Ausgezeichnet von spiel gut: Hix

hix kegel aus silikon

Hix – Vielseitiges Konstruktionsspielzeug für kreative Entdeckungen

Hix lädt dazu ein, Dinge neu zu entdecken. Während wir Gegenstände meist sofort einem bestimmten Zweck zuordnen, gibt es Spielmaterialien, bei denen genau das nicht möglich ist. Gerade diese Offenheit macht ihren besonderen Reiz aus und weckt bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen die Lust, spielerisch auf Entdeckungsreise zu gehen.

Hix ist ein vielseitiges Konstruktionsspielzeug, das aus vier umwandelbaren Kegeln aus elastischem Silikongummi besteht. Jeder Kegel lässt sich in vier Grundformen verwandeln und zu einer Vielzahl unterschiedlicher Konfigurationen stapeln, verschachteln und kombinieren.

Das spielerische Experimentieren mit Hix fördert die visuelle Wahrnehmung, das räumliche Denken, die Hand-Augen-Koordination sowie die Feinmotorik. Gleichzeitig macht das Material geometrische Formen für Menschen jeden Alters erfahrbar. Der weiche Silikonkautschuk fühlt sich angenehm an und ist bereits für die Kleinsten geeignet. Ob einzeln oder im Zusammenspiel aller vier Kegel – immer wieder entstehen neue Ideen und Konstruktionen. Dabei entstehen keine störenden Geräusche, und das robuste Material geht nicht kaputt.

Material: 4 Teile in Rot, Blau, Gelb und Grün. Aus Silikongummi in Lebensmittelqualität. Maße je Kegel: Ø 8,2 cm, Höhe 14,5 cm. Die Kegel sind abwaschbar.

Hix wurde mit dem Prädikat spiel gut ausgezeichnet, weil es die Fantasie anregt, in vielfältiger Weise bespielbar und aus hochwertigem Kunststoff hergestellt ist.

hix kegel spielgut

Hix
Preis: ca. 25,00 €
Alter: Ab 3 Jahren
Marke: moluk
Hersteller: Moluk GmbH




Ausgezeichnet von spiel gut: Kugelbahn – Big Speed Circle

kugelbahn

HABA Kugelbahn-Ergänzungsset Big Speed Circle – Murmelspaß mit Tempo

Eine flexibel aufgebaute Kugelbahn bleibt über lange Zeit interessant. Der Streckenverlauf lässt sich immer wieder verändern, und mit der schiefen Ebene lässt sich stets aufs Neue experimentieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass mit einem Grundbausatz begonnen werden kann, der sich nach und nach durch Ergänzungsteile erweitern lässt.

Der Bau einer größeren Bahn mit zusätzlichen Elementen baut auf bereits erworbenen Erfahrungen auf und fördert planerisches Denken. Solche Erweiterungen erhalten und steigern den Spielwert und machen die intellektuelle Entwicklung von Kindern sichtbar. Das Spielen mit einer Kugelbahn ist bereits ab drei Jahren möglich, der eigenständige Aufbau wird ab fünf Jahren empfohlen.

Beim Kugelbahnsystem von HABA ist die Streckenführung aus Holz gefertigt und bewusst schlicht gehalten. Dadurch kann sich das Auge ganz auf den Lauf der Kugel konzentrieren. Lediglich die Sonderteile sind teilweise farblich abgesetzt.

Mit dem Ergänzungsset Big Speed Circle für HABA-Kugelbahnen geht es für die Murmeln rasant im Kreis herum. Bis zu sechs Murmeln können gleichzeitig auf die Reise gehen. Zunächst rollen sie über die Rampe, bis sie mit Schwung im Big Speed Circle landen. Dort drehen sie sich zunächst langsam und dann immer schneller im Kreis. Schließlich fallen sie durch die Öffnung in der Mitte eine Ebene tiefer auf die Speedsnake-Bahn, auf der sie ihre Fahrt in Schlangenlinien fortsetzen.

Das Ergänzungsset hat die Auszeichnung „spiel gut“ verdient. Es überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung, die spielunterstützende Gestaltung und die interessante Möglichkeit, die rasante Abwärtsfahrt der Murmeln zu verfolgen.

Material: 16 Teile. 1 Trichter + 1 Schlängelbahn ABS, 1 Rampe, 6 Quader + 1 Würfel Buche natur, 6 Glasmurmeln. Gewicht 1,5 kg. 3837,812,3 cm.




ADHS und Kreativität: Vielfalt im Denken als Ressource begreifen

Forschung zeigt: Unkonzentriertheit kann kreative Stärke sein

Eine neue Studie der Neurowissenschaftlerin Dr. Radwa Khalil von der Constructor University, veröffentlicht im Fachjournal iScience, geht einer Frage nach, die viele Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen seit Jahren beschäftigt: Warum wirken manche Menschen mit ADHS im Alltag unkonzentriert – und zugleich oft ungewöhnlich kreativ? Und lässt sich dieser scheinbare Widerspruch wissenschaftlich erklären?

Die Antwort der Forschenden fällt klar aus: Die gleichen neuronalen Netzwerke, die unsere Aufmerksamkeit steuern, sind auch an kreativen Prozessen beteiligt. Das bedeutet, dass typische Merkmale von ADHS – etwa Ablenkbarkeit oder Tagträumen – nicht nur Schwierigkeiten verursachen, sondern unter bestimmten Bedingungen auch kreatives Denken fördern können.

Die Studie zeigt damit eine neue Perspektive auf ein Phänomen, das bislang überwiegend unter dem Blickwinkel von Defiziten betrachtet wurde. Statt ausschließlich zu fragen, was bei ADHS „nicht funktioniert“, rückt sie die Frage in den Vordergrund, welche besonderen kognitiven Potenziale in diesen Aufmerksamkeitsmustern liegen.

Breiter Aufmerksamkeitskegel

Im Zentrum der Untersuchung steht das Konzept der sogenannten „defokussierten Aufmerksamkeit“. Dr. Khalil beschreibt diesen Zustand anschaulich: Während viele Menschen ihre Aufmerksamkeit gezielt auf eine Aufgabe richten können, nehmen Menschen mit ADHS häufig mehrere Reize gleichzeitig wahr. Dieser „breitere Aufmerksamkeitskegel“ erschwert es, bei monotonen Aufgaben konzentriert zu bleiben – eröffnet aber zugleich die Möglichkeit, ungewöhnliche Verbindungen herzustellen und neue Ideen zu entwickeln.

Genau hier liegt der Kern der neuen Erkenntnisse. Kreativität entsteht oft nicht durch lineares Denken, sondern durch das Verknüpfen scheinbar unzusammenhängender Informationen. Prozesse wie freies Assoziieren, gedankliches Abschweifen oder spontanes Umschalten zwischen Themen – alles Phänomene, die im Zusammenhang mit ADHS häufig beobachtet werden – spielen dabei eine zentrale Rolle.

Dass diese Verbindung nicht nur theoretisch ist, zeigt sich auch in der Lebensrealität vieler Betroffener. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Menschen mit ADHS überdurchschnittlich häufig in kreativen Berufen vertreten sind. Prominente Beispiele wie Justin Timberlake oder Simone Biles werden oft genannt, auch wenn solche Einzelfälle keine wissenschaftlichen Belege ersetzen.


Das ADS-Buch: Hilfe für Zappelphilippe und Träumer

Kinder mit ADS sind oft kreativ und klug, aber schnell überfordert. Der Ratgeber von Dr. Aust-Claus und Dr. Hammer zeigt, wie Eltern, Lehrkräfte und Therapeut:innen gemeinsam helfen können. Mit dem Optimind®-Konzept, Fallbeispielen und alltagstauglichen Tipps für mehr Konzentration und weniger Frust.

Dr. Elisabeth Aust-Claus/Dr. Marina Hammer
Das ADS-Buch: Neue Konzentrationshilfen für Zappelphilippe und Träumer
Softcover, 320 Seiten
ISBN:: 978-3-96304-038-2
22 €


Aufmerksamkeit und Kreativität sind eng miteinander verschränkt

Die Studie geht jedoch über diese Beobachtungen hinaus und versucht, die zugrunde liegenden Mechanismen systematisch zu erklären. Sie führt Forschungsergebnisse aus verschiedenen Disziplinen zusammen und zeigt, dass Aufmerksamkeit und Kreativität eng miteinander verschränkt sind – auf der Ebene neuronaler Netzwerke ebenso wie im Verhalten.

Ein besonders interessanter Aspekt betrifft die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse. Die Forschenden sehen großes Potenzial in sogenannten kreativen Therapieansätzen. Dazu zählen Aktivitäten wie Malen, Musik, Tanz, Schreiben oder auch spielerische digitale Formate. Diese Tätigkeiten nutzen gezielt die offenen, assoziativen Denkprozesse, die bei ADHS häufig ausgeprägt sind.

Dabei geht es nicht um bloße Beschäftigung oder Ablenkung. Kreative Aktivitäten sprechen genau jene Gehirnstrukturen an, die auch für die Steuerung von Aufmerksamkeit zuständig sind. Wenn Kinder oder Erwachsene mit ADHS sich intensiv auf solche Prozesse einlassen, kann dies dazu beitragen, Aufmerksamkeitsmuster zu stabilisieren und neu zu organisieren.

Dr. Khalil formuliert es zugespitzt: Kreativer Ausdruck sei kein Nebenprodukt, sondern eine Form von Training für das Gehirn. Wer sich beim Zeichnen, Musizieren oder Schreiben vertieft, arbeite mit seinem kognitiven Stil – und nicht gegen ihn.

Gut begründet, aber nicht vollständig erforscht

Gleichzeitig bleibt die Studie vorsichtig in ihrer Bewertung. Die Zusammenhänge zwischen ADHS und Kreativität sind zwar gut begründet, aber noch nicht vollständig erforscht. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass es weiterer Untersuchungen bedarf, insbesondere langfristiger Studien, die Entwicklungsverläufe genauer abbilden.

Methodisch handelt es sich bei der Arbeit um eine interdisziplinäre Zusammenführung bestehender Forschungsergebnisse. Sie entwickelt daraus ein theoretisches Modell und leitet Empfehlungen für zukünftige Studien ab. Dazu gehören unter anderem:

•          eine engere Zusammenarbeit zwischen Neurowissenschaft, Pädagogik und Therapie

•          neue Methoden zur Erfassung kreativer Prozesse

•          langfristige Untersuchungen zur Wirkung kreativer Interventionen

ADHS – kognitive Besonderheit mit eigenen Möglichkeiten

Auffällig ist vor allem der Perspektivwechsel, den die Studie anstößt. ADHS erscheint hier nicht mehr ausschließlich als Störung, die korrigiert werden muss, sondern als kognitive Besonderheit mit eigenen Möglichkeiten. Diese Sichtweise verändert nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs, sondern hat auch Konsequenzen für den Alltag – in Familien, in Kitas, in Schulen.

Denn wenn Aufmerksamkeit nicht nur als Fähigkeit zur Fokussierung verstanden wird, sondern auch als Offenheit für vielfältige Reize, dann stellt sich die Frage neu, wie Lernumgebungen gestaltet sein sollten. Die Studie liefert dafür keine einfachen Rezepte, aber sie verschiebt den Blick: weg von der reinen Anpassung an bestehende Anforderungen – hin zu einem Verständnis, das Vielfalt im Denken als Ressource begreift.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Gernot Körner




Recyclingideen aus Pappe und Verpackungen

kunst

Kreativ basteln mit Pappe: Ideen, Tipps & Inspiration für Kinder

Pappe ist Alltagsmaterial und Alleskönner in einem. Und billig noch dazu. Eine echt kreative Art des Recyclings und eine unendliche Spielwiese für kleine Bastler mit großen Ideen.

Papperlapapp – Wunderbare Welten aus Wegwerfmaterial

Suchen Sie doch mal im Branchenverzeichnis einen Betrieb, der Verpackungen herstellt. Dort fallen jeden Tag Unmengen an Wellpappe an, die bei der Kartonproduktion übrig bleiben und entsorgt werden. Dort gibt man Ihnen sicher gerne etwas ab. Und schon haben Sie einen Fundus von allerbestem Bastelmaterial – einlagig oder mehrlagig, in kleineren Verschnitten oder als große Platten. Wenn das nicht klappt: Verpackungen von Mitnahmemöbeln, Waschmaschinen etc. sammeln, wann immer etwas anfällt (Legen Sie Vorräte an: Sammeln dauert lange, Verbrauchen geht schneller!).

Wellpappe und Heißkleber

Das Dreamteam schlechthin – die etwas grobe Pappe braucht einen starken Kleber, der sie in Form hält, da sie mit der Schere nicht so glatt und ordentlich geschnitten werden kann wie Papier. Macht aber nichts, gerade durch das spröde Material tritt die Versuchung zu allzu detailverliebter Fummelei rasch in den Hintergrund und legt Kapazitäten für schnelle und kühne Entwürfe frei. Und die ohne große Umwege erreichbare hohe Stabilität von Objekten aus Pappe führt zu unmittelbaren Erfolgserlebnissen und macht Mut zu weiteren Experimenten. Für Heißkleber gilt: Grundsätzlich nur mit kindergeeigneten Geräten arbeiten, da sie die Verbrennungsgefahr deutlich reduzieren!

Ich kenne meine Pappenheimer

Wellpappe ist vielseitig: man kann sie gut zu zweidimensionalen Bildern, als Halbrelief oder zum 3-D-Objekt verarbeiten. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, Schichtungen und Farbschattierungen von grau bis braun. Oft lassen sich die glatten Lagen gut von den Wellenlagen trennen, um so zusätzliche Strukturen für die Gestaltung freizulegen. Dünne Pappen lassen sich gut auch mit Kinderscheren schneiden, für dickere Teile und bei kleineren Kindern sollte man als Betreuer eine Schneideunterlage und ein Cuttermesser mit einem Schneidelineal oder ersatzweise einer geraden Holzleiste bereithalten, um die gewünschten Maße besser zuschneiden zu können. Spielbrett mit Ereignistunneln Spielhaus mit Etagenrutsche Spieltisch mit Muster Ein richtiges Haus braucht ein spitzes Dach.

Wer baut was?

Mädchen und Jungen sind unterschiedlich, keine Frage. Das zeigt sich auch oft beim Basteln, wenn ihnen freie Hand gelassen wird, was sie wie gestalten wollen. Ob diese deutlich verschiedenen Arten nun angeboren oder anerzogen oder eine Mischung aus beidem sind, ist hier nicht das Thema. Aber die Herangehensweisen und Ergebnisse zu beobachten, wertfrei zu reektieren und zu beschreiben, kann für alle Beteiligten sehr spannend sein und durchaus neue Perspektiven erönen.

Bei den Häusern ist es oft ganz deutlich: Die Jungen konstruieren von außen her, wagen sich an komplizierte Bauten, die aber meistens leer bleiben. Die Mädchen sind mit einem einfachen Aufbau zufrieden und kümmern sich dafür liebevoll um die Innenausstattung. Jungen arbeiten meistens alleine, Mädchen gerne im Team. Abgesehen von allen individuellen Besonderheiten kann ein reger Austausch über diese verschiedenen Arbeitsweisen und Projektideen grundsätzlich immer dazu dienen, Horizonte zu erweitern, das eigene Tun wahrzunehmen und für neue Anregungen zu önen. Und selbstverständlich auch dazu, allzu eingeeischte Rollenklischees zu benennen und zu überwinden.

pappe

Genies und Pappkameraden

Es gibt im kreativen Prozess immer Solisten und Mitläufer, Genies und Pappkameraden und alle Zwischenstufen. Das ist vollkommen in Ordnung und kann individuell auch wechseln. Mal orientiert man sich an Vorbildern oder Anleitungen, mal hat man selbst eine zündende Idee oder tastet sich einfach Schritt für Schritt vorwärts, ohne vielleicht bereits einen klaren Plan zu haben. Alle Wege führen garantiert zu irgendeinem Ziel.

Und das muss ja nicht unbedingt ein tolles Bastelobjekt sein. Es kann genauso gut ein Erkenntnisgewinn sein, wie man mit bestimmten Materialien umgeht, was wie lange dauert, was funktioniert und was nicht, was eher ausbaufähig oder eher begrenzt ist oder was einfach mehr Spaß macht. Wenn die Vorgaben gering bleiben, erweitert dies den Spielraum für eigene Entdeckungen. Dabei muss nicht auf Tipps und Anregungen verzichtet werden und auch das gegenseitige Einbeziehen und Vergleichen unterschiedlicher Lösungen und Ideen ist immer gut, anregend und hilfreich. Einzige Bedingung: Alles kann, aber nichts muss. Bei ergebnisoenen Projekten hat die Vision der Betreuungspersonen stets dezent zurückzustehen hinter den individuellen Versuchen und Erfahrungen der Kinder, denn es geht um deren Entfaltungsräume und nicht um irgendeinen Ausstellungsfundus. Auch wenn nichts übrig bleibt, war´s das wert.


Im Zugzwang

zug

Manchmal steht man unter Dampf

Unter Druck stehen, Dampf ablassen, Gas geben – alles Redewendungen aus der guten alten Zeit der Dampfmaschinen und Synonyme für Stress und Anspannung. Bleiben wir also im Bild: Manchmal fehlt einfach die Zeit, um der Kreativität in aller Ruhe ihren ungestörten Lauf zu lassen. Zum Beispiel wie hier, als während der Ferienspiele zum Thema Technik im Wandel der Zeit kaum Zeit blieb für längere Aktivitäten. Workshopangebote umfassen Vor- und Nachmittags etwa je 2 Stunden, der Rest ist Freispiel, Essens- und Erholungszeit und Stuhlkreis. Damit ist höchste Konzentration und besonders aufmerksames Arbeiten angesagt. Aber wenn das Thema fesselnd genug ist, haben die Kinder Alles ist gut vorbereitet und durchgeplant. Das genauer Ablaufplan was wann gemacht wird. und in Echtzeit mitbasteln und dabei geduldig immer wieder im Detail erklären und bei kleineren Problemen hilfreich zur Seite stehen. Auch wenn die Loks hier schließlich alle vom selben Bautyp sind, fallen sie doch immernoch ziemlich individuell aus.


Diesen Beitrag und die Bilder haben wir folgendem Buch entnommen:

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Kinderkunst und Kreativität

Praxis und Philosophie. Fantasie und Selbstbewusstsein fördern. Kunst mit Kindern: mehr als malen und basteln! Kreativbuch für Schule, Hort, Workshops und Kunstwerkstatt.
Hardcover, 21 x 29,7 cm (DIN A 4), 198 Seiten, durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-910295-01-8
25 €




Ausgezeichnet von spiel gut: Cuboro Standard 32

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Eine Kugelbahn aus unterschiedlichen Elementen, zum immer wieder neu Auf-, Um- und Abbauen

Eine variable Kugelbahn ist ein Spielzeug, das für Kinder unterschiedlichsten Alters interessant ist. Der Stadnard 32 Grundkasten ist ein guter Einstieg in die Welt des Konstruierens von Kugelbahnen und experimentieren mit der schiefen Ebene. Die Kleinen ab drei Jahren schauen der abwärtsrollenden Kugel fasziniert zu. Ab fünf bis sechs Jahren bauen Kinder mit den stabilen Schienen- und Würfelelementen selbstständig einfache Bahnverläufe. Der Bau mit mehr Teilen baut  auf diese Vorerfahrungen auf und erfordert mehr planerisches Denken

Durch Erweiterungen wird die Kugelbahn immer wieder interessant, stellt neue Herausforderungen und lässt die intellektuelle Entwicklung von Kindern sichtbar werden. Die verschiedenen Elemente sind sauber und passgenau gearbeitet, so dass die Kugel durchgehend rollen kann. Die Kugelbahn als Bausystem ist aber auch ein generationenübergreifendes Spielzeug, bei dem Kinder mit Eltern und Großeltern gemeinsam bauen, experimentieren und spielen können.

32 Würfelelemente, Buche massiv natur + 5 Murmeln.

Cuboro Standard 32 wurde mit spiel gut ausgezeichnet, weil sie aus gut durchdachten Elementen besteht, gut verarbeitet ist und zum gemeinsamen Bauen anregt.  

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Cuboro Standard 32
Preis: ca. 219.- €
Alter: Spielen ab 3 J., Bauen ab 6 J.
Marke: Cuboro swiss
Hersteller: Cuboro AG




Spielerisch stark: Wie Kinder durch Theaterpädagogik ihre Potenziale entfalten

Das Theaterprojekt „Die Piraten im Zauberland“ der Kita Wirbelwind zeigt, wie ganzheitliches Lernen gelingen kann

Viele Kinder lieben es, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, womit sie ihre „Zauberkräfte“ zum Ausdruck bringen können. Zauberkräfte, um ihren Wunschrollen ganz nahe zu sein: als Polizist:in für Ordnung zu sorgen oder Bösewichte ins Gefängnis zu bringen, als Pirat neue Welten zu entdecken, als Schatzjäger:in vergrabene Kostbarkeiten zu finden, als Prinzessin oder Prinz in einem herrschaftlichen Schloss zu wohnen oder als König bzw. Königin ein Volk zu regieren und bewundert zu werden, als Dinosaurier das Leben in weit zurückliegenden Urzeiten zu erleben oder als Tierärztin bzw. Tierarzt kranke Tiere wieder zu heilen …

Kinder wollen sich ausdrücken, ihre vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten in Sprach- und Spielhandlungen erkunden und ausprobieren, ihre innewohnenden Potenziale entdecken, eigene Handlungsvorstellungen in Aktionen umsetzen, Fantasien ausleben und Weltentdecker:innen sein. Kinder sprühen vor Aktionsideen, wollen kreativ wirksam werden, erlebte Grenzen überschreiten und sich selbst als Akteur:innen der eigenen Entwicklung verstehen, um ihre ganz persönliche Identität zu erfassen und ihre besondere Individualität herauszustellen.

Kreatives Toben mit Sinn

Kinder lieben es zu toben, zu klettern, mit Sprache zu jonglieren, Herausforderungen zu entdecken und gleichzeitig Ziele zu erreichen, mit großer Neugier den Geheimnissen der Welt auf die Spur zu kommen und sich in Szene zu setzen – um den eigenen Selbstwert motorisch, emotional, in sozialen Bezügen und kognitiv zu spüren.

Neben dem Spiel mit Handpuppen, Stabfiguren, Großfiguren, Marionetten sowie dem Tisch-, Papier- oder Schattentheater besitzt die gemeinsame Planung und Durchführung eines eigenen Theaterstücks einen ganz besonderen Reiz für Kinder.

Theater als ganzheitliches Bildungsprojekt

Theaterstücke umfassen viele Merkmale – vom Bühnenbild, über Beleuchtungen, Kostüme, Requisiten, Musikuntermalung, besondere Geräusche, themenbezogene Choreografien, Dialoge, selbst gesungene Lieder, Sprach- bzw. Textanteile. Vor allem aber dient ein Drehbuch als Grundlage für eine Theateraufführung. Hier können Kinder ihre Ideen einbringen, ganz unterschiedliche Rollen in neue Szenerien integrieren, eigene Lebensthemen aufgreifen, Wunschrollen verwirklichen sowie aktiv mitgestalten – bei Kostümen, Requisiten, Texten und Bühnenbild. So entsteht aus vielen Einzelelementen ein „rundes Ganzes“.

Partizipation statt fertiger Angebote

Schauen wir uns dabei die verschiedenen Entwicklungs- und Kompetenzbereiche an, können wir tatsächlich von einer ganzheitlichen Pädagogik sprechen, bei der alle Entwicklungsfelder berücksichtigt werden – ganz ohne isolierte Fördereinheiten. Hier treffen die drei Grundelemente nachhaltiger Bildungsarbeit zusammen:

  1. Die Kinder erleben sich als individuell bedeutsame Akteur:innen, da sie von Beginn bis Auswertung eines Projekts voll partizipativ beteiligt sind.
  2. Es werden keine fertigen Themen oder didaktisch-methodisch vorbereiteten Inhalte vorgesetzt – Kinder schlagen selbst ein für sie bedeutsames Thema vor, das aktiv umgesetzt wird.
  3. All dies geschieht in einer beziehungsfreundlichen Atmosphäre, in der die Kinder ihre Erzieher:innen als authentisch, innerlich beteiligt, neugierig und wertschätzend erleben.

Lernen „ganz nebenbei“

In der Lernpsychologie spricht man hier von concomitant learning – einem „Lernen ganz nebenbei“. Kinder bringen dabei kognitive, emotionale, soziale und motorische Kompetenzen ein, ohne dass sie merken, dass eine gezielte Entwicklungsförderung stattfindet.

Alles lebt vom Engagement der Erzieher:innen, KINDER und deren Themen zum Ausgangspunkt spannender PROJEKTE zu machen. Daraus entsteht eine innere Resonanz, die Bindung stärkt – zum Projekt und zu den pädagogischen Bezugspersonen.

Was hier gelingt – und anderswo oft fehlt

  1. Kinder erleben sich als Akteur*innen – nicht als Reagierende.
  2. Kinder werden zu eigenständigen Lernmotoren – nicht zu Ausführenden vorbereiteter Programme.
  3. Die Arbeit ist prozessorientiert – nicht durch Stundenpläne oder Zielvorgaben vorstrukturiert.
  4. Es werden basale Fähigkeiten aufgebaut – keine bloße Verfeinerung von Fertigkeiten.
  5. Die Themen orientieren sich an der Erlebniswelt der Kinder – nicht an Bildungsplänen oder Jahreszeitenpädagogik.
  6. Es entsteht eine lernförderliche Atmosphäre – im Gegensatz zu normorientierten, funktional organisierten Kita-Strukturen.

Die Piraten im Zauberland: Ein Projekt von Kindern für Kinder

Im folgenden Teil wird das Theaterstück „Die Piraten im Zauberland“ vorgestellt, das von Kindern initiiert, gemeinsam entwickelt und schließlich mit großer Begeisterung aufgeführt wurde. Es war überwältigend mitzuerleben, mit wie viel Fantasie, Engagement und Lernfreude alle Kinder an diesem Projekt beteiligt waren.

Gerade im Kontrast zu kognitiv überfrachteten, angebotszentrierten und durchgetakteten Tagesabläufen zeigt dieses Projekt eindrucksvoll, warum Kinder, die einen spielpädagogisch orientierten Kindergarten wie den Wirbelwind Lunzig (südlich von Gera, Thüringen) besuchen, eine beeindruckende „Schulbereitschaft“ entwickeln – und ihre Erzieher*innen von Herzen mögen. Vielen Dank auch an Brit Drechsler von der Kita Wirbelwind, die nicht nur maßgebend am Projekt mitgewirkt hat, sondern uns auch das Drehbuch zur Verfügung gestellt hat.

Hon. Prof. (a.D.) Armin Krenz




Neugier macht Kinder stark und verbindet Familien

Warum der natürliche Entdeckergeist so wichtig ist und wie Eltern und pädagogische Fachkräfte ihn schützen können

Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie stellen Fragen, entdecken ständig Neues, experimentieren, beobachten – und lassen nicht locker, bis sie eine Antwort haben. Diese unermüdliche Suche nach Sinn, Zusammenhang und Neuem ist keine bloße Phase, sondern ein grundlegender Motor für Entwicklung, Lernen und Beziehung.

„Neugier ist eine psychologische Superkraft“, sagt der Psychologe Jonathan Schooler von der University of California, Santa Barbara. Studien zeigen: Wer sich neugierig mit der Welt verbindet, lebt zufriedener, kreativer – oft gesünder und länger.

Neugier kann man nicht lehren – aber man kann sie verlieren

Während Kinder mit einem natürlichen Entdeckergeist auf die Welt kommen, wird dieser oft ungewollt eingeschränkt. Überstrukturierte Tagesabläufe, frühzeitige Leistungsanforderungen oder ständige Ablenkung durch digitale Medien können die kindliche Neugier Stück für Stück zurückdrängen. Wer immer nur gesagt bekommt, was richtig ist, lernt irgendwann, nicht mehr selbst zu fragen.

Deshalb ist es für Eltern, Großeltern und pädagogische Fachkräfte so wichtig, Räume offen zu halten, in denen Kinder fragen, ausprobieren, beobachten und staunen dürfen. Denn Neugier braucht vor allem eines: Freiheit.

Wenn Eltern selbst neugierig bleiben

Doch auch Erwachsene profitieren, wenn sie sich gemeinsam mit Kindern auf Entdeckungsreise begeben. Eine fragende Haltung – Warum ist das so?, Was könnte dahinterstecken? – wirkt nicht nur ansteckend, sondern stärkt auch das Miteinander in der Familie.

Psychologin Madeleine Gross, ebenfalls von der UC Santa Barbara, betont: „Neugier bedeutet nicht, ständig neue Reize zu suchen, sondern das Alltägliche wieder mit offenen Augen zu sehen.“ Genau das können Kinder den Erwachsenen zeigen – wenn diese bereit sind, mit ihnen gemeinsam hinzuschauen.

Kleine Anregungen für mehr Neugier im Familienalltag

– Lasst Kinder selbst entdecken, statt sofort alles zu erklären
– Stellt Fragen, auch wenn ihr die Antwort kennt – und hört gemeinsam nach
– Probiert zusammen etwas Neues aus: ein fremdes Gericht, eine unbekannte Pflanze, ein anderer Weg zum Spielplatz
– Schafft Momente ohne Ablenkung – kein Bildschirm, kein Plan, nur Neugier

Neugier ist keine Fähigkeit, die man lehren muss – aber eine Haltung, die man bewahren sollte. Wer sie schützt, fördert nicht nur das Lernen der Kinder, sondern bereichert das Familienleben insgesamt.

Quelle: pressetext.com und University of California, Santa Barbara – Department of Psychological & Brain Sciences




Weltspieltag 2025: Mehr Zeit für Spiel, Kultur und Bewegung für Kinder

forsa

Forsa-Umfrage verdeutlicht die herausragende Bedeutung kreativer, spielerischer und sportlicher Aktivitäten für Kinder

Sehr große Teile der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland schätzen laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks zum Weltspieltag 2025 die Bedeutung kreativer, spielerischer und sportlicher Aktivitäten für Kinder im Kita- und Grundschulalter als wichtig ein. Zugleich glaubt nur etwa die Hälfte der Befragten, dass Kinder außerhalb von Kita und Schule ausreichend Zeit und Möglichkeiten haben, solchen Aktivitäten nachzugehen.

Digitale Medien als größtes Hindernis

Als Hauptgrund für diese Einschränkungen nennen die Befragten die ständige Verfügbarkeit digitaler Medien. Diese erschwere es Kindern, sich für analoge kreative Tätigkeiten zu begeistern. Ein Großteil sieht zudem Defizite in der Unterstützung durch Eltern: Viele würden ihre Kinder zu wenig fördern oder ihnen keine Freude an kreativem Tun vermitteln. Auch finanzielle Einschränkungen der Familien werden häufig als Hürde genannt.

Die große Mehrheit aller Befragten wünscht sich deshalb, dass insbesondere im Ganztagsbereich der Grundschulen mehr Raum und Zeit für freie und kreative Aktivitäten geschaffen wird.


Spiel ist kein Luxus – sondern Grundlage kindlicher Entwicklung

In vielen Kitas verliert das freie Spiel zunehmend an Raum – verdrängt von Lernprogrammen, Förderdruck und Bürokratie. Dabei ist das Spiel für Kinder der zentrale Weg, sich selbst und die Welt zu entdecken.

Dieses Buch ist ein fachlich fundiertes Plädoyer für eine lebendige Spielpädagogik – und für eine Kita-Praxis, die Kindern wieder gibt, was sie wirklich brauchen: Zeit, Raum und Freude am Spielen.

Armin Krenz, Spiel und Selbstbildung, 14,8 x 21 cm, 176 Seiten, ISBN 9783963046162, 22 €


Lasst uns spielen – mit allen Sinnen!

Der diesjährige Weltspieltag am 11. Juni 2025 steht unter dem Motto: „Lasst uns spielen – mit allen Sinnen!“ Damit möchten das Deutsche Kinderhilfswerk und seine Partner im „Bündnis Recht auf Spiel“ die Verbindung von Spiel und kultureller Teilhabe in den Fokus rücken.

Botschafter des Weltspieltags 2025 ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers. Die Schirmherrschaft hat der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages übernommen. Zum 18. Mal wird der Weltspieltag deutschlandweit gefeiert – in diesem Jahr erstmals am 11. Juni, nachdem die Vereinten Nationen den Tag offiziell in die Liste der internationalen Gedenktage aufgenommen haben.

Recht auf Spiel – Anspruch und Auftrag zugleich

„Kinder kommen von Beginn an über ihre Sinne in Kontakt mit der Welt und wollen diese auf spielerische Weise mitgestalten“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks. „Das sollte nicht nur im Sinne ihrer Selbstwirksamkeit und Entwicklung gefördert werden – sie haben auch ein Recht darauf.“ Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention garantiert das Recht auf freies Spiel und kulturelle Teilhabe.

„Wir Erwachsenen müssen dafür sorgen, dass Kinder Zeit und Raum für Spiel, kreative Prozesse und künstlerischen Ausdruck erhalten – frei von Zwängen und Vorgaben.“

Kulturelle Teilhabe stärkt Resilienz

Für eine ganzheitliche Entwicklung sei es wichtig, dass Kinder früh mit unterschiedlichen Formen von Kunst, Kultur, Spiel und auch Medien in Berührung kommen, so Hofmann weiter: „Wenn Kinder selbst Choreografien erfinden, Handpuppen basteln oder gemeinsam musizieren, haben sie nicht nur Spaß – sie stärken ihre kognitiven Fähigkeiten, erleben Gemeinschaft und entwickeln Selbstwirksamkeit.“ Besonders für Kinder aus einkommensschwachen Familien sei kulturelle Teilhabe ein wichtiger Baustein für Resilienz.

Ergebnisse der Umfrage im Überblick

Wichtigkeit von Aktivitäten in der Freizeit:

  • Sportliche Aktivitäten: 97 % bewerten sie als „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“
  • Kreative Tätigkeiten (z. B. Malen, Basteln, Theaterspielen, Musik): 96 % bewerten sie als wichtig
  • Freies Spiel: 95 % sehen dessen Bedeutung als hoch an

Verfügbare Zeit und Möglichkeiten:

  • Nur 51 % glauben, dass Kinder außerhalb von Kita und Schule genügend Zeit und Möglichkeiten für kreative Aktivitäten haben
  • 41 % sehen das nicht so

Gründe für fehlende kreative Freiräume:

  • 81 % nennen digitale Medien als Hauptursache
  • 75 % bemängeln mangelnde Unterstützung durch Eltern
  • 61 % verweisen auf finanzielle Einschränkungen
  • 45 % sehen die Belastung durch lange Kita- und Schultage als Ursache
  • 38 % nennen fehlende attraktive und erreichbare Angebote

Wunsch nach mehr kreativen Freiräumen in der Grundschule:

  • 89 % der Befragten fänden es sehr gut oder eher gut, wenn der Ganztag mehr Raum für freie kreative Aktivitäten bieten würde. Nur 8 % lehnen das ab

Zur Erhebung

Die repräsentative Befragung wurde im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks von der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH durchgeführt. Vom 14. bis 16. April 2025 wurden 1.001 zufällig ausgewählte deutschsprachige Personen ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind mit einer statistischen Fehlertoleranz von ±3 Prozentpunkten auf die Gesamtbevölkerung übertragbar.

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Kinderhilfswerk

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