Kongress „Inklusion.Macht.Demokratie.“ in Freiburg 2026

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Was Sie schon immer über Inklusion wissen wollten…

Zum Kongress „Inklusion.Macht.Demokratie.“ lädt am 9. Mai 2026 der „inklusion neu denken e.V.“ von 10:00 bis 16.30 Uhr in das Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. 2,.nach Freiburg ein,

Der 7. Kongress stellt „Macht“-Fragen:

  • Macht Inklusion Demokratie oder macht Demokratie Inklusion?
  • Was macht Vielfalt mit uns und unserer Gesellschaft?
  • Wer oder was hat die Macht über wen oder was?
  • Macht soziale Gerechtigkeit automatisch eine Gesellschaft sozialer?
  • Bildung und Kultur als Macht(mittel) einer demokratischen Gesellschaft?

Die Antworten darauf sollen die Teilnehmenden in drei SofA-Talks – wobei SofA für „Sozialraum für alle“ steht – und Tischgesprächen finden. Es werden 12 Talk-Gäste aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Bereichen dabei sein. Die Tischgespräche finden nach dem letzen SofA-Talk und einer kurzen Kaffeepause statt. In kleineren Gruppen können sich die Teilnehmenden untereinander austauschen, Bilanz ziehen, Ziele setzen und Ideen für die Umsetzung einer inklusiven Gesellschaft entwickeln

Die Themenbereiche der „SofA-Talks“ und die Talk-Gäste:

10:15 SofA-Talk 1: Demokratie. Inklusion. Inklusive Kommune.v

  • Roland Meder, neuer Sozial- und Kulturbürgermeister der Stadt Freiburg
  • Sarah Baumgart, Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg
  • Prof. Dr. Uwe Bittllingmayer, PH Freiburg, Allgemeine Soziologie

11:45 SofA-Talk 2: Soziale Gerechtigkeit. Soziale Ungleichheit.

14:00 SofA-Talk 3: Bildung. Kultur. Vielfalt.

  • Theresa Bath, FABRIK e. V.
  • Anke Rietdorf, FLUSS e. V.
  • Vanessa Urban, Critical Friends
  • Andreas Stoch, MdL SPD, Kultusminister BaWü a. D.
  • Nikoleta Wittmer, Initiative für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung e.V.

Wichtige Informationen:

Eine Anmeldung ist erforderlich:

Online: www.inklusionneudenken.de

Per Mail:  Mail an kongress@inklusionneudenken.de (mit Name,Anschrift und Angabe, ob ihr mit Assistenz mitbringt oder Unterstützung benötigt.)

Anmeldeschluss: 2. Mai 2026. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

  • Teilnahmegebühren: 15,00 Euro, Assistenzen sind frei. Für Ermäßigung bitte eine Mail an kongress@inklusionneudenken.de
  • Kostenfreie Verpflegung (vegetarisch/vegan)

Barrierefreiheit:

  • barrierefreier Zugang
  • Behinderten-WC und mobile Toilette für Alle
  • Gebärdensprachdolmetschung (10:00 – 12:30 Uhr) und Hörschleife
  • Assistenzen sind ganztägig vor Ort
  • Ruhezonen

Anreise

Das Bürgerhaus Zähringen ist sehr gut mit den Straßenbahnlinien 2 und 4 (Haltestelle Tullastraße), mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zu erreichen. Es gibt einige wenige Behindertenparkplätze. Bitte möglichst nicht mit dem Auto anreisen oder den P & R-Platz in Zähringen zu nutzen.

Das ausführliche Programm, weitere Informationen sowie das Online-Anmeldeformular finden Sie es auf der Website www.inklusionneudenken.de

Koordinationspartner sind die  Kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg die Koordinationsstelle Inklusion und Gesundheit der Stadt Freiburg




Wie die Inklusion in deutschen Schulen stockt

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Barrieren in deutschen Schulen: Warum inklusiver Unterricht nicht vorankommt

Eine repräsentative forsa-Umfrage unter 2.737 Lehrkräften zeigt: Zwischen inklusiven Ansprüchen und schulischer Realität klafft weiterhin eine große Lücke. Seit der letzten Erhebung 2020 hat sich in Sachen Inklusion kaum etwas bewegt.

Tomi Neckov, stellvertretender Bundesvorsitzender des VBE, kommentiert: „Die Inklusion in der Schule ist in den letzten fünf Jahren kaum vorangekommen“ Die Befragung offenbart strukturelle Defizite: 41 % der Lehrkräfte berichten, dass ihre Schule nicht barrierefrei sei — ein alarmierendes Zeichen. Barrieren betreffen nicht nur Schülerinnen und Schüler mit Behinderung, sondern auch Lehrkräfte und Eltern. Sie verstoßen gegen das Grundrecht auf Teilhabe und freie Berufswahl.

Hohe Zustimmung – aber Zweifel an der Durchführbarkeit

Die grundsätzliche Zustimmung zur Inklusion ist groß: 62 % der Lehrkräfte (2015: 57 %) bewerten inklusiven Unterricht als sinnvoll – bei Lehrkräften mit praktischen Erfahrungen sind es sogar 69 %. Doch nur 28 % sehen die aktuelle Umsetzung als realistisch an – Gründe sind Personalmangel, große Klassen und fehlende individuelle Förderung. Als Konsequenz befürwortet fast die Hälfte den mehrheitlichen Erhalt von Förderschulen, ein Drittel sogar deren vollständige Beibehaltung. Lediglich knapp 20 % sprechen sich für ihre Abschaffung aus.

Personalknappheit und fehlende Unterstützung

In zwei Dritteln der Fälle reduziert sich die Klassengröße nicht, wenn inklusionsbedürftige Kinder hinzukommen. Zwar arbeiten inklusiv tätige Lehrkräfte häufig mit sonderpädagogischen Fachkräften zusammen – dies ist aber nur für die Hälfte der Befragten gegeben. Nur 20 % berichten von effektiven Unterstützungsmaßnahmen. Laut Neckov führt das zu Überlastung und Frustration. Die Politik ist gefordert: schnelle und wirkungsvolle Entlastung notwendig.

Qualifikation und Austausch fehlen

Viele Lehrkräfte fühlen sich ungenügend vorbereitet: Zwei Drittel erhielten keine Inklusions-Ausbildung, fast die Hälfte besitzt kein sonderpädagogisches Wissen. Fortbildungen werden zwar von über der Hälfte besucht, doch Angebots- und Zeitmangel blockieren eine flächendeckende Weiterbildung. Feste Koordinationsstrukturen würden zwar zunehmen, bleiben aber unzureichend — mit fatalen Folgen für die Motivation.

Digitale Mittel unterstützten, ersetzen aber nicht den Unterricht

75 % der Lehrkräfte nutzen digitale Endgeräte zur individuellen Förderung — häufiger an Grund‑ und Förderschulen, als an Gymnasien. 50 % verwenden Lern-Apps und ähnliche Tools mindestens wöchentlich. Digitale Medien erleichtern differenziertes Lernen und Zugänge für Kinder mit körperlichen Einschränkungen. Neckov mahnt jedoch: Technik ist ergänzend, kein Ersatz für zwischenmenschliche Unterstützung.

Fazit: Jetzt ist ein echter Aufbruch für Inklusion nötig

Neckov zieht ein nüchternes Fazit: „Auf die Lehrkraft kommt es an. Und wenn die nicht angemessen unterstützt wird, kann Inklusion nicht gelingen.“ Bislang ist das nicht der Fall — die Zufriedenheit mit der Inklusionspolitik bleibt niedrig, besonders bei Lehrkräften in inklusiven Settings (44 % sehr unzufrieden). Die Forderung: mehr Personal, bessere Qualifikation, mehr Zeit für Kooperation und barrierefreie Infrastruktur, damit Inklusion zur Norm wird.

Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrkräfte in Deutschland –
Meinungen, Einstellungen und Erfahrungen
Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Lehrkräften

Ergebnisse der Befragung als PDF

Quelle: Pressemitteilung VBE