Kindersonnencremes im Test: Viele Produkte überzeugen bei Öko-Test
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Untersuchung von 22 Sonnenschutzmitteln für Kinder zeigt überwiegend gute Ergebnisse
Eltern achten beim Kauf von Sonnencremes für Kinder zunehmend auf Inhaltsstoffe und zuverlässigen UV-Schutz. In der Vergangenheit hatten Berichte über problematische UV-Filter, Weichmacher oder unzureichende Lichtschutzfaktoren für Verunsicherung gesorgt. Eine aktuelle Untersuchung von Öko-Test kommt nun bei den meisten getesteten Produkten zu positiven Ergebnissen.
22 Kindersonnencremes mit Lichtschutzfaktor 50 getestet
Für die aktuelle Ausgabe hat Öko-Test insgesamt 22 Sonnenschutzmittel für Kinder mit Lichtschutzfaktor 50 oder 50+ untersucht. Nach Angaben des Verbrauchermagazins überzeugten sämtliche getesteten Produkte bei den Inhaltsstoffen. Kritische Weichmacher sowie potenziell hormonwirksame oder korallenschädliche UV-Filter seien im Test nicht festgestellt worden.
Wie Öko-Test mitteilt, wich zudem nur ein Produkt beim angegebenen Lichtschutzfaktor von der Auslobung ab.
Abweichungen beim Lichtschutzfaktor festgestellt
Betroffen war laut Test die „Bevola Kids Sonnenmilch 50+“ von Kaufland. Produkte mit der Kennzeichnung „50+“ müssten unter Laborbedingungen mindestens einen Lichtschutzfaktor von 60 erreichen. Nach Angaben von Öko-Test unterschritt das getestete Produkt diesen Wert deutlich.
Das Magazin bewertet die Sonnenmilch deshalb mit „befriedigend“. Ebenfalls die Note „befriedigend“ erhielt die „Avène Kinder-Sonnenmilch 50+“. Hier kritisierte Öko-Test unter anderem unvollständige Anwendungshinweise auf der Verpackung.
Mehrheit der Produkte mit guten Bewertungen
Insgesamt bewertete Öko-Test 19 der getesteten Sonnenschutzmittel mit „gut“ oder „sehr gut“. Zu den positiv bewerteten Produkten gehört nach Angaben des Verbrauchermagazins auch die „Lacura Sun Kids Sonnenmilch 50+“ von Aldi Süd. Sie war zugleich die günstigste Sonnencreme im Test und kostete laut Öko-Test 3,45 Euro pro 200 Milliliter.
Weitere Informationen veröffentlicht Öko-Test in der Juniausgabe des Magazins sowie online unter oekotest.de.
Kinderreport 2026: Mehr Gerechtigkeit für alle Kinder
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Kinder, Jugendliche und Erwachsene fordern mehr Chancengerechtigkeit, bessere Unterstützung und echte Mitbestimmung in Kitas und Schulen
Deutschland diskutiert seit Jahren über Bildungsprobleme, Lehrkräftemangel und soziale Ungleichheit. Der neue Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerkes macht nun erneut deutlich, wie groß der Handlungsbedarf tatsächlich ist. Besonders bemerkenswert: Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche selbst fordern umfangreiche Reformen, damit Bildungschancen künftig weniger von Herkunft, Armut oder Wohnort abhängen.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Kinderreports steht das Thema „Chancengerechte Bildung“. Grundlage sind repräsentative Befragungen von mehr als 1.000 Erwachsenen sowie über 1.000 Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 17 Jahren.
Die Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: Kinder und Erwachsene wünschen sich ein gerechteres Bildungssystem, mehr Unterstützung im Schulalltag und bessere Möglichkeiten zur Mitbestimmung.
Bildung darf nicht vom Wohnort abhängen
Besonders groß ist die Zustimmung zu einheitlichen Bildungsstandards in ganz Deutschland. 91 Prozent der Erwachsenen sprechen sich dafür aus, dass Kinder unabhängig vom Bundesland vergleichbare Bildungsbedingungen erhalten. Auch bei den Kindern und Jugendlichen selbst ist die Zustimmung hoch: 87 Prozent wünschen sich gleiche Regeln und gleiche Chancen an allen Schulen.
Ebenso deutlich fällt die Forderung nach kostenfreier Bildung aus. 90 Prozent der Erwachsenen halten eine kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule einschließlich Lern- und Unterrichtsmaterialien für wichtig. Bei Kindern und Jugendlichen sagen sogar 88 Prozent, dass Kitas, Schulen und Schulmaterialien kostenlos sein sollten.
Der Kinderreport macht damit sichtbar, wie stark das Thema Bildungsgerechtigkeit inzwischen auch im Alltag junger Menschen angekommen ist.
Mehr Fachkräfte und Unterstützung im Alltag
Besonders alarmierend ist der Blick auf die Situation in Schulen und Kitas. Viele Befragte sehen vor allem den Personalmangel als zentrales Problem. 93 Prozent der Erwachsenen halten zusätzliches und qualifiziertes Personal an Schulen und Kitas für notwendig, um pädagogische Fachkräfte zu entlasten.
Auch Kinder und Jugendliche erleben offenbar, dass Lehrkräfte häufig überlastet sind. Rund zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr Erwachsene an Schulen, damit Lehrkräfte mehr Zeit für Unterricht und Unterstützung haben.
Der Kinderreport fordert deshalb eine umfassende Fachkräfteoffensive. Nach Einschätzung des Deutschen Kinderhilfswerkes fehlen bundesweit mindestens 125.000 Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung. Gleichzeitig brauche es bessere Ausbildungsbedingungen und eine langfristige finanzielle Absicherung.
Sprachförderung und Schulsozialarbeit gewinnen an Bedeutung
Besonders große Zustimmung erhalten Maßnahmen zur direkten Unterstützung sozial benachteiligter Kinder. 94 Prozent der Erwachsenen halten verbindliche Lern- und Sprachförderangebote für wichtig. Auch bei Kindern und Jugendlichen stehen Sprach- und Lernförderung ganz oben: 88 Prozent wünschen sich zusätzliche Unterstützung beim Lernen und beim Deutschlernen.
Zugleich zeigt der Bericht, wie wichtig Schulsozialarbeit und psychosoziale Beratung inzwischen geworden sind. 87 Prozent der Erwachsenen sprechen sich für flächendeckende Schulsozialarbeit aus. Viele Kinder wünschen sich mehr Ansprechpersonen in Schulen, die helfen können, wenn Probleme auftreten.
Der Kinderreport macht damit deutlich, dass Bildung heute weit mehr umfasst als Unterricht allein. Kinder brauchen offenbar nicht nur Wissen, sondern auch Begleitung, Unterstützung und verlässliche Beziehungen.
Kinder wollen Demokratie lernen – und mitbestimmen
Ein besonders bemerkenswertes Ergebnis betrifft die Demokratiebildung. 94 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen halten es für wichtig, in der Schule zu lernen, wie Demokratie funktioniert und wie Menschen fair miteinander umgehen.
Auch verbindliche Mitbestimmungsmöglichkeiten stoßen auf große Zustimmung. 88 Prozent der Kinder und Jugendlichen möchten bei Regeln oder Projekten in der Schule mitentscheiden können.
Die Erwachsenen sehen das ähnlich. 88 Prozent halten verbindliche Demokratiebildung in Schulen für wichtig. Rund zwei Drittel sprechen sich zudem für feste Mitbestimmungsrechte von Schülerinnen und Schülern im Schulalltag aus.
Der Kinderreport knüpft damit an frühere Untersuchungen an, nach denen Beteiligung und Mitbestimmung die Resilienz von Kindern stärken und gesellschaftliche Teilhabe fördern können.
Bildung ist Kinderrecht
Das Deutsche Kinderhilfswerk erinnert im Bericht ausdrücklich daran, dass Bildung ein grundlegendes Kinderrecht ist. Die UN-Kinderrechtskonvention verpflichte Bund und Länder dazu, allen Kindern diskriminierungsfreien Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen.
Tatsächlich hängen Bildungschancen in Deutschland nach wie vor stark von sozialer Herkunft, Wohnort oder Aufenthaltsstatus ab. Der Kinderreport fordert deshalb umfangreiche Investitionen in Kitas, Schulen und außerschulische Bildungsangebote.
sowie ein sofortiger Bildungszugang für geflüchtete Kinder.
Kinder sehen die Probleme sehr genau
Auffällig am Kinderreport 2026 ist vor allem, wie differenziert Kinder und Jugendliche selbst auf Bildung blicken. Sie wünschen sich nicht nur bessere Lernbedingungen, sondern auch mehr Fairness, Unterstützung und Beteiligung.
Der Bericht zeigt damit auch: Kinder nehmen gesellschaftliche Ungleichheiten sehr genau wahr. Und sie formulieren erstaunlich klar, was sich verändern müsste.
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Botschaften dieses Kinderreports: Bildungsgerechtigkeit ist längst kein abstraktes politisches Thema mehr. Für viele Kinder entscheidet sie ganz konkret darüber, wie sicher, unterstützt und zuversichtlich sie ihre eigene Zukunft erleben.
Quelle
Deutsches Kinderhilfswerk (2026): Kinderreport Deutschland 2026 – Chancengerechte Bildung. Zusammenfassung der repräsentativen Befragungen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen.
Familienzeit statt Bildschirmzeit: Studie kritisiert Eltern am Handy
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Neue BiB-Studie zeigt: Erwachsene sehen Smartphone-Nutzung zunehmend kritisch – besonders im Familienalltag
Das Smartphone ist längst zum ständigen Begleiter geworden – nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen. Eine aktuelle Pilotstudie des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt nun deutlich: Viele Menschen wünschen sich weniger Bildschirmzeit – vor allem in Familien. Besonders kritisch wird die intensive Handynutzung von Eltern in Gegenwart ihrer Kinder gesehen.
Die Ergebnisse der Studie „SENSE“ machen deutlich, dass die Debatte über problematische Smartphone-Nutzung längst nicht mehr allein Kinder und Jugendliche betrifft. Vielmehr richtet sich der Blick zunehmend auf Erwachsene als Vorbilder im Alltag.
Für die repräsentative Umfrage wurden im Februar 2026 deutschlandweit 415 Personen ab 18 Jahren befragt. Das Ergebnis fällt überraschend eindeutig aus: 83 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weniger Zeit am Smartphone verbringen sollten.
Doch die Kritik endet nicht bei der jungen Generation. 73 Prozent sprechen sich auch dafür aus, dass Erwachsene ihre eigene Smartphone-Nutzung in der Freizeit stärker einschränken sollten. Besonders hoch ist diese Zustimmung bei Menschen mit höherem Bildungsabschluss sowie bei den über 50-Jährigen.
Am deutlichsten fällt jedoch die Haltung gegenüber Eltern aus: Ganze 93 Prozent der Befragten finden, dass Mütter und Väter in Anwesenheit ihrer Kinder weniger Zeit am Smartphone verbringen sollten. Damit erreicht kaum ein anderes gesellschaftliches Thema derzeit eine ähnlich breite Zustimmung.
Eltern prägen den Medienalltag ihrer Kinder
Die Studie unterstreicht damit ein Thema, das Fachleute seit Jahren diskutieren: Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn Erwachsene ständig auf ihr Handy schauen, prägt das auch den Umgang der Kinder mit digitalen Medien.
Nach Einschätzung der BiB-Direktorin C. Katharina Spieß spielt die Familie als erster Bildungsort eine zentrale Rolle. Hier lernen Kinder soziale Interaktion, Kommunikation und Beziehungsfähigkeit. Wenn Smartphones diese gemeinsamen Momente dauerhaft unterbrechen, verändert das den Familienalltag spürbar.
Tatsächlich zeigen auch internationale Studien seit Jahren, dass häufige Smartphone-Unterbrechungen im Familienleben die Aufmerksamkeit, Gesprächsqualität und emotionale Bindung beeinträchtigen können. In der Forschung wird dabei teilweise bereits vom sogenannten „Technoference“-Effekt gesprochen – also von digitalen Störungen zwischenmenschlicher Beziehungen.
Ungewöhnlich große Einigkeit
Bemerkenswert an der BiB-Studie ist vor allem der breite gesellschaftliche Konsens. Bei Themen wie künstlicher Intelligenz, Datenschutz oder sozialen Medien gehen die Meinungen oft stark auseinander. Beim Wunsch nach weniger Smartphone-Zeit scheint dagegen eine ungewöhnlich große Einigkeit zu bestehen.
Das deutet auf eine wachsende digitale Erschöpfung hin. Viele Menschen erleben offenbar selbst, wie schwer es geworden ist, konzentrierte Familienzeit ohne ständige Ablenkung zu gestalten.
Gerade Eltern stehen dabei unter besonderem Druck. Smartphones dienen heute nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Organisation des Alltags, beruflicher Kommunikation und sozialer Vernetzung. Deshalb greift es zu kurz, allein individuelles Fehlverhalten zu kritisieren. Vielmehr zeigt die Studie, dass Familien heute in einer digitalen Dauerverfügbarkeit leben, der sich viele nur schwer entziehen können.
Aussagekraft der Studie: wichtiges Signal, aber begrenzte Datenlage
Die Ergebnisse liefern interessante Hinweise auf gesellschaftliche Einstellungen, haben jedoch auch Grenzen. Bei der Untersuchung handelt es sich um eine Pilotstudie mit vergleichsweise kleiner Stichprobe von 415 Personen. Aussagen über tatsächliches Verhalten lassen sich daraus nur eingeschränkt ableiten.
Hinzu kommt: Die Studie misst Einstellungen zur Smartphone-Nutzung, nicht die reale Bildschirmzeit oder konkrete Auswirkungen auf Kinder. Menschen neigen zudem dazu, sozial erwünschte Antworten zu geben – insbesondere bei Erziehungsthemen.
Dennoch ist die Untersuchung relevant, weil sie einen gesellschaftlichen Trend sichtbar macht: Immer mehr Menschen scheinen den Wunsch nach bewussterem Medienkonsum zu teilen – gerade im Familienleben.
Weniger Bildschirmzeit beginnt bei Erwachsenen
Die zentrale Botschaft der Studie ist eindeutig: Medienerziehung funktioniert nur glaubwürdig, wenn Erwachsene selbst einen bewussten Umgang mit Smartphones vorleben.
Für Familien bedeutet das nicht zwangsläufig vollständigen Handyverzicht. Schon kleine Veränderungen können den Alltag entspannen – etwa handyfreie Mahlzeiten, feste Familienzeiten ohne Bildschirm oder bewusste Gesprächsmomente ohne digitale Ablenkung.
Die Studie des BiB zeigt damit vor allem eines: Die Diskussion über gesunde Mediennutzung muss stärker die Erwachsenen einschließen. Denn Kinder orientieren sich weniger an Regeln als an dem Verhalten, das sie täglich beobachten.
Digitale Mediennutzung beginnt nicht bei Kindern, sondern bei den Erwachsenen. Kinder erleben täglich, wie Eltern und pädagogische Fachkräfte mit Smartphones, Tablets und digitalen Angeboten umgehen – und übernehmen dieses Verhalten. Die Streitschrift plädiert deshalb für mehr Selbstreflexion, bevor digitale Medien vorschnell zum festen Bestandteil früher Bildung werden. Sie beleuchtet Chancen und Risiken differenziert und fragt, was Kinder wirklich stärkt – und was ihrer Entwicklung schaden kann.
Digitale Ausstellungsvideos zu Krieg, Sexualität und Trauer
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Drei fachlich fundierte Ausstellungsvideos stehen ab sofort online zur Verfügung
Im Rahmen der beiden bisher in Aderstedt am Huy stattgefundenen Zeltfachtagungen sind drei Ausstellungsvideos mit dem Titel „Ausschnitte unseres Lebens – Tabus, Wahrheiten, Gegenwart“ entstanden, die ab sofort im Internet aufgerufen werden können.
Im Mittelpunkt stehen die Themen Krieg, Sexualität und Trauer – Themenbereiche, die üblicherweise selbst bei konkreten Anlässen weder in vielen Kindertageseinrichtungen mit Kindern noch unter Kita-Fachkräften professionell thematisiert werden.
Regine Leipert, Erzieherin im Ruhestand und Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz, hat diese Ausstellungsvideos in enger Zusammenarbeit mit Christina Brehmer vom Kuratorium des Schulfördervereins e. V. der Petri-Sekundarschule Schwanebeck konzipiert und zusammengestellt. Bei Bedarf können die Inhalte gleichzeitig im Transkript mitgelesen werden. Unterstützt wurden die beiden dabei von Armin Krenz, dem Entwickler des Situationsorientierten Ansatzes, der die inhaltliche Vorbereitung der Themenschwerpunkte aktiv begleitet hat.
Die drei Ausstellungsvideos eignen sich sowohl für eine intensivere, fachlich fundierte Auseinandersetzung mit den zentralen Themen als auch für den Einsatz bei Elternabenden. Sie bieten eine gute Grundlage, um gemeinsam mit Eltern in einen offenen Gedankenaustausch einzutauchen.
Es gibt drei Möglichkeiten, die Ausstellungsvideos aufzurufen:
über die Eingabe des Suchtextes: „Ausstellung Ausschnitte unseres Lebens – eine digitale Ausstellung zur Kindesentwicklung“
Um eine möglichst breite Bekanntmachung dieser Ausstellungsvideos zu erreichen, wäre es hilfreich, diese Informationen weiterzugeben. Daher bietet es sich an, den Hinweis an interessierte Fachkräfte sowie selbstverständlich auch an Eltern weiterzuleiten. Im Hinblick auf eine entwicklungsförderliche Pädagogik wäre dies sehr zu begrüßen.
Märchen – ein Zaubermittel für Sprachbildung und Sprachentwicklung
Die Ausstellungsvideos stehen zugleich im thematischen Zusammenhang mit der Zeltfachtagung 2026 in Aderstedt am Huy, die ebenfalls vom Schulförderverein Petri Schwanebeck organisiert wird. Unter dem Titel „Märchen – ein Zaubermittel für Sprachbildung und Sprachentwicklung“ beschäftigt sich die Tagung mit aktuellen Erkenntnissen zur Sprachbildung in der frühen Kindheit und der Bedeutung von Märchen für Entwicklungs- und Bildungsprozesse in der Kita.
Die zweitägige Fortbildung findet am 11. und 12. September 2026 statt und richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita, Krippe und Hort sowie an weitere Interessierte.
Weitere Informationen zur Zeltfachtagung und zur Anmeldung finden Sie unter:
Ganztagsschule: Eltern erwarten Betreuung und pädagogische Qualität
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Laut einer Befragung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation entwickelt sich der Ganztag zur zentralen Bildungs- und Familienstruktur
Kurz vor dem bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter macht eine aktuelle Studie des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation deutlich: Eltern in Deutschland verbinden mit Ganztagsangeboten weit mehr als reine Betreuung. Während viele Familien vor allem auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf angewiesen sind, erwarten andere gezielte pädagogische Unterstützung, soziale Förderung und mehr Selbstständigkeit für ihre Kinder. Die Untersuchung zeigt außerdem erhebliche Unterschiede je nach Bildungsstand, Erwerbstätigkeit und Wohnort der Familien.
An der deutschlandweiten Befragung nahmen insgesamt 4.330 Eltern teil. Besonders häufig nutzen Alleinerziehende sowie Familien mit zwei berufstätigen Elternteilen Ganztagsangebote. Familien mit nur einem erwerbstätigen Elternteil greifen dagegen seltener darauf zurück und geben häufiger an, keinen Betreuungsbedarf zu haben.
Deutlich wurden auch Unterschiede zwischen akademischen und nicht-akademischen Familien. Zwar melden beide Gruppen ihre Kinder ähnlich häufig im Ganztag an, die Erwartungen unterscheiden sich jedoch erheblich. Nicht-akademische Eltern erhoffen sich häufiger konkrete schulische Unterstützung. So wünschen sich 64,4 Prozent Hilfe bei Hausaufgaben und Lernbegleitung, während dies bei akademischen Eltern nur 51,7 Prozent tun.
Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle. Eltern ohne akademischen Abschluss verzichten häufiger aus Kostengründen auf einen Ganztagsplatz. Gleichzeitig kritisieren akademische Eltern häufiger mangelnde Vielfalt der Angebote und zu wenig individuelle Förderung.
Ein weiterer Befund betrifft den Wohnort. In Städten nutzen 63 Prozent der Familien Ganztagsangebote, auf dem Land dagegen nur 56 Prozent. Gleichzeitig berichten Eltern in urbanen Regionen deutlich häufiger davon, keinen Platz gefunden zu haben.
Ganztag wird zur zentralen Bildungs- und Familieninfrastruktur
Die Ergebnisse zeigen, dass Ganztagsschulen für viele Familien inzwischen eine zentrale gesellschaftliche Infrastruktur darstellen. Sie dienen längst nicht mehr nur als Nachmittagsbetreuung, sondern übernehmen zunehmend auch Bildungs- und Förderaufgaben. Besonders Familien mit hohem organisatorischem Druck im Alltag sind auf verlässliche Angebote angewiesen.
Gleichzeitig macht die Untersuchung deutlich, dass Eltern keine homogene Gruppe darstellen. Ihre Erwartungen an Ganztagsschulen hängen eng mit ihrer Lebenssituation zusammen. Während manche Familien vor allem stabile Betreuungszeiten benötigen, wünschen sich andere gezielte Förderung, soziale Erfahrungen oder Unterstützung beim schulischen Lernen.
Die Forschenden empfehlen deshalb, Eltern frühzeitig in die Planung neuer Ganztagsangebote einzubeziehen. Kommunen, Schulen und Träger müssten den Ausbau differenziert gestalten und sowohl Betreuungssicherheit als auch pädagogische Qualität berücksichtigen. Besonders wichtig sei dies angesichts des ab 2026 schrittweise geltenden Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung im Grundschulalter.
So wurde die Studie durchgeführt
Die Untersuchung wurde Ende 2024 im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „Schule macht stark“ durchgeführt. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt vom DIPF unter Leitung von Dr. Amina Kielblock. Die Forschenden befragten bundesweit 4.330 Eltern mithilfe eines standardisierten Fragebogens. Analysiert wurden Zusammenhänge zwischen familiären Merkmalen wie Erwerbstätigkeit, Bildungsabschluss oder Wohnort und der Nutzung von Ganztagsangeboten. Zudem wurden Gründe für oder gegen die Teilnahme erfasst.
Die Studie liefert dadurch einen breiten Überblick über aktuelle Erwartungen und Nutzungsmuster von Familien in Deutschland. Durch die große Teilnehmerzahl besitzt die Untersuchung eine hohe Aussagekraft. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass unterschiedliche soziale Gruppen systematisch miteinander verglichen wurden.
Allerdings handelt es sich um eine Befragungsstudie, die auf Selbstauskünften der Eltern basiert. Solche Angaben können subjektiv geprägt sein und geben keine direkten Aussagen über die tatsächliche Qualität einzelner Ganztagsangebote oder deren Wirkung auf Kinder. Zudem bleibt offen, ob bestimmte Gruppen möglicherweise unterrepräsentiert waren, etwa Familien mit geringen Deutschkenntnissen oder besonders belasteten Lebenssituationen.
Trotz dieser Einschränkungen bietet die Studie wichtige Hinweise für Bildungspolitik und Praxis. Sie verdeutlicht, dass der Ausbau der Ganztagsbetreuung nicht allein quantitativ gedacht werden darf. Entscheidend wird sein, wie gut die Angebote auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Familien abgestimmt werden.
Originalpublikation:
Kielblock, A.; Haas, T.; Kielblock, S. (2026). Betreuung und Bildung von Grundschulkindern. Perspektiven der Eltern. Bericht zur bundesweiten Elternbefragung zu Betreuung und Bildung von Grundschulkindern im Rahmen des ForschungsverbundsSchule macht stark – SchuMaS“. Frankfurt a. M.: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. https://doi.org/10.25656/01:35177
Kostenloser Kita-Song, der eure Gruppe verbindet
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Musik für den Kita-Alltag
Musik ist in Kitas mehr als ein schöner Moment zwischendurch. Sie begleitet den Morgenkreis, gibt Übergängen Struktur, bringt Bewegung in die Gruppe und schafft Rituale, die Kinder schnell wiedererkennen. Wenn ein Lied zur eigenen Gruppe passt, wird daraus etwas Besonderes: ein gemeinsames Gefühl für Kinder, Team und Eltern.
Genau hier setzt kitasong.de an. Über diese innovative Plattform können Kitas, Kindergärten und Tagesmütter kostenlos einen individuellen Kita-Song für ihre Einrichtung erstellen lassen – passend für ihre Gruppe oder einem besonderen Anlass. Ob Morgenkreis, Sommerfest, Abschied der Vorschulkinder, Projektwoche oder Kita-Hymne: Aus wenigen Angaben entsteht ein Lied, das Gemeinschaft hör- und fühlbar macht.
Einfach gemacht für pädagogische Teams
Der Kita-Song lässt sich unkompliziert in den pädagogischen Alltag integrieren. Teams brauchen keine musikalischen Vorkenntnisse und müssen nichts vorbereiten. Die Erstellung läuft online, der Song wird individuell entwickelt und anschließend mit Songtext sowie eigenem, individualisiertem Musikcover zur Verfügung gestellt.
So kann das Team den Song direkt nutzen: zum Abspielen, Mitsingen, Üben oder als Erinnerung an besondere Momente.
Praktisch für die Kommunikation mit Familien: Der Kita-Song kann über eine eigene, kostenlos generierte Webseite mit Eltern geteilt werden. Zusätzlich steht er zum Download bereit.
Das bringt kitasong.de in eure Kita:
individuelle Lieder für eure Einrichtung
eigene Musikcover und Songtexte dazu
ein Ritual für den Morgenkreis, Feste und Abschiede uvm.
einfache Weitergabe an Eltern per Webseite oder Download
kostenlos, unkompliziert und ohne Abo
Mitgründer Alex von kitasong.de
Aus einem Kinderlächeln entstanden
Hinter kitasong.de stehen Markus und Alex von Magic Melody Studio. Die Idee entstand, als sie für die Tochter guter Freunde ein persönliches Kinderlied schrieben – mit ihrem Namen und kleinen Details aus ihrem Alltag. Als sie ihren eigenen Namen im Lied hörte und dabei strahlte, war klar: Solche Momente sollten mehr Kinder erleben. Mit kitasong.de bringen Markus und Alex dieses Gefühl nun auch in Kitas – als kostenloses Angebot, das Kinder, Gruppen und Familien musikalisch verbindet.
Für Familien bietet Magic Melody Studio zusätzlich persönliche Kinderlieder an – mit Namen des Kindes, individuellen Details, eigenem Cover und Songtext zum herunterladen.
Jetzt kostenlosen Kita-Song in wenigen Minuten sichern:
(Mit dem Gutscheincode MAGICSTART20 gibt es aktuell 20 % Rabatt auf persönliche Songs.)
Musik & Bewegung im Kita-Alltag nutzen
geschrieben von Redakteur | Mai 28, 2026
Warum Musik und Bewegung im Kita-Alltag unverzichtbar sind
Stell Dir vor, die Kinderaugen leuchten, die Füße tanzen und der gesamte Raum ist voller Energie. Musik und Bewegung gehören zu den wirkungsvollsten Impulsen im Alltag von Kindern und genau darin liegt ihr großes Potenzial.
Sie fördern Kinder ganzheitlich: Motorik, Sprache, soziale Kompetenzen und emotionale Entwicklung werden gleichzeitig angesprochen. Wenn Kinder singen, tanzen oder sich rhythmisch bewegen, entstehen wichtige Lernprozesse oft ganz nebenbei.
Bereits die Jüngsten profitieren davon. Rhythmus und Wiederholung helfen ihnen, sprachliche Muster zu erkennen und ihre Wahrnehmung zu schulen. Ältere Kinder entwickeln durch musikalische und bewegungsorientierte Aktivitäten zusätzlich Teamfähigkeit, Konzentration und Kreativität.
Das Besondere: Musik und Bewegung lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren. Ein Lied im Morgenkreis, ein Bewegungsspiel zwischendurch oder ruhige Musik in Entspannungsphasen, oft sind es kleine Impulse mit großer Wirkung.
Ein besonders wirkungsvoller Ansatz ist die Rhythmik. Sie verbindet Musik, Bewegung, Sprache und Wahrnehmung miteinander und unterstützt Kinder dabei, sich auszudrücken, ihren Körper besser wahrzunehmen und Selbstvertrauen zu entwickeln.
Musik und Bewegung sind daher keine Zusatzangebote, sondern ein zentraler Bestandteil frühkindlicher Bildung.
Gerade in einem oft reizintensiven Alltag können Musik und Bewegung außerdem dabei helfen, Anspannung abzubauen und emotionale Balance zu fördern. Aktive Bewegungsphasen, rhythmische Rituale oder ruhige musikalische Impulse unterstützen Kinder dabei, Gefühle besser wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken. Auch Entspannungsübungen und bewusste Bewegungsmomente leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheits- und Stressmanagement bereits im frühen Kindesalter.
Passende Weiterbildungen für Deinen Alltag
Damit Du diese Potenziale gezielt nutzen kannst, findest Du hier passende Kurse:
Mit den richtigen Impulsen kannst Du Musik und Bewegung ganz selbstverständlich in Deinen Alltag integrieren, ohne zusätzlichen Stress, aber mit großer Wirkung für die Kinder.
SONOR SAFARI Glockenspiel – musikalische Abenteuer für Kinder
Mit dem neuen SAFARI Glockenspiel von SONOR wird der Einstieg in die Welt der Musik zu einem echten Erlebnis. Das farbenfrohe Instrument verbindet spielerisches Lernen mit kreativer Entfaltung und ist ideal für Zuhause, Kindergarten oder Musikunterricht geeignet.
Dank des bewährten Boomwhackers®-Farbsystems können Kinder sofort loslegen – ganz ohne Notenkenntnisse. Jede Klangplatte ist farblich markiert, sodass erste Melodien intuitiv entdeckt werden können. So wird Musizieren von Anfang an zum Erfolgserlebnis.
Ein besonderes Highlight ist die innovative Rollfunktion: Nach dem Spielen lässt sich das Glockenspiel einfach zusammenrollen und in der praktischen Dose verstauen. Diese dient nicht nur als Transportbox, sondern kann im Handumdrehen auch als kleine Trommel genutzt werden – perfekt für kreativen Rhythmusspaß unterwegs.
Die hochwertigen, präzise gestimmten Klangplatten (Tonumfang c3–f4) sorgen für einen klaren, angenehmen Klang und fördern das Gehör bereits im frühen Alter. Gleichzeitig garantiert die stabile Filzunterlage ein sicheres und langlebiges Spielgefühl.
Ob erste musikalische Schritte, rhythmische Übungen oder freies Ausprobieren: Das SAFARI Glockenspiel ist ein vielseitiger Begleiter für kleine Entdeckerinnen und Entdecker.