Mehrsprachigkeit in der Kita: Wie gut sind Fachkräfte vorbereitet?

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Mehrsprachigkeit gehört in die Kita-Ausbildung

Sprachbildung wird für pädagogische Fachkräfte immer wichtiger. Doch eine aktuelle Auswertung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zeigt: Nicht alle Fachkräfte werden in ihrer Ausbildung ausreichend auf die sprachliche Vielfalt in Kitas vorbereitet.

In deutschen Kindertageseinrichtungen ist Mehrsprachigkeit längst Alltag. Viele Kinder wachsen mit einer anderen Familiensprache als Deutsch auf und lernen Deutsch erst oder zusätzlich in der Kita. Damit tragen pädagogische Fachkräfte eine große Verantwortung für die sprachliche Bildung dieser Kinder. Doch wie gut sind sie darauf vorbereitet?

Was die Auswertung zeigt

Das DJI hat aktuelle Daten zur Ausbildung pädagogischer Fachkräfte ausgewertet. Sprachbezogene Themen haben demnach inzwischen ihren Platz in der Ausbildung: 48 Prozent der befragten Fachkräfte geben an, sich schon während ihrer Ausbildung damit beschäftigt zu haben. Umgekehrt heißt das: Mehr als die Hälfte hat das nicht getan. Beim Thema Mehrsprachigkeit zeigen sich außerdem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

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Sprache lernen Kinder im Alltag

Sprachbildung findet nicht nur in eigens dafür vorgesehenen Angeboten statt. Sie begleitet den ganzen Kita-Tag: beim gemeinsamen Frühstück, im Freispiel, beim Vorlesen, Singen und Basteln oder im Gespräch über Erlebtes.

Für Kinder, die zu Hause eine andere Sprache sprechen, sind solche Situationen besonders wertvoll. Sie lernen neue Wörter kennen, probieren Sätze aus und kommen mit anderen Kindern und Erwachsenen ins Gespräch.

Dafür brauchen Fachkräfte mehr als sprachdidaktisches Wissen. Sie müssen erkennen, welche sprachlichen Fähigkeiten ein Kind bereits mitbringt, und wissen, wie sich die Familiensprache sinnvoll in den Kita-Alltag einbeziehen lässt.

Mehrsprachigkeit als Teil der Lebenswelt

Wer mehrsprachig aufwächst, beherrscht keine Sprache „nicht richtig“. Kinder nutzen ihre Sprachen einfach in unterschiedlichen Lebensbereichen. Die Familiensprache gehört dabei zu ihrer Lebenswelt und ihrer Identität.

Professionelle Sprachbildung sollte sich deshalb nicht darauf beschränken, wie schnell ein Kind Deutsch lernt. Ebenso wichtig ist, welche sprachlichen Erfahrungen es schon mitbringt und wie die Kita daran anknüpfen kann. Dafür brauchen Fachkräfte fundiertes Wissen und Handlungssicherheit.

Die Ausbildung ist der Schlüssel

Die DJI-Ergebnisse machen deutlich, welche Rolle Sprachbildung in der Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte spielt. Wenn Kitas sprachlich immer vielfältiger werden, muss sich das auch in Ausbildung und Weiterbildung widerspiegeln.

Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Förderprogramme. Fachkräfte müssen vor allem wissen, wie sie Sprache im Alltag, im Spiel und in der Beziehung zu den Kindern anregen können. Denn Kinder lernen Sprache dort, wo sie etwas zu erzählen haben, Fragen stellen dürfen, gemeinsam handeln und ernst genommen werden.

Quelle: Deutsches Jugendinstitut (DJI), Pressemitteilung vom 1. Juli 2026: „Sprachbildung wird in Kitas immer wichtiger“.


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Armin Krenz

Sprachbildung in der Kita – alltagsorientiert und kindzentriert

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