Über die Hälfte der Schulkinder sind erschöpft

Studie: Viele Jungen und Mädchen haben Schlafprobleme, Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen und fühlen sich einsam

Erschöpft und einsam: Die Situation der Schulkinder in Deutschland verschlechtert sich. Mehr als die Hälfte berichten von Erschöpfung, fast ein Drittel von erhöhter Einsamkeit. Viele Jungen und Mädchen haben Schlafprobleme, Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen. Der Anteil derjenigen, die unter mindestens zwei Beschwerden pro Woche leiden, ist in den vergangenen sechs Jahren um rund ein Viertel auf 46 Prozent gestiegen. Das zeigt der Präventionsradar 2024 der DAK-Gesundheit. Ein weiteres Ergebnis: Drei Viertel der Schulkinder werden von Krisenängsten geplagt. Die Krankenkasse hat die bundesweit einmalige Schulstudie mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in 14 Bundesländern durchgeführt. Rund 23.000 Schülerinnen und Schüler wurden dafür befragt. DAK-Chef Andreas Storm sieht die seelische Gesundheit der nachwachsenden Generation in Gefahr und fordert mehr Präventionsinitiativen.

„Der aktuelle DAK-Präventionsradar zeigt, wie stark Erschöpfung, Einsamkeit und körperliche Beschwerden in Deutschland bereits unter Kindern verbreitet sind. Diese Ergebnisse sind alarmierend, denn chronische Einsamkeit ist ein Risiko für die mentale Gesundheit der Mädchen und Jungen“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Wir müssen verhindern, dass eine verlorene Generation mit Gesundheitsproblemen und seelischen Leiden heranwächst. Wir müssen offen über die Probleme reden und mit verstärkten Präventionsinitiativen Antworten und Hilfsangebote liefern.“

Viele Schulkinder fühlen sich einsam

Der Präventionsradar der DAK-Gesundheit untersucht seit 2016 das körperliche und psychische Wohlbefinden sowie das Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 10. An der aktuellen achten Erhebungswelle haben im Schuljahr 2023/2024 rund 23.000 Mädchen und Jungen aus 1.449 Klassen der Sekundarstufe I teilgenommen. Demnach kennt fast ein Drittel von ihnen (31,5 Prozent) das Gefühl erhöhter Einsamkeit. Die Kinder geben an, sich allein und ausgeschlossen zu fühlen. Es mangelt ihnen an Freundschaften. Etwa acht Prozent fühlen sich oft einsam. Bei den Jungen und Mädchen aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind es sogar 19 Prozent.

Erschöpfung, Schlafprobleme und Rückenschmerzen

Mehr als die Hälfte der Jungen und Mädchen sind zudem erschöpft (55 Prozent). Mehr als ein Drittel der Schulkinder schlafen schlecht (37 Prozent). 27 Prozent geben an, jede Woche oder häufiger Rückenschmerzen zu erleben. Ebenso viele berichten von häufigen Kopfschmerzen und ein Fünftel klagt über Bauchweh.

Hanewinkel: Einsamkeit ist kein Phänomen des Alters

„Die Entwicklungen sind besorgniserregend – sowohl was die Zunahme körperlicher Beschwerden als auch den alarmierend hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen angeht, die von Einsamkeit betroffen sind. Einsamkeit ist kein Phänomen des Alters, sondern betrifft auch die junge Generation. Es ist dringend erforderlich, dass Information und Aufklärung in diesem Bereich intensiviert werden“, erklärt Professor Reiner Hanewinkel als Studienleiter beim IFT-Nord in Kiel. Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung führt die jährlichen Befragungen zum Präventionsradar durch und wertet die Ergebnisse für die DAK-Gesundheit aus. „Unsere Beobachtungen zeigen, dass nicht alle Schulkinder in gleichem Maße von ungünstigen gesundheitlichen Entwicklungen betroffen sind. Es kommt nun darauf an, die weitere Entwicklung des Gesundheitsverhaltens unserer Kinder und Jugendlichen im Blick zu behalten. Die Daten der Studie liefern uns hierzu die nötigen Informationen. Eine fortlaufende Bestandsaufnahme der Situation ist eine wichtige Grundlage, um präventive und intervenierende Maßnahmen insbesondere auf diejenigen auszurichten, die am stärksten darauf angewiesen oder besonders gefährdet sind.“

46 Prozent mit zwei oder mehr Beschwerden wöchentlich

Auffällig ist laut Studie, dass mehr als die Hälfte der Schulkinder von mindestens zwei wöchentlich auftretenden Gesundheitsproblemen betroffen sind. Im Vergleich zur zweiten Erhebungswelle 2017/2018 berichten die Befragten im Schuljahr 2023/2024 deutlich häufiger von multiplen Beschwerden. Vor sechs Jahren lag der Anteil bei 36 Prozent, aktuell liegt er mit 46 Prozent um ein Viertel darüber. Bei den Mädchen ist der Anteil noch stärker gestiegen, nämlich um rund ein Drittel.

Kinder- und Jugendarztpraxen bestätigen steigende Belastung

Dr. Michael Hubmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen, bestätigt die Studienergebnisse der DAK-Gesundheit: „Die Ergebnisse des DAK-Präventionsradars decken sich mit den Beschwerden, die wir täglich in unseren Praxen sehen. Unsere Arbeitsbelastung hat spürbar zugenommen, da immer mehr Kinder und Jugendliche unter vielfältigen Symptomen wie Erschöpfung, Schlafstörungen und Schmerzen leiden. Auch psychosoziale Beeinträchtigungen wie Einsamkeit und Krisenängste haben merklich zugenommen. Wir müssen im Schnitt mehr Zeit aufwenden, um mit unseren Patientinnen und Patienten über ihre Sorgen und Probleme zu sprechen. Viele von ihnen befinden sich in schwierigen Belastungssituationen, die oft noch nicht diagnostiziert werden können, aber bereits erhebliche medizinische Betreuung erfordern. Die veränderte Situation muss künftig auch im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abgebildet werden.“

Krisenängste sind verbreitet

Laut DAK-Präventionsradar sind drei Viertel der Schulkinder in Deutschland von Krisenängsten betroffen. Sie befürchten, dass etwa der Ukraine-Krieg oder die Klimakrise noch lange anhalten oder dass sich die finanzielle Situation ihrer Familie verschlechtern wird. Sechs Prozent geben sogar an, solche Krisenängste „oft“ zu haben. Wie bei der Einsamkeit sind auch hier Jungen und Mädchen mit einem sozial schwachen Familienhintergrund stärker betroffen. Die Studie zeigt, dass bei Kindern und Jugendlichen, die häufiger krisenbezogene Ängste erleben, auch häufiger depressive Symptome auftreten. Dazu gehört es etwa, sich unglücklich oder niedergeschlagen zu fühlen oder häufiger weinen zu müssen. Zudem ist die Lebenszufriedenheit bei dieser Gruppe geringer.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,5 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands und engagiert sich besonders für Kinder- und Jugendgesundheit.

Quelle: Pressemitteilung DAK




Autistische Kinder aus armen Stadtteilen leiden eher an ADHS

Mangel an Bildung und Ressourcen in der Nachbarschaft wirkt sich direkt negativ auf Jugendliche aus

Autistische Kinder, die in unterversorgten Stadtteilen aufgewachsen sind, leiden wahrscheinlicher auch an ADHS-Symptomen als Betroffene, die in Gemeinden mit mehr Ressourcen geboren worden sind. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie unter der Leitung des UC Davis MIND Institute gekommen. Dabei wurde erstmals untersucht, wie Nachbarschaftsfaktoren mit ADHS bei autistischen und nichtautistischen Kindern zusammenhängen. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „JCPP Advances“ veröffentlicht.

Weniger Ressourcen, mehr ADHS

Es zeigte sich, dass manche Nachbarschaftsfaktoren in einer sehr engen Verbindung mit den ADHS-Symptomen von autistischen Kindern stehen. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Catrina Calub konnten diese Auswirkungen jedoch nicht bei Kindern mit anderen Entwicklungsstörungen festgestellt werden. Damit liegt es nahe, dass autistische Kinder in Gebieten mit weniger Ressourcen auch eher an stärker ausgeprägten ADHS-Symptomen leiden.


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Die Forscher werteten Daten von zwei Studien aus, und zwar der CHARGE-Studie und dem Nachfolgeprojekt ReCHARGE. In beiden wurde untersucht, wie die Genetik, das Umfeld und andere Faktoren sich auf die Entwicklung von Kindern zwischen zwei und fünf Jahren sowie beim Heranwachsen, also zwischen 8 und 20 Jahren, auswirken. Die Forscher konzentrierten sich auf 246 autistische Kinder. 85 verfügten über Verzögerungen bei der Entwicklung, waren jedoch nicht autistisch, 193 Teilnehmende waren neurotypisch und entwickelten sich dementsprechend normal.

Umfeld entscheidend für Gesundheit

In einem nächsten Schritt wurde der Child Opportunity Index zur Anwendung gebracht, der Volkszählungsdaten nutzt, um mehr als 30 Nachbarschaftsmerkmale nachzuverfolgen. Zu diesen Merkmalen gehören die Sozioökonomik, Grünflächen, Alleinerziehenden-Haushalte und die Dichte der Angebote im Bereich der Kleinkindpädagogik. Dieser Index umfasst die folgenden drei Bereiche Bildung, Gesundheit und Umfeld sowie die sozialen und wirtschaftlichen Ressourcen. Höhere Punktezahlen stehen dabei mit einer besseren Gesundheit in der Kindheit in Zusammenhang. Der Grad der Bildung sowie die sozialen und ökonomischen Ressourcen verfügten über die engste Verbindung mit den ADHS-Symptomen.

Moritz Bergmann/ pressetext.redaktion




Viele Kinder und Jugendliche sind täglich am Smartphone

YouTube vor allem bei jungen Menschen ganz vorne, gefolgt von Instagram, Snapchat und TikTok

Laut einer neuen Umfrage des Digitalverbands BITKOM nutzen 92 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ab sechs Jahren das Internet. 85 Prozent zwischen sechs und 18 Jahren verwenden zumindest ab und zu ein Smartphone und verbringen daran im Schnitt gut zwei Stunden täglich. Und 93 Prozent ab zehn Jahren nutzen das Social Web pro Tag 95 Minuten.

900 Jugendliche befragt

Die meisten nutzen das Smartphone für Textnachrichten (90 Prozent) sowie um Musik, Hörspiele oder Podcasts zu hören (89 Prozent). 82 Prozent nehmen mit dem Handy Fotos oder Videos auf. 81 Prozent spielen darauf, 80 Prozent verschicken Sprachnachrichten, 79 Prozent telefonieren mit dem Gerät.

71 Prozent nutzen das Smartphone laut der BITKOM-Umfrage unter 900 Kindern und Jugendlichen, um im Social Web aktiv zu sein, 53 Prozent nutzen es zur Navigation und die Hälfte (51 Prozent) für Lernprogramme. 49 Prozent schauen Videos, Filme oder Serien, 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen lesen über das Smartphone Nachrichtenbeiträge.

Social Web ist ein Muss

Ganz vorne liegt YouTube mit 87 Prozent hinter Instagram und Snapchat mit je 53 Prozent. Auch TikTok nutzt jeder Zweite zwischen zehn und 18 Jahren. Bei den 16- bis 18-Jährigen ist nach YouTube Instagram mit einem Nutzungsanteil von 85 Prozent sehr beliebt, bei den 14- bis 15-Jährigen gilt das für TikTok mit 73 Prozent. Bei den 12- bis 13-Jährigen liegt Snapchat mit 44 Prozent auf Platz zwei, bei den 10- bis 11-Jährigen wiederum TikTok mit 21 Prozent.

83 Prozent der Social-Media-Nutzer sind täglich in den Netzwerken unterwegs. Ab 14 Jahren sind es sogar 94 Prozent. Im Schnitt verbringen sie ab zehn Jahren eigener Einschätzung täglich 95 Minuten damit. Die Älteren sind dabei mehr als doppelt so lange auf Instagram, Snapchat und Co. unterwegs wie die Jüngsten.

Die Altersgruppe zwischen zehn und elf Jahren verbringt täglich 51 Minuten im Social Web, zwischen zwölf und 13 Jahren sind es 59 Minuten. Bei den 14- bis 15-jährigen Social-Media-Nutzern sind es schon 99 Minuten und die Ältesten zwischen 16 und 18 Jahren verbringen mit durchschnittlich 134 Minuten mehr als zwei Stunden täglich in sozialen Netzwerken.

Quelle: Pressetext




Ausgewählte, empfehlenswerte Literatur zum Thema „SPIEL“

spiele

Eine Zusammenstellung gut lesbarer, fachlich herausragender und praktischer Bücher zum Thema

Bei der unüberschaubaren Menge an Publikationen, die sich mit der „Theorie & Praxis des Spiels“ beschäftigen, fällt es oftmals sehr schwer, das „richtige“ Buch zu finden. Diese Ausgangssituation ist am besten mit einer vielseitigen und daher recht unübersichtlichen Speisekarte in einem Restaurant zu vergleichen, bei der es selbst mit größter Aufmerksamkeit kaum gelingt, unter den endlos aufgeführten Speisen zu einer Entscheidung zu kommen. Andererseits verrät der Speisename nur sehr vage, wie die Speise letztendlich schmecken wird. Und in gleicher Weise verhält es sich beim Bücherkauf.

Aus diesem Grunde ist an dieser Stelle eine kleine Literaturzusammenstellung aufgeführt, die aus Sicht des Autors einen aktuellen Überblick über besonders empfehlenswerte Bücher dieser Literatursparte verschafft. Dabei hat der Autor alle Bücher sorgsam auf ihre gute Lesbarkeit, die Güte ihrer fachlichen Aussagekraft und ihren fachlichen Nutzwert untersucht.

Alle Größe des Menschen ist im Keim angelegt, in den Spielen seiner ersten Jahre. (Jean Chateau)

In der Spartenzuordnung einiger Spielebücher könnte eine solche auch anders ausfallen, zumal auch Fingerspiele in Bewegungen umgesetzt werden können oder Musikspiele in einem Theaterspiel münden, Aggressionsspiele in Regelspiele übergleitet werden können oder Freispielimpulse zu Rollenspielen führen.

Der Inhalt von einigen wenigen Praxis-Buchhinweisen ist manches Mal etwas ‚funktionsorientier‘ gestaltet und zielt auf die Förderung bestimmter, wünschenswerter Verhaltensmerkmale ab. Es ist dennoch gut möglich und empfehlenswert, diese benannten ‚Förderhinweise‘ beiseite zu stellen und das SPIEL mit seinen großartigen Erlebnismomenten in den Mittelpunkt zu rücken.     

Bei dieser Buchzusammenstellung kann selbstverständlich nicht ausgeschlossen werden, dass weitere empfehlenswerte Publikationen eventuell übersehen wurden und somit unberücksichtigt geblieben sind. Sollten Leser*innen aus ihrer Kenntnis heraus weitere, sehr empfehlenswerte Buchempfehlungen abgeben können, so ist der Autor dieses Fachbeitrages für jeden Tipp dankbar (die E-Mail-Adresse befindet sich am Ende des Beitrages).

Die Lebensfülle des im Spiel voll ausgekosteten Augenblicks hat im kindlichen Leben ihr Eigenrecht gegenüber der Zukunft. (Hans Scheuerl)

Literaturhinweise Spiel-Praxis:

Spielen mit Kindern im Krippenalter

  • Ahrens, Petra et al.: Mini-Projekte für die Krippe. Tiere, Farben, Formen, Jahreszeiten & Co. Kaufmann, 2023
  • Biermann, Ingrid: Spielen mit Krippenkindern. Kreative Impulse für den Alltag. Herder, 2013
  • Dietze, Margret: Farben. Ideen und Spiele für die Praxis mit Kindern von 0-3 Jahren. Hase und Igel, 2021
  • Friedl, Johanna: Mini-Projekte für Krippenkinder. Leicht umsetzbare Angebote für alle Bildungsbereiche mit Portfolio-Downloads. Ökotopia, 2016
  • Klein, Suse: Mini-Projekte für Krippenkinder. 40 Bildkarten für U3.  Kaufmann, 2023
  • Pighin, Gerda: Kinderspiele für die Kleinsten. Über 180 Spielideen. Bassermann, 2017

Fingerspiele

  • Baumann, Hannah: Alle meine Fingerlein. Die 54 schönsten Fingerspiele und Kinderreime für Babys und Kleinkinder. Jens Brülisauer, 2023
  • Kaufmann, Jessica: Mama spiel mit mir. 99 lustige Fingerspiele für Babs und Kleinkinder. Glückskäfer 2023
  • Klein, Suse: Die schönsten Fingerspiele. Kaufmann, 6. Edition 2021
  • Klett Kita (Hrsg.): Das Krippen Jahreszeitenbuch. Fingerspiele – Für 0-3 Jahre. Klett Kita, 2019

Bewegungsspiele

  • Cornell, Gill et al.: Bewegen heißt Lernen! 900 Spiele und Übungen von Geburt bis Schuleintritt. Verlag an der Ruhr, 2021 
  • Ferber, Dorle & Steffe, Susanne: Sing, klatsch und spring. Mit Bewegung, Spiel, Musik und Gesang emotionale, sprachliche und musikalische Kompetenz fördern. Ökotopia, 2010
  • Jung, Heike: Bunte Bewegungsstunden für Kita-Kinder. Vom Urwald-Abenteuer bis zur Weltraum-Reise. Verlag an der Ruhr, 2014 
  • Klett-Kita: Das Kita-Jahreszeitenbuch. Bewegungsspiele. Klett Kita-GmbH, 2019
  • Sumfleth, Marco & Lamp, Florian: Das Spiel- und Bewegungsliederbuch. Die 100 besten Spiel- und Bewegungslieder. Lamp und Sumfleth Entertainment, 2013
  • Wiesel, Klara: Schleiche wie der Luchs, watschle wie die Ente. 50 Bewegungsspiele für Kinder. Pattloch, 2024
  • Zacherl, Karo: Psychomotorik. Spiel, Spaß und Bewegung im Kindergarten. Über 100 Ideen. Don Bosco, 2022
  • Zimmer, Renate: Bewegung erleben in der Krippe. Herder, 2021
  • Zimmer, Renate: Bewegung erleben in der Kita. Herder, 2021

Aggressionsspiele zum Austoben

  • Geißler, Uli: Wilde Spiele. Spiele, Spaß und Abenteuer für tobelustige und verwegene Gruppen. Ökotopia, 1999
  • Grubert, Angelika: Die 50 besten Spiele zur Selbstregulation. Den Umgang mit starken Gefühlen und Unruhe lernen. Don Bosco 2022
  • Leitenstorfer, Elke: Die 50 besten Wut-weg-Spiele. Don Bosco, 2022
  • Pabst, Magda: 100 Aktivitäten zur Wutkontrolle. Independently Published, 2024
  • Wagner, Martina: Schatzsuche, Ritterspiele und andere Abenteuer. Erlebnisreiche Spielaktionen für Kita-Kinder. Verlag an der Ruhr, 2020
  • Zimmer, Renate: Wilde Spiele zum Austoben. Durch Bewegung zur Ruhe kommen. Herder, 2018

Musikspiele

  • Gulden, Elke & Scheer, Bettina: 30 Musikstoppspiele. Bildkarten für Kinder. Bewegungsspiele & mehr für Kita, Grundschule und Kitaturnen. Don Bosco, 2021  
  • Hering, Wolfgang: Kreativ mit Klangbausteinen. Lieder und musikalische Spiele. Schott Musik GmbH, 2021
  • Schröder, Bianca: Trommel- und Rhythmusspiele. Für Kinder und für alle, die Spaß mit Trommeln und Rhythmen haben. Books on Demand, 2019  
  • Studer, Christoph & Mgonzwa, Benjamin: Jambo Afrika. Lieder, Tänze und Spiele. Fidula, 2006
  • Westhoff, Gabriele: Gespenster, Vivaldi und Meer. Musik erleben in Kindergarten, Musik und Grundschule. Fidula 2009
  • Westhoff, Gabriele: Hexen, Fußball- und Wüstenmusik. Musik erleben in Kindergarten, Musik und Grundschule. Fidula 2016

Regelspiele

  • Bischoff, Marion: Das Kita-Jahreszeitenbuch. Kreisspiele. Klett-Kita, 2024
  • Erkert, Andrea: Kinder brauchen Herzensbildung. Spiele und andere Angebote zur Förderung der emotionalen Intelligenz. Verlag modernes lernen, 2022
  • Erkert, Andrea: Lasst uns an einem Strang ziehen. Teambuilding-Spiele für Kinder im Alter von 5-8 Jahren. Verlag modernes lernen, 2020
  • Friedl, Inge: Alte Kinderspiele – einst und jetzt. Mit vielen Spielanleitungen. Böhlau, 2015 Klein, Suse: 200 neue Spielideen für das ganze Jahr. Praxisideen für Kindergarten und Kita. Kaufmann, 2017
  • Klein, Suse: Unsere Feste im Kindergarten. Die schönsten Feier- und Spielideen für Januar bis Juni: Fasching, Frühlingsfest, Ostern, Geburtstag, Sommerfest. Kaufmann, 2023
  • Lorenz, André & Lugert, Jutta: Spiele auf dem Land. Über 200 einfache und traditionelle Kinderspiele für jede Woche, jedes Alter und jedes Wetter. Stocker, 2017
  • Malua, Lisa: Spiele für Kinder mit riesigem Spaßfaktor. Das XXL-Spielebuch mit den besten Spielideen und Kinderspielen für draußen, drinnen und unterwegs. Perfekt geeignet für Kinder aller Altersstufen. EoB, 2023 
  • Muhr, Gisela & Kaymak, Nuesret: Spielen wie die Kinder früher: Alte Spiele für drinnen und draußen. Regionalia 2024 Reiss, Kerstin: Spiele für Kinder. Die schönsten und besten Kinderspiele für drinnen und draußen. ‎ Independently published, 2021
  • Schröder, Ute: Das Mitmachgeschichtenbuch. Spannende, bewegte, lustige, märchenhafte, ruhige und fantastische Geschichten zum Mitspielen für Kinder von 4 – 8 Jahren. Ökotopia, 2013
  • Steen, Ulrich: Kinderspiele. Tolle Ideen für drinnen und draußen. Bassermann, 2012
  • Ulbing, Katharina & Baumann, Barbara: Das große kleine Buch. Die schönsten Kinderspiele von früher. Servus, 2022
  • Woll, Johanna/ Götz, Theo/ Merzenich, Margret: Alte Kinderspiele wieder entdeckt. Ulmer, 2011

Märchen-/Theaterspiel

  • Albrecht-Schaffer, Angelika: Theaterwerkstatt für Kinder.100 und eine Idee rund ums Theaterspielen. Don Bosco, 2022
  • Klett Kita: Weltentdecker. Märchen und Geschichten zum Erzählen und Nachspielen in der Kita. Klett Kita GmbH, 2019
  • Kowolik, Bernadett: Kita-Kinder machen Theater. Kreative Ideen für Krippe und Kindergarten. Verlag an der Ruhr, 2015
  • Landa, Norbert & Landa, Thomas: Kinder machen Theater. Spiele und Stücke, Kostüme und Kulissen. Burckhardthaus, 2017
  • Mautz, Susanne: Praxisbuch Theaterspielen in Krippe und Kindergarten. Beltz Juventa 2024
  • Moeller, Cathrin: Bühne – Vorhang – Licht. Theaterspielen im Kindergarten. Beltz, 2012
  • Schröder, Ute: Theater für Zwischendurch. Bewegungs- und Mitmachgeschichten. Verlag an der Ruhr, 2020

Inklusion

  • Baumgartner, Michael/ Färber, Gisela/ Michels, Franz: Spielkartei für Sonder- und Heilpädagogik. 180 Spiele. Verlag modernes lernen, 4. Edition 2007
  • Brombacher, Mareike: Kita aktiv – Projektmappe Interkulturelle Bildung- unsere Welt ist bunt. Buch Verlag Kempen, 2017
  • Jung, Maggi: Projektmappe Reise um die Welt. Buch Verlag Kempen, 2011
  • Erkert, Andrea / Hemming, Antje/ Schlösser, Elke/ Wieber, Monika: Willkommen in unserer Kita. Spiele und Methoden für eine gelungene Integration. Ökotopia, 2016
  • Newmann, Sarah: Kleine Schritte vorwärts. Spiele und Aktivitäten für Kinder mit Behinderungen. DGVT, 2014
  • Stöppler, Reinhilde und Havemann, Meindert: „Spielen will gelernt sein!?“ Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung. Verlag modernen lernen, Dortmund 2016
  • Stöppler, Reinhilde & Kressin, Michael: Das pädagogische Puppenspiel. Theoretische Einführung und praktische Beispiele – auch für die inklusive Bildung. verlag modernes lernen, 2022

Handpuppenspiel

  • Albrecht-Schaffer, Angelika: Puppentheater mit Kindern. Handpuppen basteln und gestalten, Geschichten erfinden und selbst aufführen. Don Bosco, 2021
  • Boekholt, Christa: Lustige Kasperlestücke für einen Spieler. Für Kinder ab 3 Jahren. Bassermann, 2016
  • Gasser, Magdalena: Kinder, seid ihr alle da? Lustige Stücke fürs Kasperltheater. Praktische Tipps, lustige Kasperljausen. Athesia Tappeiner, 4. Verb. Aufl. 2018
  • Himmelsbach, Barbara: Handpuppen-Stücke für starke Kinder. 35 Spielanregungen zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Verlag an der Ruhr, 2022
  • Möller, Olaf: Große Handpuppen ins Spiel bringen. Technik, Tipps & Tricks für den kreativen Einsatz in Kindergarten, Schule, Familie und Therapie. Ökotopia, 2010

Freispiel

  • Fink, Michael: Freispiel – Impulse: Bauen und Konstruieren. Herder, 2020
  • Fink, Michael: Freispiel- Impulse: Werkstatt. Herder, 2023
  • Held, Nina & Fischer-Düvel, Gaby: Das Freispielbuch. Bildungsanregende Impulse für die Freispielzeit. Ökotopia Verlag, 2018
  • Held, Nina & Fischer-Düvel, Gaby: Ich spiele, also lerne ich. Freispiel in der Kita sinnvoll begleiten. Verlag an der Ruhr, 2024
  • Lange, Udo: Freispiel – Impulse: draußen. Herder, 2022

Schattenspiel

  • Albrecht-Schaffer, Angelika: Schattentheater für Kinder. Das Praxisbuch für das Spiel mit Licht und Schatten. Don Bosco, 2024
  • Collins, Sophie: Schattenfiguren. 100 Tiermotive mit der Hand gezaubert. Bassermann, 2008
  • Zimmermann, Erika: Wir spielen Schattentheater. Verlag Freies Geistesleben, 2011

„Das Leben ist ein Spiel, wie alle Spiele sind: Wer’s nicht versteht, verliert. Und wer’s versteht, gewinnt.“ (Johann Wilhelm Ludwig Gleim)

(Armin Krenz, Prof. h.c. Dr. h.c. et Honorarprofessor a.D.  für Entwicklungspsychologie & Elementarpädagogik) armin.krenz@web.de




Kinder mit Autismus: Ringen um Zugang und Teilhabe

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Lebenslagen und Bedürfnisse von Autistinnen und Autisten sichtbar machen

In Deutschland leben etwa 800.000 Autistinnen und Autisten. Viele von ihnen leben recht zurückgezogen und haben Schwierigkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. „Unsichtbarkeit führt zu Ausgrenzung. Sichtbarkeit schafft Akzeptanz und Normalität. Die Belange von Autistinnen und Autisten müssen sichtbar und akzeptiert sein, damit die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien verbessert wird.“, erklärt die Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg, Simone Fischer. Dies gelte insbesondere für Kinder und Jugendliche in Kita und Schule sowie für Autistinnen und Autisten mit höherem Assistenzbedarf.

„Der Wissenszuwachs über Autismus und die besonderen Teilhabebedarfe ist enorm. Vielen betroffenen Kindern und jungen Menschen nutzt das aber noch zu wenig“, so Simone Fischer. Beispielsweise berichten Eltern, dass sie mit missbilligenden Blicken gestraft werden, wenn ihr autistisches Kind bestimmte Regeln nicht einhält, Kinder und Jugendliche werden missverstanden und ihnen werde unterstellt, etwas nicht zu wollen, obwohl sie es schlicht nicht könnten.

Zugang und Teilhabe in Kitas

An die Ombudsstelle der Beauftragten werden Probleme herangetragen, bei denen es um den Zugang und die Teilhabe in Kitas gehe. Es betreffe beispielsweise die drastische Reduzierung von Betreuungszeit, insbesondere bei Personalengpässen, in einem Fall auf bis zu zwei Stunden pro Woche, während Kinder ohne Beeinträchtigungen die Kita weiterhin besuchen oder höhere Betreuungszeiten nutzen konnten.

Die Umsetzung von Assistenzleistungen gestalte sich teilweise schwierig. Viele Kinder erhalten zwar dem Grundsatz nach Assistenz, zum Beispiel durch Inklusionskräfte, die Eltern sind hinsichtlich der Suche und Organisation aber häufig auf sich gestellt. Dies führe dazu, dass Kinder die Kita nicht oder nicht mehr besuchen dürfen, wenn sie keine Begleitung haben. Problematisch sei es auch, wenn bei Kindern die Diagnostik noch nicht abgeschlossen sei, der Bedarf noch nicht festgestellt wurde oder wenn sich die Zuständigkeiten zwischen SGB VIII und SGB IX aufreiben und die Kinder deshalb noch keine Eingliederungshilfe erhalten. Es liegen auch Eingaben zu Kündigungen vor.

Eltern kämpfen häufig für die Teilhabe ihrer Kinder

„Aus diesen Anfragen geht hervor, dass Eltern für die Teilhabe ihrer Kinder häufig sehr kämpfen müssen. Belastend kommt hinzu, wenn ihnen vermittelt wird, dass sie das Problem sind oder wenn Wartezeiten für Beratung, Diagnostik und Therapieangebote sehr lang sind.“ Fehlende Inklusionskräfte, Erzieherinnenwechsel, steigende Gruppengrößen und die damit verbundene Reizüberflutung bei den betroffenen Kindern, Personalmangel, Unklarheiten über Zuständigkeiten und die damit zusammenhängende familiäre Belastung würden den Alltag der Familien erschweren.

Die Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg plädiert für eine gute Ausstattung der Kitas, um den Zugang der Kinder zu gewährleisten. Im Zentrum stehe die Stärkung der Erzieherinnen und Erzieher, der Eltern und Kinder. Dazu gehöre ein qualitativ-inklusiv ausgerichtetes Kita-Setting, die Bereitstellung von speziell strukturiertem Spiel- und Lernmaterial und Rückzugsmöglichkeiten, die Fort- und Weiterbildungen von Fachkräften für den Umgang mit neurodiversen Kindern sowie die Einstellung von pädagogischem Personal mit autismusspezifischer Zusatzqualifikation.

Kurze Wartezeiten für geeignete Beratungs- und Therapieplätze, eine gute Vernetzung zwischen Medizin und Kita, Beratung und Unterstützung durch Fachkräfte sowie die nachhaltige Unterstützung von Eltern und Angehörigen stellen Kriterien dar, die die Lebenssituation der Familien und die Voraussetzungen für alle Beteiligten verbessern.

Frühzeitiger Zugang zu Beratung, Diagnostik und Therapie ist wesentlich

In Freiburg tauschte sich die Landes-Behindertenbeauftragte auch mit dem Zentrum für Autismus-Kompetenz Südbaden (ZAKS) aus. Insgesamt betrügen Wartezeiten bei Beratung, Diagnostik und Therapien für Autistinnen und Autisten deutschlandweit ein Jahr und länger. Simone Fischer: „Es ist bedeutsam, dass Autistinnen und Autisten sowie ihre Familien früh die notwendige Unterstützung bekommen und auf Verständnis stoßen. Dies trägt dazu bei, dass sie weder in Kita, Schule, Ausbildung und Studium ausgegrenzt werden, im Berufsleben Fuß fassen und ihr Leben gestalten können. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht gezielte Fördermaßnahmen und kann gute Erfolge erzielen.“

Die von der Landesregierung geförderten Interdisziplinären Frühförderstellen (IFF) bieten einen niederschwelligen Zugang zur Frühförderung, um eine gezielte ganzheitliche Therapie und Förderung einzuleiten, Entwicklungsstörungen sowie drohenden oder bestehenden Behinderungen zu begegnen. Sie arbeiten unter anderem mit den Sozialpädiatrischen Zentren für Kinder und Jugendliche (SPZ) und den Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin zusammen. Und sie bieten eine zentrale und wichtige Anlaufstelle. Für das SPZ in der Nähe gibt es eine Kartensuche.

Informationen, Beratung und Unterstützung für Autistinnen und Autisten, Angehörige und Fachkräfte bietet der Bundesverband Autismus Deutschland e.V. Dort gibt es auch eine Kartensuche für regionale Angebote. 

Insolvenz der ZAKS gGmbH: Die betroffenen Land- und Stadtkreise wollen jetzige Angebote in welcher Form auch immer aufrechterhalten

Am 1. Juli 2024 hat das gemeinnützige Zentrum für Autismus-Kompetenz in Südbaden (ZAKS gGmbH) Insolvenz angemeldet. Davon betroffen sind 90 Beschäftigte in sechs südbadischen Land- und Stadtkreisen: Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Freiburg, Lörrach, Ortenau und Waldshut. Bisher wurden im ZAKS 420 autistische Kinder und Jugendliche und knapp 30 Erwachsene behandelt.

Die sechs Kreise haben umgehend Verhandlungen aufgenommen, um die jetzigen Angebote der ZAKS in welcher Form auch immer aufrechterhalten zu können. Diese Verhandlungen laufen in alle Richtungen. Auf einem Termin der sechs Kreise mit rund 30 Leistungserbringern aus Südbaden gab es gestern großes Interesse, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen gut zu versorgen und entsprechende Angebote auszuweiten oder neu zu schaffen. Dies gilt über alle beteiligten Kreise hinweg.

In wenigen Wochen werden sich die eingeleiteten Schritte konkretisieren. Die sechs Kreise werden erneut informieren, sobald konkrete Ergebnisse vorliegen. Miteinander wurde verabredet, bis dahin auf weitere Pressearbeit zu verzichten.

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg,
Pressemitteilung Stadt Freiburg im Breisgau




Fahrradanhänger im Test – Verbotene Schadstoffe und Sicherheitsmängel

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Stiftung Warentest: Totalausfall im Test von Fahrradanhängern für Kinder

Die Stiftung Warentest hat zahn Kinder Fahrradanhänger getestet. Alle Modelle sind mangelhaft – wegen Sicherheitsmängeln, Schadstoffen oder beidem. Fast alle geprüften Anhänger enthalten verbotene Chemikalien, manche schützen Kinder bei Unfällen zu wenig und bei einem Produkt brach obendrein die Deichsel.

Hauptkritikpunkt sind verbotene Fluorverbindungen (PFAS)

„Die Stoffe in dieser Gruppe sind chemisch ausgesprochen stabil und bauen sich in der Umwelt nicht ab“, sagt Holger Brackemann, Leiter des Bereichs Untersuchungen der Stiftung Warentest. „Sie verteilen sich weiträumig bis in die Antarktis und können sich auch in Lebewesen anreichern.“

Ein direktes Gesundheitsrisiko für Kinder in den Fahrradanhängern besteht bei diesen Chemikalien nicht. Doch die Tester fanden auch noch zahlreiche andere problematische Schadstoffe: In Griffen, Sitzbezügen, Gurten oder Wänden haben sie PAK, Phthalate oder Chlorparaffine nachgewiesen.

Vier der zehn getesteten Fahrradanhänger versagten zudem im Sicherheitstest

Sie boten beim 180-Grad-Überschlag zu wenig oder keinen Platz zwischen Kopf und Boden, in Seitenlage berührte der Kopf des angeschnallten Dummies harte Bauteile. Beides kann bei Unfällen zu schweren Kopfverletzungen führen. Ein Modell fiel im Dauertest durch: An einem Prüfexemplar brach die Deichselkupplung, an einem weiteren riss sie ein.

Das Fazit von Brackemann: „Die Testergebnisse sind wirklich enttäuschend. Wir können keinen einzigen Fahrradanhänger empfehlen.“

Der Test erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/fahrradanhaenger.

Quelle: Pressemitteilung Stiftung Warentest




Fachtagung: Pädagogische Interaktion zwischen Materialität und Digitalität

pfv

Bundesfachtagung des Pestalozzi-Fröbel-Verband e.V. am 27. und 28. September 2024

Heute wachsen Kinder in materielle wie digitale Welten hinein, die einander zunehmend durchdringen. Der Pestalozzi-Fröbel-Verband (pfv) beleuchtet dieses Spannungsfeld aus theoretischer wie praktischer Perspektive und fragen nach den Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Kind und Fachkraft.

Sollen pädagogische Fachkräfte Kinder bei ihren frühen digitalen Medienerfahrungen unterstützen und ihnen im pädagogischen Alltag einen Raum geben? Welche Fragestellungen ergeben sich daraus für pädagogische Konzeptionen und für die pädagogische Interaktion im Alltag? Individuelle Medienkompetenz wie auch die Einbindung in das pädagogische Konzept des Teams sind wichtige Voraussetzungen. Der pfv wirft in diesem Zusammenhang einen kritischen Blick auf die Vielzahl der digitalen Projekte, Angebote und Einsatzmöglichkeiten.

In Vorträgen, Workshops und persönlichen Gesprächen entsteht Raum für einen kritischen Diskurs. Der Verband Lädt dazu ein , anlässlich der Bundesfachtagung Teil dieser Diskussion zu sein und neue Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten. Besonders hinweisen möchte er auf die im Rahmenprogramm ausgewählten Kindergärten in Erfurt, die ihre Türen öffnen und den hier beschriebenen Fragen aus Praxisperspektive nachgehen wollen.

Die Bundesfachtagung des pfv erfolgt in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Kindheitspädagogik der Fachhochschule Erfurt. Weitere Informationen finden Sie hier

  • Teilnahmegebühr: 90,-€ / für pfv-Mitglieder und Studierende 60,-€
  • Veranstaltungsort: FH Erfurt, Altonaer Straße 25, 99085 Erfurt
  • Anmeldung: Melden Sie sich über den Flyer oder über die Website an:

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Fünf Forschungsideen, die Kindern helfen, den Straßenverkehr zu verstehen

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Achtung – Kinder im Straßenverkehr! Wissen bringt Sicherheit

Bereits Anfang August enden in den ersten Bundesländern die Sommerferien. Damit sind morgens und nachmittags wieder mehr Kinder auf den Straßen unterwegs. Sicherheit auf dem Weg zur Kita oder Schule ist deshalb ein wichtiges Thema. Autos und Fahrräder zählen, Wege optimieren oder Hindernisse überwinden: Wer mit Kindern gemeinsam den Verkehr unter die Lupe nimmt, hilft ihnen dabei, sich sicherer in diesem zu bewegen. Hier gibt es die besten Ideen der Stiftung Kinder forschen, um mit Kindern im Kita- und Grundschulalter auf die schnellste Entdeckungsreise des Jahres zu gehen.                                                    

1. Wie viel Verkehr hat auf der Straße Platz?

Mit dem Auto oder dem Fahrrad, mit dem Bus oder zu Fuß – Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Kita oder zur Schule zu kommen. Wer nutzt welche und warum? Und was ist sonst noch los da draußen. Haben auf der Straße und dem Gehweg vor der Kita oder Schule alle Fußgänger:innen und Fahrzeuge genügend Platz? Lassen Sie die Kinder den Verkehr beobachten.

Verkehrsbeobachtung starten

2. Auf die Räder, fertig, los!

Kinder bewegen sich jeden Tag fort: Sie gehen und rennen, fahren mit dem Rad, Roller, Laufrad oder Skateboard oder bei Erwachsenen im Auto mit. Dabei stellen sie immer wieder fest, dass Rad nicht gleich Rad ist. Mit welchen Fortbewegungsmitteln kommen Kinder wo am besten voran? Finden Sie es gemeinsam heraus!

Testfahrten beginnen

3. Informatik trifft Streckenplanung: Der optimale Rundweg

Bei einem Zoobesuch möchten wir gern alle Tiere sehen und trotzdem nicht unnötig weit laufen – wir suchen also einen optimalen Rundweg. Hinter dieser Überlegung, die im Alltag immer mal wieder auftaucht, verbirgt sich eine der wichtigsten Herausforderungen in der Informatik. Informatiker:innen suchen auch heute noch nach schnellen Verfahren, um bei Routen mit sehr vielen Zwischenstopps den kürzesten Weg zu finden. Suchen Sie mit!

Jetzt den optimalen Weg finden

4. Piktogramme: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Auch diese Forschungsidee stammt aus der informatischen Bildung. Piktogramme sind kinderleicht zu verstehen, denn man muss nicht lesen können, um den Sinn der Bilder zu erfassen. Gehen Sie mit den Kindern auf Entdeckungstour zum Thema „Piktogramme“. Im Straßenverkehr, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Gebäuden entdecken die Mädchen und Jungen viele Symbole und Zeichen, die Hinweise, Verbote oder allgemeine Informationen vermitteln. Wofür stehen sie?

Zur Forschungsidee

5. Freie Bahn für alle: Barrieren überwinden

Nicht alle Menschen kommen im Straßenverkehr problemlos voran. Welche Barrieren entstehen, wenn sich Menschen nicht gut bewegen, sehen oder hören können? Und wie ließen sich Hindernisse beseitigen? Starten Sie einen Versuch!

Jetzt Hindernisse überwinden

Quelle: Pressemitteilung Stiftung Kinder forschen