„Kita im Aufbruch“: Nachhaltigkeit von klein auf lernen

Kitas aus ganz Bayern können sich beim Landesbund für Vogelschutz e. V. für das Bildungsprojekt bewerben

„Jeder Einzelne aber auch wir als Gemeinschaft sind gefordert, den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Weltzu erhalten. Kitas als früheste Bildungseinrichtung sind besonders geeignet, um einen Lernort zu schaffen, an dem Bildung für nachhaltige Entwicklung ganzheitlich verankert und gelebt wird“, sagt der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz e. V. (LBV) Dr. Norbert Schäffer. Nach einer Modellphase geht das Projekt nun in die zweite Runde. Ab sofort können sich Kindertageseinrichtungen und Kindergärten aus ganz Bayern bei uns bis zum15.05.2022 bewerben unter www.lbv.de/kitaimaufbruch.

Leben nachhaltig gestalten

Das Bildungsprojekt „Kita im Aufbruch“ möchte das Leben in der Kita gemeinsam mit dem Team, den Eltern, den Kindern und dem Träger in vielfältiger Weise nachhaltig gestalten. Wir unterstützen hier für eineinhalb Jahre mit Workshops, Beratung und Materialien. „Wir ermöglichen den Einrichtungen, alltägliche Gewohnheiten und Tagesabläufe sowie Strukturen unter dem Fokus Nachhaltigkeit zu überdenken und Veränderungen in Gang zu setzen“, so die Projektleiterin Alexandra Lindig. Bayerische Kindertageseinrichtungen aller Träger, besonders solche, die bisher nur wenig im Bereich der Nachhaltigkeit gearbeitet haben, sind aufgerufen sich für dieses Projekt zu bewerben. „Kita im Aufbruch“ wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Modellphase 2020

In der Modellphase von 2020 wurden fünf bayerische Kindertageseinrichtungen durch das Projekt begleite. „Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch die Coronakrise haben sich diese Kitas auf den Weg gemacht und sind ganz individuelle, an ihre Situation vor Ort angepasste Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gegangen“ sagt Johanna Krause, Projektleiterin des Modellprojekts.

Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die teilnehmenden pädagogischen Fachkräfte lernen im Projekt Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der UN sowie den Referenzrahmen für die frühkindliche Bildung kennen. Auch Kinder und Eltern sind mit viel Praxisbezug beteiligt. „Upcycling-Projekte, Plastikreduktion im gesamten Kita-Alltag, Tauschschränke mit gebrauchten Büchern und Spielsachen sowie die Umstellung auf Frischküche mit regionalem, saisonalem und biologischem Angebot sind nur ein kleiner Einblick in die vielfältigen Aktionen der Modellphase“, berichtet Alexandra Lindig.

Bewerbungsformular und weitere Informationen

Während die Prozessbegleitung für die ersten fünf Kitas endet, können sich ab sofort bayerische Kindergärten für die zweite Runde „Kita im Aufbruch“ bei uns bewerben. „Bildung für nachhaltige Entwicklung endet nicht mit einem Projekt, sondern versteht sich als tiefgreifender, langfristiger Wandlungsprozess“, so Lindig.

Das Bewerbungsformular und nähere Informationen sind zu finden unter www.lbv.de/kitaimaufbruch.




Studie empfiehlt flächendeckende Etablierung von Beauftragten für Kinderrechte

Studie empfiehlt flächendeckende Etablierung von Beauftragten für Kinderrechte

Eine im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes (DKHW) erstellte Expertise spricht sich für die Etablierung von Ombudspersonen bzw. Beauftragten für Kinderrechte auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene aus. Als Ausgangspunkt dient eine vergleichende Untersuchung von Ombudspersonen und vergleichbaren Stellen auf europäischer Ebene.

Aufgaben der teilweise neu zu schaffenden Stellen wären neben der Bekanntmachung der Kinderrechte vor allem die Interessenvertretung von Kindern in Politik und Gesellschaft, das Monitoring der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, die Förderung der Beteiligung und Partizipation von Kindern sowie die Bearbeitung von Beschwerden von Einzelnen und Gruppen.

Eine einzelne Beauftragtenstelle reicht nicht aus

Die Expertise stellt zudem fest, dass eine einzelne Beauftragtenstelle, beispielsweise auf der Bundesebene, diese unterschiedlichen notwendigen Aufgaben nicht befriedigend umsetzen könne. Vielmehr müsse ein Netzwerk von Beauftragten auf kommunaler, Länder- und Bundesebene entwickelt werden, die miteinander kooperieren, sich inhaltlich abstimmen und eine gemeinsame Strategie zur Förderung der Kinderrechte entwickeln und umsetzen. Ausgangspunkt der Expertise ist eine vergleichende Untersuchung von Ombudspersonen und vergleichbaren Stellen auf europäischer Ebene.

Handlungsbedarf und Handlungsmöglichkeiten

„Die Studie weist eindrucksvoll den Handlungsbedarf und Handlungsmöglichkeiten für ein Netz an Beauftragten für Kinderrechte nach. Die zu bearbeitenden Aufgabenfelder sind klar definiert und umreißen den Auftrag an die Politik auf allen Ebenen tätig zu werden und entsprechende Stellen einzurichten“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Für uns als Kinderrechtsorganisation steht die Umsetzung der Kinderrechte und der sich damit verbindenden Aufgaben im Zentrum. Dabei können die auf den unterschiedlichen politischen Ebenen angesiedelten Beauftragten hinsichtlich ihrer Aktivitäten sinnvolle Schwerpunkte setzen: Einzelfallarbeit beispielsweise wäre auf der kommunalen Ebene zu verorten, während die Landes- und Bundesebene die Gesetzgebung begleiten würde“, so Hofmann weiter.

Good-practice-Erfahrungen und Wissen sicherstellen

„Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sollten Ombudsstellen auf der Landesebene den Informationsfluss unter den Kommunen, Good-practice-Erfahrungen und Wissen sicherstellen, gemeinsame Positionierungen erarbeiten und dessen Transfer gewährleisten. Ähnliches gilt für eine entsprechende Stelle auf Bundesebene, für die unterschiedliche Konstruktionen denkbar wären, etwa analog dem Unabhängigen Beauftragten gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern, unter Einbeziehung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages oder mit Verantwortung bei Servicestellen zivilgesellschaftlicher Träger“, sagt Hofmann.

Gesetzliche Absicherung der Stelle erforderlich

Die Untersuchung für das Deutsche Kinderhilfswerk kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass Ombudspersonen oder Beauftragte nicht nur eine symbolische Funktion erfüllen, sondern ihre Aktivitäten substanziell umzusetzen seien. Dafür wären eine gesetzliche Absicherung der Stelle, ihrer Aufgaben und des Verfahrens zur Berufung erforderlich. Zudem sei auf inhaltliche Unabhängigkeit, Weisungsfreiheit sowie eine hinreichende personelle und finanzielle Ausstattung zu achten. Sowohl bei der Ausgestaltung als auch an der Strategieentwicklung seien Kinder und Jugendliche zu beteiligen. Denn der oder die Beauftragte verfüge nicht qua Amt über die „richtige“ Einschätzung der Kinder- und Jugendinteressen, befinde sich aber in der Position, die erforderlichen Perspektiven zusammenzubringen und diese an die richtigen Stellen in Politik und Verwaltung zu adressieren.

Download

Die Erstellung der Expertise „Ombudspersonen und vergleichbare Stellen im europäischen Vergleich – ein Ausblick für Deutschland“ durch Prof. Dr. Ulrike Urban-Stahl von der Freien Universität Berlin und Dr. Thomas Meysen vom SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies erfolgte im Rahmen eines Projekts der Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes. Die Koordinierungsstelle Kinderrechte begleitet die Umsetzung der Europaratsstrategie für die Rechte des Kindes und die EU-Kinderrechtsstrategie. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Expertise kann unter https://dkhw.de/studie-ombudsstellen heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Kinderhilfswerk




Stiftungen unterstützen Schulen bei Aufnahme ukrainischer Kinder

Gemeinsame Initiative der Robert Bosch und der Bertelsmann Stiftung über das „Deutsche Schulportal“

Rund einen Monat nach dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine starten die Robert Bosch Stiftung und die Bertelsmann Stiftung eine gemeinsame Initiative zur Unterstützung deutscher Schulen bei der Aufnahme ukrainischer Kinder und Jugendlicher. Nach Gesprächen mit der Task Force der Kultusministerkonferenz planen die beiden großen Stiftungen ein digitales Informationsangebot. Die in den kommenden Wochen und Monaten entstehenden Inhalte sollen über das Deutsche Schulportal allen interessierten Schulen und Lehrkräften zugänglich gemacht werden. Eine eigens eingerichtete Gruppe erfahrener Bildungsexpertinnen und -experten aus Deutschland und der Ukraine stellt die praxistauglichen Informationen, Materialien und Lösungsansätze zusammen.

Gezielte Förderung beim Erwerb der deutschen Sprache

Die Initiative möchte Bildungseinrichtungen dabei helfen, die gezielte Förderung der neuen Schülerinnen und Schülern beim Erwerb der deutschen Sprache, herkunftssprachlichen Unterricht auf Ukrainisch und die Integration in den Regelunterricht miteinander zu verbinden. Neben digitalen Impulsen, Antworten auf häufige Fragen und Praxistipps sind auch regelmäßige Austauschformate geplant. Die beiden Stiftungen stellen hierfür finanzielle und Sachmittel bereit. Hinzu kommen weitere Unterstützungsmaßnahmen in Form von Personal, der Bereitstellung von Räumlichkeiten und der Nutzung weiterer, auch digitaler Infrastrukturen.

Zusätzliche Herausforderung für die Schulen in Deutschland

Infolge des Krieges fliehen derzeit viele Menschen, vor allem Frauen mit Kindern, aus der Ukraine. „Das deutsche Schulsystem muss sich darauf einstellen, innerhalb kürzester Zeit eine wahrscheinlich sechsstellige Zahl ukrainischer Schülerinnen und Schülern aufzunehmen. Neben Lehrkräftemangel und Corona-Pandemie stellt dies eine erhebliche zusätzliche Herausforderung für die Schulen im Land dar“, sagt Dirk Zorn, Leiter des Bildungsbereichs bei der Robert Bosch Stiftung. Erschwerend komme hinzu, dass die Dauer des Krieges und damit die Bleibeperspektive der geflüchteten ukrainischen Menschen derzeit nicht absehbar seien. „Daher kommt es darauf an, den Wunsch der ukrainischen Seite nach einer Fortsetzung des aus der Heimat gewohnten Unterrichts mit der Pflicht zum Besuch einer deutschen Schule und raschen Integrationsperspektiven in Einklang zu bringen“, betont Anette Stein, Director des Programms Bildung und Next Generation bei der Bertelsmann Stiftung.

Digitale Bildungsmaterialien und Distanzlernangebote

Grundlage für den herkunftssprachlichen Unterricht sind insbesondere digitale Bildungsmaterialien und Distanzlernangebote, die derzeit über die Kultusministerkonferenz der Länder für eine Nutzung in Deutschland erworben werden. Die Verknüpfung der unterschiedlichen Angebote könnte im Rahmen eines sogenannten „Pädagogischen Drehtürmodells“ erfolgen, das deutsche Schulen bereits im Rahmen der individuellen Förderung nutzen. Dabei würden die ukrainischen Schülerinnen und Schülern für eine gewisse Anzahl an Schulstunden Unterrichtsinhalte aus ihrer Heimat erarbeiten. Den Rest des Schultages verbringen sie im deutschen Klassenverband. Auch ein Einsatz von aus der Ukraine geflüchteten Lehrkräften an deutschen Schulen kann Teil der Lösung sein.

Mit dabei: Schulleitungen der Deutschen Auslandsschule in Kiew

Neben Mitarbeitenden beider Stiftungen besteht das Team der digitalen Anlaufstelle aus erfahrenen Expertinnen und Experten für schulische Bildung aus Deutschland und der Ukraine. Dazu zählen unter anderem die beiden Schulleitungen der Deutschen Auslandsschule in Kiew, Gregor Miebs und Olena Kovalchuk, der frühere Berliner Staatssekretär für Bildung Hans-Jürgen Kuhn sowie die Leiterin der ukrainischen Samstagsschule in Hamburg, Olga Sukennyk. Zusammen mit weiteren pädagogischen Fachkräften für Deutsch als Zweitsprache und für die interkulturelle Beratung von Schulen entwickeln sie niedrigschwellige und altersgerechte Unterstützungsangebote, die sich primär an Schulleitungen und Lehrkräfte richten. Diese basieren im Kern auf der Annahme, dass ukrainischen Schülerinnen und Schülern in Deutschland ein teilweises Weiterlernen im ukrainischen Curriculum ermöglicht werden soll, beim gleichzeitigen Besuch einer deutschen Schule und mit speziellen Förderangeboten zum Erwerb der deutschen Sprache.

Quelle: Pressemitteilung Bertelsmann Stiftung




Endspurt der Aktion „Schulhofträume“

Deutsches Kinderhilfswerk hilft mit seinen Partnern bei der Umgestaltung von Schulhöfen

Jetzt läuft der Endspurt: Noch einen Monat sind Bewerbungen für die dritte Runde der Aktion „Schulhofträume“ möglich. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Kinderhilfswerkes (DKHW) sollen sanierungsbedürftige Außenbereiche von Schulen nachhaltig und naturnah umgestaltet und „grüne Klassenzimmer“ oder Schulgärten im Außenbereich von Schulen errichtet werden. Insgesamt fördern die Partner das Projekt deutschlandweit mit 100.000 Euro. Wichtige Voraussetzung für die Förderung: Bei der Ideenfindung und Umsetzung soll möglichst die gesamte Schule mitwirken, allen voran die Schülerinnen und Schüler selbst.

Naturnah gestaltete Außenräume

„Es ist sehr wichtig, dass es in Schulen naturnah gestaltete Außenräume gibt, die einen Aufenthalt und sogar Unterricht an der frischen Luft, in grüner und anregender Umgebung ermöglichen. Hierzu zählen neben der Einrichtung von grünen Klassenzimmern auch die naturnahe Umgestaltung von Schulhöfen oder die Einrichtung von Schulgärten mit vielfältigen Möglichkeiten zum Naturerleben und mit hoher Aufenthaltsqualität“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Zukunft mitgemacht

Seit diesem Jahr läuft das gemeinsame Engagement von Deutschem Kinderhilfswerk, ROSSMANN und Procter & Gamble unter dem Dach „Zukunft mitgemacht.“ Der Fokus liegt darin, junge Menschen für die Zukunft zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich über selbstbestimmtes Lernen und Mitgestalten aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Damit wird eine wichtige Grundlage für eine starke und demokratische Gemeinschaft geschaffen. Mehr Infos unter www.zukunftmitgemacht.de.

Bewerben können sich Schulen, Schülergruppen, Elterninitiativen, Vereine oder Kommunen. Die Gesamtfördersumme der Aktion beträgt 100.000 Euro, verteilt auf 15 Projekte. Die Hauptförderung ist mit 15.000 Euro dotiert. Bewerbungen werden bis zum 28. April 2022 angenommen.

Weitere Informationen unter www.dkhw.de/schulhoftraeume.




Verlosung: 3 x Die Festung des Herrn Rock

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Boris Zatkos Bilderbuch „Die Festung des Herrn Rock“ ist ein lustiges und bezauberndes Plädoyer für eine bunte, lebendige Gesellschaft. Dabei will Herr Rock doch endlich einmal seine Ruhe haben. Darum beschließt er, sich eine eigene Burg mit dicken Wänden zu bauen. Das kann er natürlich nicht alleine. So holt er sich notgedrungen Hilfe von Frau Tasar, der Architektin, die ihm zu großen Fenstern rät, Herrn Batir, dem Bauunternehmer, der ihm bunte Farben für die Wände vorschlägt und vielen anderen. Am Ende kommt alles anders, als es sich Herr Rock ausgedacht hatte.

Gemeinsam mit dem Oberstebrink Verlag verlosen wir 3 x „Die Festung des Herrn Rock“

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Das Bilderbuch

Das Bilderbuch „Die Festung des Herrn Rock“ von Boris Zatko ist im Oberstebrink Verlag erschienen. Das Buch gibt es im Buchhandel oder direkt beim Verlag versandkostenfrei.

Boris Zatko
Die Festung des Herrn Rock
28 Seiten, gebundenes Buch
Oberstebrink Verlag 2016
ISBN: 978-3-934333-68-0
12,95 €

Die Verlosung ist am am 12.4.2022 abgelaufen




Besser lernen und kreativer durch Face to Face

Erhebung der Cornell University bestätigt: Kinder finden leichter neue Lösungen als Erwachsene

Von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen und nicht Schulter an Schulter, verbessert das Lernen, wie eine Studie der Cornell University http://cornell.edu zeigt. Laut den Psychologen gilt das auch dann, wenn dabei schwierige physische Fähigkeiten gelernt werden, die aus dieser Perspektive schwerer zu erwerben sein sollten. Bei Experimenten haben Kinder und Erwachsene ein komplexes visuelles und räumliches Problem – das Öffnen einer Puzzle-Box – rascher gelöst, wenn ein Modell ihnen die Lösung von Angesicht zu Angesicht zeigte – im Gegensatz zu anderen, die daneben oder senkrecht positioniert waren.

Direkter Blickkontakt wichtig

Über alle Altersgruppen schnitten die Studienteilnehmer besser ab, wenn sie nicht nur die Hände der Ausbilder sehen konnten, sondern auch ihre Augen, ihren Blick und die Bewegungen des Gesichts. Laut den Forschern vermittelt die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht zusätzlich zu den visuellen Infos über die Aufgabe wertvolle soziale Infos über Ziele und Motivationen. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Ashley Ransom dürfte die geteilte geistige Perspektive für manche Arten des Lernens wichtiger sein als das Teilen einer gemeinsamen visuellen Perspektive. „Die Interaktion von Angesicht zu Angesicht könnte statt der genauen Nachahmung des Lehrers Kreativität und Fortschritt ermöglichen.“

Das Lernen einer neuen visuell-räumlichen Aufgabe, wie das Binden eines Knotens oder das Spielen eines Instruments, soll es notwendig machen, die Perspektive der Lehrenden zu übernehmen und zu versuchen, die Welt durch ihre Augen zu sehen. Die neue Studie deutet darauf hin, dass es auch wichtig sein dürfte, ihre Augen tatsächlich zu sehen. Die farbenfrohe Puzzle-Box enthielt vier Schichten. Für das Öffnen waren zwölf Schritte erforderlich. Dazu gehörte das Entfernen von Bolzen und Paneelen, das Bewegen von Schiebern sowie das Drehen von Schrauben. Dabei gab es mehrere mögliche Lösungen. Bei der Demonstration wurden überflüssige Bewegungen eingebaut, um die Nachahmung besser zu beurteilen.

Richtiger Winkel entscheidend

Die Forscher haben nach dem Zufallsprinzip 36 Kindern zwischen vier und sechs Jahren und 57 Studenten zwischen 18 und 27 Jahren Vorführungen mit einem Winkel von 0,90 und 180 Grad in Relation zu dem Modell gezeigt. Sie hatten dann drei Versuche, die Box von welcher Position auch immer zu öffnen. In einem Bereich waren jene, die von Angesicht zu Angesicht gelernt hatten, weniger erfolgreich: Sie imitierten weniger genau als die Teilnehmer, die die Gesichter nicht direkt sehen konnten. Beim Öffnen der Box waren sie jedoch schneller und fanden eher neue Lösungen und verließen sich nicht auf die gezeigte Lösung.

Laut Anderson waren sie beim Nachahmen nicht so gut. Das habe jedoch einen Vorteil, weil dadurch Entdeckungen unterstützt wurden. „Eine soziale Perspektive – das Anschauen von Menschen und wohin sie schauen – ermöglichte Kindern und Erwachsenen unter den Bedingungen, die die schwierigsten sein sollten, bessere Lernende zu werden. Die Erwachsenen kopierten eher die Lösung des Modells und entschieden sich dafür, die Puzzle-Box aus dem Blickwinkel des Lehrers zu lösen. Im Gegensatz dazu fanden die Kinder neue Lösungen und behielten ihre ursprüngliche Position bei. Diese Studienergebnisse legen nahe, dass Erwachsene im Laufe der Zeit besser im Auswendiglernen geworden waren, aber mit mehr formaler Bildung auch weniger innovativ. Details wurden in „PLOS ONE“ veröffentlicht.

Quelle: Moritz Bergmann/pressetext.redaktion




Polylino steht Ukraine-Flüchtlingen kostenlos zur Verfügung

Im Bilder- und Kinderbuchservice gibt es auch Titel in ukrainischer Sprache

Um in der humanitären Krise in der Ukraine zu helfen hat Polylino entschieden, seinen digitalen und mehrsprachigen Bilder- und Kinderbuchservice für ukrainische Familien, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ankommen, auch außerhalb einer offiziellen Bildungseinrichtung kostenlos anzubieten. Ukraine-Flüchtlinge können auf die digitale Bibliothek kostenfrei zugreifen, in der auch Titel mit ukrainischer Audio- und Textsprache enthalten sind.

Bücher und Literatur können hilfreiche Werkzeuge sein, um mit Kindern über schwierige Themen und Gefühle zu sprechen, mit denen sie noch nicht umzugehen wissen. Mit Polylino haben Familien Zugriff auf hunderte Bücher, von denen viele in mehreren Sprachen einschließlich Ukrainisch gelesen und angehört werden können. Polylino kann als App (iOS & Android) über Smartphones und Tablets oder als Browserversion genutzt werden.

Um Polylino kostenlos zu nutzen, folgen Sie den untenstehenden Links und geben folgende Zugangsdaten ein:

Benutzername: HelpUkraine
Passwort: Peacenow

Polylino lässt sich über folgenden Kanäle beziehen:
Polylino als Browserversion (z.B. für Fire Tablets oder Laptops)
Polylino für iPhone und iPad (iOS)
Polylino für Android-Geräte

Polylino hat auch ein Handout mit allen wichtigen Infos auf Ukrainisch vorbereitet.

Passende Inhalte in Polylino finden

Um die Titel mit ukrainischer Audioversion zu finden, wählen Sie die ,Sprachregal’-Übersicht oben im Menü und scrollen Sie bis zum Buchstaben „U“ für Ukrainisch.

In seiner Bibliothek hat Polylino ein Bücherregal zum Thema „Krieg und Flucht“ erstellt mit Titeln, die Sie im Gespräch mit Kindern bei diesem Thema unterstützen können.

Sollten Sie nach weiteren Ratschlägen suchen, um mit Kindern behutsam das Thema Krieg aufzugreifen, hat Polylino hier eine Linksammlung für Sie zusammengestellt: Mit Kindern über Krieg und Flucht sprechen.

Bei Fragen zum Login, zur Nutzung unseres Services oder bei anderen Problemen, kontaktieren Sie bitte den Kundensupport-Team über ‘service@ilteducation.de’.

Quelle: Pressemitteilung Polylino




Bio kann jeder: Hülsenfrüchte neu entdecken

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Kostenlose Online-Fortbildung für Einrichtungs- oder Schulleitungen am 12. April 2022

Eingeladen sind Einrichtungs- oder Schulleitungen beziehungsweise Mitarbeitende von Einrichtungsträgern, Lehrkräfte, Erzieherinnen oder Erzieher beziehungsweise Tageseltern, Küchenleitungen, Küchenteams, Caterer, Verantwortliche für die Vergabe von Verpflegungsleistungen und interessierte Akteurinnen oder Akteure (zum Beispiel Mitglieder eines Elternzusammenschlusses)

Beschreibung

Wie eine nachhaltige Kita und Schulverpflegung umgesetzt werden kann, das wird Corinna Neuthard von der FiBL Projekte GmbH veranschaulichen. Mit Tipps und Tricks rund um die Themen Speisenauswahl und -planung sowie Kalkulation wird sie hier praktische Beispiele vorstellen.

Lisa Erdmann vom Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg wird die Bedeutung von Hülsenfrüchten für eine nachhaltige, gesundheitsfördernde und ausgewogene Ernährung sowie die Vorteile des Einsatzes von Linsen, Bohnen und Co. in der Kita- und Schulverpflegung erläutern.

Mayoori Buchhalter, BIO Spitzenköchin und Geschäftsführerin der BioGourmetClub Kochschule und Event GmbH wird interaktiv nachhaltige Bio-Gerichte kochen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Hülsenfrüchten. Sie wird Rezepte mit Bohnen, Linsen und Co zubereiten. Sie können gerne live mitkochen, die Rezepte gehen Ihnen bei der Anmeldung zur Veranstaltung per E-Mail zu.

Programm

  • 14:00 Uhr: Einwahl in den Webex-Raum
    (Insa Folkerts, FiBL Projekte GmbH)
  • 14:15 Uhr: Begrüßung und Einführung
    (Corinna Neuthard, FiBL Projekte GmbH)
  • 14:25 Uhr: Praktische Tipps und Tricks zur Erhöhung des Bio- Anteils
    (Corinna Neuthard, FiBL Projekte GmbH)
  • 15:00 Uhr: Bedeutung von Hülsenfrüchten in der Kita- und Schulverpflegung
    (Lisa Erdmann, Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg)
  • 15:25 Uhr: Pause
  • 15:40 Uhr: Interaktiver Kochkurs: Zubereitung von Gerichten mit Hülsenfrüchten
    (Mayoori Buchhalter, BIOSpitzenköchin)
  • 16:40 Uhr: Ausblick
    (Corinna Neuthard, FiBL Projekte GmbH)
  • 17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Termin

12. April 2022, von 14:00 bis 17:00 Uhr

Ort

Online via Webex für den Alb-Donau-Kreis

Regionalpartner und weitere Veranstaltende

  • FiBL Projekte GmbH, Kasseler Straße 1a, 60486 Frankfurt
  • Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL), Oberbettringer Straße 162, 73525 Schwäbisch Gmünd

Kontakt

Insa Folkerts
Telefon: 069 / 71 376 99 – 225
E-Mail: biokannjeder@fibl.org

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis 5. April 2022 per Mail an unter biokannjeder@fibl.org.

Bitte fügen Sie weiterhin der Anmeldung folgende Informationen bei:

  • Adresse der Einrichtung
  • Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Ihre Funktion in der Organisation (Zum Beispiel Erzieherin oder Erzieher, Lehrkraft, Küchenleitung, etc.)

Kostenlos

Dieses Angebot ist kostenfrei. Es entsteht keine Teilnahmegebühr.

„Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule“ unterstützt mithilfe von Workshops Verantwortliche vor Ort dabei, das Verpflegungsangebot für Kinder und Jugendliche nachhaltiger zu gestalten. Die Teilnehmenden erhalten von Regionalpartnern praxisorientierte Tipps wie sie Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung in ihren Einrichtungen einführen beziehungsweise das Angebot erweitern können. Die Bio kann jeder-Workshops werden im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle: Pressemitteilung oekolandbau.de