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Deutschland summt! Pflanzwettbewerb für mehr Artenvielfalt gestartet

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Deutschland summt! Pflanzwettbewerb 2026 fördert naturnahe Lebensräume

Der bundesweite Wettbewerb „Deutschland summt!“ startet in seine elfte Runde. Er lädt auch im Jahr 2026 wieder Menschen in ganz Deutschland dazu ein, sich aktiv für den Schutz von Wildbienen und anderen Insekten einzusetzen. Ziel der Initiative ist es, Flächen naturnah zu gestalten und dadurch neue Lebensräume zu schaffen. Denn Insekten sind eine unverzichtbare Grundlage für funktionierende Ökosysteme und biologische Vielfalt.

Naturnahe Gestaltung als Beitrag gegen das Insektensterben

Angesichts des fortschreitenden Artenrückgangs gewinnt die naturnahe Gestaltung von Gärten, Balkonen und öffentlichen Flächen zunehmend an Bedeutung. Schon mit vergleichsweise kleinen Maßnahmen lassen sich wertvolle Lebensräume schaffen. Heimische Wildblumen, Stauden und Kräuter bieten Nahrung für zahlreiche Insektenarten, während Strukturen wie Totholz, offene Bodenstellen oder Sandflächen wichtige Nistmöglichkeiten darstellen. Auf diese Weise entstehen nicht nur ökologisch wertvolle Flächen, sondern auch Orte, an denen Natur unmittelbar erlebt werden kann.

Teilnahme am Wettbewerb – einfach und für alle möglich

Die Teilnahme am Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb ist bewusst niedrigschwellig gestaltet, sodass sowohl Privatpersonen als auch Gruppen, Initiativen oder Institutionen mitmachen können. Beiträge können ab dem 1. April bis zum 31. Juli 2026 über die offizielle Wettbewerbsplattform hoch: wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de. Erwartet wird eine kurze Beschreibung der jeweiligen Maßnahme sowie eine anschauliche Dokumentation durch Vorher-Nachher-Fotos der umgestalteten Fläche. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine kleine Fläche von wenigen Quadratmetern oder um ein größeres Projekt handelt, da unterschiedliche Kategorien zur Auswahl stehen.

Engagement und Wirkung stehen im Fokus der Bewertung

Ein besonderes Merkmal des Wettbewerbs liegt darin, dass nicht allein die Gestaltung der Fläche bewertet wird. Ebenso entscheidend ist das Engagement der Teilnehmenden und deren Fähigkeit, andere Menschen für naturnahes Gärtnern zu begeistern. Projekte, die durch gemeinschaftliche Aktionen, Informationsangebote oder Veranstaltungen zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen und zur Nachahmung anregen, werden von der Jury besonders berücksichtigt. Dadurch wird der Wettbewerb auch zu einer Plattform für Umweltbildung und gesellschaftliches Engagement.

Auch ohne Vorkenntnisse erfolgreich teilnehmen

Der Wettbewerb richtet sich ausdrücklich auch an Einsteigerinnen und Einsteiger, die bisher wenig Erfahrung mit naturnaher Gartengestaltung haben. Auf der Website der Initiative stehen unter ‚Tipps & Tricks‘ zahlreiche praxisnahe Informationen und hilfreiche Anleitungen zur Verfügung, die den Einstieg erleichtern und zeigen, wie sich geeignete Lebensräume Schritt für Schritt entwickeln lassen.

In Gedenken an Carsten Träger

Die diesjährige Wettbewerbsrunde steht auch im Zeichen des Gedenkens an Carsten Träger, der ursprünglich die Schirmherrschaft übernehmen sollte und kürzlich unerwartet verstorben ist. Sein Aufruf, sich gemeinsam für die Artenvielfalt einzusetzen, bleibt ein prägendes Signal und motiviert viele Teilnehmende, sich weiterhin für den Schutz von Insekten und deren Lebensräume zu engagieren.

Artensterben und die Bedeutung von Wildbienen

Die Dringlichkeit solcher Initiativen wird durch aktuelle Zahlen deutlich. Nach Angaben der International Union for Conservation of Nature ist ein erheblicher Anteil der weltweit untersuchten Arten vom Aussterben bedroht. Auch in Deutschland zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung, da zahlreiche Insektenarten als gefährdet gelten. Besonders betroffen sind Wildbienen, die eine zentrale Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen spielen und somit wesentlich zur Stabilität von Ökosystemen beitragen. Der Verlust geeigneter Lebensräume gilt als eine der Hauptursachen für ihren Rückgang.

Die Stiftung für Mensch und Umwelt als Initiator

Hinter dem Wettbewerb steht die Stiftung für Mensch und Umwelt mit Sitz in Berlin, die sich bundesweit für den Schutz der biologischen Vielfalt engagiert. Die Stiftung setzt eigene Projekte um, die darauf abzielen, naturnahe Grünflächen insbesondere in urbanen Räumen zu fördern. Als zertifizierter Naturgartenfachbetrieb verfügt sie über umfassende Erfahrung in der ökologischen Gestaltung von Freiflächen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

Quellel PressemitteilungStiftung für Mensch und Umwelt

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