Die Natur als Entwicklungsraum für Kinder

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Elementarpädagogische Grundsätze auf den Punkt gebracht

Wer mit Kindern in der Natur unterwegs ist und dabei mit allen Sinnen wahrnimmt, welche selbstbestimmten Tätigkeiten Kinder genussvoll ausführen, wird kaum in der Lage sein, alle Beobachtungsmöglichkeiten zu registrieren und in einem Protokoll festhalten zu können.

Auf der einen Seite sind Kinder pausenlos in Bewegung:

Sie klettern über umgefallene Baumstämme oder versuchen, sich an tiefer hängenden Ästen anzuhängen; sie umarmen Bäume und sind gespannt, ob sich ihre Hände berühren oder ob der Stamm einen größeren Umfang hat, so dass sie ein anderen Kind bitten, hinzuzukommen und vielleicht vier Armlängen das gesetzte Ziel erreichen; sie springen über niedrige Waldpflanzen oder in Restpfützen, die noch vom vergangenen Regen als kleine Wasserstellen übriggeblieben sind oder sammeln Äste, um sich daraus eine kleine Höhle zu bauen; sie tragen losgelöste Baumrindenstücke zusammen, um ihre Höhle mit einem Dach regensicher zu machen, sammeln Moos, um die Astwände damit abzudichten oder ziehen mit einem Stock Linien auf dem Boden, um anschließend auf ihrer ›Straße‹ entlangzulaufen.

Dann gibt es wiederum Kinder, die sich auf eine Baumwurzel gesetzt haben und in tiefer Entspannung immer wieder ihre Blicke schweifen lassen; Kinder, die von Baum zu Baum gehen und dabei mit ihren Händen oder ihren Fingerspitzen die Baumrinden erfühlen – vielleicht, um den Baum zu streicheln oder die Oberflächen zu ertasten: nur sie werden wissen, was hinter ihren taktilen Aktivitäten steckt.

Andere Kinder hocken auf dem Waldboden und beobachten einen Käfer, der sich mühsam durch das niedergefallene Blattwerk kämpft und wiederum andere Kinder suchen einen Vogel, der in irgendeinem Baumwipfel hockt und mit seinem lauten Gesang auf sich aufmerksam macht. Und einige Kinder gehen von einem Sonnenstrahl zum anderen, der sich durch die Baumwipfel bis hinunter auf den Waldboden hindurchgeschoben hat.

Um es mit einem Satz zu sagen: Der Wald scheint ein ›Forschungslabor‹ erster Güte zu sein, voller Geheimnisse, angereichert mit unzähligen Möglichkeiten, einem eigenen Interesse nachzugehen und sich mit selbstgestellten Herausforderungen zu beschäftigen, bei dem Zeit und Raum unbegrenzt zu sein scheinen. Hier kommen Bewegungsmöglichkeiten und Ruhezeiten zum Ausdruck, Staunen und Bewundern, Neugierde und der Versuch, Antworten auf Fragen zu finden, die für Kinder einen hohen, aktuellen Bedeutungswert haben.

Alle Kinder scheinen ganz intensiv mit ihren Tätigkeiten beschäftigt

– ja, regelrecht gefangen – zu sein.

Fast könnte man annehmen, dass der Wald eine hypnotisierende Wirkung auf Kinder ausübt: und das alles ohne Anleitung, ohne ›Lernvorgaben‹, ohne Impulshinweise und ohne vorgegebene Materialien. Die Natur kommt offenbar für Kinder einem ›Entwicklungszauber‹ gleich, der sich von den üblichen Beschäftigungstätigkeiten in einer Kindertagesstätte deutlich unterscheidet. Hier werden Kindern keine didaktisierten, schulvorgezogene und fremdbestimmte Angebote vorgegeben, hier gibt es reichlich Platz, um in vielfältiger Weise eigenen Bewegungsbedürfnissen nachgehen zu können und hier gibt es keine künstlich hergestellten Materialien, die in den allermeisten Fällen jegliche sinnliche Erfahrungen aussperren.

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Armin Krenz
Elementarpädagogische Grundsätze auf den Punkt gebracht
20 PowerPoint Präsentationen als Grundlage für Teambesprechungen, Fortbildungsveranstaltungen, Fachberatungen
336 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3-96304-613-1
Burckhardthaus
29,95 [D], 30,80 [A]

Kinder begreifen sich als Teil der Natur.

Sie stellen Querverbindungen zwischen sich und ihren Naturerfahrungen her und kommen von sich aus auf immer neue Fragen:

  • »Warum hat der eine Baum so viele Blätter und der andere Baum fast keine Blätter mehr?«
  • »Wie findet denn der Käfer in diesem großen Wald nach Hause – hier gibt es doch keine Straßen und keine Hinweisschilder …?«
  • »Warum liegt das Vogelnest auf dem Boden – wer hat es wohl aus der Baumkrone geworfen?«
  • »Woher wissen denn die Schnecken, welche Pilze essbar und welche giftig sind?«
  • »Hier kamen die früheren Dinosaurier aber nicht durch den Wald – da- für stehen die Bäume viel zu eng nebeneinander: oder?« …

Fragen über Fragen, die die Kinder in den Raum werfen und voller Spannung darauf warten, dass Kindheitspädagog:innen gemeinsam mit ihnen auf die spannende Suche nach einer Antwort gehen. Doch auch dabei bleibt es nicht. Urplötzlich entstehen Spielhandlungen, indem Kinder zueinanderfinden und gemeinsame Vorhaben absprechen. Schaut man diesen Kindern dabei zu und versucht festzustellen, welche Entwicklungsbereiche involviert sind, fällt es nicht schwer, alle neun Entwicklungsbereiche nahezu gleichzeitig zu identifizieren – im Unterschied zu den so genannten Teilleistungsförderbereichen, die in üblicher Weise zum Angebotskanon in Kindertagesstätten gehören und, sofern sie alltagsfremd angeboten werden, kaum bis keine Nachhaltigkeit besitzen:

Es gibt keinen anderen, besser geeigneten Ort für den Auf- und Ausbau von Wahrnehmungskompetenzen und selbstbestimmte, intrinsisch motivierte Handlungs- und Erfahrungsaktivitäten als die Natur, zumal die Hirnforschung gezeigt hat, dass, je reichhaltiger und vielfältiger sowie interessanter die Sinneserfahrungen sind, desto umfangreicher entwickeln sich im Gehirn die abgespeicherten Muster, durch die die Kinder wiederum ihre Handlungskompetenzen und ihre Erfahrungswerte speichern und für zukünftige Tätigkeiten zur Verfügung haben. Diese Form des Lernens wird in der Lernpsychologie ›concomitant learning‹ genannt: ein ›Lernen nebenbei‹ (= Bemerken – Fixieren – Verweilen – Erleben – Speichern). Natürlich darf zum Schluss dieser Einführung nicht der schon fast überflüssige Hinweis fehlen, dass eine reichhaltige Naturerfahrung auch der Gesundheit dient!

Hier die PowerPoint Präsentation zum Artikel, zum kostenlosen Download

Prof. h.c. Dr. h.c. Armin Krenz, Honorarprofessor i.R.,
Wissenschaftsdozent für Elementarpädagogik und Entwicklungspsychologie




Ein Bilderbuch voller Waldmagie: „Ein Foto bitte“ von Rosalinde Bonnet

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Ein humorvoll illustriertes Kinderbuch über Geduld, Tierliebe und den Traum vom perfekten Tierfoto – für Kinder ab 3 Jahren

Manchmal braucht es Geduld, Neugier und eine Portion Glück, um besondere Momente in der Natur zu erleben. Davon erzählt Rosalinde Bonnet in ihrem Bilderbuch „Ein Foto bitte“. Die kleinen Emma träumt davon, im Wald ein Foto von einem Hirsch zu machen, den noch niemand aus der Nähe gesehen hat. Dafür baut sie sich ein Versteck, stellt ihre Kamera auf und wartet gespannt. Doch statt des Hirsches kommen andere Waldbewohner vorbei – neugierig, verspielt und ziemlich frech.

Bald herrscht ein heilloses Durcheinander, das Emmas Geduld auf die Probe stellt. Und doch verliert sie nie den Mut. Ob sie am Ende ihr besonderes Foto bekommt, bleibt bis zur letzten Seite spannend – und führt zu einem warmherzigen, überraschenden Schluss.

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Liebevoll illustriert, witzig erzählt und voller Naturfreude

Rosalinde Bonnet zeigt in diesem Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, wie schön es ist, die Natur mit offenen Augen zu entdecken. Die Geschichte sprüht vor Humor, Bewegung und Lebensfreude. Auf jeder Seite gibt es etwas zu sehen: verschmitzte Tiere, kleine Missgeschicke und viele witzige Details, die Kinder zum Lachen bringen.

Emmas Geduld und Freundlichkeit machen sie zu einer sympathischen Heldin, mit der sich kleine Tierfreundinnen und -freunde leicht identifizieren können. Auch wenn ihr Plan ständig durchkreuzt wird, bleibt sie neugierig, respektvoll – und offen für die Wunder der Natur.

Über die Autorin und Illustratorin Rosalinde Bonnet

Rosalinde Bonnet, geboren 1978 in Paris, hat an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs Kunst studiert. Schon als Kind liebte sie Tiere und das Zeichnen – eine Leidenschaft, die sich in ihren warmen, detailreichen Illustrationen widerspiegelt. Ihre Bücher erscheinen in Frankreich, England, den USA und der Schweiz.

Bonnet glaubt an die „Zauberkraft“ von Bilderbüchern – und in „Ein Foto bitte“ spürt man diese Magie auf jeder Seite.

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Ein Bilderbuch über Träume, Tierliebe und das Staunen in der Natur

„Ein Foto bitte“ ist ein warmherziges, humorvolles Bilderbuch über Achtsamkeit, Geduld und Freundschaft in der Natur. Es macht Lust, selbst auf Entdeckungstour zu gehen – ganz ohne Kamera, dafür mit offenen Augen und Herzen.

Ein idealer Begleiter für Kinder ab drei Jahren, die Tiere lieben, Spaß an lustigen Geschichten haben und Freude an bunten, lebendigen Illustrationen finden.

Gernot Körner




Jetzt mitmachen beim Naturtagebuch-Wettbewerb der BUND Jugend

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Kinder zwischen acht und zwölf Jahren erkunden die Natur

In jedem Jahr veranstaltet die BUNDjugend den Wettbewerb Naturtagebuch, bei dem Kinder zwischen acht und zwölf Jahren mitmachen können – auf eigene Faust, zusammen mit FreundInnen oder mit der ganzen Schulklasse.

Beim Naturtagebuch machen sich Kinder auf die Suche nach einem Fleckchen Natur, den sie dann über einen längeren Zeitraum unter die Lupe nehmen. Was die kleinen NaturforscherInnen beobachten, können sie sich selber überlegen – vielleicht einen Tümpel, die Wiese hinterm Haus, den Ameisenhaufen im Wald oder ein Vogelnest im Garten? Alle spannenden Beobachtungen und Erlebnisse werden in einem Tagebuch festgehalten. Und da ist Kreativität gefragt – malen, schreiben, dichten, fotografieren, gesammelte Fundstücke einkleben und vieles mehr.

Wettbewerb der Tagebücher – Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2024

Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, müssen die Naturtagebücher bis zum 31. Oktober an die BUNDjugend gesendet werden. In den letzten Jahren gab es zum Beispiel Naturtagebücher über Schmetterlinge, den Bach hinterm Haus oder den eigenen Gartenteich.

Wettbewerbe gibt es in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Jedes Tagebuch erhält einen Preis! Insgesamt werden Sachpreise im Wert von mehreren tausend Euro vergeben.

Massig viele Tipps und Infos

Die BUNDjugend hält für alle Naturtagebuch-Schreibenden eine Menge spannender Infos und Tipps zum Wettbewerb bereit. Sie stellt Begleithefte für PädagogInnen und Familien sowie ein Tipps-Heft für Kinder zur Verfügung. Wer besonders neugierig ist, findet im Manfred Mistkäfer Mitmach-Magazin viele Tipps und Antworten zum Thema Natur. Hier gibt Manfred Mistkäfer – Maskottchen und Naturtagebuch-Experte – Anregungen und Infos zum Beobachten, Forschen, Basteln und Spielen. Auch Eltern und Lehrer*innen gehen nicht leer aus: Sie finden im beiliegenden Ideenmarkt viele Impulse und Ideen für gemeinsame Aktionen sowie Hintergrundinformationen zum Naturtagebuch.

Wer gewonnen hat, und alles weitere erfahrt Ihr auf der Internetseite: naturtagebuch.de

Aktuelles zum Projekt Naturtagebuch

Das Magazin zum Projekt Naturtagebuch




40 Jahre Wettbewerb „Erlebter Frühling“

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FrühlingsforscherInnen aufgepasst: Entdeckt im Jubiläumsjahr die Kreisläufe und verborgenen Netzwerke in der Natur!

Seit 40 Jahren lädt die NAJU (Naturschutzjugend im NABU) mit dem Wettbewerb „Erlebter Frühling“ Kinder dazu ein, die Natur vor ihrer Haustür zu entdecken. Alljährlich beteiligen sich begeisterte NaturforscherInnen aus ganz Deutschland. Mit kreativen Projekten erkunden sie Frühlingsboten vor ihrer Haustür. Und sie engagieren sich mit Ausstellungen und politischen Aktionen für Natur- und Umweltschutz.

Im Jubiläumsjahr ruft die NAJU alle Kinder dazu auf, die vielfältigen Beziehungen zwischen den Tieren und Pflanzen sowie die Veränderungen und Kreisläufe in der Natur zu erforschen. Welche Lebewesen brauchen einander und kooperieren? Wer hat wen zum Fressen gern? Und wie stehen wir Menschen in Beziehung mit all diesen Tieren, Pflanzen und Pilzen? Wie nehmen wir Einfluss auf ihre Lebensräume?

André Gatzke, KiKA-Moderator und Schirmherr des „Erlebten Frühlings“ fordert alle Kinder auf: „Geht auf Entdeckungstour auf der Wiese, im Wald, im Stadtpark oder am nächsten Gewässer. Und lasst euch von den großen und kleinen Wundern und Geheimissen da draußen begeistern! Berichtet uns von euren Entdeckungen auf kreative Art. Wir sind gespannt auf eure Einsendungen!“

Die eigenen Entdeckungen können die jungen FrühlingsforscherInnen in Form von Forschungstagebüchern, Collagen, Zeichnungen, Theaterstücken, Filmen oder eigenen Geschichten festhalten. Und sie können Fotos davon als Wettbewerbsbeitrag einreichen. „Wir freuen uns auf kreative Beiträge und noch mehr, wenn ihr euch dabei für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzt. Teilt eure Begeisterung für die Natur mit Ausstellungen, Projekten und Aktionen in der Öffentlichkeit, um so noch mehr Menschen über Natur- und Umweltschutz zu informieren“, ermutigt NAJU-Bundesjugendsprecherin Hannah Rosenbaum die FrühlingsforscherInnen.

Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb

Alle Kinder bis 13 Jahre können als einzelne/r FrühlingsforscherIn, als NAJU-Gruppe, als Schulklasse oder Kindergartengruppe mitmachen. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2024. Die besten Einsendungen werden gekürt und gewinnen einen spannenden Naturerlebnistag. Weitere Informationen und das Teilnahmeformular gibt es unter: www.NAJU.de/erlebter-frühling.

Materialien für Gruppenleitungen und PädagogInnen

In Aktionsheften und weiteren Bildungsmaterialien finden Gruppenleitungen und PädagogInnen viele Anregungen, wie die verschiedenen Frühlingsboten und ihr Lebensraum spielerisch erforscht werden kann.

Die Materialien gibt es im NABU-Shop: www.NABU-Shop.de.

Quelle: Pressemitteilung NAJU




Spannende Experimente rund um den Regenwurm

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Am 15. Februar ist der Tag des Regenwurms: Zeit für das Regenwurmkino

Im Jahr 2005 haben Naturschützer den Tag zu Ehren des Regenwurms eingeführt. Denn kleinen glitschigen Zeitgenossen sind einfach enorm wichtig für unsere Böden. Sie produzieren fruchtbare Erde und graben Gänge, sodass Regenwasser versickern kann. Es lohnt sich, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen!

Die Stiftung Kinder Forschen hat spannende Experimente zum Thema und ergänzendes Material für die pädagogische Praxis auf ihrer Website:

https://www.stiftung-kinder-forschen.de/praxisanregungen/experimente-fuer-kinder/experiment/regenwurmkino/

Dort gibt es allerlei Wissenswertes über Regenwürmer und eine Anleitung, um ein Regenwurmkino zu bauen.

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Und in der Ausgabe von Forscht Mit! finden sich noch mehr Informationen über unser geheimnisvolles Erdreich.

Quelle: Stiftung Kinder forlschen




Projektstart Natur (er)leben! – Kinder- und Jugendhilfe packt an

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Naturschutz in der Kinder- und Jugendhilfe

Ziel des bundesweiten Projektes „Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an“ ist es, sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie alle Akteure der Kinder- und Jugendhilfe für den Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas zu sensibilisieren und praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Kernstück des gemeinsamen Projektes „Natur (er)leben!“ von Bergwaldprojekt e. V. und dem Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V. im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sind die sogenannten Waldwochen: Jugendliche und pädagogische Fachkräfte bilden ein Team und leisten gemeinschaftliche Arbeiten zum Schutz und zur Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume. Unter fachkundiger Anleitung des Bergwaldprojekts e. V. werden z. B. Pflanzungen und Pflegemaßnahmen, Erosionsverbauungen, Steigbau und Biotoppflege und auch Moor- und Bachrenaturierungen durchgeführt. Die Einsätze bieten nicht nur einen Ausgangspunkt, sich über praktisches Handeln mit den Themen Arten-, Natur- und Klimaschutz und der sozialökologischen Transformation der Gesellschaft zu beschäftigen, sondern auch einen Raum für unmittelbare Naturerfahrungen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden auch in ihrem Gruppen-Alltag für einen ressourcenschonenden Lebensstil sensibilisiert werden.

Über Workshops erhalten die beteiligten Fachkräfte die Möglichkeit, tiefer in die Thematik einzusteigen, sich zu beteiligen und zu qualifizieren. Um langfristig voneinander zu lernen, bietet das Projekt Möglichkeiten zur Vernetzung und zur Teilnahme an gemeinsamen Kampagnen. So sollen die Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit und die pädagogischen Ansätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Querschnittsaufgaben in den BVkE und andere Kinder- und Jugendhilfeorganisationen getragen werden.

Flankierend wird eine Evaluation des Projektes „Natur (er)leben!“ durchgeführt. Die Projektergebnisse sollen auch dazu dienen, eine empirisch belastbare Daten- und Informationsgrundlage für eine nachhaltig orientierte Diskussion über die Verstetigung von Biodiversität, Umwelt- und Naturschutzzielen in den Konzeptionen der Erziehungshilfeeinrichtungen zu liefern.

Waldwochen 2024

Aktuell werden die Waldwochen für das Jahr 2024 geplant. Interessierte Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen können sich bis spätestens Ende Januar 2024 für eine Waldwoche anmelden.
Interessierte Personen können sich für die Online-Auftaktveranstaltung Natur (er)leben! am 27.02.2024 (10.00 – 12.00 Uhr) ab Anfang Januar über die Website www.bvke.de anmelden. Weitere Informationen zum Projekt und den Waldwochen sind dort ebenfalls abzurufen.

Über das Projekt

Das Projekt Natur (er)leben! startete am 01.08.2023 und wird gemeinsam von den Projektpartnern Bergwaldprojekt e. V. und dem Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V. durchgeführt. Gefördert wird das sechsjährige Projekt (01.08.2023 – 31.07.2029) im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Zum Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V.

Der Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e. V. (BVkE) ist das Netzwerk katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe auf Bundesebene und anerkannter zentraler Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. Ziel des Verbandes ist es, bedarfsgerechte und fachlich fundierte, professionelle Angebote bzw. Hilfen zur Erziehung mit und für junge Menschen und deren Familien zu gestalten. Die Vision des Verbandes ist es, allen jungen Menschen die notwendigen Rahmenbedingungen zu ermöglichen, ein selbstständiges und selbst bestimmtes Leben zu führen. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf jungen Menschen aus dem Kontext der Hilfen zur Erziehung, die aus unterschiedlichen Gründen unter erschwerten Bedingungen aufwachsen.

Bergwaldprojekt e.V.

Der Bergwaldprojekt e.V. organisiert seit über 30 Jahren Freiwilligeneinsätze im Wald, Moor und in Offenlandschaften. Dieses Jahr hat der Verein mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland ca. 5.000 Freiwillige in die Natur gebracht. 2024 werden 186 Projektwochen an 95 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland stattfinden. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu stabilisieren, den beteiligten Freiwilligen die Bedeutung und die akute Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen. Und daran mitzuarbeiten, die notwendige sozial-ökologische Transformation in der Gesellschaft umzusetzen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.bvke.de/projekte/natur-erleben/natur-erleben

Quelle: Pressemitteilung Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e. V.




Online-Lernplattform für naturnahes Grün derzeit noch kostenlos

https://treviwo.thinkific.com/collections

Naturnahe Gestaltung und Pflege von Wohnquartieren

Die (derzeit kostenfreie) Online-Lernplattform „Treffpunkt Vielfalt – Naturnahe Gestaltung und Pflege von Wohnquartieren“ bietet Präsentationsvideos, Quizeinheiten, Praxistipps, Arbeitsblätter, Pflanzlisten und einen Handlungsleitfaden zum Download. Um teilzunehmen, sind keine Grundkenntnisse erforderlich. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

  • für naturinteressierte Jugendliche und Erwachsene
  • Thema: Flächen naturnah gestalten und pflegen
  • über 100 Lerneinheiten, insges. 5 Std. Videomaterial
  • bis August 2023 kostenlos

Referent(en):

  • Dr. Corinna Hölzer (Projektleitung)
  • Cornelis Hemmer (Stiftungsleitung)
  • Dominik Jentzsch (Biodiversitätsreferent)
  • Markus Schmidt (Gärtner)

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.treffpunkt-vielfalt.de/

Quelle. Pressemitteilung Stiftung für Mensch und Umwelt




Ein besonderer Schatz, der das Wesen der Tiere erfasst

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Eindrucksvoll illustriertes Naturbuch für Kinder ab 3 mit wunderschönen Tierzeichnungen in Pastellkreide

Was sagen Größe, Gewicht, Aussehen, Nahrungsgewohnheiten oder Lebenserwartung über das Wesen eines Menschen oder Tieres aus?

Die einfache Antwort lautet: nichts! Dabei ist es das Wesen, die Persönlichkeit oder der Charakter, der die Beziehung zur Umwelt gestaltet. Das ist eben das Wesentliche. So ist die Idee zu „Von den Waldtieren“ entstanden. Ein Buch über Tiere, das ebene nicht mit dem Text beginnt, der anschließend illustriert wird. Sondern ein Buch, das vom Bild ausgeht und vom Text illustriert wird.

Die ideale Künstlerin dafür ist Loes Botman.

Die Niederländerin hat sich nach ihrem Studium auf das Zeichen mit Pastellkreiden spezialisiert. Sie ist von der Schlichtheit des Pastellmaterials fasziniert. Ihre große Leidenschaft ist es, Tiere dazustellen. „Für viele sind diese Geschöpfe und ihre Anwesenheit eine Selbstverständlichkeit, aber stellen Sie sie sich eine Welt ohne Tiere vor – die Menschen wären sehr einsam.“, schreibt sie auf ihrer Website. Und kaum jemandem gelingt es so gut wie ihr, das Wesen der Tiere in ihren Bildern festzuhalten.

Für ihr neues Buch hat sie 34 neue Pastellzeichnungen in einer Größe von 120 x 50 cm angefertigt.

Gerne hätte der Verlag diese auch in Originalgröße publiziert. Leider war keine Druckmaschine große genug. Nun hat das Buch die Maße von rund 30 x 25 cm. Im aufgeschlagenen Zustand gilt es ein 60 cm breites Panoramabild zu sehen, in das der Betrachter aufgrund seiner Schönheit, Farbintensität und Größe regelrecht eintauchen kann.

Die Texte beschreiben die Bilder und erzählen über die besonderen Eigenschaften des jeweiligen Tieres. So berichten sie viele ungewöhnliche Geschichten und Tatsachen zum Staunen aus der Welt der heimischen Wildtiere. Auf diese Weise vermitteln sie faszinierendes Tierwissen zum Vorlesen und erstem Selberlesen.

Dieses außergewöhnliche Sachbuch für Kinder im Kita- und Grundschulalter zeigt altbekannte Waldtiere in ihrer natürlichen Schönheit und Umgebung.

Es fördert die Wertschätzung für alle Tierarten von klein bis groß und die Natur direkt vor unserer Haustür: Wer das Wesen unserer heimischen Tiere versteht, der wird sich auch für ihren Schutz einsetzen. Ein besonderer Schatz, der in keinem Vorleseregal fehlen sollte, und ein nachhaltig beeindruckendes Tierbuch für Kinder und Erwachsene.

Loes Botman ist es mit „Von den Waldtieren“ gelungen, ein ganz besonderes Kinderbuch für junge Entdeckerinnen und Entdecker zu schaffen, das nicht nur jede Menge spannendes Wissen für Kinder ab 3 parat hält: Mit seinen naturgetreuen Tierzeichnungen erobert dieses Meisterwerk jedes kleine Herz im Sturm.

Die Autorin:

Nach dem Abschluss ihres Studiums an der „Königlichen Akademie für Bildende Künste“ in Den Haag hat Loes Botman sich auf das Zeichnen mit Pastellkreiden spezialisiert. Sie war von der Schlichtheit des Pastellmaterials fasziniert und ist seitdem eine leidenschaftliche Zeichnerin, der die Farben aus den Fingern zu fließen scheinen. Sie ist eine der führenden Künstlerinnen in diesem Bereich und gibt Kurse für Hobbykünstler und Profis in den Niederlanden und den USA.

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Bibliografie

Von den Waldtieren
Loes Botman
Oberstebrink
ISBN: 9783963040429
68 Seiten
25,00 €