Die Ostergeschichte für Kinder: Von Palmsonntag bis Ostern

Eine spannende Reise durch die Ostertage – verständlich für Kinder erzählt

Von Palmsonntag bis Ostersonntag

An Ostern denken die Christen an die letzten Tage von Jesus, an seinen Tod und daran, dass er wieder lebendig wurde. Die Geschichte beginnt an Palmsonntag.

Jesus reitet durch Jerusalem

An einem Sonntag ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem. Er kam zum Pascha-Fest. Das ist ein großes Fest, bei dem die Juden feiern, dass Gott sie aus Ägypten befreit hat. Jesus war selbst Jude und wollte mitfeiern.

Viele Menschen in Jerusalem freuten sich, dass Jesus kam. Sie riefen: „Gesegnet sei er, der da kommt im Namen des Herrn!“ Einige legten ihre Kleidung auf den Boden, andere rissen Palmzweige von den Bäumen und legten sie auf den Weg. So wollten sie Jesus ehren. Deshalb heißt dieser Tag Palmsonntag.

Die wichtigen Männer in der Stadt hörten, wie die Menschen jubelten. Sie hatten Angst vor Jesus, weil ihn viele wie einen König feierten. Darum beschlossen sie, ihn zu töten.

Das letzte Abendmahl

Jesus wusste, dass seine Feinde ihn suchten. Deshalb war es ihm wichtig, am Donnerstagabend mit seinen engsten Freunden, den zwölf Aposteln, zusammen zu essen.

Er wusch ihnen die Füße. Damit wollte er zeigen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und einander zu helfen.

Dann nahm er Brot, segnete es, brach es in Stücke und gab es seinen Freunden. Er sagte:
„Nehmt und esst alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

Danach nahm er den Becher mit Wein, segnete ihn und reichte ihn weiter. Er sagte:
„Nehmt und trinkt alle daraus. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Jesus erzählte seinen Freunden auch, dass ihn einer von ihnen verraten würde. Sie waren sehr traurig und konnten es kaum glauben.

Jesus am Ölberg

Nach dem Essen ging Jesus mit seinen Freunden auf den Ölberg, in einen Garten, der Getsemani heißt. Dort bat er sie zu warten und ging ein Stück weiter, um zu beten.

Als er zurückkam, waren seine Freunde eingeschlafen.

Plötzlich kamen Soldaten. Einer von Jesu Jüngern war bei ihnen: Judas. Er hatte den Soldaten gezeigt, wo sie Jesus finden konnten. Dafür bekam er 30 Silberstücke.

Die Soldaten nahmen Jesus fest.

Jesus bei den Priestern und bei Pilatus

Die Soldaten brachten Jesus zu den mächtigen Priestern. Diese wollten, dass er verurteilt wird. Sie holten Menschen, die Dinge über Jesus erzählten, die nicht stimmten.

Dann brachten sie Jesus zu Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter. Pilatus sprach mit Jesus und sagte: „Ich finde keine Schuld an ihm.“

Aber die Menschen riefen laut, dass Jesus bestraft werden sollte. Sie schrien und wurden immer wütender.

Pilatus wollte Jesus freilassen, doch die Menschen ließen nicht locker. Schließlich ließ er Jesus schlagen, setzte ihm eine Dornenkrone auf und ließ ihn verspotten.

Pilatus hatte Angst vor der Menge. Deshalb ließ er eine Schüssel mit Wasser bringen, wusch seine Hände und sagte:
„Ich bin unschuldig an dem, was hier geschieht.“

Er wusste, dass Jesus nichts falsch gemacht hatte. Aber er ließ die Menschen entscheiden.

Jesus am Kreuz

Am Freitagmorgen wurde Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt. Er musste das schwere Kreuz selbst tragen. Weil er so geschwächt war, fiel er immer wieder hin.

Ein Mann, der gerade vom Feld kam, musste ihm helfen, das Kreuz zu tragen.

Auf einem Hügel schlugen die Soldaten Jesus ans Kreuz und stellten es auf.

Doch Jesus sagte:
„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Jesus starb am Kreuz.

Ein Freund von Jesus, der Josef hieß, nahm seinen Körper. Er wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Grab in einer Felsenhöhle. Vor den Eingang wurde ein großer Stein gerollt.

Ostersonntag

Damals war es üblich, Verstorbene mit duftenden Ölen zu salben. Deshalb gingen einige Frauen am Sonntagmorgen zum Grab von Jesus.

Doch als sie ankamen, erschraken sie: Der große Stein war weggerollt, und das Grab war leer.

Zwei Engel standen dort und sagten zu ihnen:
„Warum sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden.“


Reuter Kichenjahr

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern

Viele lustige und spannende Geschichten in diesem Vorlesebuch erzählen, was Markus, Luise, ihre Eltern und ihr Kater beim Feiern alles erleben. Das Buch erklärt die wichtigsten Feste des Kirchenjahres auf einfache und unterhaltsame Weise – für Kinder gut verständlich.

Mit vielen Bildern, Rezepten und Bastelideen lädt es Kinder zum Mitmachen ein und macht Lust auf gemeinsames Entdecken. Vom Advent bis Ostern begleitet es Familien, Kindergruppen und Gemeinden durch das ganze Jahr.

Thoma Reuter
Das Kirchenjahr mit Kindern feiern

Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten, Backrezepten und Spielen
Broschur, 96 Seiten
ISBN: 978-3-944548-90-6
14,95 €




Die Ostergeschichte für Kinder erzählt

Von Palmsonntag bis Ostersonntag

An Ostern denken die Christen an die letzten Tage von Jesus Christus, an seinen Tod und an seine Auferstehung. Die Geschichte beginnt an Palmsonntag.

Jesus reitet durch Jerusalem

An einem Sonntag ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem. Er kam zum Pascha-Fest. Das ist das Fest, bei dem die Juden ihre Befreiung von der Unterdrückung durch die Ägypter und ihren Auszug aus Ägypten feiern. Da Jesus selbst Jude war, wollte er mitfeiern. Viele Menschen in Jerusalem freuten sich über die Ankunft von Jesus Christus. Sie riefen: „Gesegnet sei er, der da kommt im Namen des Herrn!“ Einige legten ihre Kleidung auf den Boden oder rissen Palmzweige von den Bäumen und legten sie hin, um Jesus zu ehren. Deshalb nennen die Christen diesen Tag Palmsonntag. Die Mächtigen in der Stadt hörten die Menschen jubeln. Sie fürchteten Jesus, den die Leute wie einen König feierten, und beschlossen, ihn zu töten.

Das letzte Abendmahl

Jesus wusste, dass seine Feinde ihn verfolgten, um ihn zu töten. Deshalb war es ihm sehr wichtig, am Donnerstagabend mit seinen engsten Gefolgsleuten, den zwölf Aposteln, das Paschamahl zu feiern. Er wusch den Aposteln die Füße, um sie daran zu erinnern, wie wichtig der Dienst an allen Mitmenschen ist. Er segnete das Brot, zerbrach es, verteilte es und sprach dazu: „Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Auch den Wein segnete er, reichte den Kelch weiter an seine Apostel und sprach dazu: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des ewigen Bundes, mein Blut, das für Euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Er erzählte seinen Jüngern davon, dass ihn einer von ihnen an die Soldaten seiner Feinde ausliefern würde, und dass diese in töten lassen würden. Alle waren sehr traurig und wollten es nicht so recht glauben.

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Jesus am Ölberg

Nach dem Essen ging Jesus mit seinen Aposteln auf den nahegelegenen Ölberg, in einen Garten, der Getsemani genannt wird. Dort ließ er sie zurück und ging ein Stück weiter, um zu beten. Als er zurückkam waren seine Freunde eingeschlafen. Da kamen Soldaten mit einem seiner Jünger. Dieser hieß Judas und hatte die Soldaten zu Jesus geführt, damit diese ihn verhafteten. Dafür bekam Judas 30 Silberstücke.

Jesus bei den Priestern und bei Pilatus

Die Soldaten brachten Jesus zu den mächtigen Priestern Jerusalems. Diese ließen falsche Zeugen auftreten, damit sie Jesus verurteilen konnten. Anschließend gingen sie mit ihm zum Palast des römischen Statthalters Pontius Pilatus. Nachdem dieser mit Jesus gesprochen hatte, teilte er den Priestern mit, dass er ihn für unschuldig halte. Aber die Priester und viele andere wollten, dass Jesus verurteilt würde.

Es gab ein riesiges Geschrei und sie drohten Pilatus. Dieser schlug vor, Jesus zu begnadigen. Doch die bösen Menschen gaben nicht nach. Um sie zu besänftigen, ließ er Jesus auspeitschen, eine Dornenkrone auf den Kopf setzen, ihn beleidigen und ihn ohrfeigen. Pilatus fürchtete sich vor den Leuten. Als diese nicht nachgaben und ihm nichts mehr einfiel, ließ er eine Schüssel mit Wasser bringen, wusch seine Hände darin und sagte: „Ich wasche meine Hände in Unschuld!“ Er war überzeugt, dass Jesus selbst unschuldig war, aber aus Furcht überließ er ihn den wütenden Menschen.

Jesus am Kreuz

Am frühen Morgen des Freitags verurteilten sie Jesus zum Tod am Kreuz. Er musste es selbst tragen. Aber weil sie ihn so geprügelt hatten, war Jesus schwach und stürzte immer wieder unter der Last des Kreuzes auf den Boden. Ein Bauer, der eben vom Feld kam, musste Jesus helfen, das Kreuz auf den Berg zur Richtstätte zu tragen. Dort schlugen sie Jesus ans Kreuz und richteten es auf. Aber Jesus sprach zu Gott: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Jesus starb am Kreuz. Ein Freund mit Namen Josef bat darum, den toten Jesus mitnehmen zu dürfen. Er wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Grab in einer Höhle. Davor ließ er einen großen Stein rollen.

Ostersonntag

Damals war es üblich, Tote mit duftenden Ölen einzureiben. Deshalb machten sich einige Frauen am Sonntag auf den Weg zum Grabe Jesus. Sie erschraken, als sie sahen, dass der schwere Stein beiseite gerollt und das Grab leer war. Zwei leuchtende Engel standen am Grab und fragten sie. „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden.“


Das Kirchenjahr mit Kindern feiern

Viele lustige und spannende Geschichten in diesem Vorlesebuch erzählen, was Markus, Luise, ihre Eltern und ihr Kater so alles beim Feiern erleben. Dieses Buch erklärt auf unterhaltsame Art in lustigen Geschichten alle wichtigen Feste des Kirchenjahres, wobei sowohl katholische als auch evangelische Feste berücksichtigt werden. Zahlreiche Illustrationen, Koch- und Backrezepte und Bastelvorschläge regen die Kinder zum Mitmachen an und sorgen für ein kreatives Spielen und Lernen. Beginnend mit der Adventszeit führt das Buch durch das ganze Kirchenjahr. Es eignet sich als Vorlesebuch für die Familie, für Kindergruppen, den Kindergottesdienst und die Gemeindearbeit. 

Thoma Reuter
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Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten, Backrezepten und Spielen
Broschur, 96 Seiten
ISBN: 978-3-944548-90-6
14,95 €