UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk fordern mehr Schutz, Beteiligung und Investitionen in junge Generation
Der Weltkindertag 2026 steht unter einem klaren und kraftvollen Leitmotiv: „Starke Kinder, starke Zukunft!“. Mit diesem Motto rufen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk Politik und Gesellschaft dazu auf, die Rechte von Kindern und Jugendlichen konsequenter zu stärken, ihren Schutz auszubauen und insbesondere ihre mentale Gesundheit nachhaltig zu fördern.
Junge Generation unter wachsendem Druck
Kriege, die Folgen des Klimawandels sowie wirtschaftliche Krisen prägen die Lebensrealität vieler Familien – in Deutschland ebenso wie weltweit. Diese Entwicklungen hinterlassen spürbare Spuren bei Kindern und Jugendlichen. Zukunftssorgen, Unsicherheit und soziale Belastungen wirken sich zunehmend auf ihre psychische Gesundheit aus.
Umso wichtiger ist es, junge Menschen mit gezielten Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung und Präventionsangebote zu unterstützen. Ziel ist es, sie zu resilienten, selbstbewussten Gestalterinnen und Gestaltern der Gesellschaft von morgen zu machen.
Ein zentraler Aspekt dabei ist die stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen – insbesondere dann, wenn diese ihre eigene Zukunft unmittelbar betreffen.
Klare Forderungen an Politik und Gesellschaft
Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, betont: Eine starke Zukunft für alle hänge entscheidend davon ab, wie sehr Kinder heute gestärkt würden. Je fragiler das Leben von Kindern sei, desto fragiler werde auch die Welt insgesamt. Das Motto des Weltkindertags 2026 verstehe sich daher als gemeinsamer Kraftakt für eine gerechte und stabile Zukunft.
Auch Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutsches Kinderhilfswerk, fordert ein Umdenken in der politischen Debatte. Die Interessen junger Menschen würden in Deutschland häufig vernachlässigt. Kinderrechte müssten als vorrangiger Gesichtspunkt politischen Handelns endlich konsequent berücksichtigt werden. Dazu gehöre insbesondere die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz, damit das Wohl von Kindern bei allen staatlichen Entscheidungen verbindlich mitgedacht werde.
Bundesweite Mitmach-Aktion zum Weltkindertag 2026
Unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ planen UNICEF Deutschland und das Deutsches Kinderhilfswerk zum 20. September 2026 eine gemeinsame bundesweite Mitmach-Aktion. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche und Forderungen von Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland.
Darüber hinaus sind zahlreiche lokale Initiativen geplant – von Demonstrationen über Feste bis hin zu Informations- und Bildungsaktionen. Ziel ist es, Menschen im ganzen Land für Kinderrechte, Chancengleichheit und eine nachhaltige Zukunft zu mobilisieren.
Hintergrund: Bedeutung des Weltkindertags
Der Weltkindertag geht auf eine Empfehlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1954 zurück. Ziel war es, weltweit einen Tag einzuführen, der den Einsatz für Kinderrechte stärkt, die Freundschaft zwischen jungen Menschen fördert und Regierungen zur Unterstützung der internationalen Kinderhilfsarbeit aufruft.
Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten begangen – wenn auch an unterschiedlichen Terminen. In Deutschland findet er traditionell am 20. September statt. Seit 1989 sind die Rechte von Kindern zudem durch die UN-Kinderrechtskonvention völkerrechtlich verbindlich festgeschrieben.
Mit dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ setzen die Initiatoren 2026 ein deutliches Signal: Die Stärkung der jungen Generation ist keine Option, sondern Voraussetzung für eine gerechte, demokratische und zukunftsfähige Gesellschaft.


