Mit der Outdoor-Spielküche haben Kinder die Möglichkeit, auch im Garten Rollenspiele rund um die Themen Küche, Kochen, Backen und Spülen auszuleben. Dabei können Sand, Wasser und naturnahe Materialien zum Einsatz kommen – und der Sandkuchen wird gleich in den „Backofen“ geschoben.
Die Küche ist beidseitig bespielbar, sodass es nicht stört, dass sich die Backofentür nicht öffnen lässt. Neben dem Herd mit vier Kochplatten gibt es eine Spüle mit einer herausnehmbaren Kunststoffschüssel. Diese wird gerne auch zum Matschen mit Sand und Wasser genutzt. Die Ablagemöglichkeiten der Spielküche regen zusätzlich zum intensiven Spiel an.
Die Küche ist funktional gestaltet, stabil und gut verarbeitet. Das Material garantiert langen Spielspaß.
Material: Kiefer, imprägniert. Lieferung: montiert, lediglich der Wasserhahn muss selbst angeschraubt werden. Gewicht 23,4 kg, Maße: 40 x 102,5 x 55 cm
Die Spielküche ist eine gelungene Alternative zu Kunststoffspielküchen, bietet einen hohen Spielwert und ist in ihrer Ausführung optimal auf den Spielzweck abgestimmt. Deshalb mit „spiel gut“ ausgezeichnet!
Outdoor Spielküche Preis: ca. 199 € Alter: Ab 3 Jahre Marke: Erzi Hersteller: Erzi Qualitätsprodukte aus Holz GmbH
Übergewicht bei Kindern bleibt ein wichtiges Gesundheitsthema
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
PowerKids-App unterstützt Kinder bei gesunder Lebensweise
Übergewicht und Adipositas zählen weiterhin zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen im Kindes- und Jugendalter. In Deutschland gelten etwa 15,4 % der Drei- bis 17-Jährigen als übergewichtig, rund 5,9 % als adipös.
Ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch, zu wenig Bewegung sowie psychosoziale Belastungen können langfristig gesundheitliche Probleme verursachen.
Auch die Stiftung Kindergesundheit setzt auf diesen Ansatz und fördert mit der digitalen Präventionslösung PowerKids gesunde Lebensgewohnheiten bei Kindern.
Die PowerKids-App: Spielerische Prävention für Kinder
Die kostenfreie PowerKids-App richtet sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen begleitet das Programm die jungen Nutzerinnen und Nutzer mit interaktiven Inhalten rund um:
gesunde Ernährung
regelmäßige Bewegung
Selbstwert und mentale Stärke
Kinder können beispielsweise Mahlzeiten in einem Ernährungstagebuch festhalten, Bewegungspunkte durch Alltagsaktivitäten sammeln oder ihre Stimmung im sogenannten „Launometer“ dokumentieren. Ergänzend stärken kurze mentale Übungen das Selbstbewusstsein.
Podcasts, Videos, Spiele und Challenges sorgen dafür, dass die Inhalte abwechslungsreich und motivierend vermittelt werden.
Das Programm basiert auf einem wissenschaftlich fundierten Konzept. Entwickelt wurde es gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Ernährungstherapie, Gesundheitswissenschaften und Kinderpsychotherapie.
Bedeutung früher Prävention
„Es ist entscheidend, Kinder frühzeitig zu erreichen – bevor gesundheitliche Risiken entstehen oder sich verfestigen“, sagt Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Berthold Koletzko, Gründer und Vorstand der Stiftung Kindergesundheit.
„Programme wie PowerKids zeigen, dass Prävention dort ansetzen muss, wo Kinder leben und lernen. Wenn wir Wissen, Motivation und Selbstvertrauen spielerisch und handlungsorientiert vermitteln, schaffen wir nachhaltige Grundlagen für einen gesunden Lebensstil.“
Erste Bilanz: Gute Akzeptanz der Präventions-App
Ein halbes Jahr nach dem Start fällt die erste Bilanz positiv aus. Die App wurde rund 1.700-mal heruntergeladen. Durchschnittlich nutzen etwa 90 Kinder das Programm täglich, mit einer mittleren Nutzungsdauer von rund zehn Minuten.
Mehr als 60 Kinder haben das gesamte Programm bereits abgeschlossen. Besonders erfreulich: 85 % der teilnehmenden Kinder würden die App weiterempfehlen.
Auch die Rückmeldungen aus der Zielgruppe zeigen eine positive Resonanz:
„Der Podcast war immer sehr interessant“, berichtet ein Kind. Ein anderes hebt hervor: „Die Fitness-Challenge fand ich sehr, sehr toll.“ Und ein weiteres sagt: „Ich mag gerne den Mixer mit den Launen.“
Weiterentwicklung der PowerKids-App geplant
Für das Jahr 2026 plant die Stiftung Kindergesundheit eine Weiterentwicklung der Anwendung. Dabei sollen Rückmeldungen und Wünsche der bisherigen Nutzerinnen und Nutzer einfließen. Parallel ist eine wissenschaftliche Evaluation vorgesehen, um die Wirksamkeit des Programms genauer zu untersuchen.
Digitale Prävention als Chance für Familien
Prävention muss früh beginnen und leicht zugänglich sein. Digitale Angebote können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Programme wie PowerKids unterstützen Familien dabei, gesunde Routinen aufzubauen, das Selbstvertrauen von Kindern zu stärken und langfristig die Basis für ein aktives und gesundes Leben zu schaffen.
Gemeinsam Verantwortung tragen: Fachtag zu Kinderschutz und Wohlbefinden in Kitas
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
Aktuelle Studien zeigen strukturelle Probleme und hohe Belastungen in Kitas – ein Fachtag in Hannover bringt Praxis, Wissenschaft und Politik in den Dialog
Das Wohlbefinden und der Schutz von Kindern in Kindertageseinrichtungen stehen zunehmend unter Druck. Aktuelle Studien machen deutlich, dass verletzendes Verhalten im pädagogischen Alltag sowie Kindeswohlgefährdungen keine Einzelfälle sind.
Als zentrale Ursachen werden unter anderem unzureichende Rahmenbedingungen, hohe Belastungen der Fachkräfte und eingeschränkte Handlungsspielräume benannt. Diese Faktoren erschweren eine professionelle pädagogische Praxis und wirken sich unmittelbar auf die Qualität der Betreuung und den Schutz von Kindern aus.
Fachtag in Hannover: Austausch auf allen Ebenen
Vor diesem Hintergrund findet am 25. Juni 2026 in Hannover ein interdisziplinärer Fachtag statt:
„Gemeinsam Verantwortung tragen – Wohlbefinden und Schutz von Kindern in Kitas sichern. Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Politik im Dialog“
Diskussionsbasis bilden Ergebnisse aus drei aktuellen Forschungsprojekten:
„Arbeitsbedingungen und verletzendes Verhalten im Alltag der Sozialen Arbeit (AVASA)”
„Verletzendes Verhalten in Kitas”
„Psychosoziale Belastung und Kinderschutz in der KiTa – Fachkräfte schauen hin!”
Die Studien beleuchten Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen, Belastungserleben und Risiken für den Kinderschutz.
Dialog, Diskussion und Workshops
Die Veranstaltung setzt auf Austausch und Beteiligung. Geplant sind eine Podiumsdiskussion sowie Workshops, in denen Herausforderungen analysiert, Perspektiven ausgetauscht und konkrete Handlungsbedarfe für Prävention und Intervention benannt werden.
Ziel ist es, Verantwortung systemübergreifend zu diskutieren und Impulse für Veränderungen auf allen Ebenen zu entwickeln – von der Praxis über Träger und Verwaltung bis hin zur Politik.
Teilnahme und Anmeldung
Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Das detaillierte Programm wird in Kürze veröffentlicht.
Kita als Schlüsselphase: Armin Krenz fordert dringend Umdenken
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
In Freiburg plädiert Armin Krenz vor großem Publikum für eine Pädagogik, die sich konsequent an den Bedürfnissen von Kindern orientiert – und warnt vor den Fehlentwicklungen im Bildungssystem
Mehr als 300 Teilnehmende – vor Ort in der Aula der Katholischen Hochschule Freiburg sowie online zugeschaltet – haben am 20. April 2026 den Vortrag von Prof. Dr. Armin Krenz verfolgt. Im Rahmen der Reihe „Leben und Lernen im Wandel“ des Freiburger Bündnisses „Eine Schule für alle“ stellte der renommierte Entwicklungspsychologe die frühe Kindheit als entscheidende Phase für die gesamte menschliche Entwicklung in den Mittelpunkt.
Bereits zu Beginn machte Krenz deutlich, worum es geht: Die Kita-Zeit ist keine vorbereitende Zwischenphase, sondern eine eigenständige, hochbedeutsame Entwicklungszeit. Was Kinder hier erleben, beeinflusst nachhaltig ihre Persönlichkeit, ihre Lernfähigkeit und ihr soziales Verhalten. Frühkindliche Bildung ist kein „Vorlauf“ für Schule, sondern ein eigenständiger, hochkomplexer Entwicklungsraum mit langfristiger Wirkung.
Bildung beginnt lange vor der Schule
Krenz knüpfte an internationale Bildungsdebatten an und erinnerte daran, dass bereits Organisationen wie die UNESCO die frühe Kindheit als entscheidend für nachhaltige Entwicklung definieren. Was Kinder in diesen Jahren an Grundhaltungen, emotionalen Erfahrungen und sozialen Kompetenzen erwerben, prägt ihr gesamtes späteres Leben.
Dabei stellte er eine zentrale Frage: Was verstehen wir eigentlich unter Bildung?
Seine Antwort widerspricht gängigen Praxisformen. Bildung sei nicht die Anhäufung von Wissen, sondern die Entfaltung von Persönlichkeit, Kreativität und Verantwortung. Sie vollziehe sich im Alltag, in Beziehungen und im eigenaktiven Erleben – nicht in standardisierten Förderprogrammen.
Wie Kinder wirklich lernen
Ein zentraler Teil des Vortrags widmete sich der Frage, wie Lernen überhaupt funktioniert. Krenz formulierte drei grundlegende Bedingungen:
Kinder müssen sich als bedeutsam erleben
Inhalte müssen einen Bezug zur Lebenswelt haben
Die Umgebung muss emotional motivierend sein
Fehlen diese Voraussetzungen, entstehen schnell Langeweile, Stress und Rückzug. Besonders deutlich wurde seine Kritik an künstlich erzeugten Lernsituationen, die dem kindlichen Entwicklungsrhythmus widersprechen. Lernen, so Krenz, sei kein linearer Prozess, sondern ein zutiefst emotional gesteuerter Vorgang.
Beziehung statt Belehrung
Ein wiederkehrendes Motiv des Vortrags war die herausragende Bedeutung von Bindung und Beziehung. Bildung entstehe in erster Linie durch Beziehungserfahrungen – nicht durch Programme, Curricula oder Förderpläne.
Kinder, die sich sicher gebunden fühlen, zeigen mehr Neugier, weniger Angst und eine höhere Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Das Gehirn, so Krenz, sei in erster Linie kein reines „Denkorgan“, sondern ein „emotionales Sozialorgan“. Daraus ergibt sich eine klare Konsequenz für pädagogische Praxis: Ohne stabile Beziehungen bleibt jede Bildungsanstrengung oberflächlich.
Besonders eindrücklich war die Darstellung der sogenannten „seelischen Erfahrungswerte“, die Kinder für eine gesunde Entwicklung benötigen. Dazu zählen unter anderem:
Zeit, Ruhe und Bewegung
Vertrauen, Sicherheit und Liebe
Mitsprache, Neugier und Selbstwirksamkeit
das Erleben von Gefühlen und sozialer Zugehörigkeit
Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für Selbstständigkeit, Resilienz und soziale Kompetenz. Krenz machte deutlich, dass diese Qualitäten nicht „vermittelt“ werden können – sie müssen erlebt werden.
Was Kinder wirklich brauchen
Krenz konkretisierte seine Perspektive anhand von zentralen Erfahrungsqualitäten, die Kinder für eine gesunde Entwicklung benötigen. Dazu gehören unter anderem:
Sicherheit und Vertrauen
Zeit und Ruhe
Bewegung und Spiel
soziale Zugehörigkeit
emotionale Ausdrucksmöglichkeiten
Diese Faktoren bilden die Grundlage für Selbstwirksamkeit, Resilienz und soziale Kompetenz. Sie lassen sich nicht durch Programme ersetzen, sondern müssen im Alltag erfahrbar werden.
Kritik an der aktuellen Bildungspraxis
Deutlich kritisch wurde der Vortrag dort, wo Krenz die gegenwärtige Praxis in vielen Kitas und Schulen analysierte. Seine Diagnose: Bildung werde zunehmend instrumentalisiert.
Aus Bildungsbereichen werden Fächer
Aus kindlichen Interessen werden vorgegebene Programme
Aus Alltagssituationen werden künstliche Lernsettings
Diese Entwicklung führe zu einer Verschiebung weg von der kindlichen Lebenswelt hin zu erwachsenen Erwartungen. Besonders scharf fiel seine Kritik an einer „Vorschulpädagogik“, die Kinder frühzeitig auf schulische Anforderungen trimmt und dabei zentrale Entwicklungsbedürfnisse vernachlässigt.
Das Spiel als Schlüssel zur Entwicklung
Ein zentrales Argument richtete sich auf die Bedeutung des Spiels. Krenz stellte klar: Freies Spiel ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern die effektivste Form des Lernens.
Freies, selbstgewähltes Spiel ermögliche:
tiefes emotionales Erleben
soziale Aushandlungsprozesse
kreative Problemlösungen
nachhaltige kognitive Entwicklung
Zahlreiche Studien und Zitate aus der Bildungsforschung untermauerten diese Perspektive. Die Reduktion von Spielzeit zugunsten strukturierter Förderprogramme sei daher nicht nur fragwürdig, sondern stark entwicklungshemmend.
Hier finden Sie die gesamte PowerPoint Präsentation des Vortrags zum Download:
Ein besonders nachdenklicher Moment entstand, als Krenz die Veränderungen der kindlichen Lebenswelt beschrieb. Der Raum für freies Spiel sei seit den 1970er Jahren massiv geschrumpft – um bis zu 90 Prozent.
Kinder verlieren nicht nur Orte, sondern auch Zeit. Zeit zum Entdecken, zum Ausprobieren, zum einfachen Kindsein. Diese Entwicklung, so Krenz, habe tiefgreifende Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung.
Ein zentrales Argument richtete sich auf die Bedeutung des Spiels. Krenz stellte klar: Freies Spiel ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern die effektivste Form des Lernens.
Pädagogik im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen
Der Vortrag machte deutlich, dass frühkindliche Bildung längst nicht mehr nur eine pädagogische Frage ist. Sie steht im Kontext gesellschaftlicher Beschleunigung, ökonomischer Interessen und politischer Steuerung.
Wenn Kinder zunehmend als „Ressource“ oder „Investition“ betrachtet werden, verändert sich auch der Blick auf Bildung. Krenz warnte eindringlich vor dieser Entwicklung und plädierte für eine Rückbesinnung auf die Bedürfnisse des Kindes.
Der große Zuspruch zeigt: Das Thema bewegt viele Menschen in der Praxis. Pädagogische Fachkräfte, Eltern und Interessierte suchten an diesem Abend Orientierung und fachliche Einordnung.
Fehlende Aufmerksamkeit für ein zentrales Zukunftsthema
Gerade weil der Vortrag so klar, so fundiert und zugleich so praxisnah die Bedeutung früher Kindheit herausarbeitete, fällt ein Umstand umso stärker ins Gewicht: die auffällige Abwesenheit politischer Entscheidungsträger.
Es ging an diesem Abend nicht um Randthemen, sondern um grundlegende Fragen gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit: Wie entwickeln sich Kinder? Welche Bedingungen brauchen sie? Und welche strukturellen Fehlentwicklungen stehen dem entgegen?
Dass Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und bildungspolitischer Steuerung hier nicht sichtbar präsent waren, wirft eine unangenehme Frage auf: Wird die Tragweite frühkindlicher Bildung systematisch unterschätzt – oder fehlt es an der Bereitschaft, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse in politisches Handeln zu übersetzen?
Denn die Faktenlage ist seit Jahren eindeutig. Die Bedeutung von Bindung, Spiel, Selbstbildung und entwicklungsförderlichen Rahmenbedingungen ist breit erforscht und international belegt. Wenn diese Erkenntnisse dennoch nur begrenzt in politische Entscheidungen einfließen, entsteht ein Legitimationsproblem.
Es geht dabei nicht um punktuelle Versäumnisse, sondern um eine strukturelle Schieflage: Bildungsentscheidungen werden häufig unter ökonomischen, administrativen oder kurzfristig messbaren Gesichtspunkten getroffen – während entwicklungspsychologische Grundlagen in den Hintergrund treten.
Die Frage nach der Kompetenz politischer Entscheidungen stellt sich damit zwangsläufig. Nicht im Sinne persönlicher Qualifikation, sondern im Hinblick auf Prioritätensetzung und Verantwortungsübernahme. Wer zentrale Erkenntnisse zur kindlichen Entwicklung ignoriert oder relativiert, riskiert langfristige gesellschaftliche Folgekosten – in Bildung, Gesundheit und sozialem Zusammenhalt.
Der Vortrag von Armin Krenz hat deutlich gemacht: Das Wissen ist vorhanden. Was fehlt, ist die konsequente politische Umsetzung.
Und genau darin liegt die eigentliche Herausforderung.
Inklusion in Kitas stärken: Neues Evaluationsinstrument „Evi:P“
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
Neues Tool unterstützt Fachkräfte bei Partizipation, Kinderrechten und Qualitätsentwicklung in Kindertagesstätten
Wie stark werden Kinder in Kindertagesstätten an Entscheidungen beteiligt, die ihren Alltag betreffen? Mit dem neuen Evaluationsinstrument „Evi:P“ liegt nun ein praxisnahes Werkzeug vor, das genau hier ansetzt. Entwickelt wurde es von Prof. Dr. Timm Albers und Sarah Meusel von der Universität Paderborn gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband. Ziel ist es, pädagogische Teams dabei zu unterstützen, ihre Arbeit systematisch weiterzuentwickeln und stärker auf Inklusion, Partizipation und Kinderrechte auszurichten.
Inklusion als fortlaufender Entwicklungsprozess
Das Instrument versteht sich bewusst nicht als Kontrollmechanismus, sondern als unterstützendes Reflexionswerkzeug für den Kita-Alltag. „Evi:P“ soll Teams helfen, Barrieren zu erkennen, vorhandene Stärken sichtbar zu machen und konkrete Entwicklungsschritte zu planen.
Im Mittelpunkt stehen sieben zentrale Handlungsfelder: inklusive Willkommenskultur, sozial-emotionales Lernen, sprachliche Vielfalt, partizipative Pädagogik, Gestaltung der Lernumgebung, Einbindung der Familien sowie Führung und Management. Für jeden Bereich bietet das Instrument konkrete Kriterien, Leitfragen und Platz für Praxisbeispiele.
Internationale Grundlage, angepasst für Deutschland
„Evi:P“ basiert auf dem finnischen Instrument „KAMU“, das in Helsinki bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Für die Anwendung in Deutschland wurde es umfassend überarbeitet und an aktuelle fachliche Standards angepasst. Dazu zählen unter anderem der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“, der Index für Inklusion sowie internationale Abkommen wie die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Behindertenrechtskonvention.
Fokus auf Kinderrechte und echte Beteiligung
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Beteiligung von Kindern. Anders als viele vergleichbare Ansätze fragt „Evi:P“ nicht nur nach der Aktivität der Kinder, sondern nach ihrer tatsächlichen Mitbestimmung im Kita-Alltag.
Zudem wurde das Konzept der sogenannten „psychischen Umwelt“ weiterentwickelt: Statt abstrakter Einflüsse steht nun eine inklusive Willkommenskultur im Mittelpunkt, die Vielfalt sichtbar wertschätzt und gezielt Barrieren abbaut.
Qualitätsentwicklung als Teamaufgabe
Neben der Analyse bietet „Evi:P“ auch einen strukturierten Entwicklungsplan. Damit können Einrichtungen konkrete Maßnahmen definieren, Zeiträume festlegen und Fortschritte überprüfen. Das Instrument richtet sich sowohl an einzelne Fachkräfte als auch an Teams und ganze Einrichtungen.
Die Publikation ist ab sofort frei zugänglich und kann direkt in der Praxis eingesetzt werden.
Vorgestellt wird „Evi:P“ im Rahmen einer Online-Veranstaltung des Fachausschusses „Kindheit, Kinderrechte, Familienpolitik“ der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe. Am 13. Mai präsentieren die Entwickler von 13 bis 14.30 (via Zoom) gemeinsam mit internationalen Expert*innen Perspektiven auf inklusive frühkindliche Bildung. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten.
Prof. Dr. Timm Albers, Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn, Fon: +49 5251 60-5574, E-Mail: timm.albers@uni-paderborn.de
Kongress „Inklusion.Macht.Demokratie.“ in Freiburg 2026
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
Was Sie schon immer über Inklusion wissen wollten…
Zum Kongress „Inklusion.Macht.Demokratie.“ lädt am 9. Mai 2026 der „inklusion neu denken e.V.“ von 10:00 bis 16.30 Uhr in das Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. 2,.nach Freiburg ein,
Der 7. Kongress stellt „Macht“-Fragen:
Macht Inklusion Demokratie oder macht Demokratie Inklusion?
Was macht Vielfalt mit uns und unserer Gesellschaft?
Wer oder was hat die Macht über wen oder was?
Macht soziale Gerechtigkeit automatisch eine Gesellschaft sozialer?
Bildung und Kultur als Macht(mittel) einer demokratischen Gesellschaft?
Die Antworten darauf sollen die Teilnehmenden in drei SofA-Talks – wobei SofA für „Sozialraum für alle“ steht – und Tischgesprächen finden. Es werden 12 Talk-Gäste aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Bereichen dabei sein. Die Tischgespräche finden nach dem letzen SofA-Talk und einer kurzen Kaffeepause statt. In kleineren Gruppen können sich die Teilnehmenden untereinander austauschen, Bilanz ziehen, Ziele setzen und Ideen für die Umsetzung einer inklusiven Gesellschaft entwickeln
Die Themenbereiche der „SofA-Talks“ und die Talk-Gäste:
Per Mail: Mail an kongress@inklusionneudenken.de (mit Name,Anschrift und Angabe, ob ihr mit Assistenz mitbringt oder Unterstützung benötigt.)
Anmeldeschluss: 2. Mai 2026. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
Teilnahmegebühren: 15,00 Euro, Assistenzen sind frei. Für Ermäßigung bitte eine Mail an kongress@inklusionneudenken.de
Kostenfreie Verpflegung (vegetarisch/vegan)
Barrierefreiheit:
barrierefreier Zugang
Behinderten-WC und mobile Toilette für Alle
Gebärdensprachdolmetschung (10:00 – 12:30 Uhr) und Hörschleife
Assistenzen sind ganztägig vor Ort
Ruhezonen
Anreise
Das Bürgerhaus Zähringen ist sehr gut mit den Straßenbahnlinien 2 und 4 (Haltestelle Tullastraße), mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zu erreichen. Es gibt einige wenige Behindertenparkplätze. Bitte möglichst nicht mit dem Auto anreisen oder den P & R-Platz in Zähringen zu nutzen.
Spiele für die Kleinsten: „Meine ersten Spiele“ von Ravensburger gewinnen
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
Gewinnspiel: Wir verlosen drei Spielepakete aus „Hase hüpf!“, „Tempo, kleine Schnecke!“ und „Sachen suchen: Das Spiel“
Spielen ist ein zentraler Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Mit der Reihe „Meine ersten Spiele“ erlernen Kinder ab 2–3 Jahren spielerisch wichtige Fähigkeiten.
Mehrere Varianten, die sich dem Entwicklungsstand anpassen
Gezielte Förderung von Motorik, Sprache, Konzentration und erstem Regelverständnis
Klar erkennbare Förderschwerpunkte direkt auf der Packung
Bekannte Klassiker und neue Themenwelten
So können die Spiele vielseitig und ohne große Vorbereitung im Kita-Alltag eingesetzt werden. Die Reihe besteht aus insgesamt 20 Spielen. Neben bekannten Klassikern wie „Tempo, kleine Schnecke!“ oder „Hase hüpf!“ erscheinen drei originelle Neuheiten.
Wir verlosen drei Spielepakete mit folgenden Titeln:
1. Tempo, kleine Schnecke! – Der Laufspiel-Klassiker Ideal für den Einstieg ins Spielen nach Regeln – hier gewinnen immer die Schnecken!
2. Sachen suchen: Das Spiel – Das wimmelige Zuordnen Mit dreidimensionalen Kulissen, kleinen Geschichten und vielen Suchobjekten zum Zuordnen.
3. Hase hüpf! – Bewegungsspaß mit dem Farbball Hüpft, watschelt oder stampft durch den Raum und bringt die Tierkinder zu ihren Familien zurück
Das Stichwort lautet: Spielepaket. Das Gewinnspiel endet am 6.5.2026.
Machen Sie mit: ProFiZ – Digitale Bildung in Kitas
geschrieben von Redakteur | April 27, 2026
Wir laden Sie herzlich ein, bei unserem bundesweiten Praxisforschungsprojekt „Fit in die Zukunft: Digitale Bildung in Kitas“ (ProFiZ – gefördert vom BMBFSFJ) mitzumachen.
Worum geht’s?
Gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften entwickeln und testen wir kindgerechte, praxisnahe Spielsettings zu digitaler Bildung im Kita-Alltag. Dabei geht es darum, mit den Kindern in den Austausch über unsere digital geprägte Welt zu kommen und gemeinsam digitale Technologien zu erschließen. Zum Beispiel können über eine dialogische Bilderbuchbetrachtung Roboter kennengelernt oder mit einer kindgerechten KI-App Geschichten erfunden werden. Das Ziel: alltagstaugliche Materialien, für alle Kitas langfristig einsetzbar.
Das erwartet Sie als teilnehmende Pädagog:innen
Online-Schulungen (2x halbtags) + fachlicher Austausch während der Projektzeit
Praxisnahe Spielsettings direkt mit den Kindern ausprobieren
Wertschätzende Begleitung durch Projektteam & Referent:innen
Mitgestaltung an später frei verfügbaren Bildungsmaterialien
Das PEP ist das größte universitäre Zentrum im Feld der Elementarpädagogik. Im deutschsprachigen Raum unterstützen wir mehr als 15.000 Kinderbetreuungseinrichtungen durch Bildungsoffensiven, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Bildungsmaterialien.
Internationales Zentrum PEP gGmbH · Alexanderufer 3–7 · 10117 Berlin · www.zentrum-pep.de