Brauchen Kinder Apps, um besser lesen zu lernen?

Digitale Angebote versprechen Leseförderung. Doch was Kindern hilft, hängt vor allem von ihrem Alter und Entwicklungsstand ab

Ein zweijähriges Kind ist kein kleiner Achtjähriger. Und ein Vorschulkind lernt anders als ein Grundschulkind, das bereits Wörter entziffern kann. Das klingt selbstverständlich – wird in der Diskussion um digitale Bildung aber erstaunlich oft übersehen.

Gerade für die Leseförderung ist dieser Unterschied entscheidend. Denn Lesenlernen beginnt lange bevor ein Kind seinen ersten Buchstaben entziffert. Am Anfang stehen Beziehung und Sprache, Wahrnehmung und Bewegung, gemeinsames Schauen und Zeigen, Zuhören und Erzählen. Erst allmählich kommen Symbole, Laute und Buchstaben hinzu. Später folgen Dekodieren, Automatisieren, Leseflüssigkeit und Textverständnis.

Wer digitale Medien zur Leseförderung einsetzen möchte, sollte deshalb nicht zuerst fragen: Was kann die App?

Die wichtigere Frage lautet: Was braucht dieses Kind in seiner jetzigen Entwicklungsphase – und kann ein digitales Angebot dazu tatsächlich mehr beitragen als die analoge Erfahrung?

0 bis 3 Jahre: Je jünger, desto sinnlicher

Je jünger ein Kind ist, desto weniger darf Leseförderung auf Lesen im engeren Sinne reduziert werden.

Kleine Kinder lernen mit dem ganzen Körper. Sie greifen, tasten und bewegen sich. Sie drehen, tragen und untersuchen Gegenstände, betrachten, hören und probieren aus. Im Austausch mit anderen Menschen verbinden sich diese Erfahrungen mit Wörtern und Bedeutungen.

Das ist eine wesentliche Grundlage der späteren Lesefähigkeit.

Ein Bilderbuch ist in diesem Entwicklungsprozess weit mehr als ein Träger von Geschichten. Das Kind hält es in den Händen. Es spürt sein Gewicht, öffnet und schließt es, blättert vor und zurück. Die Katze auf Seite vier bleibt auf Seite vier. Das Kind kann zurückblättern und sie wiederfinden. Und während es auf die Katze zeigt, sagt vielleicht der Vater: „Ja, da ist sie wieder. Wo will sie denn hin?“

So verbinden sich Gegenstand, Bild, Sprache, Bedeutung und Beziehung.

Ein Tablet kann ebenfalls eine Katze zeigen. Aber damit sind Tablet und Bilderbuch für ein zweijähriges Kind entwicklungspsychologisch noch lange nicht dasselbe.

Das gemeinsame Buch ist auch eine soziale Erfahrung

Wie sehr das Medium die gemeinsame Situation beeinflussen kann, zeigt eine Untersuchung von Tiffany Munzer und Kollegen mit 37 Eltern-Kleinkind-Paaren. Die Kinder waren 24 bis 36 Monate alt. Eltern und Kinder zeigten beim gemeinsamen Lesen auf dem Tablet weniger soziale Gegenseitigkeit als beim gedruckten Buch. Die Forschenden beobachteten beim Tablet unter anderem häufiger Verhaltensweisen, bei denen Eltern und Kinder um das Gerät oder seine Bedienung konkurrierten.

Die Autoren folgern daraus nicht, dass gemeinsames digitales Lesen grundsätzlich misslingt. Die Studie zeigt aber, dass ein Tablet die soziale Situation des gemeinsamen Betrachtens verändern kann.

Auch eine große Meta-Analyse von May Irene Furenes, Natalia Kucirkova und Adriana Bus mahnt zur Vorsicht. Sie wertete 39 Studien aus 30 Publikationen mit insgesamt 1.812 Kindern zwischen einem und acht Jahren aus. Unterschieden sich Papierbuch und digitales Buch im Wesentlichen nur durch das Medium, verstanden die Kinder die Geschichte auf Papier besser.

Digital ist also nicht automatisch besser, nur weil technisch mehr möglich ist.

Lese-Apps schon für Zweijährige?

Umso bemerkenswerter ist, dass die Stiftung Lesen in ihrem aktuellen Angebot weiterhin Apps ausdrücklich ab zwei Jahren empfiehlt. Darunter befinden sich Sprach-, Bilderbuch-, Wimmel- und Spiele-Apps.

Bei der App „Meine Stadt: Wimmelbuch für Kinder“ schreibt die Stiftung sogar, die interaktiven Elemente seien eine sinnvolle Erweiterung und böten einen „echten Mehrwert“ gegenüber dem Bilderbuch. Zugleich empfiehlt sie ausdrücklich, die App gemeinsam zu nutzen und die Kinder sprachlich zu begleiten.

Bei einer ebenfalls ab zwei Jahren empfohlenen Sprachlern-App heißt es dagegen, jüngere Kinder könnten sie nach einer kurzen gemeinsamen Einführung auch allein nutzen.

Aus entwicklungspsychologischer Sicht stellt sich hier eine grundsätzliche Frage: Welchen zusätzlichen Nutzen bietet der Bildschirm einem Zweijährigen?

Wenn ein zweijähriges Kind mit einem Erwachsenen ein Wimmelbuch betrachtet, zeigt, sucht, benennt, erzählt und zurückblättert, geschieht bereits sehr viel von dem, was seine spätere Lesekompetenz vorbereitet.

Soll an die Stelle dieser Erfahrung ein Bildschirm treten, braucht es dafür einen guten Grund.

Dass eine App bunt, animiert und interaktiv ist, genügt nicht.

Was macht das Kind stattdessen nicht?

Bei kleinen Kindern kommt eine zweite Frage hinzu, die in der Diskussion über digitale Bildung häufig zu kurz kommt: Was würde das Kind in dieser Zeit sonst tun?

Zeit lässt sich nicht vermehren.

Zwanzig Minuten Bilderbuch-App können zwanzig Minuten weniger freies Spiel bedeuten. Oder weniger Bewegung. Weniger Gespräch. Weniger Erkunden der wirklichen Welt. Weniger gemeinsames Bilderbuch.

Das sind die Opportunitätskosten der Bildschirmnutzung.

Eine Meta-Analyse in JAMA Pediatrics wertete 42 Studien mit insgesamt 18.905 Kindern aus. Eine größere Menge an Bildschirmnutzung war im Durchschnitt mit schwächeren sprachlichen Fähigkeiten verbunden. Qualitativ hochwertigere Inhalte und die gemeinsame Nutzung mit Erwachsenen waren dagegen mit besseren sprachlichen Fähigkeiten assoziiert.

Das beweist nicht, dass Bildschirmzeit Sprachprobleme verursacht. Die Ergebnisse sprechen aber dafür, bei kleinen Kindern nicht nur auf die Qualität eines digitalen Angebots zu schauen, sondern auch darauf, welche anderen Erfahrungen dadurch möglicherweise verdrängt werden.

Als das digitale Bilderbuch die Zukunft sein sollte

Wie groß die Erwartungen an digitale Bilderbücher einmal waren, lässt sich heute leicht vergessen.

Vor rund zehn Jahren sagte der Bildungswissenschaftler Prof. Wassilios E. Fthenakis bei einer Veranstaltung des Didacta Verbands, an der der Autor dieses Beitrags gemeinsam mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen teilnahm, sinngemäß voraus, dass das klassische Bilderbuch keine Zukunft habe. Die Zukunft gehöre vielmehr Bilderbüchern, die durch digitale Bildschirminhalte erweitert würden.

Die Entwicklung verlief anders. Digitale Bilderbücher und Bilderbuch-Apps gibt es weiterhin. Das klassische Bilderbuch haben sie jedoch nicht verdrängt. Im Gegenteil!

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine repräsentative Befragung der Stiftung Lesen aus dem Jahr 2012. Unter den Eltern, die sich nicht vorstellen konnten, künftig Bilder- und Kinderbuch-Apps mit ihrem Kind anzuschauen, sagten 68 Prozent, dass sie gedruckte Bücher bevorzugten. 59 Prozent hatten kein Interesse an solchen Apps, 51 Prozent hielten Bilderbuch-Apps nicht für sinnvoll.

Vielleicht wurde damals unterschätzt, dass das Bilderbuch gerade für kleine Kinder nicht nur ein Träger von Bildern und Geschichten ist. Seine Materialität und die gemeinsame Situation sind Teil der Erfahrung.

3 bis 6 Jahre: Nicht jede Interaktion fördert das Verstehen

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Aufgabe. Geschichten werden komplexer. Wortschatz und Erzählfähigkeit entwickeln sich weiter. Kinder spielen mit Reimen, entdecken Silben und Laute und interessieren sich zunehmend für Buchstaben und Schrift.

Nun können auch digitale Angebote mehr Möglichkeiten eröffnen.

Aber „interaktiv“ bedeutet noch lange nicht „lernwirksam“.

Eine aktuelle Meta-Analyse von Adriana Bus und Kolleginnen untersuchte 20 Publikationen mit insgesamt 1.978 Kindern zwischen zwei und acht Jahren. Verglichen wurden digitale Bilderbücher mit und ohne interaktive Elemente.

Das Ergebnis ist bemerkenswert: Interaktive Funktionen verbesserten das Geschichtenverständnis im Durchschnitt praktisch nicht.

Minispiele beeinträchtigten das Verständnis sogar. Auch Hotspots und eingestreute Fragen brachten keinen verlässlichen Vorteil. Günstiger schnitten bestimmte Aktionen ab, die unmittelbar zur Geschichte passten. Für diese Detailbefunde lagen allerdings deutlich weniger Studien vor.

Ein Kind kann auf einem Bildschirm also außerordentlich beschäftigt sein, ohne sich intensiv mit einer Geschichte auseinanderzusetzen.

Tippen ist nicht verstehen. Wischen ist nicht lesen.

Polylino zeigt, wo Digitales mehr leisten kann

Es wäre deshalb falsch, digitale Medien pauschal gegen analoge auszuspielen. Entscheidend ist, ob die Technik einen spezifischen zusätzlichen Nutzen bietet.

Ein gutes Beispiel dafür ist Polylino.

Die Plattform bietet nach Angaben des Anbieters mehr als 2.000 Bilderbücher in bis zu 70 Audiosprachen und 40 Schriftsprachen. Zu vielen Büchern gibt es Gesprächsimpulse. Die Geschichten können auf dem Tablet genutzt, aber ebenso gemeinsam auf einem großen Bildschirm als Bilderbuchkino betrachtet werden.

Gerade für mehrsprachige Kinder ist das ein erheblicher Gewinn.

Ein Kind kann dieselbe Geschichte auf Deutsch und in seiner Familiensprache erleben. In einer Kita-Gruppe mit Kindern unterschiedlicher Herkunft wird damit etwas möglich, was selbst eine sehr gut ausgestattete analoge Bibliothek kaum leisten kann: eine große Zahl von Bilderbüchern unmittelbar in zahlreichen Sprachen verfügbar zu machen.

Hier ersetzt das Digitale nicht zwangsläufig das Bilderbuch. Es erweitert dessen Möglichkeiten.

Sein besonderes Potenzial entfaltet Polylino dort, wo anschließend wieder das geschieht, was für die Sprach- und Leseentwicklung entscheidend ist: Erwachsene und Kinder betrachten gemeinsam, stellen Fragen, erzählen, erklären Wörter und sprechen über die Geschichte.

Digitaltechnik zeigt hier ihre Stärke nicht darin, das Analoge nachzuahmen, sondern darin, etwas zusätzlich zu ermöglichen.

Hörgeschichten sind wertvoll – aber noch kein Lesen

Auch Toniebox und Hörbücher haben ihren Platz. Kinder begegnen neuen Wörtern, verfolgen Handlungen und lernen Erzählstrukturen kennen. Das sind wichtige Voraussetzungen späterer Lesekompetenz.

Aber ein Kind, das einer Geschichte zuhört, liest nicht.

Gegenüber dem Vorlesen durch einen Menschen fehlt zudem die unmittelbare Interaktion. Eine Aufnahme bemerkt nicht, dass das Kind ein Wort nicht verstanden hat. Sie beantwortet keine Frage und reagiert nicht auf das, was das Kind gerade beschäftigt.

Hörgeschichten können gemeinsames Vorlesen deshalb hervorragend ergänzen. Sie sollten es nicht ersetzen.

Im Vorschulalter bleibt die wirkliche Welt der Maßstab

Auch bei Reimen, Silben, Lauten und ersten Buchstaben sollte nicht automatisch der Bildschirm zum Lernort werden.

Reime kann man sprechen und singen. Silben lassen sich klatschen. Buchstaben können Kinder schreiben, legen und ertasten. Wörter begegnen ihnen auf Straßenschildern, Verpackungen und in Büchern.

Eine App muss deshalb mehr leisten, als nach der richtigen Antwort Sterne regnen zu lassen.

Sie kann sinnvoll sein, wenn sie beispielsweise gezielt eine Fähigkeit übt, die Aufmerksamkeit darauf konzentriert und angemessene Rückmeldung gibt. Aber die Technik muss sich weiterhin an der Entwicklungsaufgabe des Kindes messen lassen – nicht umgekehrt.

6 bis 8 Jahre: Jetzt verändert sich die Bilanz

Mit dem eigentlichen Schriftspracherwerb verändert sich die Situation deutlich.

Nun müssen Kinder Buchstaben und Laute sicher miteinander verbinden, Wörter zunehmend automatisch erkennen und schließlich so flüssig lesen, dass genügend geistige Kapazität für das Textverständnis übrig bleibt.

Hier besitzt Digitaltechnik Möglichkeiten, die analog nur mit größerem Aufwand verfügbar sind. Programme können Aufgaben individuell anpassen, ein korrektes Lesemodell vorsprechen, wiederholtes Lesen organisieren, die Stimme eines Kindes aufnehmen oder unmittelbar Rückmeldung geben.

Anwendungen wie eKidz oder Leseo werden deshalb in dieser Entwicklungsphase wesentlich interessanter als für ein Kleinkind.

Doch auch jetzt gilt: Ein pädagogisch plausibles digitales Angebot ist nicht automatisch einer guten analogen Förderung überlegen.

Eine 2026 erschienene deutsche Studie macht das deutlich. 249 Grundschulkinder an drei Schulen nahmen sechs Monate lang an einer Leseförderung teil. Klassen wurden einer analogen, einer digitalen oder einer Kontrollbedingung zugeordnet. Die analoge Förderung zeigte kleine positive Effekte auf die Lesekompetenz, während die Ergebnisse der digitalen Variante weniger konsistent ausfielen.

Die Untersuchung umfasst allerdings nur drei Schulen, und die Wirksamkeit unterschied sich deutlich nach Schulkontext und vorhandenen Ressourcen. Ein allgemeiner Sieg des Papiers über das Digitale lässt sich daraus nicht ableiten.

Sehr wohl aber die Erkenntnis:

Eine gute Förderidee wird nicht dadurch besser, dass man sie auf einen Bildschirm verlegt.

Ab etwa 8 Jahren: Lesen muss zum Lesen werden

Je sicherer Kinder lesen, desto stärker verschiebt sich das Ziel. Jetzt geht es zunehmend um Leseflüssigkeit, längere Texte, Textverständnis und schließlich darum, freiwillig und selbstständig zu lesen.

Auch digitale Texte gehören selbstverständlich zu dieser Lebenswelt.

Doch gerade jetzt stellt sich erneut die Frage nach der Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Ein Buch kann erstaunlich wenig: Man kann darin lesen, blättern, zurückgehen – und es wieder zuklappen.

Das kann ein Vorteil sein.

Ein Tablet oder Smartphone kann gleichzeitig Nachrichten anzeigen, Spiele anbieten, Videos abspielen und den nächsten Reiz liefern. Das muss nicht geschehen, aber die technische Umgebung ermöglicht es.

Für konzentriertes Lesen ist deshalb nicht entscheidend, ob ein Text „digital“ oder „analog“ ist. Entscheidend ist, wie gut das Medium eine anhaltende Beschäftigung mit dem Text unterstützt.

Antolin: Wenn Punkte zum Lesen locken

Antolin stellt dabei einen interessanten Sonderfall dar. Das eigentliche Lesen kann weiterhin ganz klassisch im gedruckten Buch stattfinden. Digital ist vor allem das, was danach kommt: Fragen beantworten, Rückmeldung erhalten und Punkte sammeln.

Das kann Kinder motivieren, überhaupt zu einem Buch zu greifen.

Optimale Leseförderung möchte langfristig jedoch mehr erreichen. Kinder sollen irgendwann lesen, weil sie wissen wollen, wie eine Geschichte weitergeht, weil sie etwas erfahren möchten oder weil Lesen selbst befriedigend geworden ist.

Äußere Anreize können auf diesem Weg helfen. Sie sollten aber nicht zum eigentlichen Zweck des Lesens werden.

Digital statt was?

Damit kommen wir zur vielleicht wichtigsten Frage dieses Beitrags. Denn die Frage lautet nicht, ob der Bildschirm nun gut oder schlecht für das Kind ist. Sie lautet schlicht: Digital statt was?

  • Ein digitales Bilderbuch statt gar keiner Geschichte? Dann kann das Digitale ein Gewinn sein.
  • Polylino, weil ein Kind dadurch dieselbe Geschichte auf Deutsch und in seiner Familiensprache erleben kann? Ein echter zusätzlicher Nutzen.
  • Ein adaptives Lesetraining für ein achtjähriges Kind mit Schwierigkeiten bei der Leseflüssigkeit? Auch hier kann Digitaltechnik ihre Stärken ausspielen.
  • Tablet statt gemeinsamem Bilderbuch mit einem Zweijährigen? Dann muss der Bildschirm zeigen, welchen Vorteil er gegenüber Buch, Gespräch, sinnlicher Erfahrung und gemeinsamer Aufmerksamkeit bietet.
  • Toniebox statt passiver Bildschirmunterhaltung? Dann kann die Hörgeschichte die sinnvollere Alternative sein.
  • Toniebox statt Vorlesen? Dann geht ein Teil der sprachlichen und sozialen Interaktion verloren.
  • Lese-App statt selbstständigem Lesen? Dann sollte es einen guten Grund dafür geben, warum das Kind seine Zeit nicht besser mit einem passenden Buch verbringt.

Immer vom Kind aus denken

Die Forschung liefert deshalb keine einfache Antwort auf die Frage, ob digitale Medien zur Leseförderung gehören.

Das Alter und der Entwicklungsstand entscheiden.

Je jünger ein Kind ist, desto stärker lernt es über Körper, Sinne, Bewegung, reale Gegenstände und unmittelbare menschliche Beziehungen. Gerade in dieser Phase sollte digitale Leseförderung einen erkennbaren zusätzlichen Nutzen bieten und nicht Erfahrungen verdrängen, die für die Entwicklung wertvoller sind.

Im Vorschulalter können digitale Angebote Sprache, Geschichten und erste Begegnungen mit Schrift ergänzen. Gespräch, Spiel, Bewegung und Bilderbücher bleiben jedoch die Basis.

Mit dem eigentlichen Schriftspracherwerb verändert sich die Bilanz. Jetzt können adaptive Programme, unmittelbares Feedback und individuell abgestimmte Übungen tatsächlich etwas leisten, was analog schwieriger zu organisieren ist.

Und je selbstständiger Kinder lesen, desto selbstverständlicher wird auch digitales Lesen Teil ihrer Lebenswelt.

Optimale Leseförderung ist deshalb weder grundsätzlich analog noch grundsätzlich digital.

Sie beginnt mit einer anderen Frage:

Was braucht dieses Kind jetzt, um den nächsten Entwicklungsschritt auf dem Weg zum Lesen zu bewältigen?

Manchmal kann dabei eine gute App helfen. Polylino kann Möglichkeiten eröffnen, die ein einzelnes Bücherregal nicht bietet. Ein digitales Training kann einem Schulkind genau die Übungen anbieten, die es gerade benötigt.

Aber gerade am Anfang des Lesenlernens sind die wichtigsten Fördermittel erstaunlich wenig technisch:

Zeit. Sprache. Bewegung. Sinnliche Erfahrungen. Geschichten. Ein gutes Buch. Und ein Mensch, der sich gemeinsam mit dem Kind dafür interessiert.

Quellen und weiterführende Literatur

Bus, A. G., Kucirkova, N., Ten Braak, D. & Ciesielska, M. (2026): Which Interactive Features in Children’s Digital Picture Books Promote Reading Comprehension? A Meta-Analysis. Early Education and Development, 37(2), 269–288.

Furenes, M. I., Kucirkova, N. & Bus, A. G. (2021): A Comparison of Children’s Reading on Paper Versus Screen: A Meta-Analysis. Review of Educational Research, 91(4), 483–517.

Heinz, J., Neuberger, F., Eras, L. & Hauck-Thum, U. (2026): Bridging the digital divide? Effects of analog and digital reading interventions in German elementary schools. Learning and Instruction, 103, 102324.

Madigan, S., McArthur, B. A., Anhorn, C., Eirich, R. & Christakis, D. A. (2020): Associations Between Screen Use and Child Language Skills: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Pediatrics, 174(7), 665–675.

Munzer, T. G., Miller, A. L., Weeks, H. M., Kaciroti, N. & Radesky, J. (2019): Parent-Toddler Social Reciprocity During Reading From Electronic Tablets vs Print Books. JAMA Pediatrics, 173(11), 1076–1083.

Stiftung Lesen (2012): Vorlesestudie 2012: Vorlesen mit Bilder- und Kinderbuch-Apps. Repräsentative Befragung von 250 Vätern und 250 Müttern.

Bisher sind in der Reihe zur Leseförderung folgende Beiträge erschienen:

Ein Baby liest bereits am ersten Tag

Im Anfang war das Bild

Warum Bilderbücher heute wichtiger sind denn je

Bevor Kinder lesen, müssen sie Sprache und Laute verstehen

Erzählen – vom Erlebnis zur Geschichte

Wie Kinder den geheimen Code unserer Buchstaben knacken

Wenn Lesen plötzlich leichter wird

Lesen ist mehr als Wörter erkennen: Wie Kinder Texte verstehen lernen

Warum Kinder weiterlesen – und wie Lesefreude wachsen kann

spielen und lernen: Verstehen, was Kinder wirklich brauchen

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Laut Vorlesemonitor lesen zwei Drittel der Eltern regelmäßig vor

Stiftung Lesen gibt Studie über das Vorleseverhalten von Familien heraus

Auch in diesem Jahr hat die die Stiftung Lesen unterstützt von den Finanzmitteln der Deutsche Bahn Stiftung und Die Zeit ihren so genannten „Vorlesemonitor“ herausgebracht. Schließlich ist Vorlesen ein wichtiges Thema, weil dadurch die sprachliche Entwicklung, die Freude am eigenen Lesen, die Entwicklung von Persönlichkeit und sozio-emotionalen Kompetenzen und die langfristigen Bildungs- und Lebenschancen unterstützt werden. Das betonen die Initiatoren auch eingangs ihres Info-PDFs.

Lediglich 815 Eltern mit Fragebogen befragt

Wiederum enttäuschend ist es, dass die von der Stiftung Lesen beauftragte Agentur iconkids & youth lediglich 815 Eltern von Kindern von Kindern im Alter zwischen einem und acht Jahren. Zwar behaupten Initiatoren und Agentur, dass die Studie aufgrund der Auswahl der Eltern nach bestimmten Merkmalen des Kindes (Alter, Geschlecht und Zuwanderungsgeschichte), Schulabschluss des Haushaltsvorstands, Familienstand der Mutter, sowie regionaler Verteilung über die Bundesrepublik Deutschland im Hinblick auf die genannten Merkmale repräsentativ sei. Da der Anteil der befragten Mütter (585) gemessen an der Gesamtanzahl der Mütter von Kindern in diesem Alter bei unter 0,01 Prozent liegen dürfte, kann die Studie bestenfalls eine Tendenz aufzeigen.

Vorsicht mit Aussagen geboten

Deshalb sind die anhand der Ergebnisse getroffenen Behauptungen mit äußerster Vorsicht zu genießen. So heißt es etwa, dass 32,3 Prozent der 1- bis 8-jährigen Kinder selten oder nie vorgelesen werde. Laut Studie lesen 6,6 Prozent (54 Eltern) nur einmal pro Woche vorgelesen, 7,2 Prozent (59 Eltern) selten, 18,5 Prozent (151 Eltern) nie vor. Dagegen lesen wohl 67,7 Prozent (551 Eltern) regelmäßig vor.

Das könnte durchaus als erfreulich gewertet werden. Denn immerhin ist der Anteil gegenüber 2023 um 4,3 Prozent und gegenüber 2022 sogar um 6,4 Prozent gestiegen. Mit Blick auf die absoluten Zahlen 35 Eltern und 53 Eltern kann es sich jedoch auch um einen Zufall handeln.

Die Dreijährigen bekommen laut Studie am meisten vorgelesen

Interessant ist, dass laut Studie die Einjährigen Kinder lediglich zu 59 Prozent, die Zweijährigen zu 78 Prozent, die Dreijährigen zu 90 Prozent und die Vierjähringen zu 88 Prozent regelmäßig vorgelesen bekommen. Umso älter die Kinder dann werden, umso weniger häufig dürfen sie sich über das Vorlesen freuen.

Das scheint nachvollziehbar. Ebenso, dass Eltern mit formal niedriger Bildung seltener oder nie vorlesen, erhärtet das Bild vergleichbarer, aber repräsentativer Studien.

Schlussfolgerungen passen ins Bild

Auch bezüglich der Folgen des Vorlesens sind die gegebenen Antworten folgerichtig. So erklären Eltern mit Schulkindern, die regelmäßig vorlesen, etwas häufiger, dass den Kindern das Lesenlernen leichter gefallen sei. Sie üben laut Vorlesemonitor das Lesen auch häufiger.

Trotz aller Mängel, lohnt sich ein Blick in den Vorlesemonitor. Wenn er auch nicht als Analyse des Vorleseverhaltens in Deutschland gelten kann und abgeleitete Aussagen daraus mit äußerster Vorsicht zu genießen sind, weist er doch einige erhellende Aspekte und Anregungen auf, so etwa, dass das Schenken und Ausleihen von Büchern hilft.    

Gernot Körner (Quelle: Vorlesemonitor 2024)




Begeisterung für MINT und Lesen wecken

Fachtag für Lehrkräfte und Akteurinnen und Akteure aus den Bildungsbereichen MINT und Lesen

Forschendes Lernen und Experimentieren weckt in Kindern auch das Interesse für naturwissenschaftliche Themen und motiviert sie, sich mit Technik und Naturphänomenen auseinanderzusetzen. Aber nur wer lesen und Texte inhaltlich erfassen kann, ist in der Lage, sich eigenständig Informationen zu beschaffen, um diese Phänomene auch zu verstehen. Texte und Geschichten regen darüber hinaus die Fantasie der Kinder an, fördern die Empathie und vermitteln den Bezug der naturwissenschaftlichen Inhalte zur eigenen Lebenswelt.

Jetzt anmelden

 Am 11. November 2022 laden die Stiftung Lesen und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ Lehrkräfte sowie interessierte Akteurinnen und Akteure aus den Bildungsbereichen MINT und Lesen ein, diese Synergien zu entdecken. In der experimenta und auf dem Bildungscampus in Heilbronn werden Experimente, Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und praktische Ideen zum Mitnehmen und Ausprobieren vorgestellt. Der Fachtag wird moderiert von Eric Mayer. Die Anmeldung ist unter https://stiftunglesen.de/echt-jetzt/fachtag ab sofort möglich.

MINT- und Leseförderung

 Die Kombination aus MINT und Leseförderung eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für motivierende Sprachanlässe, eigenständiges Entdecken, kreativen Umgang mit Technik und immer wieder zum Üben des verstehenden Lesens. Die Initiatoren möchten damit den Ansatz einer kombinierten Förderung von MINT-Kompetenzen und Lesefähigkeiten im Unterricht an Grundschulen fördern und etablieren. 

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme finden Interessierte auf der Website www.echtjetzt-magazin.de  

Quelle: Pressemitteilung Stiftung Lesen




Tragen Apps, wie von der „Stiftung Lesen“ empfohlen, zur schlechten Lesekompetenz bei?

Die Haltung der Stiftung zu Bildschirmmedien hat sich klar verändert

Die „Stiftung Lesen“ hat uns eine Pressemitteilung geschickt. Das ist weiter nichts Ungewöhliches. Schließlich tut sie das öfter. Darin fordert sie dazu auf, das ehrenamtliche Vorlesen zu stärken, um damit die Zukunftschancen der Kinder zu verbessern. Auch das hört sich richtig gut an. Weiter heißt es aber: „Immer mehr Kinder in Deutschland brauchen Unterstützung beim Lesen lernen. Wie aus den ersten Daten des aktuellen IQB-Bildungstrends hervorgeht, kann ein Fünftel der Viertklässler/-innen nicht richtig lesen, ein Drittel hat Probleme mit der Rechtschreibung.“, beklagt die Stiftung die aktuelle Situation in ihrer Mitteilung.

Lesen mit App?

An dieser Stelle sei es aus inhaltlicher Sicht erlaubt und zugleich dringend geboten, die Frrage an die Stiftung Lesen zu stellen, ob sie nicht selbst entscheidend zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Schließlich gehört doch die Stiftung zu jenen, die das Lernen mit Apps und die „digitale Bildung“ in Kindertageseinrichtungen auch bereits im Kleinkindalter in den vergangenen Jahren vehement propagiert. Gerade der Einsatz von Bildschirmmedien, vor dem etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stetig warnen, ist wahrscheinlich einer der Auslöser dafür, dass sich so viele Kinder heute mit dem Lesenlernen schwertun. So gleicht das Verhalten der Stiftung der eines Zahnarztes, der den Kindern stetig Süßigkeiten schenkt.

Deshalb wäre vielen Kindern vermutlich schon damit geholfen, wenn die Stiftung ihre Aktivitäten im Bereich Bildschirmmedien, die sie mit Unterstützung des Bundesfamilienminsteriums durchführt, zurückfährt. Ihre Stifter, zu denen etliche Verlage gehören, die zum Teil die digitalen Medien für sich entdeckt haben, werden deshalb ganz bestimmt nicht austreten.

Ist die Stiftung ein Lesevorbild?

Heute ist Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Er wird in der Mitteilung mit folgenden Worten zitiert:  „Damit alle Kinder gut lesen können und eine Chance auf einen erfolgreichen Bildungsweg haben, sind wir als Gesellschaft auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Kinder und Eltern brauchen vielfältige (Vor)-Lesevorbilder und daher ist es umso wichtiger, dass sich mehr und mehr Menschen dafür einsetzen.“

Es wäre schön, die Stiftung ginge als Vorbild voran. Der Vorgänger des heutigen Hauptgeschäftsführers, Heinrich Kreibich, hat vor nun knapp 20 Jahren gemeinsam mit Bettina Mähler ein Buch mit dem Titel „Spaß am Lesen – Leseförderung in der Mediengesellschaft“ geschrieben.

Die Stiftung früher und heute

Wie die Verfechter der „digitalen Bildung“ verweisen sie darauf, dass die Menschen künftig viel zielgerichteter mit den Medien umgehen werden. Jeder werde zunehmend besser in der Lage sein, jedes Medium so einzusetzen, dass er einen Nutzen davon habe. In diesem Zusammenhang sind zwei Fragen angebracht, ob erstens Apps und digitale Medien auch schon Kindern im Kleinkind- und Kindergartenalter außerhalb von alltagsorientierten Themenbearbeitungen nahegebracht werden müssen und welche konkreten Forschungsergebnisse mit einem nachhaltigen Bedeutungswert vorliegen, die den Einsatz von Apps und anderen digitalen Bildschirmmedien fachlich begründbar darstellen?

Kreibich und Mähler vertreten demgegenüber eine klare Haltung: „Denn Leseerziehung gelingt nur, wenn sie zeitlich lange vor der Erziehung zum Umgang mit anderen Medien beginnt. Audiovisuelle Medien drängen sich von allein ins Leben von Kindern, Bücher hingegen sind still und leise, an sie muss man gewöhnt werden…“

Gleichzeitig verweisen der damalige Geschäftsführer der Stiftung Lesen und die Erziehungsexpertin Mähler auf die Risiken der Nutzung audiovisueller Medien in der frühen Kindheit:

  • Abnahme der Konzentrationsfähigkeit
  • Abnahme der Schreib- und Lesefähigkeit
  • Abnahme der präzisen sprachlichen Ausdrucksfähigkeit
  • Abnahme der außerhäuslichen Tätigkeit (Spielen)
  • Abnahme der sozialen Kompetenz (positiver Umgang mit anderen Menschen)

Dabei zitieren die beiden den Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest, dessen Forschungsergebnisse sich heute vielfach belegen lassen. Sicher, die Welt hat sich in den vergangenen 19 Jahren verändert. Der innere Bauplan des Menschen garantiert nicht. Wer sich aber ganz sicher verändert hat, ist die „Stiftung Lesen“. Heute hört sich das bei der Stiftung so an: „Ihr habt ein Smartphone oder Tablet? Dann haltet ihr den Schlüssel zur digitalen Sprach- und Leseförderung schon in der Hand! Mit Apps lassen sich spielerisch erste Worte lernen, Geschichten selbst erzählen, später kurze und lange Texte lesen oder die Leseflüssigkeit verbessern. Doch die Auswahl ist groß und schwer zu überschauen. Mit unserem neuen Service helfen wir euch, die passende App für eure Kinder zu finden.“ (https://www.stiftunglesen.de/loslesen/unsere-highlights/lesen-mit-app)

Wo bleibt eine wissenschaftlich fundierte Grundlegung?

Eine wissenschaftliche Begründung, warum denn nun die Sprach- und Leseförderung mit Apps den Auf- und Ausbau einer Sprach- und Lesekompetenz entwicklungspsychologisch sehr bedeutsam unterstützt, ist auch in den Ausführungen der „Stiftung Lesen“ an keiner Stelle zu finden. Bisher lässt sich diese offenbar auch an keiner anderen Stelle finden, obwohl sich zahlreiche selbsternannte Experten mächtig ins Zeug legen, wenn es um so genannte „digitale Bildung“ mit Bildschirmmedien in Krippen und Kitas geht. Dass Kinder heute schon sehr früh mit Bildschimen in Kontakt kommen, kann dafür kein Argument sein. Mit einem Fehler lässt sich ein anderer nicht gut machen.

Wenn es um solche bedeutsamen, pädagogische und entwicklungspsychologische sowie neurobiologische, überaus relevante Einflussnahmen auf frühe Bildungsprozesse in Kindern geht, bedarf es in jedem Fall einer sachlich und wissenschaftlich fundierten Grundlegung. In diesem Fall wird aus Minus und Minus eben nicht Plus. Und das Argument, dass die Feinmotorik von Kindern verbessert werde, wenn sie frühzeitig mit Touchscreens umgingen, löst dann schon eher ein überaus starkes Kopfschütteln aus.

Kinder sind keine Experimentiermäuse

Wir alle wissen, was einseitige Förderung bedeutet und welch üble Folgen sie für die gesamte Entwicklung hat. Ernsthafte Forschung, bei der auch die Hirnforschung mit einbezogen ist, wäre hier erst einmal notwendig. Dafür haben wir sie ja. Schließlich geht es um unser wertvollstes Gut, unsere Kinder, die eines Tages die Zukunft dieses Planeten gestalten. Und dabei kommt es vor allem darauf an, welche entwicklungsförderlichen oder entwicklungshinderlichen Inputs die Kinder im Krippen- und Elementarbereich erhalten haben, welche Entwicklungsunterstützungen eine Nachhaltigkeit besitzen und damit einer „Bildung aus I. Hand“ (Prof. Gerd Schäfer) entsprechen.

Kinder sind keine Experimentiermäuse und haben laut der UN-Charta „Rechte des Kindes“ ein verbrieftes Recht auf Maßnahmen, bei dem das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt ist, der vorrangig zu berücksichtigen ist (Artikel 3/1). Dieses „Wohl des Kindes“ darf – aus fachlicher Sicht betrachtet – zu keiner Zeit und in keiner Weise weder einer bildungspolitischen Strömung noch einer politisch erwünschten Umsetzung bestimmter Maßnahmen entspringen. Wenn das der Fall wäre, dann läge die Berechtigung einer unabhängigen Wissenschaft und einer Berücksichtigung der Forschungsergebnisse auf dem Scheiterhaufen.

Der „Stiftung Lesen“ sei bis dahnin empfohlen, sich auf ihre eigentliche Aufgabe, die Leseförderung, zu konzentrieren. Da gäbe es etwa Vorlesekurse für Erwachsene, die sich forcieren ließen. Das wäre ganz bestimmt eine Maßnahme, die vielen Kindern helfen würde. Und das Vorlesen durch die Eltern oder andere Betreuungspersonen, zu denen sie eine gute Bindung haben, finden fast alle Kinder noch immer am schönsten.

Dieser Kommentar stammt von Gernot Körner (info@spielen-und-lernen.online)