Bio kann jeder: Nachhaltig essen in Kita und Schule

BioKueche

Fortbildung auch für pädagogische Fachkräfte in Kita und Schule

Eingeladen sind Köchinnen und Köche, Küchenleitungen und-teams, Caterer, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Einrichtungs-und Schulleitungen, Träger der Einrichtungen sowie weitere interessierte Personen.

Beschreibung

Die Öko-Modellregion Oberes Werntal hat sich zum Ziel gesetzt, den Ökolandbau in der Region zu steigern. Um dies zu erreichen ist ein wichtiger Punkt auch die Integration der regionalen Bio-Lebensmittel in die Kita- und Schulverpflegung. Anja Scheurich gibt Tipps zum regionalen Einkauf von Bio-Produkten.

Eva-Maria Huber, Köchin und Ernährungswissenschaftlerin für Bioland, zeigt Ihnen, wie der Einstieg mit Bio-Produkten funktioniert, welche Lebensmittel sich gut für den Einstieg eignen, wie ein gelungener Speiseplan mit Bioprodukten aussieht und wie Bio auch in das Verpflegungsangebot auch bei knappen Budgets integriert werden kann.

Mit ihrer Frischeküche und circa 70 Prozent Bio-Einsatz überzeugt die Küchenleitung des Kinderhaus St. Bartholomäus Greßtal, Frau Doreen Maar, Eltern und Kinder jeden Tag wie kindgerechte Bio-Küche funktioniert. In dem Workshop teilt Sie ihre ersten Erfahrungen beim Umstieg auf Bio und gibt Tipps für die erfolgreiche Umsetzung und Kommunikation mit Eltern, ErzieherInnen und Personal.

Die Bildungsprogramme GemüseAckerdemie und AckerRacker begleiten Schulen und KiTas beim Gemüseanbau auf dem Acker: von der Anbauplanung über Fortbildungen bis zu wöchentlichen Informationen rund um das eigene Gemüse. abei erleben die Kinder, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie diese wachsen. Das Ziel: eine junge Generation für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit zu begeistern!

Programm

  • 13:30 Uhr: Begrüßung und Vorstellungsrunde
    (Eva-Maria Huber, Bioland e.V.)
  • 13:45 Uhr: Bio Einstieg leichtgemacht – Erste Schritte, Speiseplanung, Kommunikation und Kalkulation mit Bio-Lebensmitteln
    (Eva-Maria Huber, Bioland e.V.)
  • 14:10 Uhr: Jetzt sind Sie dran! Erfahrungsaustausch und Strategien zum Bio-Einstieg
  • 14:40 Uhr: Pause
  • 14:50 Uhr: Praxisbericht Kindergarten – Wie gelingt die Umsetzung von Bio auf dem Speiseplan (Doreen Maar, Küchenleitung Kinderhaus Greßthal)
  • 15:15 Uhr: Die Öko-Modellregion Oberes Werntal – Regionale Einkaufsmöglichkeiten mit Bio-Produkten (Anja Scheurich, Managerin der Öko-Modellregion Oberes Werntal)
  • 15:25 Uhr: Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung stellt sich vor
    (Christine Zehnter, AELF Kitzingen-Würzburg)
  • 15:35 Uhr: Die Gemüseackerdemie – Gemüseanbau in Kitas und Schulen
    (Hannah Bomhard, GemüseAckerdemie Unterfranken)
  • 15:50 Uhr: Abschlussrunde – Offene Fragen, nächste Schritte, Vernetzung
  • 16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Termin

09.02.2022

Ort

Online

Veranstalter

Bioland e.V.

Kontakt

Eva-Maria Huber
E-Mail: eva-maria.huber@bioland.de

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis 7.2.2022 per Online-Anmeldung an.

Kosten

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bio kann jeder – Nachhaltig essen in Kita und Schule unterstützt mithilfe von Workshops Verantwortliche vor Ort dabei, das Verpflegungsangebot für Kinder und Jugendliche nachhaltiger zu gestalten. Die Teilnehmenden erhalten von Regionalpartnern praxisorientierte Tipps wie sie Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung in ihren Einrichtungen einführen beziehungsweise das Angebot erweitern können. Die Bio kann jeder-Workshops werden im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt. Zur Terminübersicht




Kinder und Trauer – am besten geht’s gemeinsam

Offen und gemeinsam trauern hilft Kindern am meisten

Abschied nehmen ist niemals leicht. Schon gar nicht, wenn man sich für immer von einem Menschen oder dem geliebten Haustier trennen muss. Umso wichtiger ist es, dass Sie aktiv mit der Trauer umgehen und auch Ihr Kind in den Prozess mit einbeziehen. Wenn Sie offen mit Ihrer Trauer umgehen, können Sie danach im Idealfall gestärkt in die gemeinsame Zukunft blicken.

Warum trauern wichtig ist

Trauern ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch wichtig für uns Menschen. Die aktuelle Wissenschaft ist sich einig, dass unverarbeitete Trauer das psychische Wohlbefinden auf Dauer gefährdet und zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann. Natürlich trauert niemand gerne. Doch Psychologinnen und Psychologen haben herausgefunden, dass Trauer das persönliche Wachstum fördert und von den Trauernden selbst im Nachhinein oft als positiv wahrgenommen wird.

Wie Kinder trauern

Kinder haben schon früh ein Verständnis vom Tod. Allerdings realisieren sie erst ab einem Alter von neun bis zehn Jahren, dass dieser einen unwiederbringlichen Einschnitt darstellt. Davor erleben sie zum Beispiel den Verlust eines verstorbenen Menschen als vorübergehenden Abschnitt.

Bei Erwachsenen verläuft die Trauer typischerweise in vier aufeinander folgenden Phasen. Doch Kinder trauern anders. Man spricht bei unseren Kindern von einer tropfenweisen Trauer. Das heißt, dass die Trauer sich bei ihnen von Tag zu Tag unterschiedlich stark äußern kann. Viele Kinder fangen etwa nach einer kurzen Traurigkeit schnell wieder an zu spielen, zu lachen oder zu toben – nur um danach doch wieder niedergeschlagen zu sein. Für manche Erwachsene mag das befremdlich wirken. Doch auch dieses Verhalten ist ein Ausdruck von Trauer. Ebenso kann es vorkommen, dass trauernde Kinder unter Schlafstörungen, ängstlichem Verhalten oder sogar körperlichen Beschwerden leiden.

Egal, wie Ihr Kind trauert: Das Wichtigste ist, dass Sie Ihrem Kind in dieser schwierigen Zeit besonders viel Aufmerksamkeit schenken und geduldig mit ihm umgehen. Versuchen Sie Ihrem Kind die Situation zu erklären und beziehen Sie es aktiv in Ihre eigene Trauer und die damit einhergehende Bewältigung mit ein. Obwohl es vielleicht einfacher erscheint, ist es wichtig, dass Sie den Grund Ihrer Trauer nicht tabuisieren, sondern offen mit der Situation umgehen.

Was Kindern hilft

Es ist immer besser, über die eigene Traurigkeit zu sprechen, als das Thema totzuschweigen. Wenn Ihr Kind sieht, wie Sie weinen, fällt es ihm auch leichter. Das ist wichtig, denn genau wie wir Erwachsenen, brauchen auch Kinder die Möglichkeit, sich mitzuteilen und ihre Gefühle nach außen zu transportieren.

Neben kullernden Tränen gibt es viele weitere Ausdrucksformen der Trauer. Durch Malen, Singen, Tanzen oder Basteln können viele Kinder ihren Emotionen einfacher freien Lauf lassen als mit Worten.

Auch bestimmte Trauer-Orte können helfen. Das kann ein Grab sein oder ein Platz, der mit dem oder der Verstorbenen verbunden wird. Begeben Sie sich gemeinsam an solche Orte, um dort bewusst zu trauern und inne zu halten. Zugleich sollte es jedoch auch Orte geben, an denen nicht getrauert wird. Zum Beispiel im Kindergarten. Denn trauern ist psychisch und physisch anstrengend. Deshalb ist es wichtig, Ihrem Kind auch immer wieder Pausen einzuräumen.

Quelle: Eine Pressemitteilung von KMK kinderzimmer GmbH & Co. KG




Von Blattlauslöwen und Drahtwürmern

marien

Die „Pflanzenschutz-Akademie“ auch für die Kita besuchen

Um Wissen zu vermitteln und einen nachhaltigen, umweltfreundlichen Pflanzenschutz zu fördern, hat die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn-Institut (JKI) eine Lernplattform zum Thema Pflanzenschutz im Öko-Landbau entwickelt. Nicht für uns, dachten wir zuerst. Doch bei näherem Hinsehen, wollten wir dann doch darüber berichten. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Interessantes Wissen spannend und beeindruckend verpackt

Die Website ist richtig schön gemacht. Wir lernen hier eine Menge über heimische Pflanzen, viele Insekten und den Ackerbau. Dafür hat die Website vielfältige Informationen zu bieten. Texte, Fotos, Videos und spannende Wissensquizze bieten einen tiefen Einblick und machen auch Spaß. Wer mit Kindern einen Garten anlegt und pflegt, sollte öfter mal bei der Pflanzenschutz-Akademie vorbeischauen, zumal es hier auch viele Lösungen für das ein oder andere Gartenbauproblem gibt.

Wir bleiben bei Bio

Es geht um Ökolandbau. Hier wird nicht mit Pestiziten gespritzt und Kunstdünger kommt auch nicht zum Einsatz. Und so sollte ein Garten, in dem sich Kinder aufhalten, ja auch sein. Schließlich ist dieser ein zentrales Erfahrungsfeld für Kinder.

Wie meinen deshalb, dass das ein tolles Angebot ist, gerade für diejenigen, die nicht unbedingt mit dem Grünen Daumen gesegnet sind.

Hier geht es zur „Planzenschutz-Akademie“




Nachwuchswettbewerb Jugend forscht geht in die neue Runde

8.527 Kinder und Jugendliche haben sich mit 4.788 Projekten angemeldet

In der kommenden Woche beginnen die Wettbewerbe der 57. Runde von Jugend forscht/Schüler experimentieren. Die Jungforscherinnen und Jungforscher präsentieren ihre kreativen Projekte zunächst auf den Regionalwettbewerben im gesamten Bundesgebiet. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes finden die Wettbewerbsveranstaltungen vornehmlich online statt. Für die aktuelle Runde des Nachwuchswettbewerbs haben sich insgesamt 8.527 Kinder und Jugendliche mit 4.788 Projekten angemeldet.

Große Bandbreite

Auch in diesem Jahr ist die Bandbreite der Forschungsarbeiten in den sieben Jugend forscht Fachgebieten groß: So entwickelte ein Forscherteam aus Algen eine biologisch abbaubare Kunststoffalternative für den 3-D-Druck. Welche Bedeutung die einzigartigen Gesänge der Weißhandgibbons für deren Sozialstruktur haben, untersuchte eine Jungforscherin am Beispiel einer Affengruppe im Nürnberger Tiergarten. Ein Jungforscher ging der Frage nach, wie Drohnen technisch optimiert werden müssen, um damit Menschen etwa im Brandfall aus Hochhäusern retten zu können. Präsentiert wird auch ein spezielles Konzept zum Urban Farming für den Hausgebrauch, das ermöglicht, Nutzpflanzen platzsparend in der Vertikalen anzubauen. Ein Team programmierte eine Software, die mittels künstlicher Intelligenz Hasskommentare in sozialen Medien erkennen und klassifizieren kann. In einem weiteren Projekt wurde vor dem Hintergrund der letztjährigen Flutkatastrophen analysiert, wie verschiedene Baustoffe infolge von Durchfeuchtung an Stabilität verlieren.

Landeswetbewerbe beginnen Mitte März 

Die Siegerinnen und Sieger der Regionalebene qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe, die Mitte März 2022 beginnen. Den Abschluss der 57. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht bildet das Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck – gemeinsam ausgerichtet vom Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V. als Bundespate und von der Stiftung Jugend forscht e. V.

Alle Wettbewerbstermine, Veranstaltungsorte und Ansprechpersonen finden Sie im Internet unter www.jugend-forscht.de.




Bildungsgerechtigkeit jetzt verwirklichen

Deutsches Kinderhilfswerk fordert umfangreiche Maßnahmen zum Tag der Bildung

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) vermisst an vielen Stellen den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen. Und auch bei der Integration von geflüchteten Kindern ins Bildungssystem gibt es noch viel zu tun. Zudem muss nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die digitale Bildung von Kindern und Jugendlichen gesichert werden. Diese soll junge Menschen dazu befähigen, ihre Rechte im Internet wahrzunehmen und im Zeitalter der Digitalisierung Angebote barrierearm in Anspruch nehmen zu können.

Das Recht gilt für alle gleich

„Das Recht auf Bildung gilt für alle Kinder, ungeachtet ihrer sozialen Lage oder ihrer Herkunft. Deshalb müssen wir es schaffen, die Vererbung von Bildungsverläufen aufzubrechen. Bildung als Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung ist nachweislich von entscheidender Bedeutung. Deshalb müssen allen Kindern gleichwertige Chancen ermöglicht werden. Dies gilt insbesondere für die fast drei Millionen Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland von Armut betroffen sind. Hier lassen sich auch über eine gute Personal-, Raum- und Sachausstattung von Bildungseinrichtungen, durch eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Lehr- und pädagogischen Fachkräfte sowie ein vielfältiges, nicht nur an Lehrplänen orientiertes Bildungsangebot die unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen in den Elternhäusern ausgleichen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des DKHW.

Recht auf Bildung und Beschulung

Aus dem Recht auf Bildung folgt zudem, dass alle Kinder in Deutschland Anspruch auf Bildung und Beschulung haben. Auch zu uns geflüchtete Kinder sollten schnellstmöglich eine Schule besuchen können. Dabei geht es zum einen um das Lernen generell, aber auch um den sozialen Austausch mit anderen. Das monatelange Warten und Ausharren in Gemeinschafts- oder Sammelunterkünften ohne ausreichenden Zugang zu Bildung widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention“, so Hofmann weiter.

Recht auf digitale Bildung

„Mit dem General Comment No.25 sichern die Vereinten Nationen Kindern ein Recht auf digitale Bildung zu. Dies umfasst sowohl die technische Ausstattung, die Qualifizierung der Fachkräfte zum Umgang mit Technik und Materialien als auch die Förderung von Entwicklung und Anschaffung digitaler Bildungsmaterialien. Digitale Bildung sollte junge Menschen dazu befähigen, ihre Rechte im Internet wahrzunehmen. Digitale Bildung kann zudem das Recht auf Bildung in Situationen sichern, die eine Teilnahme am Unterricht in der Schule nicht zulassen“, sagt Holger Hofmann.




Keine Chancengleichheit für Flüchtlingskinder

Bildung ist ein Menschenrecht, das vielen Flüchtlingskindern vorenthalten wird

Bildung ist ein Menschenrecht, das in der Kinderrechtskonvention und in der Genfer Flüchtlingskonvention verankert ist. Auch in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ist Bildung ein wichtiges prioritäres Thema: Kinder und Jugendliche sollen gleichberechtigt die Möglichkeit auf hochwertiges und lebenslanges Lernen erhalten, um ein eigenständiges und erfülltes Leben führen zu können.

Zugang zu weiterführender Bildung für Flüchtlingskinder

Neben den armen Kindern stecken vor allem Flüchtlingskinder in einer prekären Bildungssituation fest. Darauf weist die UNO-Flüchtlingshilfe in einer Erklärung hin: „Flüchtlingskinder und -jugendliche brauchen vor allem einen verstärkten Zugang zu weiterführender Bildung, ohne diese ist ihre Zukunft in Gefahr,“ sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UNHCR.

Das Geld fehlt allzu oft

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder auf der Flucht nicht in die Schule gehen können, fünfmal höher als im globalen Durchschnitt. „Viele Bildungsprojekte für Flüchtlinge können nicht gestartet werden, weil das Geld fehlt. Hier müssen wir dringend handeln“, fordert Ruhenstroth-Bauer.

Einschulungsrate bei nur 34 Prozent

Zugang zu weiterführender Bildung ist besonders schwierig: Nur rund ein Drittel der Flüchtlingskinder kann derzeit mehr als nur die Grundschule besuchen. Nach einer UNHCR-Studie, für die in 40 Ländern Daten erhoben wurde, lag die Einschulungsrate von Flüchtlingen in der Sekundarstufe 2019 bis 2020 nur bei 34 Prozent. Die Corona-Pandemie hat ihre Chancen noch weiter verschlechtert.

UNHCR: Educate-a-Child-Programm

Seit 2012 setzt sich der UNHCR mit dem Educate-a-Child-Programm (EaC) für eine schulische Ausbildung von Flüchtlingskindern ein. Und das sehr erfolgreich: Bislang konnte mit diesem Programm mehr als 1,2 Millionen Flüchtlingskindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Seit vielen Jahren unterstützt die UNO-Flüchtlingshilfe das EaC-Programm und stellte im letzten Jahr dafür fast 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Mehr zum Educate-a-Child-Programm finden Sie hier.




Halbzeit bei „Echt kuh-l!“ – Der Schulwettbewerb geht weiter

Schulmaterialien, Ideen und Tipps für Schülerinnen und Schüler ab der dritten Klasse

Das Motto des diesjähringen Schulwettbewerbs lautet: „Kichern Erbsen? Nicht die Bohne! – Starke Eiweißhelden“. Hierfür können Schülerinnen und Schüler der 3. bis 10. Klasse aller Schulformen ihre Beiträge einreichen und tolle Preise gewinnen. Die Jurysitzung findet im Mai 2022 statt, die Preise werden im Juni 2022 in Berlin verliehen. Auf der Webseite des Schulwettbewerbs werden nützliche Tipps und Infos für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zur Verfügung gestellt.

Teilnahme noch möglich – also los geht’s!

Für den Schulwettbewerb ist Corona zwar eine Herausforderung, jedoch kein Hindernis. Der Wettbewerbsstart war im Oktober 2021 und für Kurzentschlossene ist noch genügend Zeit, sich mit einem Projekt zu bewerben. Egal ob Lied, Podcast, Film, Blog oder Aktionstag an der Schule: der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und alles darf eingereicht werden. Die einzige Voraussetzung ist, dass sich das Projekt mit dem Jahresthema Hülsenfrüchte be-schäftigt. Um das diesjährige Motto im Unterricht integrieren zu können, werden für Lehrkräfte Schulmaterialien auf der Webseite des Wettbewerbs zum Download bereitgestellt. Außerdem findet man hier auch Ideen und Tipps für alle verschiedenen Projektarten. Und für mehr Inspirationen für Teilnehmende laufen alle Posts zum Wettbewerb auf der Social Wall zusammen. Anmeldungen zum Wettbewerb sind auf der Homepage von „Echt kuh-l!“ möglich.

Der Schulwettbewerb

„Echt kuh-l!“ beschäftigt sich grundsätzlich mit ökologischem Landbau und mit Fragen zur nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung. Er will Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, die Gestaltungsräume der Landwirtschaft und des eigenen Konsums für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu entdecken und zu erobern.

Der Schulwettbewerb stellt jedes Jahr ein anderes Motto in den Mittelpunkt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 3. bis 10. Klasse aller Schulformen. Zu gewinnen gibt es Berlin-Fahrten, Preisgelder bis maximal 2.000 Euro und die Trophäe „Kuh-le Kuh“.

Weitere Informationen zum Schulwettbewerb des BMEL finden Sie unter: www.echtkuh-l.de




Angeleitetes Spiel fördert Kinder besser als konventioneller Unterricht

Wissenschaftler der University of Cambridge analysiern das Verhalten von 3800 Kindern

Leider haben viele Menschen noch immer ein seltsames Verständnis von Lernprozessen. Das führt gelegentlich dazu, dass viele Kinder in der Grundschule unnötig „diszipliniert“ und mit den falschen Unterrichtsmethoden konfrontiert werden. Schließlich fällt es gerade den jüngeren Kindern schwer, still zu sitzen und sich auf den Unterricht zu konfrontieren.

Angeleitetes Spiel immer besser

Wie unnötig diese Quälerei sein kann, zeigt nun das Ergebnis einer Analyse, die Wissenschaftler der University of Cambridge in Großbritannien durchgeführt haben. Sie wollten wissen, ob denn nun der konventionelle Unterricht mit klarer Aufgabenstellung oder angeleitetes Spiel zu besseren Lernerfolgen führt. Dazu haben sie Studien mit rund 3800 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse der Studie, die vor ein paar Tagen im Fachmagazin „Child Development“ (https://srcd.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/cdev.13730) publiziert wurden, sind wenig überraschend. Sie lassen sich in etwa so zusammenfassen: Unterricht mit „angeleitetem Spiel“ fördert Kinder im Alter bis acht Jahren besser als der konventionelle Unterricht. Beim Lesen und Schreiben ist der Unterschied dabei nur gering. Beim Rechnen sind Lernerfolge erheblich größer.

Insofern wäre angeleitetes Spiel, wie es etwa der Grundschulverband (https://grundschulverband.de/) seit vielen Jahren fordert, der bessere Weg zum Lernen in der Schule.

Angeleitet und nicht frei?

Und warum muss das Spiel nun angeleitet und nicht frei sein? „Schule“, wie wir sie kennen, hat nun einmal meist etwas mit Lernzielen zu tun. Um diese zu erreichen, muss die Lehrkraft das Lernziel zumindest im Kopf haben. Das heißt jedoch nicht, dass diese auch die verschiedenen Schritte Stück für Stück vorgeben sollte. Im Gegenteil: Die Kinder sollten den Weg selbst wählen und auch ihre eigenen Schlüsse ziehen. Dass es dabei für die Lehrkräfte auch mal schwierig werden kann, wenn einige Kinder partout die falschen Schlüsse ziehen, versteht sich. Andererseits müssen sie dabei nichts anderes tun, als die Kinder erneut auf den Weg zu schicken. Entscheidend ist es, möglichst mit den Kindern fantasievolle Spiele zu entwickeln, die diese zum Lesen, Schreiben oder Rechnen auffordern.

Frühpädagogen kennen diese Prozesse schon lange. Für die Schule sei darauf hingewiesen, dass sich gerade das Theaterspiel in allen Altersstufen dazu eignet, all diese und weitere Fähigkeiten zu fördern, und dass der Mensch das Wesen ist, das sein ganzes Leben lang beim Spielen lernt.