Deutscher Kinder- und Jugendpreis 2027: Jetzt bewerben

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Das Deutsche Kinderhilfswerk sucht Projekte, in denen Kinder und Jugendliche ihre Lebenswelt selbst gestalten. 30.000 Euro Preisgeld warten auf die Gewinner. Bewerbungen sind bis zum 13. Dezember 2026 möglich.

Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnet das Deutsche Kinderhilfswerk Initiativen aus, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Ideen in die Gesellschaft einbringen. Er gilt als höchstdotierte bundesweite Auszeichnung für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland.

Partizipation ist ein zentraler Wert

Im Mittelpunkt stehen Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche nicht nur beteiligt werden, sondern selbst aktiv gestalten – vom sozialen Engagement über politische Beteiligung bis zu kulturellen Vorhaben.

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnen wir das Engagement von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte oder die Rechte anderer aus. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, wie wichtig die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist. Kinder und Jugendliche, die sich selbst als aktiv gestaltend erfahren, beteiligen sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens. Mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird somit ein wesentlicher Grundpfeiler unserer Demokratie gestärkt.“

Drei Kategorien, 30.000 Euro Preisgeld

  • Solidarisches Miteinander: Kinder und Jugendliche setzen sich für andere Menschen ein und stärken den Zusammenhalt in ihrer Gemeinschaft.
  • Politisches Engagement: Junge Menschen bringen sich politisch ein, vertreten ihre Interessen oder setzen sich für Veränderungen in ihrem Umfeld ein.
  • Kinder- und Jugendkultur: Kulturelle Projekte, die Kinder und Jugendliche selbst entwickeln und umsetzen, um ihre Ideen und Perspektiven kreativ auszudrücken.

Die Erstplatzierten jeder Kategorie erhalten jeweils 6.000 Euro. Die Jury vergibt pro Kategorie zusätzlich eine lobende Erwähnung mit je 3.000 Euro. Ein weiteres Projekt wird mit dem Europa-Park JUNIOR CLUB Award ausgezeichnet, ebenfalls mit 3.000 Euro.
Wer kann sich bewerben?

Online bewerben

Die Bewerbung läuft online. Alle Informationen und Teilnahmebedingungen stehen auf der Website des Deutschen Kinderhilfswerkes: www.dkhw.de.

Bewerben können sich Projekte, an denen Kinder und Jugendliche maßgeblich beteiligt sind. Entscheidend ist, dass sie bei Entwicklung und Umsetzung eine aktive Rolle übernehmen. Die Vorhaben müssen bereits begonnen haben oder innerhalb des vergangenen halben Jahres abgeschlossen worden sein.

So läuft die Auswahl ab

  • Bewerbungsschluss: 13. Dezember 2026. Danach werden die Projekte geprüft.
  • Nominierung: Eine Fachjury wählt in jeder Kategorie sechs Projekte für die Endauswahl aus.
  • Entscheidung: Der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes übernimmt die Rolle der Kinderjury und bestimmt die Preisträger.

Die nominierten Kinder und Jugendlichen können ihre Projekte bei der Preisverleihung persönlich vorstellen. Die Gewinnerprojekte werden zusätzlich in einem Kurzfilm präsentiert.

Preisverleihung im Europa-Park

Der Europa-Park in Rust unterstützt den Preis seit vielen Jahren. Im Juni 2027 findet dort die feierliche Verleihung statt, mit Rahmenprogramm, Musik und prominenten Gästen. Miriam Mack, Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes, feiert die Gewinnerprojekte gemeinsam mit den beteiligten Kindern und Jugendlichen.

Warum Beteiligung zählt

Der Preis knüpft an den Anspruch der UN-Kinderrechtskonvention an, Kinder und Jugendliche an Entscheidungen zu beteiligen, die sie betreffen. Er soll zeigen, dass junge Menschen eigene Perspektiven einbringen und als aktive Mitglieder der Gesellschaft ernst genommen werden müssen.

Beteiligung beginnt schon im Alltag: Wer erlebt, dass die eigene Meinung zählt und Einfluss hat, sammelt früh Erfahrungen mit demokratischen Prozessen. Die ausgezeichneten Projekte sollen deshalb auch anderen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen Anregungen geben, junge Menschen stärker einzubeziehen.

Frist beachten: Die Bewerbung für den Deutschen Kinder- und Jugendpreis 2027 ist bis zum 13. Dezember 2026 möglich.

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Kinderhilfswerk e.V.




Kongress „Inklusion.Macht.Demokratie.“ in Freiburg 2026

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Was Sie schon immer über Inklusion wissen wollten…

Zum Kongress „Inklusion.Macht.Demokratie.“ lädt am 9. Mai 2026 der „inklusion neu denken e.V.“ von 10:00 bis 16.30 Uhr in das Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. 2,.nach Freiburg ein,

Der 7. Kongress stellt „Macht“-Fragen:

  • Macht Inklusion Demokratie oder macht Demokratie Inklusion?
  • Was macht Vielfalt mit uns und unserer Gesellschaft?
  • Wer oder was hat die Macht über wen oder was?
  • Macht soziale Gerechtigkeit automatisch eine Gesellschaft sozialer?
  • Bildung und Kultur als Macht(mittel) einer demokratischen Gesellschaft?

Die Antworten darauf sollen die Teilnehmenden in drei SofA-Talks – wobei SofA für „Sozialraum für alle“ steht – und Tischgesprächen finden. Es werden 12 Talk-Gäste aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Bereichen dabei sein. Die Tischgespräche finden nach dem letzen SofA-Talk und einer kurzen Kaffeepause statt. In kleineren Gruppen können sich die Teilnehmenden untereinander austauschen, Bilanz ziehen, Ziele setzen und Ideen für die Umsetzung einer inklusiven Gesellschaft entwickeln

Die Themenbereiche der „SofA-Talks“ und die Talk-Gäste:

10:15 SofA-Talk 1: Demokratie. Inklusion. Inklusive Kommune.v

  • Roland Meder, neuer Sozial- und Kulturbürgermeister der Stadt Freiburg
  • Sarah Baumgart, Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg
  • Prof. Dr. Uwe Bittllingmayer, PH Freiburg, Allgemeine Soziologie

11:45 SofA-Talk 2: Soziale Gerechtigkeit. Soziale Ungleichheit.

14:00 SofA-Talk 3: Bildung. Kultur. Vielfalt.

  • Theresa Bath, FABRIK e. V.
  • Anke Rietdorf, FLUSS e. V.
  • Vanessa Urban, Critical Friends
  • Andreas Stoch, MdL SPD, Kultusminister BaWü a. D.
  • Nikoleta Wittmer, Initiative für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung e.V.

Wichtige Informationen:

Eine Anmeldung ist erforderlich:

Online: www.inklusionneudenken.de

Per Mail:  Mail an kongress@inklusionneudenken.de (mit Name,Anschrift und Angabe, ob ihr mit Assistenz mitbringt oder Unterstützung benötigt.)

Anmeldeschluss: 2. Mai 2026. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

  • Teilnahmegebühren: 15,00 Euro, Assistenzen sind frei. Für Ermäßigung bitte eine Mail an kongress@inklusionneudenken.de
  • Kostenfreie Verpflegung (vegetarisch/vegan)

Barrierefreiheit:

  • barrierefreier Zugang
  • Behinderten-WC und mobile Toilette für Alle
  • Gebärdensprachdolmetschung (10:00 – 12:30 Uhr) und Hörschleife
  • Assistenzen sind ganztägig vor Ort
  • Ruhezonen

Anreise

Das Bürgerhaus Zähringen ist sehr gut mit den Straßenbahnlinien 2 und 4 (Haltestelle Tullastraße), mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zu erreichen. Es gibt einige wenige Behindertenparkplätze. Bitte möglichst nicht mit dem Auto anreisen oder den P & R-Platz in Zähringen zu nutzen.

Das ausführliche Programm, weitere Informationen sowie das Online-Anmeldeformular finden Sie es auf der Website www.inklusionneudenken.de

Koordinationspartner sind die  Kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg die Koordinationsstelle Inklusion und Gesundheit der Stadt Freiburg




Soziale Kompetenzen bleiben in Bildungsprogrammen oft außen vor

Untersuchung internationaler Bildungspläne zeigt: Kognitive Leistung zählt mehr als soziale Entwicklung – mit weitreichenden Folgen

Programme zur frühkindlichen Bildung konzentrieren sich weltweit vor allem auf die Förderung kognitiver Fähigkeiten – soziale Kompetenzen und strukturelle Voraussetzungen hingegen finden in bildungspolitischen Leitlinien nur selten Berücksichtigung. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM), der Universität Luxemburg und der Autonomen Universität Barcelona.

Das Forschungsteam analysierte über 90 offizielle Dokumente aus 53 Staaten, darunter nationale Bildungspläne, Leitlinien sowie Veröffentlichungen der Europäischen Union und der OECD. Ziel war es, ein globales Bild davon zu gewinnen, welche Werte und Zielsetzungen den Programmen zur frühen Bildung zugrunde liegen.

Im Zentrum: Sprache, Logik, Leistung

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Im Mittelpunkt fast aller Programme stehen kognitive Fähigkeiten wie Sprache, Informationsverarbeitung oder mathematisch-räumliches Denken. Diese gelten als Schlüssel für schulischen und beruflichen Erfolg. Sozial-emotionale Kompetenzen wie Empathie, Konfliktfähigkeit oder Kooperationsbereitschaft werden dagegen nur in wenigen Ländern und in den Papieren internationaler Organisationen berücksichtigt.

Auch bei der Frage, wie Bildungserfolg zustande kommt, zeigt sich ein klares Muster: Die Programme betonen fast durchgängig individuelle Faktoren wie Anstrengung, Eigenverantwortung und Talent. Strukturelle Bedingungen wie das Einkommen oder der Bildungsstand der Eltern, belastende Lebensereignisse oder die Unterstützung durch das soziale Umfeld bleiben dagegen weitgehend außen vor.

Vernachlässigung mit gesellschaftlichen Folgen

„Die Vorstellung, dass Erfolg allein durch individuelle Leistung entsteht, greift zu kurz“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Samuel Greiff von der TUM. „Sie ignoriert, wie stark auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen den Bildungsweg eines Kindes beeinflussen.“ Besonders problematisch sei dies, wenn gleichzeitig die Förderung sozialer Kompetenzen vernachlässigt werde – also jener Fähigkeiten, die für demokratisches Zusammenleben, Teamfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt essenziell seien.

Der Befund wiegt schwer: Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung und wachsender Unsicherheit in vielen Gesellschaften ist die frühe Förderung von Toleranz, Respekt und sozialem Verständnis ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung demokratischer Kulturen. Der aktuelle Fokus vieler Programme auf individuelle Leistung könne dagegen unbeabsichtigt zu Konkurrenzdenken und einem verengten Bildungsverständnis führen – schon im Kita-Alter.

Bildungspolitik unter Wettbewerbsdruck

Laut dem Forschungsteam besteht zudem die Gefahr, dass der Trend zur Leistungsorientierung bereits in der frühen Bildung institutionellen Wettbewerb befeuert: Kindergärten und Kitas könnten sich gezwungen sehen, ihre Arbeit vorrangig auf messbare kognitive Leistungen auszurichten, während andere Bildungsziele ins Hintertreffen geraten.

„Wenn Programme soziale Kompetenzen ausblenden und strukturelle Benachteiligungen ignorieren, senden sie eine unausgewogene Botschaft – an Kinder, Fachkräfte und ganze Bildungssysteme“, so Greiff.

Die Studie ist unter dem Titel „The meritocracy trap: Early childhood education policies promote individual achievement far more than social cohesion“ im Fachjournal PLOS ONE erschienen.

Originalpublikation:

Bobrowicz K, Gracia P, Teuber Z, Greiff S (2025):
The meritocracy trap: Early childhood education policies promote individual achievement far more than social cohesion.
PLOS One 20(7): e0326021
https://doi.org/10.1371/journal.pone.0326021

Kontakt für Rückfragen:

Prof. Dr. Samuel Greiff
Technische Universität München
Lehrstuhl für Educational Monitoring and Effectiveness
Tel.: +49 89 289 24214
E-Mail: samuel.greiff@tum.de




Einsamkeit junger Menschen – ein Warnsignal für Pädagogik und Demokratie

Neue Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Wer sich einsam fühlt, verliert Vertrauen in Gesellschaft und Mitgestaltung

Einsamkeit ist für viele junge Menschen in Deutschland Teil ihres Alltags. Doch was bedeutet das für ihre Haltung zur Demokratie, für ihr gesellschaftliches Engagement – und für ihr Vertrauen in die eigene Gestaltungsfähigkeit? Eine repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung hat 2.532 junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind besorgniserregend – nicht nur für die Politik, sondern auch für pädagogische Fachkräfte, die junge Menschen in ihrer Entwicklung begleiten. Und weil diese Studie in der Öffentlichkeit nur wenig Beachtung findet, haben wir uns entschlossen, die wichtigsten Eckdaten zu publizieren, auch wenn die Zielgruppe nicht ganz unsere ist.

Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) gab an, sich moderat oder stark einsam zu fühlen. Bei jenen, die unter starker Einsamkeit leiden, zeigt sich eine klare Tendenz: Sie sind unzufriedener mit demokratischen Strukturen, glauben seltener daran, etwas bewirken zu können, und fühlen sich deutlich weniger gehört. 60 Prozent der stark Einsamen glauben nicht, dass ihr Engagement etwas verändern kann. Bei jungen Menschen ohne Einsamkeitserfahrungen liegt dieser Anteil bei 42 Prozent.

Verlust von Vertrauen und politischer Wirksamkeit

Auch das Vertrauen in demokratische Institutionen ist bei den einsamen Befragten deutlich schwächer ausgeprägt. 63 Prozent von ihnen äußern Unzufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland. Zum Vergleich: Bei den nicht einsamen jungen Menschen liegt dieser Wert bei 41 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf lokaler Ebene: Über die Hälfte der stark Einsamen glaubt nicht daran, in ihrem direkten Umfeld – etwa in der Stadt oder Gemeinde – etwas verändern zu können.

Diese Daten werfen ein Schlaglicht auf die langfristigen Folgen von sozialer Isolation: Wer sich dauerhaft nicht zugehörig fühlt, zieht sich nicht nur sozial, sondern auch politisch zurück. In der Altersgruppe der 16- bis 30-Jährigen ist das besonders bedeutsam – denn sie befinden sich in einer entscheidenden Phase der Identitätsbildung und der Suche nach gesellschaftlicher Verortung.

Gefühl der Ausgrenzung trotz politischem Interesse

Die Studie zeigt deutlich, dass Einsamkeit nicht mit Desinteresse gleichzusetzen ist. Viele einsame junge Menschen interessieren sich sehr wohl für politische Themen – fühlen sich aber von politischen Entscheidungsträger:innen nicht repräsentiert. Rund die Hälfte der stark Einsamen gibt an, dass ihre Werte und Überzeugungen auf Bundesebene nicht vertreten werden. Zudem äußern 76 Prozent von ihnen das Gefühl, dass ihre Sorgen nicht ernst genommen werden – ein spürbarer Unterschied zu den 61 Prozent unter den nicht einsamen Befragten.

Für Fachkräfte in Schule und Pädagogik bedeutet das: Einsamkeit ist kein individuelles Randthema, sondern ein Indikator für gesellschaftliche Entfremdung. Sie kann jungen Menschen das Gefühl nehmen, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein – auch in Bildungs- und Lernkontexten.

Gemeinschaft erleben – Zugehörigkeit stärken

Gleichzeitig machen die Studienergebnisse Hoffnung: Das Gefühl von Anerkennung und sozialer Einbindung wirkt wie ein Schutzfaktor – und kann junge Menschen motivieren, sich aktiv einzubringen. Wer sich gesehen und wertgeschätzt fühlt, ist eher bereit, Verantwortung zu übernehmen. Politisches oder soziales Engagement wird so zur Brücke aus der Isolation – wenn es auf echte Beteiligung trifft.

Gerade im Kontext von Schule, Jugendarbeit und außerschulischer Bildung sind diese Erkenntnisse relevant: Wo junge Menschen Räume der Begegnung und des Austauschs erleben, wo sie sich ernst genommen fühlen und ihre Stimmen zählen, wächst auch ihr Vertrauen in das Gemeinsame – in Schule, Gesellschaft und Demokratie.

Hier geht es zum Einsamkeitsbarometer




Jahresauftakttagung des JFF: „Demokratie & Zusammenhalt“

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Fragen und Lösungsvorschläge zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens

Das JFF – Institut für Medienpädagogik lädt zur 10. medienpädagogischen Jahresauftakttagung ein, die sich vor allem an pädagogische Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit richtet.

Die Tagung findet am 6. März 2025 ab 10:00 Uhr im Institut für Jugendarbeit in Gauting in Präsenz statt und steht unter dem Titel:

„Demokratie & Zusammenhalt – wie wird ein Mensch demokratisch und was kann Medienpädagogik dazu beitragen?“

Im vergangenen Jahr konnten wir 75 Jahre Deutsches Grundgesetz feiern. Doch die Demokratie als Staats-, Regierungs- und Lebensform ist nicht selbstverständlich. Sie lebt von geteilten Werten, Empathie und der Mitgestaltung durch alle. Angesichts multipler Krisen stehen sowohl das demokratisches System in Deutschland als auch die Demokratien weltweit unter Druck: Populismus, Radikalisierung und gesellschaftliche Spaltung setzen diesem Gesellschaftsentwurf massiv zu. Auch Kinder und Jugendliche sind Zielgruppen dieser antidemokratischen Bewegungen.

Die Jahresauftakttagung 2025 des JFF geht deshalb u.a. diesen Fragen nach:

  • Was hält die Gesellschaft zusammen und wie können wir den Zusammenhalt fördern?
  • Was macht einen Menschen zu einemeiner Demokratin?
  • Welche medienpädagogischen Ansätze können dazu beitragen, das Demokratieverständnis von Kindern und Jugendlichen und den Dialog zwischen allen gesellschaftlichen Mitgliedern zu fördern?

In Impulsvorträgen und Workshops will das JFF pädagogische Fachkräfte dafür sensibilisieren, in ihrer eigenen Arbeit die relevanten Fragen zur Demokratieförderung aufzugreifen und medienpädagogische Ansätze zur demokratischen Gesellschaftsbildung für alle Altersstufen zu diskutieren.

Eine Online-Teilnahme an der gesamten Tagung ist nicht möglich, da die Tagung in Präsenz stattfindet. Die Aufzeichnungen der Vorträge am Vormittag werden zeitnah auf der Webseite auftakttagung.jff.de zur Verfügung gestellt. Die gesamte Tagung sowie der Workshop 3 werden vor Ort in Gebärdensprache übersetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei – die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Praktiker*innen der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Anmeldung zur Tagung und Zugang zum Stream unter: https://auftakttagung.jff.de/

Über das JFF: Seit 1949 befasst sich das JFF mit Medien und medialen Phänomenen, mit Trends und Entwicklungen, mit Chancen und möglichen Schwierigkeiten aus Sicht von Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse der interdisziplinären Arbeit aus Forschung und Praxis werden für verschiedene Arbeitsfelder aufbereitet und sind Basis für innovative Projekte und Modelle in der Erziehungs-, Bildungs- und Kulturarbeit. Ziel all dieser Aktivitäten ist eine breite, umfassende und nachhaltige Förderung von Medienkompetenz.

Quelle: Pressemitteilung des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis




Kinderreport 2024: Große Sorgen um den Erhalt der Demokratie

Kommentierte Studie im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks ist jetzt online und bereit zum Download

Das Vertrauen in den dauerhaften Erhalt der Demokratie in Deutschland ist erschreckend gering: Nur rund zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung (67 Prozent) traut der heutigen Generation der Kinder und Jugendlichen zu, als Erwachsene Verantwortung für den Erhalt unserer Demokratie zu übernehmen. Die Kinder und Jugendlichen sind bei dieser Frage noch skeptischer:

Nur 54 Prozent trauen der heutigen jungen Generation zu, sich als Erwachsene für die Demokratie in Deutschland einzusetzen. Bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten sind nach Ansicht der Erwachsenen die Familie und das Elternhaus zentral: Für 85 Prozent trägt hauptsächlich das familiäre Umfeld die Verantwortung dafür, bei Kindern und Jugendlichen demokratische Überzeugungen und Fähigkeiten zu fördern. Die Kinder und Jugendlichen hingegen sehen die Hauptverantwortlichkeit bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten bei Schulen und Kitas (73 Prozent).

Kinder und Jugendliche fordern mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit

Um die demokratischen Überzeugungen und Fähigkeiten bei jungen Menschen besser zu fördern, sollte es aus Sicht der befragten Kinder und Jugendlichen (92 Prozent) vor allem mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit geben, zum Beispiel für Jugendclubs. 91 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind der Auffassung, dass die Interessen der jungen Generation stärker in der Politik berücksichtigt werden sollten, 89 Prozent sind der Auffassung, dass im Schulunterricht mehr über aktuelle politische Ereignisse gesprochen und die erklärt werden sollten.

Bei den Erwachsenen (jeweils 89 Prozent) werden ein verstärkter Austausch zu aktuellen politischen Ereignissen im Schulunterricht und die Förderung sozialer Begegnungsmöglichkeiten, beispielsweise in Form von Stadtteilzentren oder Jugendfreizeiten, als wichtigste Maßnahmen angesehen, um die demokratischen Überzeugungen und Fähigkeiten bei jungen Menschen zu fördern. 86 Prozent sprechen sich in diesem Zusammenhang für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kinder- und Jugendarbeit aus.

Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwachsenen sowie einer ergänzenden Kinder- und Jugendbefragung des Sozial- und Politikforschungsinstituts Verian im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Kinderreport 2024, den der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Thomas Krüger, der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, und der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, vorgestellt haben.

Ausgewählte Ergebnisse der Umfrage für den Kinderreport 2024 im Einzelnen:

Verantwortung für die Demokratie übernehmen

Gut zwei Drittel (67 Prozent) der Erwachsenen trauen der heutigen Generation der Kinder und Jugendlichen zu, als Erwachsene Verantwortung für den Erhalt unserer Demokratie zu übernehmen. Allerdings zeigt sich ein knappes Drittel (30 Prozent) in dieser Frage eher skeptisch.

Die Kinder und Jugendlichen sind bei dieser Frage skeptischer. Hier trauen nur 54 Prozent der Befragten der heutigen Generation der Kinder und Jugendlichen zu, als Erwachsene Verantwortung für den Erhalt unserer Demokratie zu übernehmen, 23 Prozent trauen es ihnen nicht zu. Bei der Bewertung dieser Zahlen ist zu beachten, dass ebenfalls 23 Prozent der Kinder und Jugendlichen bei dieser Frage „Weiß nicht“ angegeben oder keine Angabe gemacht haben.

Kompetenz von Kindern zur Teilhabe an demokratischen Prozessen

54 Prozent der Erwachsenen sind der Auffassung, dass es Kindern und Jugendlichen an Kompetenzen fehlt, um an demokratischen Prozessen teilzuhaben, 43 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Auch die befragten Kinder und Jugendlichen sind überwiegend der Ansicht (48 Prozent), dass es Kindern und Jugendlichen an Kompetenzen fehlt, um an demokratischen Prozessen teilzuhaben, 30 Prozent sind nicht dieser Auffassung. Dabei ist zu beachten, dass 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen bei dieser Frage „Weiß nicht“ angegeben oder keine Angabe gemacht haben.

Fähigkeiten von Kindern zur Teilhabe an demokratischen Prozessen

Bei der Zuschreibung verschiedener Kompetenzen im Hinblick auf die Teilhabe an demokratischen Prozessen sind die befragten Erwachsenen vor allem der Meinung (73 Prozent), dass die junge Generation über entsprechendes Selbstvertrauen verfügt. Nach Auffassung der Mehrheit der Erwachsenen (59 Prozent) verfügen Kinder und Jugendliche auch über ausreichende Konfliktbereitschaft, um an demokratischen Prozessen teilzuhaben. Eine knappe Mehrheit der Erwachsenen (50 Prozent) ist auch der Ansicht, dass Kinder und Jugendliche über ein ausreichendes Maß an Informiertheit verfügen, 47 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

50 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen sind bei der Zuschreibung von Fähigkeiten, die für die Beteiligung an demokratischen Abläufen wichtig sind, der Meinung, dass es der jungen Generation meist leichtfällt, bei Problemen gemeinsam mit anderen eine Lösung zu finden. Zugleich sind 48 Prozent der Meinung, dass sich Kinder und Jugendliche bei unterschiedlichen Meinungen meist einigen können. Nach Meinung von 47 Prozent der Befragten haben Kinder und Jugendliche meistens Vertrauen in sich selbst.

Gründe für den Verlust von Demokratiefähigkeit und Demokratiezufriedenheit

Den Hauptgrund sehen die Erwachsenen (81 Prozent) darin, dass in der Gesellschaft insgesamt die Fähigkeiten für ein respektvolles Miteinander und die Offenheit für unterschiedliche Meinungen abnehmen. Dass Kinder und Jugendliche sich und ihre Interessen von den politisch Verantwortlichen nicht angemessen vertreten fühlen und die Demokratie dadurch bei der jungen Generation an Zustimmung verliert, meinen 77 Prozent der Erwachsenen. Nach Ansicht von 68 Prozent sind Kinder und Jugendliche in Deutschland frustriert, weil ihre Interessen in der Gesellschaft nicht ausreichend berücksichtigt werden.

88 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen sind der Meinung, dass die junge Generation heute weniger mit der Demokratie zufrieden ist, weil sich die Menschen in Deutschland insgesamt immer weniger mit Respekt begegnen und weniger offen für unterschiedliche Meinungen sind. Dass sich die Politikerinnen und Politiker nicht genug für ihre Interessen einsetzen, meinen 86 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Und 81 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind der Meinung, dass die junge Generation heute weniger zufrieden mit der Demokratie ist, weil die Informationen zu Politik für Kinder und Jugendliche meistens uninteressant sind.

Verantwortung für die Demokratieförderung von Kindern und Jugendlichen

Bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten sind nach Ansicht der Erwachsenen die Familie und das Elternhaus zentral: Für 85 Prozent trägt hauptsächlich das familiäre Umfeld die Verantwortung dafür, bei Kindern und Jugendlichen demokratische Überzeugungen und Fähigkeiten zu fördern. Eine wesentliche Rolle bei der Demokratieerziehung wird auch den Bildungseinrichtungen zugesprochen: Rund zwei Drittel (65 Prozent) der erwachsenen Bevölkerung sind der Ansicht, dass Kitas und Schulen für die Ausbildung demokratischer Fähigkeiten die Hauptverantwortung haben.

Die Kinder und Jugendlichen hingegen sehen die Hauptverantwortlichkeit bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten, anders als die Erwachsenen, bei Schule und Kita (73 Prozent). Bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten ist nach Ansicht der Kinder und Jugendlichen auch die Familie und das Elternhaus wichtig, allerdings mit deutlich niedrigeren Zustimmungswerten als bei den Erwachsenen: Für 60 Prozent trägt hauptsächlich das familiäre Umfeld die Verantwortung dafür, bei Kindern und Jugendlichen demokratische Überzeugungen und Fähigkeiten zu fördern.

Maßnahmen zur Förderung demokratischer Überzeugungen bei jungen Menschen

Bei den Erwachsenen wird ein verstärkter Austausch zu aktuellen politischen Ereignissen im Schulunterricht als wichtigste Maßnahmen angesehen, um die demokratischen Überzeugungen und Fähigkeiten bei jungen Menschen zu fördern. 89 Prozent sind dieser Ansicht. Ebenfalls 89 Prozent halten die Förderung sozialer Begegnungsmöglichkeiten, beispielsweise in Form von Stadtteilzentren oder Jugendfreizeiten, für eine sinnvolle Maßnahme. Und 86 Prozent der Erwachsenen halten mehr Geld, um den Erhalt und Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit finanziell abzusichern, für wichtig, um die demokratischen Überzeugungen und Fähigkeiten bei jungen Menschen zu fördern.

Aus Sicht der befragten Kinder und Jugendlichen sollte es vor allem mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit geben, zum Beispiel für Jugendclubs, um die demokratischen Überzeugungen und Fähigkeiten bei jungen Menschen zu fördern. 92 Prozent sehen das so. 91 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind der Auffassung, dass die Interessen der jungen Generation stärker in der Politik berücksichtigt werden sollten. Und 89 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind der Ansicht, dass im Schulunterricht mehr über aktuelle politische Ereignisse gesprochen und diese erklärt werden sollten.

1672 Personen befragt

Für den Kinderreport 2024 des Deutschen Kinderhilfswerkes führte das Sozial- und Politikforschungsinstitut Verian zwei Umfragen in Deutschland durch, eine unter Kindern und Jugendlichen (10- bis 17-Jährige) und eine unter Erwachsenen (ab 18-Jährige). Befragt wurden insgesamt 1.672 Personen, davon 666 Kinder und Jugendliche sowie 1.006 Erwachsene. Die Befragungen der Kinder und Jugendlichen erfolgte altersgerecht online unter Nutzung eines Access-Panels, die Erwachsenen wurden mittels computergestützter Telefoninterviews befragt. Alle Fragen wurden Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen gleichermaßen gestellt, allerdings wurde den Kindern und Jugendlichen ein Fragebogen mit Formulierungen vorgelegt, die der Altersgruppe angepasst worden waren.

Der Kinderreport 2024 des Deutschen Kinderhilfswerkes, die Fragen und Ergebnisse der Umfragen für den Kinderreport 2024 sowie eine Zusammenfassung des Kinderreports 2024 können unter www.dkhw.de/Kinderreport2024 heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Kinderhilfswerk




Jetzt bewerben beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis

Deutsches Kinderhilfswerk startet die Bewerbungsphase – Bewerbungsfrist endet am 15. Januar

Ab sofort sind Bewerbungen um den Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes möglich. Mit der Auszeichnung werden Projekte gewürdigt, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Der Deutsche Kinder- und Jugendpreis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und damit der höchstdotierte bundesweite Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland. Langjähriger Partner ist der Europa-Park in Rust. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2023. Die Preisverleihung findet im Sommer im Europa-Park statt. Neben der Bekanntgabe der Gewinnerprojekte erwartet die Teilnehmenden dort ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Musik-Acts und Prominenten, die das Engagement der Kinder und Jugendlichen wertschätzen.

Beteiligung von Kindern fördern

„Die Beteiligung von Kindern ist ein zentraler Wert einer demokratischen Gesellschaft. Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnen wir das Engagement von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte oder die Rechte anderer aus. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, wie wichtig der Beitrag von Kindern und Jugendlichen für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist. Kinder und Jugendliche, die sich aktiv bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten einbringen, engagieren sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens. Mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird somit ein wesentlicher Grundpfeiler unserer Demokratie gestärkt. Wir sind dieses Jahr wieder auf die Einsendung von einfallsreichen Angeboten, die mit viel Kreativität der Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden, sehr gespannt“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, zum Start der Bewerbungsphase.

Kinder in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses

Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis wirbt das Deutsche Kinderhilfswerk im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention für eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Fragen und Belangen. Um ihre aktive Teilnahme zu sichern, stellt das Deutsche Kinderhilfswerk Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses. Nur so fühlen sie sich wertgeschätzt und lernen Demokratie. Zudem werden die Projekte der Kinder und Jugendlichen im Rahmen der Preisverleihung in besonderer Weise öffentlich gewürdigt.

Solidarisches Miteinander, Politisches Engagement und Kultur

Vergeben wird der Preis in den Kategorien Solidarisches Miteinander, Politisches Engagement und Kinder- und Jugendkultur. Die Gewinner des 1. Platzes jeder Kategorie erhalten ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Außerdem wird es in jeder Kategorie eine lobende Erwähnung geben, die mit 3.000 Euro dotiert ist. Zusätzlich wird ein Projekt mit dem Europa-Park JUNIOR CLUB Award ausgezeichnet, der mit einem Preisgeld von 3.000 Euro gewürdigt wird.

Jetzt bewerben

Die Bewerbung erfolgt online unter www.dkhw.de/dkjp. Dort sind weitere Informationen sowie Hinweise zum Ausfüllen der Bewerbung aufgeführt. Die Vorhaben sollen bereits begonnen haben oder im letzten halben Jahr abgeschlossen worden sein. Für die Endauswahl werden je Kategorie sechs Projekte durch eine Fachjury nominiert. Danach wird der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes als Kinderjury die Preisträgerinnen und Preisträger ermitteln. Kinder und Jugendliche der Gewinnerprojekte für den Deutschen Kinder- und Jugendpreis werden zur Preisverleihung in den Europa-Park in Rust eingeladen und erhalten während der Veranstaltung die Möglichkeit, ihr Projekt direkt auf der Bühne vorzustellen. Zusätzlich wird von jedem Gewinnerprojekt sowie von den lobenden Erwähnungen ein Kurzfilm gedreht, der zur Vorstellung des Engagements dient.




„Fit für die Demokratie – Stark für die Gesellschaft“

#FitForDemocracy: Bundesweite Veranstaltungen und digitale Kampagne

Welche Rolle spielt die Demokratie im Leben von Kindern und Jugendlichen? Wie kann politische Bildung sich stärker an ihrer Lebenswelt orientieren? Welche Risiken begleiten junge Menschen bei der Informationssuche im Netz? Welche partizipatorischen Möglichkeiten können in einer digitalen Demokratie genutzt werden? „Fit für die Demokratie – Stark für die Gesellschaft“ ist das Thema des Safer Internet Day 2022 in Deutschland. Der weltweite Aktionstag für mehr Online-Sicherheit findet am 8. Februar statt: Auch in diesem Jahr bieten die EU-Initiative klicksafe und zahlreiche Institutionen in ganz Deutschland digitale Veranstaltungen und interaktive Wissensangebote an. In sozialen Medien wird der Aktionstag mit den Hashtags #FitForDemocracy sowie #SID2022 diskutiert und begleitet.

Thema „Fake News“

Wer im Internet unterwegs ist, begegnet immer öfter „Fake News“, also falschen Informationen, Verschwörungsideologien und extremistischer Propaganda. Mal aggressiv und laut, mal unterschwellig untergraben Falschinformationen das Vertrauen in unsere demokratisch-plurale Gesellschaft. Gerade an aktuellen Themen, ob Corona-Pandemie oder Ukraine-Konflikt, wird das besonders sichtbar.

„Demokratie ist nicht selbstverständlich“, so Dr. Marc Jan Eumann, klicksafe-Koordinator und Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, „es wird immer deutlicher, dass durch gezielte Falschmeldungen Demokratie ausgehöhlt werden soll. Wir sind alle gefordert – und keine Frage, das ist die entscheidende Bildungsaufgabe dieses Jahrzehnts – mit #FitForDemocracy können Kinder und Jugendliche täglich ihre digitale Medien- und Demokratiekompetenz trainieren.“

Demokratiekompetenz fördern

„Eine Meinung hat man sich schnell gebildet, Nachfragen und Verstehen erfordert etwas mehr Einsatz. Aber genau diesen Einsatz braucht es für unsere Demokratie. Online fällt es oft schwer – jungen und alten Menschen gleichermaßen – die Glaubwürdigkeit von Informationen einzuschätzen“, sagt Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW. „Deshalb ist es wichtig, das Thema Demokratiekompetenz anzugehen und besonders unsere jungen Demokratinnen und Demokraten dafür zu sensibilisieren.“

Eine sehr konkrete Hilfe soll hier der diesjährige Safer Internet Day bieten, der am 08.02. unter dem Motto „Fit für die Demokratie – Stark für die Gesellschaft“ stattfindet.

Neues klicksafe-Lehrmaterial #FitForDemocracy

Die EU-Initiative klicksafe fördert durch vielfältige Angebote die Online-Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Für sie sowie für Lehrkräfte und alle anderen Interessierten haben die klicksafe-Expertinnen und Experten Lehrmaterialien und ein Wissensquiz zur Demokratiekompetenz im Internet entwickelt, die ab sofort auf klicksafe.de/sid bereitstehen.

Die Schulklasse wird zum Fitnessstudio: #FitForDemocracy ist eine Stationenarbeit für den Unterricht, die Jugendliche in ihrer Lebenswelt erreichen und mitnehmen soll. Das mentale Demokratietraining ist aufgebaut wie fünf Trainingseinheiten eines Fitnessstudios. An jeder Station werden Themen und Situationen aufgerufen, die den Jugendlichen im physischen wie im digitalen Leben begegnen: Wie reagiere ich auf menschenverachtende, diskriminierende Kommentare? Wie kann ich die Wirkung von Fake News oder Verschwörungsideologien besser einordnen? Wie kann ich mich aktiv für die Stärkung unserer Demokratie einbringen? Wie erstelle ich ein Demoplakat? Durch Kreativität soll Freude an der Demokratie und Gemeinschaft vermittelt werden.

Online-Veranstaltungen in ganz Deutschland: Jetzt mitmachen!

Mit mehr als 200 Veranstaltungen und Projekten beteiligen sich am Safer Internet Day deutschlandweit Stiftungen, Unternehmen, Schulen, Jugendorganisationen, Bildungseinrichtungen, Vereine und auch Privatpersonen – aus bekannten Gründen in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge überwiegend online.

Die EU-Initiative klicksafe ruft dazu auf, an den vielfältigen digitalen Formaten und virtuellen Workshops rund um die Themen Medien- und Demokratiekompetenz teilzunehmen oder kurzfristig noch eigene Angebote einzubringen. Geplante Aktionen sind auf www.klicksafe.de/sid-veranstaltungen-2022/ zu finden. Melden Sie Ihre Aktion oder Veranstaltung noch an unter www.klicksafe.de/anmeldeformular-sid-2022/.

Allgemeine Informationen zu klicksafe und dem Kampagnenthema des Safer Internet Day 2022 finden Sie auf der klicksafe-Landingpage https://www.klicksafe.de.