-Geräte

Polylino hat auch ein Handout mit allen wichtigen Infos auf Ukrainisch vorbereitet.

Passende Inhalte in Polylino finden

Um die Titel mit ukrainischer Audioversion zu finden, wählen Sie die ,Sprachregal’-Übersicht oben im Menü und scrollen Sie bis zum Buchstaben „U“ für Ukrainisch.

In seiner Bibliothek hat Polylino ein Bücherregal zum Thema „Krieg und Flucht“ erstellt mit Titeln, die Sie im Gespräch mit Kindern bei diesem Thema unterstützen können.

Sollten Sie nach weiteren Ratschlägen suchen, um mit Kindern behutsam das Thema Krieg aufzugreifen, hat Polylino hier eine Linksammlung für Sie zusammengestellt: Mit Kindern über Krieg und Flucht sprechen.

Bei Fragen zum Login, zur Nutzung unseres Services oder bei anderen Problemen, kontaktieren Sie bitte den Kundensupport-Team über ‘service@ilteducation.de’.

Quelle: Pressemitteilung Polylino




Eine packende und aufwühlende Drogenfamiliengeschichte

Pierre Monnards „Platzspitzbaby“ ist eben auf DVD erschienen – zudem gibt es Schulmaterial

Viel ist von der so genannten „Mutterliebe“ die Rede. Aber wer spricht von der Liebe der Kinder zu ihren Eltern? Schließlich ist das immer und jederzeit eine bedingungslose Liebe, die Kinder dazu bewegt, ihre Eltern schützen zu wollen. Das ist eine der Ursachen dafür, warum Kinder bei Schicksalsschlägen in der Familie wie bei schweren Krankheiten, Tod oder Scheidung besonders leiden. Schließlich hatten sie keine Chance zu helfen.

Genau so eine Geschichte ist jene der elfjährigen Mia. Sie zieht mit ihrer Mutter Sandrine weg aus der Züricher Drogenszene in eine Kleinstadt im nahegelegen Oberland. Zu nahe, wie sich bald herausstellt: Denn als Sandrine am neuen Wohnort auf alte Bekannte stößt, greift sie auch bald wieder zu harten Drogen.

Warum „Platzspitzbaby“

Pierre Monnard erzählt von nun ab in seinem Film „Platzspitzbaby“ Mias Geschichte, die verzweifelt und hartnäckig nach Wegen sucht, ihre Welt und damit auch die Welt der Mutter wieder zu heilen. Das Drehbuch von André Küttel ist angelehnt an die Autobiographie von Michelle Halbheer, die mit Unterstützung der Journalistin Franziska K. Müller ihre Kindheitserinnerungen und damit auch ihre Beziehung zu ihrer Mutter in dem Roman aufarbeitet. Dabei kommt der ungewöhnliche Name des Buches und des Films auch nicht von ungefähr. Platzspitz heißt ein kleiner Park beim Züricher Hauptbahnhof, der in den 80er Jahren zum berüchtigten Treffpunkt von Drogensüchtigen und Dealern mutierte. Und die Hauptdarstellerin des Films, die elfjährige Mia ist eben das „Baby“ dieser Drogenszene.

Schockierend, bedrückend, lebensnah

Im Roman wie im Film flüchtet das Mädchen in eine Phantasiewelt mit einem „heimlichen Freund“, sie versucht für ihre Mutter und sich Geld aufzutreiben und sie übernimmt die Rolle des Familienoberhaupts. Es ist ein verzweifeltes und anrührendes Agieren. Trost dabei spendet, dass Mia neue Freunde findet, die sie jedoch wieder verliert, um sich am Ende selbst zu finden.

Es ist eine schockierende, bedrückende Welt, die Monnard gelungen und glaubwürdig inszeniert. Szenenbild und Ausstattung versetzen das Publikum in die 90er Jahre, die das Kamerateam um Darran Bragg gelungen einfängt. Der Film ist unterlegt mit den meist warmen Melodien von Matteo Pagamici.

Aufwühlend und grundlegend

In dieser Szenerie agieren die beiden Hauptdarstellerin Luna Mwezi als Mia und Sarah Spale als deren Mutter in beeindruckender Weise. Beide sind in jedem Moment glaubwürdig und spielen großes emotionales Kino, das sein Publikum packt und in jeder Situation mitreißt.

Monnard, der schon mit der Serie Wilder und Recycling Lily beeindruckte, ist hier ein tiefgründiger, facettenreicher und ergreifender Film gelungen, der seinen Zuschauern ein aufwühlendes Erlebnis verbunden mit grundlegenden Fragestellungen vermittelt.

Eben ist die DVD in einer für den deutschen Markt synchronisierten Fassung erschienen.

Schulmaterial

Zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Luzern wurde ein spezielles Schulprogramm entwickelt, welches für die Sekundarstufe I und II vorgesehen ist. Mögliche Bezüge können zu den Fachbereichen „Räume, Zeiten, Gesellschaft“, „Wirtschaft, Arbeit, Haushalt“ und „Ethik, Religionen, Gemeinschaft“ des Lehrplans 21 gemacht werden. Genauere Beschreibungen zur Einbettung in den Unterricht sind in der Lehrerhandreichung zu finden.

Gekoppelt an die Filmwebseite (www.platzspitzbaby.ch), bietet das Schulmaterial einen multimedialen Zugang, um sich dem Thema zu erschließen. Originalaufnahmen der 80er und 90er Jahre, Sequenzen des Spielfilms verbunden mit Interviews mit Zeitzeugen (u.a. auch dem damaligen Stadtpräsidenten Josef Estermann) schaffen eine attraktive Plattform, die es den Jugendlichen ermöglicht, sich Fachwissen anzueignen und sensibilisiert zu werden im Umgang mit Drogen und Suchtbetroffenen. Fragen und Aufgaben zu den Filmsequenzen und Textpassagen regen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich an, das Thema selbstständig weiterzudenken und Verbindungen zu ihrer eigenen Lebenswelt zu machen.

Das gesamte Schulmaterial ist auf https://www.platzspitzbaby.ch/de/schulmaterial/ abrufbar.

Filmographie:

Platzspitzbaby
Regie: Pierre Monnard
Darsteller: Luna Mwezi als Mia, Sarah Spale als Sandrine
Produktionsjahr: 2020/Schweiz
Genre: Drama
Filmlänge: ca. 96 Minuten
FSK: 12 Jahre

Gernot Körner




Kostenloses Pixibuch: Ein neuer Erzieher, Pingi und das Schaumbad

pixibuch

Früherziehung mit männlichen Rollenvorbildern? Ja unbedingt!

Im neuen Pixibuch: „Ein neuer Erzieher, Pingi und das Schaumbad“, sind männliche Erzieher ein selbstverständlicher Teil des Kitaalltags. Das kleine und quadratische Heftformat spricht vor allem Kinder von drei bis sechs Jahren an.

Die Geschichte spielt in einer inklusiven Kita. Hier müssen sich Theo und Tilda an den neuen Erzieher Louis gewöhnen, der seinen Kollegen Malte in der Pinguin-Gruppe ablöst.

Die Botschaft lautet: Männliche Erzieher können ein selbstverständlicher Teil des Kitaalltags sein, denn Sorgearbeit können Frauen und Männer gleichermaßen übernehmen. Schon in der Früherziehung werden Rollenbilder geprägt und der Grundstock dafür gelegt.

Das Pixibuch wurde im Rahmen desProjekts Boys’Day – Jungen-Zukunftstags, Herausgeber kompetenzz, erstellt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Weitere Informationen zum Boys’Day

Um insbesondere junge Männer für den Erzieherberuf zu interessieren, bietet der Boys’Day auf der Website: zukunftsberuf-erzieher.de alle Informationen rund um die Ausbildung.

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Pixibuch: Ein neuer Erzieher, Pingi und das Schaumbad

Hier können pädagogische Fachkräfte das Buch kostenlos bestellen