Spiele für die Kleinsten: „Meine ersten Spiele“ von Ravensburger gewinnen 

ravensburger-spiele

Gewinnspiel: Wir verlosen drei Spielepakete aus „Hase hüpf!“, „Tempo, kleine Schnecke!“ und „Sachen suchen: Das Spiel“

Spielen ist ein zentraler Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Mit der Reihe „Meine ersten Spiele“ erlernen Kinder ab 2–3 Jahren spielerisch wichtige Fähigkeiten. 

Warum die Spiele in der Praxis überzeugen: 

  • Robust und nachhaltig für den täglichen Einsatz 
  • Einfache Regeln – schnell erklärt, sofort spielbar 
  • Mehrere Varianten, die sich dem Entwicklungsstand anpassen 
  • Gezielte Förderung von Motorik, Sprache, Konzentration und erstem Regelverständnis 
  • Klar erkennbare Förderschwerpunkte direkt auf der Packung 
  • Bekannte Klassiker und neue Themenwelten 

So können die Spiele vielseitig und ohne große Vorbereitung im Kita-Alltag eingesetzt werden. Die Reihe besteht aus insgesamt 20 Spielen. Neben bekannten Klassikern wie „Tempo, kleine Schnecke!“ oder „Hase hüpf!“ erscheinen drei originelle Neuheiten. 

Wir verlosen drei Spielepakete mit folgenden Titeln: 

Tempo_schnecke

1. Tempo, kleine Schnecke! – Der Laufspiel-Klassiker 
Ideal für den Einstieg ins Spielen nach Regeln – 
hier gewinnen immer die Schnecken! 

sachen-suchen

2. Sachen suchen: Das Spiel – Das wimmelige Zuordnen 
Mit dreidimensionalen Kulissen, kleinen Geschichten 
und vielen Suchobjekten zum Zuordnen. 

hase-hupf

3. Hase hüpf! – Bewegungsspaß mit dem Farbball 
Hüpft, watschelt oder stampft durch den Raum
und bringt die Tierkinder zu ihren Familien zurück 


Jetzt mitmachen und gewinnen!

Weitere Informationen unter:

ravensburger.info/meineerstenspiele 

bundle ravensburger

Das Stichwort lautet: Spielepaket. Das Gewinnspiel endet am 6.5.2026.






Machen Sie mit: ProFiZ – Digitale Bildung in Kitas

ProFiZ

Wir laden Sie herzlich ein, bei unserem bundesweiten Praxisforschungsprojekt „Fit in die Zukunft: Digitale Bildung in Kitas“ (ProFiZ – gefördert vom BMBFSFJ) mitzumachen.

Worum geht’s?

Gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften entwickeln und testen wir kindgerechte, praxisnahe Spielsettings zu digitaler Bildung im Kita-Alltag. Dabei geht es darum, mit den Kindern in den Austausch über unsere digital geprägte Welt zu kommen und gemeinsam digitale Technologien zu erschließen. Zum Beispiel können über eine dia­logische Bilderbuchbetrachtung Roboter kennengelernt oder mit einer kindgerechten KI-App Geschichten erfunden werden. Das Ziel: alltagstaugliche Materialien, für alle Kitas langfristig einsetzbar.

Das erwartet Sie als teilnehmende Pädagog:innen

  • Online-Schulungen (2x halbtags) + fachlicher Austausch während der Projektzeit
  • Praxisnahe Spielsettings direkt mit den Kindern ausprobieren
  • Wertschätzende Begleitung durch Projektteam & Referent:innen
  • Mitgestaltung an später frei verfügbaren Bildungsmaterialien
  • Überschaubarer Dokumentationsaufwand (kurze Reflexionen, einfache Beobachtungen, kleiner Fragebogen)
  • Startumfrage ca. 20 Minuten, Abschlussumfrage ca. 20–30 Minuten
  • Netzwerk mit anderen interessierten Kitas

Was brauchen Sie dafür?

Für einige der Spielsettings sind stabiles WLAN/Internetzugang und Tablets/Laptops nötig. Eine Teilnahme ist aber auch ohne diese Ausstattung möglich.

Zeitraum

Juni 2026 bis April 2027 – Genug Zeit, um die Spielsettings in Ruhe in Ihren Alltag einzubauen, auszuprobieren und mitzugestalten!

Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei.

Schulungszeitraum

  • Schulung 1 (3h): Mai/Juni 2026
  • Schulung 2 (3h): September/Oktober 2026

Infotermine

Kommen Sie gerne in unsere offene Online-Sprechstunde:

Interesse? Melden Sie sich bei uns per Mail!

profiz@zentrum-pep.de

Weitere Informationen

www.profiz-kita.de

Wer wir sind

Das PEP ist das größte universitäre Zentrum im Feld der Elementarpädagogik. Im deutschsprachigen Raum unterstützen wir mehr als 15.000 Kinderbetreuungseinrichtungen durch Bildungsoffensiven, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Bildungsmaterialien.

Internationales Zentrum PEP gGmbH · Alexanderufer 3–7 · 10117 Berlin · www.zentrum-pep.de




Zeltfachtagung 2026: Märchen als Schlüssel zur Sprachbildung in der Kita

Märchenschloss auf einer Insel mit einem Buch im Vordergrund

Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte rund um Sprachentwicklung, Märchen und frühe Bildung

Märchen gehören seit Generationen zur Kindheit – doch sie sind weit mehr als nur schöne Geschichten. Aktuelle neurobiologische Erkenntnisse zeigen: Märchen fördern die Sprachentwicklung, erweitern den Wortschatz und stärken die Ausdrucksfähigkeit von Kindern nachhaltig.

Genau diesem spannenden Zusammenhang widmet sich die Zeltfachtagung 2026 in Aderstedt am Huy. Pädagogische Fachkräfte aus Kita, Krippe und Hort sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zwei Tage lang intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen:

„Märchen – ein Zaubermittel für Sprachbildung und Sprachentwicklung“

Warum Märchen für die Sprachförderung so wertvoll sind

Gerade in der frühen Kindheit ist Sprache ein Schlüssel für Bildung, Teilhabe und soziale Entwicklung. Märchen wirken dabei wie ein pädagogischer Schatz:

  • sie regen die Fantasie an
  • fördern Sprachfreude und Erzählkompetenz
  • unterstützen selbstexplorative Denkprozesse
  • stärken emotionale und soziale Entwicklung
  • bieten wertvolle Impulse für die Persönlichkeitsbildung

Die Tagung zeigt praxisnah, warum Märchen als „Kraftfutter fürs Gehirn“ gelten und wie sie gezielt in der elementarpädagogischen Arbeit eingesetzt werden können.

Zeltfachtagung 2026 – Termin und Ort

📅 11. und 12. September 2026
📍 Aderstedt am Huy (Landkreis Harz)

Die Veranstaltung findet in einem besonderen Rahmen statt: in einem Event-Zelt auf einer großen Wiese am Spielplatz – ideal für eine entspannte Lernatmosphäre und kollegialen Austausch.

Tagungsanschrift:
„Naturnaher Spiel- und Bewegungsraum am Hallerspring“
Ernst-Thälmann-Platz 38
38838 Aderstedt am Huy

Fachliche Impulse von erfahrenen Referent*innen

Die Zeltfachtagung bietet hochwertige Fortbildung mit renommierten Expert*innen:

Prof. h.c. Dr. h.c. Armin Krenz

Sozialpädagoge mit Zulassung zur heilkundlich, psychologisch-therapeutischen Tätigkeit, Autor von über 50 Fachbüchern und Experte für Entwicklungspsychologie und Elementarpädagogik.

Gisela Barg

Inklusionspädagogin mit umfassender Berufserfahrung in der Krippen- und Elementarpädagogik sowie Zusatzqualifikation im Sozialmanagement.

Programmhighlights und Ablauf

Die Tagung kombiniert Vorträge, Austausch und praxisorientierte Arbeitsphasen.

Freitag, 11.09.2026

  • 09:00 Uhr Begrüßung und Auftakt
  • Fachvorträge und Diskussion
  • Gruppenarbeit am Nachmittag
  • Filmvorführung
  • Abendprogramm: Grillen und Gespräche am offenen Feuer

Samstag, 12.09.2026

  • 09:00 Uhr Fortsetzung der Vorträge
  • Vertiefende Gruppenarbeit
  • Abschlussreflexion und Verabschiedung um 15:30 Uhr

Anmeldung und Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an der Zeltfachtagung ist kostenfrei, jedoch ist die Platzzahl begrenzt.

📌 Verbindliche Anmeldung bis spätestens 01.08.2026

👉 Bitte nutzen Sie ausschließlich die Online-Anmeldung:
zeltfachtagung2026.jonnyb-service.de

Für die Verpflegung (inkl. Getränke) wird eine Pauschale erhoben:

💶 20,00 € für beide Tage
Überweisung bis zum 01.08.2026 an den Schulförderverein.

Veranstalter und Kontakt

Schulförderverein Petri Schwanebeck

Ansrechpartnerinnen:

Christina Brehmer‘
christina.brehmer@web.de

Regine Leipert
regineleipert@t-online.de

Fortbildung für Kita-Fachkräfte: Märchen neu entdecken

Ob Sprachförderung, Literacy-Arbeit oder kreative Bildungsangebote – Märchen eröffnen vielfältige Wege, Kinder sprachlich und emotional zu stärken. Die Zeltfachtagung 2026 bietet Ihnen die Chance, neue Perspektiven zu gewinnen, Methoden mitzunehmen und sich mit Kolleg*innen zu vernetzen.

Wenn du Märchenaugen hast, ist die Welt voll Wunder.




Kinder-Online-Preis 2026: JUUUPORT gewinnt vor fragFINN und Digitalem Kinderrathaus

verleihung-kindermedienpreis

Kinder-Online-Preis 2026: Auszeichnungen für starke Kinderangebote im Netz

Der Kinder-Online-Preis 2026 des MDR-Rundfunkrats würdigt innovative und pädagogisch wertvolle Internetangebote für Kinder und Jugendliche. Ausgezeichnet werden Projekte, die junge Menschen im digitalen Raum stärken, Orientierung bieten und einen sicheren Umgang mit Medien fördern.

1. Platz: JUUUPORT überzeugt mit Peer-to-Peer-Beratung

Den ersten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro erhält die Plattform juuuport.de. Das Angebot wird von der Jury als besonders herausragend bewertet, da es auf ein bewährtes Peer-to-Peer-Prinzip setzt: Jugendliche beraten hier Gleichaltrige kostenlos, vertraulich und unter Einhaltung hoher Datenschutzstandards bei Problemen im Internet.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Cybermobbing, Mediensucht, sexuelle Belästigung, Abzocke oder Datenmissbrauch. Die Unterstützung erfolgt auf Augenhöhe und ermöglicht Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu Hilfe. Ergänzend dazu bietet JUUUPORT ein umfangreiches Präventions- und Aufklärungsangebot. Dazu zählen aktuelle Ratgeber zu Online-Gefahren ebenso wie Workshops und Inhalte auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube, die Kinder und Jugendliche für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien sensibilisieren.

2. Platz: Digitales Kinderrathaus macht Demokratie erlebbar

Mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 2.000 Euro wird digitales-kinderrathaus.de ausgezeichnet. Die Plattform vermittelt Kindern anschaulich und verständlich, wie kommunale Verwaltung funktioniert und wie demokratische Prozesse im Alltag ablaufen.

Durch eine Kombination aus Interviews, leicht verständlichen Texten, Bildern, Videos und einem interaktiven 360-Grad-Rundgang wird das Thema Rathaus lebendig aufbereitet. Besonderer Wert wird auf einfache Sprache und barrierearme Inhalte gelegt, sodass möglichst viele Kinder Zugang zu politischen Themen erhalten. Darüber hinaus bietet die Website Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung, etwa durch eigene Fragen oder Beiträge als Kinderreporterinnen und -reporter.

3. Platz: fragFINN bietet sicheren Surfraum für Kinder

Der dritte Platz geht an die Kindersuchmaschine fragFINN.de, die mit 1.000 Euro prämiert wird. Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und stellt einen geschützten Zugang zum Internet bereit, in dem ausschließlich geprüfte und kindgerechte Inhalte angezeigt werden.

Seit ihrem Start im Jahr 2007 setzt sich die Plattform für mehr Sicherheit und Orientierung im Netz ein. Neben der Suchfunktion umfasst das Angebot auch zahlreiche medienpädagogische Inhalte, die Kinder dabei unterstützen, Informationen richtig einzuordnen und sich sicher im Internet zu bewegen. Dazu gehören unter anderem Lernmaterialien, Tipps zur Recherche sowie Videos und Beiträge der FINNreporter.

Lobende Erwähnung für Abenteuer Regenwald

Eine lobende Erwähnung spricht die Jury für abenteuer-regenwald.de aus. Die Plattform wird für ihre kontinuierliche Weiterentwicklung gewürdigt und vermittelt Kindern sowie Jugendlichen fundiertes Wissen über den tropischen Regenwald.

Mit interaktiven Elementen wie Quizzen, Spielen und vielfältigen Mitmachangeboten gelingt es, komplexe ökologische Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Durch die stetige inhaltliche und technische Weiterentwicklung bleibt das Angebot ein wichtiger Bestandteil moderner Umweltbildung im digitalen Raum.

Fazit: Medienkompetenz und Sicherheit im Fokus

Der Kinder-Online-Preis 2026 macht deutlich, wie wichtig hochwertige digitale Angebote für Kinder und Jugendliche sind. Die ausgezeichneten Projekte zeigen auf unterschiedliche Weise, wie Medienkompetenz gefördert, demokratisches Verständnis gestärkt und sichere Räume im Internet geschaffen werden können. Der Kinderhörspielpreis wurde gemeinsam mit dem Kinder-Online-Preis im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 22. März 2026 überreicht.

Quelle: Pressemitteilung MDR




Zwischen Wurzeln und Flügeln: Selbstständigkeit gezielt fördern

auf die flügel kommt es an

Wie Kinder durch Orientierung, Vertrauen und Freiräume wachsen

Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und ein international weithin bekannter Wissenschaftler, der sicherlich vielen Fachkräften zum Beispiel durch seine Bücher „Mit Herz und Klarheit“, „Kinder verstehen“, „Demokratie braucht Erziehung“, „Menschenkinder“ oder „Die Kindheit ist unantastbar“ bekannt ist, wendet sich in seinem neuesten Buch der Frage zu, wie Kinder sowohl eine sichere Bindung als auch eine authentisch gefestigte und vor allem nachhaltige Selbstständigkeit entwickeln können.

Inhaltschwerpunkte und zentrale Aussagen

Das Buch greift ein grundlegendes Spannungsfeld der Pädagogik auf. Einerseits benötigen Kinder für ihre förderliche Entwicklung Nähe, ein grundlegendes Empfinden von Sicherheit und verlässliche Bindung, andererseits auch Zeit und Platz für Freiräume, um eigene Erfahrungen machen zu können und damit Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen zu entdecken, aufzubauen, zu entwickeln und zu festigen. Diese beiden Seiten beschreibt Renz-Polster symbolisch mit den Begriffen „Wurzeln“ und „Flügel“. Während die bedürfnisorientierte Erziehung in den vergangenen Jahren vor allem die „Wurzeln“ betont hat, rückt der Autor nun die Bedeutung der „Flügel“ stärker in den Betrachtungsmittelpunkt. Mit „Wurzeln“ sind Sicherheit, emotional spürbare Nähe sowie Bindungserlebnisse gemeint, und „Flügel“ stehen symbolisch für Eigenverantwortung, Autonomie, Selbstständigkeit sowie soziale Kompetenz.

Der erste Teil des Buches widmet sich den Entwicklungsbedürfnissen von Kindern. Dabei erläutert der Autor, wie Selbstregulation, emotionale Reifung und soziale Kompetenzen entstehen. Es wird deutlich, dass Kinder schon in frühen Jahren lernen müssen, eigene Erfahrungen zu machen und Herausforderungen zu bewältigen, um eigene Kompetenzen wahrzunehmen, die auch später zu Selbstverantwortung führen.

Der zweite Teil enthält sogenannte „Flügelimpulse“ – praktische Denkanstöße und Orientierungen für den Alltag von Kindern im Kommunikations- und Interaktionsgeschehen mit Erwachsenen. Diese sollen verdeutlichen, wie Kinder in unterschiedlichen Alltagssituationen entwicklungsförderlich begleitet werden können, ohne sie zu stark zu dirigieren bzw. zu kontrollieren oder vor möglichen Gefahren im Sinne einer Überbehütung zu schützen.

Das zentrale Anliegen des Autors ist es, das Verständnis von einer reinen Bedürfnisorientierung weiterzuentwickeln. Kinder sollen das Vertrauen in sich entdecken, als Akteur tätig werden zu können, selbstständig zu handeln und Verantwortung für sich selbst und gleichzeitig auch für die Folgen ihres Handelns zu übernehmen. Auch wenn sich das Buch mit erster Priorität an Eltern wendet, wobei z. B. typische Herausforderungen im Alltag wie Konflikte in der Autonomiephase, Wutanfälle und mangelnde Kooperation aufgegriffen werden, treffen die Erklärungen und hilfreichen Handlungsimpulse selbstverständlich auch für das Alltagsgeschehen in der Elementarpädagogik zu.

Dem Buch liegen vier zentrale Botschaften zugrunde:

(1) Kinder brauchen neben Nähe und Verständnis auch eine klare Orientierung, um eigene Bedürfnisse und werteorientierte Handlungsnotwendigkeiten miteinander in Beziehung zu setzen.
(2) Kinder brauchen vielfältige und praktisch erlebbare Erfahrungen, um ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit in der Gegenwart und für die Zukunft auf- und ausbauen zu können.
(3) Ängstlichkeit und Misstrauen der Erwachsenen beschneiden die Erfahrungswelt der Kinder und schwächen gleichzeitig deren Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit. Entsprechend sollten Erwachsene den Kindern mehr zutrauen, ohne dabei Überforderungen zu erzeugen. Kinder wollen etwas leisten, sich selbst als wirksam erleben – und dieses Empfinden muss für sie erfahrbar sein.
(4) Freiheit und Struktur sind ein vernetztes Ganzes, um sowohl eine Laissez-faire-Pädagogik als auch eine autokratische Vorgabepädagogik zu vermeiden. Loslassen, Begleiten und ein demokratisch strukturiertes, entwicklungsförderlich sinnvolles Setting sorgen für eine ausgewogene Balance zwischen Selbstwirksamkeit und einem wertedurchsetzten Sicherheitsgefüge.

Verständlich und klar strukturiert

Das Buch überzeugt einerseits durch seine verständliche Sprache und andererseits durch seine klare Struktur, wie man es auch aus den anderen Büchern des Autors kennt. Renz-Polster verbindet anschauliche Beispiele aus dem Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und persönlichen Erfahrungen, was das Buch lebendig erscheinen lässt. Dadurch ist das Werk praxisnah und auch für Leserinnen und Leser ohne große pädagogische Vorkenntnisse zugänglich und zugleich informativ.

Renz-Polster gelingt es, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Bindung und Selbstständigkeit und damit eine gelingende Autonomieentwicklung darzustellen. Es werden keine starren Erziehungsregeln aufgestellt; vielmehr lädt das Buch zur Reflexion eigener Einschätzungen und Handlungsmuster ein. Seine „Flügelimpulse“ regen dazu an, die eigene Haltung als aktive und zugleich engagierte Entwicklungsbegleiter*in selbstkritisch zu hinterfragen und reflektiertere Entscheidungen im Alltagshandeln zu treffen. Wer nach klaren Handlungsvorgaben, Anweisungen, Rezepten oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen sucht, wird hier nicht fündig; stattdessen setzt der Autor auf Haltung, Verständnis und langfristige Orientierung.

Angesichts aktueller Ergebnisse aus der Erziehungsforschung zu Überbehütung und Leistungsdruck im pädagogischen Alltag liefert der Autor einen wichtigen Beitrag zur Frage, wie Kinder in einer zunehmend kontrollierten Lebenswelt ausreichend Freiraum für eigene Erfahrungen erhalten können, um nachhaltig gut auf ihr späteres Leben vorbereitet zu sein.

Armin Krenz

Bibliografie

auf die flügel kommt es an cover

Auf die Flügel kommt es an.
Wie Eltern Orientierung geben und Kinder selbstständig werden.

Beltz Verlag, Weinheim 2026.
207 Seiten, 20,00 €.
ISBN: 978-3-407-86921-0




MINTmachtage 2026: Kinder gestalten die Medizin der Zukunft

MINTmachtage

MINTmachtage 2026: Kinder erfinden die Medizin der Zukunft

Stifte bereitlegen und kreativ werden: Im Rahmen der MINTmachtage 2026 sind Kinder dazu eingeladen, ihre ganz eigenen Ideen für die Medizin von morgen zu entwickeln. Unter dem Motto „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“ dreht sich alles um die spannende Frage, wie Gesundheitsversorgung künftig aussehen könnte. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – ob magische Wesen, tierische Helfer oder futuristische Roboter.

Kreative Ideen für die Gesundheitswelt von morgen

Wer sorgt eigentlich in Zukunft dafür, dass wir gesund bleiben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Mitmachaktion der Stiftung Kinder forschen. Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren sind aufgerufen, ihre eigenen medizinischen Helfer zu gestalten – ganz egal, ob gemalt, gebastelt oder digital entworfen.

Die kleinen Künstlerinnen und Künstler können sich frei überlegen, wie ihre Figuren aussehen und welche Fähigkeiten sie besitzen. Vielleicht entstehen riesige Beschützer, winzige Gesundheitshelfer oder fantasievolle Wesen mit besonderen Kräften. Ob flauschig, technisch oder magisch – erlaubt ist alles, was die Vorstellungskraft hergibt.

Mitmachen und tolle Preise sichern

Teilnehmen können Kitas, Horte und Grundschulen, welche die kreativen Werke ihrer Kinder einreichen. Alle wichtigen Informationen zur Aktion sowie die Teilnahmebedingungen sind auf www.mintmachtage.de. verfügbar.

Die MINTmachtage 2026 werden im Rahmen des Wissenschaftsjahres durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Unter allen Einsendungen werden insgesamt 30 Kinderbücher- und Spielepakete verlost, die zum weiteren Entdecken und Lernen einladen. Einsendeschluss für die Aktion ist der 30. Juni 2026.

Teil des Wissenschaftsjahres 2026

Die MINTmachtage sind eingebettet in das bundesweite Wissenschaftsjahr und werden durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihre Neugier spielerisch zu fördern.

Fazit: Kreativität trifft auf Zukunftsvisionen

Die Mitmachaktion der MINTmachtage 2026 verbindet Fantasie mit Bildung und eröffnet Kindern einen spielerischen Zugang zu wichtigen Zukunftsthemen. Gleichzeitig bietet sie pädagogischen Einrichtungen eine ideale Gelegenheit, kreative Projekte umzusetzen und mit etwas Glück attraktive Preise zu gewinnen.

Quelle: Pressemitteilung Stiftung Kinder Forschen




Social Media gefährdet Bildung und Psyche von Kindern deutlich

Studie zeigt Zusammenhang zwischen Medienkonsum, PISA-Werten und mentaler Gesundheit

Digitale Medien prägen den Alltag von Kindern und Jugendlichen in einem bislang nicht gekannten Ausmaß. Eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) weist auf deutliche Zusammenhänge zwischen intensiver Nutzung sozialer Medien, sinkenden schulischen Leistungen und zunehmenden psychischen Belastungen hin. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für pädagogische Fachkräfte – insbesondere im schulischen Kontext.

Psychische Gesundheit weiterhin belastet

Die Untersuchung zeigt, dass sich die psychische Situation vieler Kinder und Jugendlicher seit der Corona-Pandemie nicht vollständig stabilisiert hat. Angstsymptome, Einsamkeit und Sorgen über globale Krisen gehören weiterhin zum Alltag vieler junger Menschen. Besonders häufig werden Ängste im Zusammenhang mit Kriegen und Terrorismus genannt.

Ein übermäßiger Medienkonsum wird dabei als ein relevanter Belastungsfaktor beschrieben. Studien, auf die sich das Gutachten stützt, zeigen einen Zusammenhang zwischen intensiver Nutzung sozialer Medien und psychischen Beeinträchtigungen wie Depressionen, Angstzuständen und Stress. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass eine Reduktion der Nutzung mit einer verbesserten Lebenszufriedenheit einhergeht.

Rückgang schulischer Leistungen

Parallel zu den beschriebenen psychischen Belastungen verweisen die Daten auf einen kontinuierlichen Rückgang schulischer Kompetenzen. Seit 2015 verschlechtern sich die Ergebnisse deutscher Schülerinnen und Schüler in den PISA-Studien in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.

Die IW-Analyse zeigt hierbei einen statistischen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und den gemessenen Kompetenzen: Mit steigender Nutzungsintensität gehen im Durchschnitt geringere Leistungswerte einher. Konkret wird ein Rückgang von über 20 Punkten im Lesen und knapp 20 Punkten in Mathematik beschrieben.

Auch Befragungen unter Jugendlichen stützen diese Ergebnisse. Ein Großteil gibt an, durch soziale Medien vom Lernen abgelenkt zu werden oder Schwierigkeiten zu haben, sich über längere Zeit zu konzentrieren.

Verändertes Freizeitverhalten als Hintergrund

Die Studie führt diese Entwicklungen unter anderem auf Veränderungen im Freizeitverhalten zurück. Digitale Medien nehmen heute einen deutlich größeren Raum im Alltag ein als noch vor einigen Jahren. Während Jungen mehr Zeit mit Computerspielen verbringen, hat sich bei Mädchen insbesondere die Nutzung sozialer Netzwerke und digitaler Kommunikation stark ausgeweitet.

Diese Verschiebung geht mit einer veränderten Nutzung von Zeitressourcen einher, die sich auch auf Lernprozesse auswirken kann.

Ungleichheit der Bildungschancen nimmt zu

Besonders deutlich zeigen sich die Effekte bei Kindern aus bildungsferneren Haushalten. Sie nutzen digitale Medien im Durchschnitt intensiver und verfügen gleichzeitig über geringere Ressourcen, um mögliche negative Auswirkungen auszugleichen.

Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit steigender Mediennutzung auch das Risiko von Bildungsarmut zunimmt. Damit verschärfen sich bestehende Unterschiede in den Bildungschancen.

Empfehlungen mit Fokus auf Schule und Elternhaus

Zur Einordnung der Ergebnisse formuliert die Studie zwei zentrale Ansatzpunkte:

Regulatorischer Ansatz:
Bestehende Altersbeschränkungen und Schutzmechanismen sollen konsequenter umgesetzt werden, um Kinder und Jugendliche besser vor problematischen Inhalten und suchtfördernden Strukturen zu schützen.

Kompetenzstärkender Ansatz:
Die Vermittlung von Medienkompetenz wird als zentrale Aufgabe im schulischen Kontext beschrieben. Dazu gehören Fortbildungen für Lehrkräfte sowie eine stärkere Aufklärung von Eltern über Risiken und Kontrollmöglichkeiten.

Bedeutung für die pädagogische Praxis

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass digitale Medien einen relevanten Einfluss auf Lernprozesse und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen haben können. Für pädagogische Fachkräfte – insbesondere im schulischen Bereich und nicht im Kindergartenbereich – ergeben sich daraus Hinweise für die Gestaltung von Lernumgebungen sowie für den Umgang mit digitalen Medien im Bildungsalltag.

Einordnung der Studie

Die Studie basiert auf Auswertungen bestehender Datensätze, insbesondere der international anerkannten PISA-Studien, und nutzt ergänzend Befragungen anderer Institutionen. Dadurch ist die Datengrundlage grundsätzlich belastbar und für den schulischen Bereich repräsentativ. Allerdings handelt es sich nicht um eine eigene, neu erhobene Stichprobe, sondern um eine Sekundäranalyse. Die Ergebnisse zeigen statistische Zusammenhänge zwischen Mediennutzung, Bildungserfolg und psychischer Gesundheit, erlauben jedoch keine eindeutigen Aussagen über Ursache und Wirkung. Zudem wurde die Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt, einem wirtschaftspolitisch ausgerichteten Thinktank. Diese Rahmung sollte bei der Interpretation berücksichtigt werden. Insgesamt liefert die Analyse fundierte Hinweise, ersetzt jedoch keine differenzierte Betrachtung weiterer Einflussfaktoren und Forschungsergebnisse.

Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), basierend auf einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Digitale Mediennutzung bewusst begleiten – von Anfang an

Kinder wachsen heute selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Umso wichtiger ist es, sie frühzeitig dabei zu begleiten, einen verantwortungsvollen Umgang zu entwickeln. Diese Streitschrift beleuchtet fundiert und praxisnah die Chancen, Risiken und pädagogischen Herausforderungen digitaler Mediennutzung im Krippen-, Kita- und Grundschulalter – differenziert, kritisch und ohne vorschnelle Antworten.

Armin Krenz
Medienkompetenz beginnt mit der Sach- und Selbstkompetenz bei den Erwachsenen und nicht zuvorderst „am“ Kind!
28 Seiten, ISBN: 9783963046193, 5 €




Deutschland summt! Pflanzwettbewerb für mehr Artenvielfalt gestartet

summt

Deutschland summt! Pflanzwettbewerb 2026 fördert naturnahe Lebensräume

Der bundesweite Wettbewerb „Deutschland summt!“ startet in seine elfte Runde. Er lädt auch im Jahr 2026 wieder Menschen in ganz Deutschland dazu ein, sich aktiv für den Schutz von Wildbienen und anderen Insekten einzusetzen. Ziel der Initiative ist es, Flächen naturnah zu gestalten und dadurch neue Lebensräume zu schaffen. Denn Insekten sind eine unverzichtbare Grundlage für funktionierende Ökosysteme und biologische Vielfalt.

Naturnahe Gestaltung als Beitrag gegen das Insektensterben

Angesichts des fortschreitenden Artenrückgangs gewinnt die naturnahe Gestaltung von Gärten, Balkonen und öffentlichen Flächen zunehmend an Bedeutung. Schon mit vergleichsweise kleinen Maßnahmen lassen sich wertvolle Lebensräume schaffen. Heimische Wildblumen, Stauden und Kräuter bieten Nahrung für zahlreiche Insektenarten, während Strukturen wie Totholz, offene Bodenstellen oder Sandflächen wichtige Nistmöglichkeiten darstellen. Auf diese Weise entstehen nicht nur ökologisch wertvolle Flächen, sondern auch Orte, an denen Natur unmittelbar erlebt werden kann.

Teilnahme am Wettbewerb – einfach und für alle möglich

Die Teilnahme am Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb ist bewusst niedrigschwellig gestaltet, sodass sowohl Privatpersonen als auch Gruppen, Initiativen oder Institutionen mitmachen können. Beiträge können ab dem 1. April bis zum 31. Juli 2026 über die offizielle Wettbewerbsplattform hoch: wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de. Erwartet wird eine kurze Beschreibung der jeweiligen Maßnahme sowie eine anschauliche Dokumentation durch Vorher-Nachher-Fotos der umgestalteten Fläche. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine kleine Fläche von wenigen Quadratmetern oder um ein größeres Projekt handelt, da unterschiedliche Kategorien zur Auswahl stehen.

Engagement und Wirkung stehen im Fokus der Bewertung

Ein besonderes Merkmal des Wettbewerbs liegt darin, dass nicht allein die Gestaltung der Fläche bewertet wird. Ebenso entscheidend ist das Engagement der Teilnehmenden und deren Fähigkeit, andere Menschen für naturnahes Gärtnern zu begeistern. Projekte, die durch gemeinschaftliche Aktionen, Informationsangebote oder Veranstaltungen zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen und zur Nachahmung anregen, werden von der Jury besonders berücksichtigt. Dadurch wird der Wettbewerb auch zu einer Plattform für Umweltbildung und gesellschaftliches Engagement.

Auch ohne Vorkenntnisse erfolgreich teilnehmen

Der Wettbewerb richtet sich ausdrücklich auch an Einsteigerinnen und Einsteiger, die bisher wenig Erfahrung mit naturnaher Gartengestaltung haben. Auf der Website der Initiative stehen unter ‚Tipps & Tricks‘ zahlreiche praxisnahe Informationen und hilfreiche Anleitungen zur Verfügung, die den Einstieg erleichtern und zeigen, wie sich geeignete Lebensräume Schritt für Schritt entwickeln lassen.

In Gedenken an Carsten Träger

Die diesjährige Wettbewerbsrunde steht auch im Zeichen des Gedenkens an Carsten Träger, der ursprünglich die Schirmherrschaft übernehmen sollte und kürzlich unerwartet verstorben ist. Sein Aufruf, sich gemeinsam für die Artenvielfalt einzusetzen, bleibt ein prägendes Signal und motiviert viele Teilnehmende, sich weiterhin für den Schutz von Insekten und deren Lebensräume zu engagieren.

Artensterben und die Bedeutung von Wildbienen

Die Dringlichkeit solcher Initiativen wird durch aktuelle Zahlen deutlich. Nach Angaben der International Union for Conservation of Nature ist ein erheblicher Anteil der weltweit untersuchten Arten vom Aussterben bedroht. Auch in Deutschland zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung, da zahlreiche Insektenarten als gefährdet gelten. Besonders betroffen sind Wildbienen, die eine zentrale Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen spielen und somit wesentlich zur Stabilität von Ökosystemen beitragen. Der Verlust geeigneter Lebensräume gilt als eine der Hauptursachen für ihren Rückgang.

Die Stiftung für Mensch und Umwelt als Initiator

Hinter dem Wettbewerb steht die Stiftung für Mensch und Umwelt mit Sitz in Berlin, die sich bundesweit für den Schutz der biologischen Vielfalt engagiert. Die Stiftung setzt eigene Projekte um, die darauf abzielen, naturnahe Grünflächen insbesondere in urbanen Räumen zu fördern. Als zertifizierter Naturgartenfachbetrieb verfügt sie über umfassende Erfahrung in der ökologischen Gestaltung von Freiflächen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

Quellel PressemitteilungStiftung für Mensch und Umwelt