Die Kinderfreundlichkeit wächst

Die Kinderfreundlichkeit wächst

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Geburtenrate innerhalb von zehn Jahren um fast 100.000 Neugeborene jährlich gewachsen

Die Geburtenrate steigt und der Staat hat in den vergangenen Jahren einiges in gute Rahmenbedingungen für Familien investiert, wie beispielsweise den Ausbau der Kinderbetreuung. Dieses staatliche Engagement ist auch bei den Bundesbürgern gut angekommen. Das hat die Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen in einer repräsentativen Umfrage mit 3.000 Bundesbürgern im April 2021 festgestellt

Zustimmungswert verdoppelt – Mehrheit hat aber immer noch negatives Bild

Im Zehn-Jahres-Vergleich hat sich der Zustimmungswert sogar mehr als verdoppelt. Waren es 2011 noch 21 Prozent, die einen positiven Trend bei der Kinderfreundlichkeit erkannten, stimmten dem 2021 rund 47 Prozent zu. Mehr als die Hälfte der Befragten sind jedoch der Meinung, dass Deutschland kein kinderfreundliches Land ist. Obwohl mit 773.200 Neugeborenen in 2020 die Zahl der Geburtenrate gegenüber 2011 um fast 100.000 gestiegen ist, spricht für viele noch immer einiges gegen einen Familiengründung. Hauptgrund sind die hohen Kosten, die mit Kindern entstehen (52 Prozent).

Gefahren für Karriere und Existenz

Gefahren für ihre berufliche Karriere durch die Geburt eines Kindes fürchten (47 Prozent). 45 Prozent halten die staatlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für ungünstig, während sich 43 Prozent Sorgen um eine sichere Zukunft ihres potenziellen Nachwuchses machen. 33 Prozent fehlt einfach der richtige Partner, 20 Prozent finden den richtigen Zeitpunkt nicht, 18 Prozent sehen keinen erfüllenden Lebensinhalt in Kindern und 17 Prozent fürchten, dass ihr Kind nur mit einem Elternteil aufwachsen würde. Im Vergleich zum Jahr 2011 sind aber die Vorbehalte gegen eine Familiengründung durchweg zurückgegangen. So nimmt auch die Zahl der Scheidungen (2010: 187.640; 2020: 149.010) kontinuierlich ab, während die Anzahl von Eheschließungen zunimmt (2010: 187.027; 2020: 373.300). Die Wahrscheinlichkeit sich scheiden zu lassen, sank demnach von 50 Prozent auf 36 Prozent. So überrascht es auch nicht, dass für 84 Prozent der Bundesbürger Kinder und Familie ein besonders wichtiger Bestandteil für die eigene Lebensqualität sind.
Quelle: Mehr dazu: http://www.zukunftserwartungen.de/…/deutschland-wird…