Bildung für nachhaltige Entwicklung: Online-Kurs für Fachkräfte
geschrieben von Redakteur | Juni 15, 2026
Einstieg in die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Nachhaltigkeit umfasst weit mehr als ökologische Produkte oder bewusstes Konsumverhalten. Sie betrifft die Art und Weise, wie Menschen heute handeln, um auch zukünftigen Generationen gute Lebensbedingungen zu ermöglichen. Doch wie lässt sich dieses Thema im pädagogischen Alltag aufgreifen und vermitteln?
Dieser Online-Kurs bietet einen praxisnahen Einstieg in die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Teilnehmende setzen sich mit zentralen Nachhaltigkeitsthemen auseinander und lernen vielfältige Methoden kennen, um BNE nachhaltig in ihre Bildungsarbeit zu integrieren. Dabei dient der BNE-Baukasten als hilfreiches Instrument für die Planung und Umsetzung pädagogischer Angebote.
Inhalte des Online-Kurses
Der Kurs vermittelt grundlegendes Wissen und zeigt praxisorientierte Wege auf, Nachhaltigkeit im Bildungsalltag zu verankern.
Persönliche Zugänge zu Nachhaltigkeit reflektieren
Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit ihren eigenen Erfahrungen und Sichtweisen zu Nachhaltigkeit, Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung kennenlernen
Eine Einführung vermittelt die wichtigsten Hintergründe, Ziele und Prinzipien von BNE sowie deren Bedeutung für die pädagogische Praxis.
Den BNE-Baukasten gezielt einsetzen
Der BNE-Baukasten wird als vielseitiges Werkzeug vorgestellt, das Fachkräfte bei der Planung und Gestaltung nachhaltiger Bildungsangebote unterstützt.
Mit Kindern entdecken, forschen und nachdenken
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Entdecken und Forschen mit Kindern. Dabei wird gezeigt, wie Nachdenkgespräche pädagogisch begleitet und für nachhaltige Lernprozesse genutzt werden können.
Lernziele der Fortbildung
Nach Abschluss des Online-Kurses:
kennen Sieden BNE-Baukasten und können ihn gezielt in deiner Bildungsarbeit einsetzen.
reflektieren Sie eigenes nachhaltiges Handeln und vertiefen wichtige Themenfelder der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
entwickeln Sie Motivation und Ideen, um Bildungsangebote und Projekte im Sinne von BNE zu gestalten und umzusetzen.
Flexibel lernen – im eigenen Tempo
Der Online-Kurs kann zeitlich unabhängig bearbeitet werden. Die einzelnen Inhalte lassen sich flexibel in den persönlichen Alltag integrieren. Reflexionsfragen unterstützen die Vertiefung der Themen, während praxisnahe Beispiele und Anregungen wertvolle Impulse für die pädagogische Arbeit liefern.
Badge „Durchstarter:in Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erwerben
Neben einer Teilnahmebescheinigung besteht die Möglichkeit, das Badge Durchstarter:in „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu erhalten. Voraussetzung dafür ist der erfolgreiche Abschluss dieses Online-Kurses sowie der Kurse „Partizipation von Kindern“ und „Ein Einstieg – Philosophieren mit Kindern“.
Weiterführende Informationen zum Badge-System sind im Bereich „Häufige Fragen“ verfügbar.
Anerkennung im Rahmen der Zertifizierung
Die Teilnahme an dieser Fortbildung wird bei der Zertifizierung von Kitas, Horten und Grundschulen anerkannt. Damit leistet der Kurs einen wertvollen Beitrag zur Qualitätsentwicklung und nachhaltigen Ausrichtung von Bildungseinrichtungen.
Selbstlernkur: Grundlagen und Ziele der BNE im Kindergarten
Kindertageseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Kinder auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Das Konzept der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, nachhaltiges Denken und verantwortungsvolles Handeln altersgerecht zu fördern.
Doch was zeichnet eine Kita aus, die BNE erfolgreich umsetzt? Wie lassen sich Kinder aktiv an Bildungsprozessen beteiligen? Und welche Möglichkeiten gibt es, das Umfeld der Einrichtung in nachhaltige Entwicklungsprozesse einzubeziehen?
Nachhaltigkeit im Kita-Alltag erlebbar machen
Dieser Selbstlernkurs vermittelt die Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und zeigt auf, wie sich das Konzept in den pädagogischen Alltag integrieren lässt. Dabei stehen praxisnahe Beispiele im Mittelpunkt, die verdeutlichen, dass BNE weit über klassische Umweltbildung hinausgeht.
Teilnehmende lernen unterschiedliche Ansätze kennen, um nachhaltige Bildungsprozesse in der Kita anzustoßen und langfristig zu verankern. Gleichzeitig erhalten sie Anregungen, wie Kinder aktiv in Entscheidungs- und Lernprozesse eingebunden werden können.
Naturwissenschaftliche Bildung und BNE verbinden
Anhand des Themas Boden wird gezeigt, wie frühe naturwissenschaftliche Bildung mit den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung verknüpft werden kann. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Lernumgebungen gestalten, die sowohl naturwissenschaftliche Kompetenzen als auch nachhaltiges Denken fördern.
Dabei bieten zahlreiche Alltagssituationen wertvolle Lernanlässe. Ob Hochbeet, Komposthaufen, Regenwurmglas, Fußballspiel oder Repair Café – überall lassen sich Fragen zu Nachhaltigkeit, Verantwortung und Gemeinschaft aufgreifen.
BNE als Bestandteil des Kita-Konzepts
Der Kurs unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, passende Impulse für ihre Einrichtung zu entwickeln und nachhaltige Bildung dauerhaft im pädagogischen Konzept zu verankern. Dabei wird deutlich, wie Kinder, Fachkräfte, Eltern und weitere Beteiligte gemeinsam zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können.
Das lernen Sie im Kurs
Nach erfolgreichem Abschluss können Sie:
das Bildungskonzept BNE erklären und als alltagsintegriertes Leitprinzip in der Kita anwenden,
nachhaltige Handlungsmöglichkeiten für die eigene pädagogische Praxis erkennen und konkrete Umsetzungsideen entwickeln,
naturwissenschaftliche Bildungsangebote mit BNE verbinden und daraus partizipative Lerngelegenheiten für Kinder gestalten.
Zielgruppe
Der Selbstlernkurs richtet sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern im Kindergartenalter arbeiten und nachhaltige Bildung stärker in ihren Alltag integrieren möchten.
Flexibel lernen im eigenen Tempo
Alle Selbstlernkurse der Forscherstation können zeitlich flexibel bearbeitet werden. Sie entscheiden selbst, wann und in welchem Tempo Sie die Inhalte durchlaufen. Unterbrechungen sind jederzeit möglich, ohne dass Lernfortschritte verloren gehen.
Die Bearbeitungszeit beträgt etwa drei bis dreieinhalb Stunden. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Diese kann – bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen – auch auf den Erwerb einer Forscherstationsplakette im ForscherstationKlaus-Tschira-Kompetenzzentrumfür frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbHRahmen ausgewählter Kombinationsangebote angerechnet werden.
Quelle: Forscherstation Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH
Was Kinder heute brauchen: Fortbildung zur Kinderpsychologie
geschrieben von Redakteur | Juni 15, 2026
Bindung, Neurodiversität, soziale Medien und Resilienz: Eine neue Präsenzfortbildung mit Psychologe Dr. Thomas Fuchs richtet den Blick auf zentrale Fragen moderner Kindheit.
9,5 Millionen Minuten – so viel Zeit verbringen Kinder ungefähr vom ersten Atemzug bis zum 18. Lebensjahr. Eine gewaltige Zeitspanne. Und zugleich eine Phase, in der sich entscheidet, wie Kinder die Welt erleben, wie sie Beziehungen gestalten und wie widerstandsfähig sie durchs Leben gehen.
Genau dort setzt die Präsenzfortbildung „Was Kinder brauchen – Kinderpsychologie live erleben“ an, die am 29. September 2026 im Museum am Schölerberg in Osnabrück stattfindet. Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Tagespflegepersonen sowie Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit.
Zentrale Fragen im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen, die viele pädagogische Fachkräfte täglich beschäftigen: Warum ist eine sichere Bindung für Kinder so wichtig? Wie können Erwachsene mit schwierigen Verhaltensweisen umgehen, ohne die Beziehung zum Kind zu gefährden? Welche Rolle spielen soziale Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen? Und was bedeutet eigentlich Neurodiversität?
Die Fortbildung möchte dabei nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern Kinderpsychologie greifbar und erlebbar machen. Die Themen werden laut Ausschreibung „multimedial und experimentell aufgearbeitet“ . Besonders interessant dürfte für viele Teilnehmende auch der Schwerpunkt zur Pubertät sein – jener Lebensabschnitt, der Eltern und pädagogische Fachkräfte oft gleichermaßen fordert.
Welche Kinder hinterlassen wir der Welt?
Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf eine größere gesellschaftliche Frage: Welche Welt hinterlassen Erwachsene den Kindern – und welche Kinder hinterlassen wir der Welt? Dahinter steht die Idee, Kinder wieder stärker aus ihrer eigenen Perspektive wahrzunehmen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Resilienz. Pädagogische Fachkräfte erfahren, wie sie Kinder dabei unterstützen können, widerstandsfähig, solidarisch und verantwortungsvoll aufzuwachsen. Die Ausschreibung formuliert dazu einen eindrucksvollen Gedanken: „Denn Kinder sind die Saat der Zukunft.“
Über den Referenten
Referent der Veranstaltung ist Dr. rer. soc. Thomas Fuchs, Diplom-Psychologe mit den Schwerpunkten klinische und pädagogische Psychologie. Er arbeitete viele Jahre als Kinder- und Jugendpsychologe und promovierte über Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen. Neben seiner Tätigkeit in eigener Praxis absolvierte er zusätzliche Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Supervision und Selbsterfahrung.
Die Fortbildung findet als Präsenzveranstaltung am 29.09.2026 von 9:00 bis etwa 15:30 Uhr im Museum am Schölerberg in Osnabrück statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine Bescheinigung über acht Unterrichtseinheiten.
Professioneller Umgang mit kindlicher Sexualität in der Kita
geschrieben von Redakteur | Juni 15, 2026
Zwischen sexueller Bildung und Schutz vor Missbrauch: Interaktives Webinar für päagogische Fachkräfte
Kindliche Sinnesfreude, Körperneugier und Körperlust gehören zu einer gesunden Entwicklung. Dennoch erleben viele pädagogische Fachkräfte im Alltag große Unsicherheiten: Was gilt als altersgerecht? Wo beginnen Grenzverletzungen? Und wie können Kinder zugleich in ihrem Recht auf sexuelle Bildung gestärkt und wirksam vor sexualisierter Gewalt geschützt werden?
Das interaktive Webinar „Professioneller Umgang mit kindlicher Sexualität“ vermittelt praxisnahes Wissen und bietet Raum für fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt stehen Fragen aus dem pädagogischen Alltag sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für Kindertageseinrichtungen.
Themenschwerpunkte des Webinars:
Grundlagen einer regelhaften psychosexuellen Entwicklung
Einschätzung kindlicher Verhaltensweisen: Was ist altersgerecht?
Gestaltung einer altersangemessenen sexuellen Bildung
Regeln und Schutzkonzepte für Körpererkundungsspiele
„Zonen abgestufter Intimität“ in der Kita
Zusammenarbeit mit Eltern zu sensiblen Themen
Prävention sexualisierter Gewalt
Handlungsmöglichkeiten bei Verdachtsfällen oder Grenzverletzungen
Die Veranstaltung zeigt auf, wie Kinderrechte auf sexuelle Bildung und Schutz vor Missbrauch gleichermaßen berücksichtigt werden können.
Termin: 1. Juni 2026, 09:00 bis ca. 12:00 Uhr Referent: Jörg Maywald Teilnahmegebühr: 67,00 Euro Hinweis: Die Teilnahme ist auch als Team möglich.
Kursinformation zum Ausdrucken finden Sie hier. Anmelden können Sie sich hier.
CREATIVA 2026: Exklusive Gruppenangebote & Inspiration für Kitas
geschrieben von Redakteur | Juni 15, 2026
Die CREATIVA 2026 findet vom 25. bis 29. März 2026 in Dortmund statt
Sie bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten. Hier sind die Highlights und Angebote, die speziell für den Kita-Bereich im Rahmenprogramm der CREATIVA 2026 geplant sind:
Workshop Area „THE PINK SPOT“ & Bastelzirkus: Diese Bereiche bieten spezifische Mitmach-Aktionen, die sich gut für kreative Projekte in Kitas eignen.
Kreativität & Nachhaltigkeit: Die „Sustainable City“ wird als wichtiges, zukunftsweisendes Angebot hervorgehoben, das neue Impulse für umweltbewusstes Basteln und Gestalten in Einrichtungen liefert.
Fokus auf DIY & Kreativtechniken: Neben den Kita-spezifischen Angeboten finden sich zahlreiche Workshops zu DIY-Techniken, die als Anregung für Gruppenaktivitäten dienen können.
Netzwerktreffen & Inspiration: Die Messe dient als Treffpunkt, um neue Materialien, Trends und Ideen für die pädagogische Praxis zu entdecken.
Wichtige Infos:
Termin: 25. – 29. März 2026.
Ort: Messe Dortmund.
Es wird empfohlen, das detaillierte Workshop-Programm auf der offiziellen CREATIVA-Website zu prüfen, da die Bastelzirkus-Inhalte speziell auf kindgerechte Anwendungen ausgelegt sind.
In den Online-Live-Webinare der Serie „Kinder beteiligen, fördern, schützen!“ werden wichtige Aspekte im Alltag der institutionellen Betreuung von Kindern und Aspekte eines entwicklungsförderlichen, kinderrechtsbasierten Ansatzes in den Blick genommen. Neben kinderärztlicher Expertise, einem entwicklungspsychologischen oder erziehungswissenschaftlichen Blick, bringen diese auch soziologische Sichtweisen ein sowie aktuelles fachliches Wissen in speziellen Bereichen, unter anderem der Arbeit mit traumatisierten Kindern, und Ergebnisse neuer Forschungsvorhaben. Die Webinar-Referent*innen gehören dem interdisziplinären Vorstand der Deutschen Liga für das Kind an. Im Januar 2026 stellt Prof. Dr. Jeanette Roos ihre Expertise zur Verfügung.
Kinder beteiligen, fördern, schützen! Live-Webinarreihe der Deutschen Liga für das Kind
Konflikte in der Kita lösen, mit Prof. Dr. Jeanette Roos, Professorin für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg a. D. 20. Januar 2026, 16.30 – 18.30 Uhr
Wo zusammen gespielt, gelernt und gearbeitet wird, gibt es auch Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten. Konflikte sind Bestandteil des Zusammenlebens und treten auf, wenn Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Erwartungen und Erfahrungen aufeinandertreffen. Sie können zu produktiven Aushandlungsprozesse, aber auch zu Auseinandersetzungen mit unangenehmen Folgewirkungen führen. Damit das Zusammensein und Zusammenarbeit in Kindertageseinrichtungen gelingt, ist eine professionelle Konflikt- und Gesprächskultur notwendig. Diese prägt die Atmosphäre unter den pädagogischen Fachkräften und spiegelt sich in der Kommunikation mit Kindern, unter den Kindern sowie mit den Eltern wider. Im Webinar wird grundlegendes Wissen vermittelt:
Voraussetzungen einer konstruktiven Konflikt- und Gesprächskultur und wertschätzender, akzeptierender Kommunikation
Gesprächsformen und ihre Besonderheiten
Mediationsmöglichkeiten
Fragen und Fallbeispiele der Teilnehmenden werden aufgegriffen.
Die Online-Live-Webinare der Reihe „Kinder beteiligen, fördern, schützen!“ wenden sich an Pädagog*innen aus Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Dazu zählen Kita, Krippe und Kindertagespflege. Angesprochen sind außerdem Kita-Fachberatungen, Fachpersonal in Jugendämtern sowie Dozierende in Aus-, Fort- und Weiterbildungskontexten.
Ebenso richten sich die Webinare an Personen, die sich – auch unabhängig vom eigenen beruflichen Hintergrund – für die Belange und das Wohlbefinden junger Kinder einsetzen. Sie unterstützen eine Verbesserung ihrer Chancen und Rechte. Für Mitglieder und Förderer der Deutschen Liga für das Kind bieten die Webinare zudem eine gute Möglichkeit, Einblicke in die Arbeit der Liga zu gewinnen. Die Webinare sind auch für Mitglieder und Förderer der Deutschen Liga für das Kind eine gute Möglichkeit, Eindrücke von der Arbeit der Liga zu gewinnen.
Die Webinar-Folien werden nach dem Termin zur Verfügung gestellt. Beispiele und Fragen der Teilnehmenden sind willkommen und werden aufgegriffen. Auch Kontingentbuchungen für Kitateams und Träger sind möglich.
Humor in der Pädagogik: Zertifikatslehrgang für Lachen und Lernen 2026
geschrieben von Redakteur | Juni 15, 2026
Wie Humor, Lachforschung und Hirnforschung das Lernen nachhaltig stärken
Humor fördert Gedächtnis, Kreativität und soziale Kompetenz – und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil gelingender Bildungsprozesse. Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen klar: Lernen gelingt besonders gut auf der Basis vertrauensvoller Beziehungen. Ein Lächeln ist oft der kürzeste Weg dorthin.
Der Lehrgang vermittelt aktuelles Wissen aus Gelotologie (Lachforschung), Psychologie, Soziologie und Hirnforschung und zeigt, wie Humor Lernprozesse erleichtert und Beziehungen stärkt. Teilnehmende erfahren, wie sie humorvolles Unterrichten und Erziehen professionell gestalten und mehr Leichtigkeit in ihren pädagogischen Alltag bringen können.
Inhalte
Kulturgeschichte, Medizin, Soziologie, Psychologie und Pädagogik des Lachens
Neue Erkenntnisse aus Gelotologie (Lachforschung) und Hirnforschung
Pädagogische Schlussfolgerungen für nachhaltiges Lernen und Behalten
Praktische Methoden: Spiele, Lachyoga, Impulse für humorvolles Unterrichten und Erziehen
Über die Referentin
Dr. Charmaine Liebertz ist Erziehungswissenschaftlerin, Institutsleiterin der Gesellschaft für ganzheitliches Lernen e. V. und Autorin zahlreicher Fachbücher – darunter Das Schatzbuch der Herzensbildung. Seit vielen Jahren vermittelt sie humorvolle und beziehungsorientierte Lernansätze in Aus- und Weiterbildung.
Veranstaltungsdaten & Anmeldung
Termin: Donnerstag, 16. April 2026, 14 Uhr bis Samstag, 18. April 2026, 12 Uhr
Zielgruppe: Lehrerinnen, Erzieherinnen, Eltern, Therapeut*innen und alle, die Humor als Ressource für gelingende Bildungsprozesse nutzen möchten.
Kursbeitrag: € 350,- inkl. Lehrgangsmappe und Zertifikat (Förderung über das Bildungskonto des Landes OÖ möglich; Elternbildungsgutscheine werden angenommen.)
Organisatorin: Gabriele Hofer-Stelzhammer
Hinweis: Es sind Abendeinheiten vorgesehen; eine Übernachtung im Bildungshaus wird empfohlen. Für mehr Informationen bitte das Detailprogramm anfordern.
Humor und Lachen in der Kita fördern Lernen und Entwicklung. Charmaine Liebertz zeigt in ihrem „Schatzbuch des Lachens“, warum Kinder mit Frohsinn leichter lernen und Herausforderungen besser bewältigen. Dazu präsentiert sie viele Spielideen und Wortakrobatik, die Lachen und Lernen verbinden und Kinder stärken.
Dr. Charmaine Liebertz Das Schatzbuch des Lachens Grundlagen, Methoden und Spiele für eine Erziehung mit Herz und Humor 208 Seiten ISBN: 978-3-944548-27-2 20 €
Gesprächskultur in der Kita: Wie Sprache Beziehungen gestalten kann
geschrieben von Redakteur | Juni 15, 2026
Eine achtsame Gesprächskultur stärkt Teamarbeit, Vertrauen und Professionalität im pädagogischen Alltag. Sie beginnt mit echtem Zuhören.
Die sprachliche Kommunikation geht – trotz mancher Kürze – stets einen sehr langen Weg. Denn: gedacht ist nicht gesagt/gesagt ist noch nicht gehört/gehört heißt nicht immer richtig verstanden werden/verstanden werden heißt nicht immer mit dem Gesagten einverstanden zu sein/einverstanden sein heißt nicht immer, das Neue anzuwenden/etwas angewendet haben, heißt noch nicht behalten haben und etwas behalten, heißt noch lange nicht, dieses beizubehalten (in Anlehnung an Konrad Lorenz). Sprache kann berühren und Entwicklungsprozesse in Gang setzen – sie kann aber auch Beziehungen zerstören und Vorhaben zum Scheitern bringen. Sprache kann in eine gedankliche Tiefe führen oder zur oberflächlichen Betrachtung verleiten. Sprache kann Konflikte auflösen oder verschärfen. Hier kommt allen Mitarbeiter:innen eine ganz besondere Bedeutung zu: jede Kolleg:in ist Vorbild, Initiator:in für Innovationen, Begleiter:in in schwierigen Situationen, Moderator:in in Problemsituationen und Expert:in in fachlichen Fragen und Auseinandersetzungen.
In einem guten Gespräch muss man nicht immer etwas Gutes sagen. Manchmal reicht es auch, einfach mal gut zuzuhören. (Klaus Seibold)
Jedes direkte Gespräch setzt sich aus fünf primärbeteiligten Größen zusammen:
der eigenen Person (mit den gelernten, verinnerlichten Gesprächs(in)kompetenzen
sowie den intraindividuellen Persönlichkeitsmerkmalen),
der anderen Person (mit ihren gelernten, verinnerlichten Gesprächs(in)kompetenzen
sowie deren intraindividuellen Persönlichkeitsmerkmalen), dem Thema/Inhalt/der Problemstellung;
der aktuellen Beziehungsgeschichte/Beziehungsstärke/-schwäche (geprägt durch Sympathie/Antipathie) zwischen den Gesprächsbeteiligten und den vorherrschenden Gesprächsbedingungen.
Soweit wie möglich sollte zunächst für ein gesprächsförderliches Setting gesorgt werden:
Ausblenden von möglichen Störungen, einer mit Distanz versehenen Sitzgelegenheit (bei einem Zweiergespräch: in einem guten Abstand voneinander, ca. 1,50 m im zugewandten Sitzwinkel von etwa 140 Grad), einer für das Gesprächsziel ausreichenden Zeit und das Ganze ohne Ablenkungspotenzial wie beispielsweise Plätzchen oder Getränken. Man selbst sollte sich vor dem Gespräch sowohl inhaltlich gut vorbereitet (Zielsetzung überprüft und strukturiert aufgebaut? Argumente zusammengestellt, Beispiele parat, mögliche Gegenargumente durch weitere Argumente erweitert?) als auch die Beziehungsebene für sich selbst geklärt haben! Damit sind wesentliche Gesprächsförderer aktiviert: die Möglichkeit der Konzentration auf den Gesprächspartner und den Inhalt, die Fokussierung auf das Ziel sowie ein Gefühl der inneren Sicherheit als Garant für ein zumindest mittleres Maß an Ruhe und Entspannung.
Wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Sprache sechs Dimensionen beinhaltet (Sprache als Weitergabe von Informationen, als Medium zum Herstellen und Aufrechterhalten von Beziehungen, als persönliche Meinungsäußerung, zur Beeinflussung des Verhaltens anderer, als Ausdruck von Gefühlen und zur Problemlösung),
dann werden in einer Gesprächskultur vor allem drei Schwerpunkte in den Mittelpunkt gerückt:
1.) Gespräche dienen der Beziehungspflege und verlangen damit eine zugewandte, aufgeschlossene, freundliche Haltung zum Gesprächspartner!
2.) Gespräche dienen zur detaillierten Weitergabe von fachlich-sachlichen Informationen und verlangen daher ein hohes Maß an Sachorientierung.
3.) Gespräche dienen einer nachhaltigen Problemlösung, wodurch diese Zielrichtung vorgibt, ein sachlich abgewogenes Ziel vor Augen zu haben und fokussiert vorzugehen.
In einer Gesprächskultur geht es also nicht darum, das Verhalten des Gesprächpartners zu beeinflussen/zu manipulieren oder von etwas Bestimmtem zu überzeugen. Vielmehr schafft es sowohl das freundlich-sachliche Beziehungsverhältnis als auch das inhaltlich geführte Sachgespräch, überzeugend (!) zu sein. Die in einer Person provozierten Gefühle müssen an anderer Stelle (z. B. durch ein weiteres Zweiergespräch, durch eine Selbstreflexion, bei starken Beziehungsstörungen durch Supervision, Coaching oder Selbsterfahrungsseminare) analysiert und geklärt werden, weil hier unter einer systemischen Betrachtung zuvorderst aktualisierte Kindheitserfahrungen zum Ausbruch kommen.
Weißt du, was ein totes Gespräch ist? Es ist, wenn man mit geschlossenen Augen, mit verriegeltem Gehirn und mit einer zugemauerten Seele redet und zuhört. Dieses viele tote Denken und tote Reden hat uns Menschen auseinandergebracht. (Heinz Körner)
Wie oben erwähnt sind vor allem die drei Hauptfeinde einer angestrebten Gesprächskultur –
(a) wenn Beziehungsstörungen auf einer pseudo-inhaltlichen Ebene ausgefochten,
(b) Meinungen statt Sachargumente ins Diskussionsfeld geworfen und
(c) dogmatisch geprägte/starre Überzeugungsversuche eingesetzt werden
– dafür verantwortlich, dass tagtäglich anberaumte Gespräche nicht nur erfolglos bleiben, sondern in der Regel noch eine konfliktverschärfende Auswirkung mit sich bringen.
Daher muss das übergeordnete Ziel eines professionell gestalteten Gesprächs darin bestehen, dem Gegenüber dabei zu helfen, zunächst sich selbst sowie seine Sichtweise der Dinge wahrzunehmen und zu reflektieren, um sich dann auf die neuen, angestrebten Betrachtungen einzulassen, diese wahrzunehmen und in ihnen konstruktive Gedanken-/Handlungsimpulse zu sehen, um sie annehmen und umsetzen zu können. Aus einem »du musst … bzw. zu solltest …« kann auf diese Weise ein »Vielleicht ist es auch für Dich vorstellbar und annehmbar, wenn, …« bzw. »Die beste Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, kann doch darin liegen …« entstehen: Diese Einstellung ist der Beginn/die Fortsetzung eines Selbstbildungsprozesses. Fremdbestimmte Ziele führen – ebenso wie bei Kindern – zu einer Bildung aus II. Hand, die eher Abwehr und Widerstände aktiviert als selbstmotivierte Veränderungswünsche. Hier gilt es, den Kreislauf einer üblichen Gesprächsführung zu durchbrechen, um den selbstgesetzten Zielen tatsächlich näher zu kommen.
Gespräche werfen nicht nur auf die Fragen selbst ein neues Licht, sondern auch auf die Menschen, die sie diskutieren.(Martin Andersen-Nex)
So vielfältig die unterschiedlichen Gesprächsanlässe im Kita-Alltag sind, so dringlich zeigt sich immer wieder, dass eine Gesprächskultur nicht von alleine entsteht.
Vielmehr baut sich eine förderliche Gesprächskultur durch folgende Merkmale auf:
Es ist günstig, wenn
(a) der Gesprächspartner von Zeit zu Zeit direkt mit seinem Namen angesprochen wird;
(b) die eigenen Argumente fachlich formuliert und immer wieder mit nachvollziehbaren Beispielen veranschaulicht werden;
(c) die Argumentationskette logisch aufgebaut und strukturiert vorgebracht wird;
(d) einer Kampf-Dialektik aus dem Wege gegangen und eine engagierte, offene Argumentation angestrebt wird;
(e) immer wieder Fragen zurückgegeben werden, um einen Dialog aufrechtzuerhalten;
(f) besonders bedeutsame inhaltliche Zusammenhänge im Gespräch auf einem Blatt Papier visualisiert werden;
(g) emotionale, spontane Gegenreaktionen (ausgelöst durch Polemik oder Vorwürfe) zurückgehalten und in neue Sachargumente umgedeutet werden;
(h) das Gesprächsziel im Vordergrund steht, so dass Abschweifungen unterbrochen und Nebenkriegsschauplätze bzw. Randaspekte nicht vom eigentlichen Thema ablenken. Zudem wird eine Gesprächskultur dadurch förderlich beeinflusst, wenn
(i) der Blickkontakt gehalten wird (ohne den Gesprächspartner anzustarren), um die erwünschte Beziehung aufrecht zu erhalten;
(j) die Lautstärke durch leise Töne gekennzeichnet ist und diese in der Modulation wechselt;
(k) der Sprechgeschwindigkeit immer wieder das hektische Tempo rausgenommen und langsam gesprochen wird;
(l) die Stimmhöhe im tieferen Bereich liegt (was durch eine möglichst vorhandene Entspannung erreicht werden kann) und dem anderen die Chance eingeräumt wird, sich einzubringen und ausreden zu können.
Bei allem steht der Aspekt im Vordergrund, dem Gesprächspartner zuzuhören und ihn verstehen zu wollen, ihn als einen gleichwertigen Gesprächspartner zu akzeptieren und an einer nachhaltigen Lösung interessiert zu sein.
Letztendlich ist darauf zu achten, dass persönliche Meinungen/Einschätzungen in sachorientierte Argumente umgewandelt werden. Immer wieder wird eine Gesprächskultur dadurch zerstört, dass persönliche Meinungen gegen entgegengesetzte Meinungen aufgefahren werden: Ein professionell gestaltetes Gespräch verzichtet daher auf Meinungsäußerungen, weil sie in einer Fachdiskussion aufgrund ihrer individuell-subjektiven Prägung nicht zielführend sein können.
Es prägt dich emotional, rational und empathisch, wenn du mehr zuhörst als zu reden. Denn Verständnis für dein Gegenüber ist die Grundlage eines guten Gesprächs. (Nyjel Hunter)
Die realisierte Gesprächskultur ist einerseits ein sicherer Indikator dafür, ob (!) in der Einrichtung eine professionell gestaltete Alltagspädagogik realisiert wird und wie ausgeprägt (!) eine humanistisch orientierte Teamarbeit tatsächlich existiert. Beide Aspekte bilden die Grundlage für ein lebendiges, arbeitsmotiviertes, lernbereites, wahrnehmungsoffenes und innovativ ausgerichtetes Team. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass die Gesprächskultur, in der sorgsam und zugleich klar, wertschätzend und zugleich zielorientiert, direkt und zugleich problemlösungsorientiert miteinander gesprochen/umgegangen wird, sowohl ein Garant für eine Qualitätsoffensive darstellt als auch für eine entwicklungsförderliche Atmosphäre in der Kita sorgt.
Wo immer Arbeits- bzw. Beziehungsstörungen vorherrschen, ist auch die Gesprächskultur eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. So gilt es, sich immer wieder aufs Neue mit diesem kulturell höchst bedeutsamen Schwerpunkt zu beschäftigen, die gegenwärtige Gesprächskultur zu analysieren, bei Störungen zu verbessern und bei einer gut vorhandenen Ausprägung gezielt sowie regelmäßig zu stabilisieren. Getreu dem Motto: »Wer aufhört besser sein zu wollen als er ist, hört auf, gut zu sein«. Oder: »Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.« (Jupp Müller)
Diesen Beitrag haben wir folgendem Buch entnommen:
Armin Krenz Elementarpädagogische Grundsätze auf den Punkt gebracht 20 PowerPoint Präsentationen als Grundlage für Teambesprechungen, Fortbildungsveranstaltungen und Fachberatungen 344 Seiten mit zahlreichen Abbildungen ISBN 978-96304-613-1 29,95 €
Die PowerPointPräsentationen und Seminarunterlagen von Prof. Armin Krenz haben sich in zahlreichen Vorträgen und Weiterbildungen bewährt. Sie vermitteln kurz und prägnant das Wesentliche für die pädagogische Praxis und stützen sich dabei auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Mit seinem Buch unterstützt er pädagogische Fachkräfte dabei aktuelles Wissen in die Praxis umzusetzen.