Nationaler Preis Bildung für nachhaltige Entwicklung 2027: Bewerbungsphase gestartet

Bewerbungen bis Mitte August 2026 möglich
Initiativen, Projekte und Einrichtungen aus ganz Deutschland können sich ab sofort für den „Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bewerben. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Deutsche UNESCO-Kommission vergeben die Auszeichnung im Jahr 2027 bereits zum vierten Mal. Bewerbungsschluss ist der 15. August 2026.
Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, die Menschen dazu befähigen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Ziel ist es, die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2030 aktiv zu unterstützen.
Bundesbildungsministerin Karin Prien erklärt: „Nachhaltigkeit beginnt mit Bildung. Wer heute lernt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, gestaltet die Welt von morgen aktiv mit. Der Nationale Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung macht sichtbar, wie innovative Initiativen Menschen dazu befähigen, Zukunft verantwortungsvoll und gemeinsam zu gestalten.“
Auch Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, unterstreicht die Bedeutung des Engagements: „Unser Nachhaltigkeitspreis rückt die vielen engagierten Bildungsinitiativen in den Mittelpunkt, die sich im ganzen Land für eine lebenswerte Zukunft in einer intakten Umwelt stark machen. Sie zeigen uns, wie wir Wissen teilen, voneinander lernen und eine gemeinsame Vision für ein besseres Morgen entwickeln können.“
Zehn Auszeichnungen mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld
Über die Vergabe der Auszeichnungen entscheidet eine unabhängige Jury aus Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlichem Leben und Zivilgesellschaft. Insgesamt werden zehn Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt.
Jeweils drei Auszeichnungen werden in den Kategorien „Lernorte“, „Bildungslandschaften“ und „Multiplikator*innen“ vergeben. Zusätzlich wird eine Initiative mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Newcomer“ ausgezeichnet. Jede prämierte Initiative erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro. Die feierliche Preisverleihung ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Bildung als Schlüssel für nachhaltige Entwicklung
Der Nationale Preis wird 2027 bereits zum vierten Mal verliehen. Seit der Einführung konnten bereits 30 Initiativen und Projekte für ihren Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele und zur Umsetzung des UNESCO-Programms „BNE 2030“ ausgezeichnet werden.
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kompetenzen, die Menschen dabei unterstützen, die Folgen ihres Handelns für kommende Generationen und andere Regionen der Welt besser einzuschätzen. Das UNESCO-Programm „BNE 2030“ verfolgt das Ziel, nachhaltige Bildung dauerhaft im gesamten Bildungssystem zu verankern. In Deutschland erfolgt die Umsetzung auf Grundlage des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Weitere Informationen zur Bewerbung
Interessierte Initiativen können ihre Bewerbung bis zum 15. August 2026 online einreichen. Ausführliche Informationen zum Bewerbungsverfahren stellt die Deutsche UNESCO-Kommission auf ihrer Internetseite bereit.
www.unesco.de/bne/bne-auszeichnung
31 Initiativen erhielten 2026 die Nationale Auszeichnung
Bereits im April 2026 wurden 31 Initiativen mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geehrt. Die Auszeichnung würdigt innovative Bildungsangebote und Lernkonzepte, die Nachhaltigkeit erfolgreich in der deutschen Bildungslandschaft verankern.
Zu den ausgezeichneten Organisationen zählten unter anderem der Fußballverein FC Gelsenkirchen-Schalke 04, die internationale Jugendbewegung Plant-for-the-Planet sowie arche noVa – Initiative für Menschen in Not e. V. aus Dresden.
Zur Preisverleihung erklärte Bundesbildungsministerin Karin Prien: „Die in Dresden ausgezeichneten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung Menschen zusammenbringt und Verantwortung stärkt. Sie schaffen Lernorte, an denen Zukunftskompetenzen vermittelt und demokratische Werte gelebt werden. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen leisten sie damit einen wichtigen Beitrag für Zusammenhalt, Teilhabe und lebendigen Austausch.“
Maria Böhmer ergänzte: „In den ausgezeichneten BNE-Initiativen spiegelt sich die Vielfalt unserer Gesellschaft. Von Kitas, Schulen und Hochschulen über Vereine, Stiftungen und Unternehmen bis hin zu Sport und Umweltbildung zeigt dieser vielseitige Einsatz: Bildung für nachhaltige Entwicklung ist kein Nischenthema, sondern in allen gesellschaftlichen Bereichen relevant. Für dieses wichtige Engagement danke ich allen Ausgezeichneten sehr herzlich.“
2026 Ausgezeichnete Organisationen und Initiativen
Abteilung Bildung für nachhaltige Entwicklung / Globales Lernen – arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.Externer Link: (Dresden, Sachsen)
Bildungsinitiative 3malE – Lechwerke AGExterner Link: (Augsburg, Bayern)
DAUCUM gUG für Biodiversitätsbildung und -forschungExterner Link: (Potsdam, Brandenburg)
Dein Engagement. Deine Chance. Nachwuchsjournalismus für die Umwelt – Junge Presse Nordrhein-Westfalen e.V.Externer Link: (Essen, Nordrhein-Westfalen)
Energieseminar e.V.Externer Link: (Berlin)
Erlebnisbauernhof FleckenbühlExterner Link: (Cölbe, Hessen)
FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V.Externer Link: (Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen)
FIRST LEGO League – HANDS on TECHNOLOGY e.V.Externer Link: (Leipzig, Sachsen)
Grundschule BingenExterner Link: (Bingen, Baden-Württemberg)
Haus Gänseblümchen e.V.Externer Link: (Hamburg)
HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbHExterner Link: (Potsdam, Brandenburg)
JANUN Hannover e.V.Externer Link: (Hannover, Niedersachsen)
Kita „Die Schatztruhe“Externer Link: (Wiedemar, Sachsen)
Kita im Aufbruch – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.Externer Link: (Hilpoltstein, Bayern)
Landweg e.V.Externer Link: (Groß Pankow (Prignitz), Brandenburg)
MAIZ – treemedia e.V.Externer Link: (Berlin)
Netzwerk der Nachhaltigkeitsschulen – Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)Externer Link: (Halle (Saale), Sachsen-Anhalt)
Plant-for-the-Planet FoundationExterner Link: (Tutzing, Bayern)
Research and Innovation in Sustainable Land Management in Africa – Hochschule Bonn‑Rhein‑Sieg / IZNEExterner Link: (Sankt Augustin, Nordrhein-Westfalen)
RESTLOS GLÜCKLICH e.V.Externer Link: (Berlin)
Schulbauernhof Hutzelberg – Ökologische Hofherberge gGmbHExterner Link: (Bad Sooden-Allendorf, Hessen)
Schülerfirma Woody’s – das innovative Holzdesign – Richard‑Wagner‑GymnasiumExterner Link: (Baden-Baden, Baden-Württemberg)
Sozial‑ökologische Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule – Universität Kassel / Humboldt‑Universität BerlinExterner Link: (Kassel, Hessen / Berlin)
Soziale Stadtimkerei Mainz – Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen gGmbHExterner Link: (Mainz, Rheinland-Pfalz)
Tropengewächshaus Witzenhausen der Universität KasselExterner Link: (Witzenhausen, Hessen)
Umweltbildungsort Gertrudenhof e.V.Externer Link: (Hürth, Nordrhein-Westfalen)
Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V.Externer Link: (Berlin)
UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg – Drei GleichenExterner Link: (Friedrichroda, Thüringen)
Veex erfahrungsorientiertes Lehren und Lernen e.V.Externer Link: (Hagen, Nordrhein-Westfalen)
WWOOF Deutschland e.V. – Bildung für nachhaltige Entwicklung auf ökologischen HöfenExterner Link: (Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern)
Zukunftsbibliotheken‑SH – Landesverband Bibliotheken SH e.V.Externer Link: (Rendsburg, Schleswig-Holstein)
Quelle: Pressemitteilung Deutsche UNESCO-Kommission e. V.